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Ausgehend von Erlebnisqualitäten, die im Englischen mit "Thrill" bezeichnet werden, beschreibt Michael Balint zwei unterschiedliche Verhaltensweisen gegenüber der Welt: die "oknophile" und die "philobatische". Diese Unterscheidung hat zu interessanten Schlußfolgerungen geführt im diagnostischen und therapeutischen Bereich, im Blick auf die Objektbeziehungen, den Umgang mit Angst und Aggressivität, die Autoerotik, Liebe und Haß sowie die Fähigkeit zur Realitätsprüfung.
Michael Balint, der durch seine Untersuchungen über die Arzt-Patient-Beziehung weithin bekannt geworden ist, legt hier eine
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Produktbeschreibung
Ausgehend von Erlebnisqualitäten, die im Englischen mit "Thrill" bezeichnet werden, beschreibt Michael Balint zwei unterschiedliche Verhaltensweisen gegenüber der Welt: die "oknophile" und die "philobatische". Diese Unterscheidung hat zu interessanten Schlußfolgerungen geführt im diagnostischen und therapeutischen Bereich, im Blick auf die Objektbeziehungen, den Umgang mit Angst und Aggressivität, die Autoerotik, Liebe und Haß sowie die Fähigkeit zur Realitätsprüfung.

Michael Balint, der durch seine Untersuchungen über die Arzt-Patient-Beziehung weithin bekannt geworden ist, legt hier eine neue psychologische Typenlehre vor. Er unterscheidet zwei Hauptverhaltensweisen gegenüber der Welt, die oknophile und die philobatische. Die erstere ist dadurch gekennzeichnet, dass der Mensch sich an seine Liebesobjekte anklammert und in dieser Anklammerung Schutz und Wonne des Gehaltenseins sucht, zugleich aber beständig gepeinigt wird von der Angst, das Liebesobjekt zu verlieren ? die zweite geht darauf aus, die Objekte zu wechseln, sich von ihnen zu lösen und in der Überwindung der "freundlichen Weiten" zwischen ihnen immer neue Spannung und Angst-Lust (thrill) zu suchen und zugleich eine beständige Neubestätigung der eigenen Geschicklichkeit, die es ermöglicht, immer neue Objekte zu unterwerfen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 9. Aufl.
  • Seitenzahl: 113
  • Erscheinungstermin: Februar 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 153mm x 9mm
  • Gewicht: 193g
  • ISBN-13: 9783608946376
  • ISBN-10: 3608946373
  • Artikelnr.: 27281613
Autorenporträt
Alexander Mitscherlich wurde am 20. September 1908 in München geboren. Er studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in München sowie Medizin in Berlin, Zürich und Heidelberg. Von 1933 bis 1937 wurde er wegen Widerstandsarbeit mehrfach verhaftet, 1937 sogar acht Monate in Nürnberg gefangen gehalten. Nach seiner Promotion arbeitete er als Neurologe an der Universität Heidelberg, nach seiner Habilitation an der medizinischen Polyklinik in Zürich. Ab 1947 war er Herausgeber der Zeitschrift "Psyche". 1949 gründete er an der Universität Heidelberg die Abteilung für Psychosomatische Medizin, die bald zu einer eigenen Klinik ausgebaut wurde. In Frankfurt am Main gründete Mitscherlich 1960 das Sigmund-Freud-Institut, dessen Leiter er bis zu seiner Emeritierung war. Von 1966 bis 1973 war er Professor für Psychologie an der Universität Frankfurt/Main. Er wurde zunehmend zum engagierten Kritiker der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft. 1969 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Mitscherlich starb am 26. Juni 1982 in Frankfurt am Main.

Michael Balint (1896 -1970), geboren in Budapest, ging 1920 nach Berlin, wo er seine psychoanalytische Ausbildung bei Hanns Sachs begann.
1929 publizierte er eine Arbeit über Psychoanalyse und klinische Medizin, die ihn zu einem der Pioniere der psychosomatischen Medizin machte. 1924 kehrte er nach Budapest zurück, wo er seine psychoanalytische Ausbildung bei Sándor Ferenczi fortsetzte.
Seit 1926 war er als Lehranalytiker am Psychoanalytischen Institut in Budapest zugelassen.
1939 emigrierte Balint nach England. 1947 nahm er seine Arbeit an der Tavistock Clinic in London auf, wo er, zusammen mit seiner Frau Enid Balint, seine Forschungen am Family Discussion Bureau begann.
Im Jahre 1950 fand das erste Seminar für Allgemeinpraktiker statt - eine Fallbesprechungsgruppe, in der es um die Auseinandersetzung mit den in der allgemeinärztlichen Praxis auftretenden pychologischen Problemen ging: Als sogenannte "Balintgruppen" haben diese Seminare inzwischen weltweite Verbreitung gefunden. 1970 wurde Balint zum Präsidenten der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft gewählt.

Enid Balint ist eine der führenden Psychoanalytikerinnen der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft; durch die gemeinsame Arbeit mit Michael Balint über die Arzt-Patient-Beziehung erlangte sie internationale Berühmtheit.