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  • Format: PDF


Furcht und Angst dienten im 17. Jahrhundert als Grundbegriffe personaler und gesellschaftlicher Selbstkonstituierung. Ihre vielschichtige Problematisierung schlug sich in gelehrten Debatten und in der Dichtung ebenso nieder wie in autobiographischen Texten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und der Kriege gegen die »Türken«. Dieser Band untersucht Erklärungen und Bewertungen von Furcht, Angst und Schrecken vor dem Hintergrund frühneuzeitlicher Affektologien und Imaginationslehren. Darüber hinaus analysiert er die Funktionen der Beschreibung dieser »Gemütsbewegungen«. Wer von der Furcht…mehr

Produktbeschreibung
Furcht und Angst dienten im 17. Jahrhundert als Grundbegriffe personaler und gesellschaftlicher Selbstkonstituierung. Ihre vielschichtige Problematisierung schlug sich in gelehrten Debatten und in der Dichtung ebenso nieder wie in autobiographischen Texten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und der Kriege gegen die »Türken«. Dieser Band untersucht Erklärungen und Bewertungen von Furcht, Angst und Schrecken vor dem Hintergrund frühneuzeitlicher Affektologien und Imaginationslehren. Darüber hinaus analysiert er die Funktionen der Beschreibung dieser »Gemütsbewegungen«. Wer von der Furcht vor menschlicher und göttlicher Gewalt sprach, betonte immer wieder auch die der Furcht selbst eigene Gewalt und stellte damit die Bedingungen ihrer Überwindung vor. Die Studie zeigt, dass der Begriff der Furcht nicht ohne seine komplexe Beziehung zur Gottesfurcht gedacht werden konnte und dass er somit etwas ganz anderes meinte, als eine moderne Gefühlssemantik suggeriert.

Dr. Andreas Bähr ist derzeit Privatdozent für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin.


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  • Produktdetails
  • Verlag: V&R Unipress
  • Seitenzahl: 660
  • Erscheinungstermin: 24.04.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783847000860
  • Artikelnr.: 38447747
Autorenporträt
Bähr, Andreas
Er studierte Geschichte und Latinistik in Göttingen und Mainz und wurde mit einer Arbeit über die Semantik der Selbsttötung in der Aufklärung promoviert.