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Jelena, eine Kosovo-Serbin, wird in ihrer Heimat wiederholt Opfer unvorstellbarer Gewalt. Die geht nicht vom Staat aus, sondern von enthemmten Mitgliedern der Mehrheitsbevölkerung. Schwer traumatisiert, hofft die junge Frau nach zwei Selbstmordversuchen auf einen Neuanfang in Österreich. Dort aber gerät sie in die Mühlen eines unmenschlichen Asylrechts, das seinem Namen nicht gerecht wird.
Seit langem prägt das Thema Asyl die öffentlichen Debatten und sorgt nach jedem von den Medien aufgegriffenen Einzelfall für heftige Kontroversen. Ludwig Laher überträgt diese brandaktuelle Thematik auf
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Produktbeschreibung
Jelena, eine Kosovo-Serbin, wird in ihrer Heimat wiederholt Opfer unvorstellbarer Gewalt. Die geht nicht vom Staat aus, sondern von enthemmten Mitgliedern der Mehrheitsbevölkerung. Schwer traumatisiert, hofft die junge Frau nach zwei Selbstmordversuchen auf einen Neuanfang in Österreich. Dort aber gerät sie in die Mühlen eines unmenschlichen Asylrechts, das seinem Namen nicht gerecht wird.

Seit langem prägt das Thema Asyl die öffentlichen Debatten und sorgt nach jedem von den Medien aufgegriffenen Einzelfall für heftige Kontroversen. Ludwig Laher überträgt diese brandaktuelle Thematik auf eine literarische Ebene. Er erzählt die exakt recherchierte Geschichte Jelenas als roten Faden eines aufwühlenden Romans, in dessen Mittelpunkt das Justizwesen selbst steht, die Welt der Paragraphen und ihrer Anwendung, ein Spiegelbild unserer Verfassung im doppelten Wortsinn: vielschichtig, mitreißend diskret, erhellend und weit davon entfernt, komplexen Fragestellungen mit einfachen Antwortenbeikommen zu wollen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Best.Nr. des Verlages: 680
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 180
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 180 S. 205 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 135mm x 20mm
  • Gewicht: 316g
  • ISBN-13: 9783852186801
  • ISBN-10: 3852186803
  • Best.Nr.: 32678482
Autorenporträt
Ludwig Laher, geb. 1955 in Linz, studierte Germanistik, Anglistik und Klassische Philologie in Salzburg, Dr. phil. und lebt in St. Pantaleon (Oberösterreich). Er schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele, Drehbücher und Übersetzungen.
Rezensionen
"Ein tolles Stück Literatur." Ö1, Günter Kaindlstorfer " ... man kann sich dem gewaltigen Lesesog schwerlich entziehen." Der Standard, Sebastian Gilli "Ein vielschichtiges Buch, weit davon entfernt, komplexen Fragestellungen mit einfachen Antworten beikommen zu wollen." Frankfurt Journal, TOP 3 Bücher "Ein aufrüttelndes, aufklärerisches Buch" Die Presse, Gerhard Zeillinger "Laher hat ein sicheres Gefühl für Sprache" Literatur und Kritik, Evelyne Polt-Heinzl "Ludwig Laher weiß, dass ein dokumentarischer Roman die Probleme nicht lösen wird, aber er kann das Bewusstsein für die schlimmsten Problemstellen schärfen und auf diese Weise Verbesserungen ermöglichen." Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter "Ludwig Laher ist Spezialist für penibel recherchierte, dokumentarische Literatur. In ,Verfahren', seinem aktuellen Werk, befasst er sich mit den beschämenden Unmenschlichkeiten des österreichischen Asylrechts." Kronen Zeitung, Hans Langwallner "Ludwig Lahers Romane zwingen dazu, einen Teil der Welt anzuschauen, der sonst gern ausgeblendet wird und höchstens in Form plakativer Medienberichten über Einzelschicksale dargestellt wird." Salzburger Nachrichten, Christina Rademacher " ... Das Aufeinanderprallen von persönlichen Schicksalen, juristischen Spitzfindigkeiten und politischem Druck, die Gratwanderung zwischen Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit sowie die Frage, warum moralische Prinzipien dabei leicht auf der Strecke bleiben, wird anhand dreier Erzählstränge so gekonnt thematisiert, dass sich das Buch wie ein literarischer Kommentar zur aktuellen Asyldebatte liest. APA, Wolfgang Huber-Lang "Ludwig Laher entnimmt seine Romanthemen nicht den Hochglanzseiten des Lebens. (...) Wie kaum einer seiner Kollegen kommt Laher der Forderung Franz Kafkas nach: ,Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.' Im Roman ,Verfahren' beschreibt der Autor die Knochenmühle der heimischen Asylbürokratie. (...) Verfahren wäre auch ein passendes Adjektiv zur heimischen Asyl-Situation." Stimme. Zeitschrift der Initiative Minderheiten "Dem Autor gelingt es, mit seinem Roman ein erschreckendes Bild der Asylverfahren in Österreich zu vermitteln." Braunauer Warte am Inn, Manfred Fischer "Die meisten Österreicher wissen kaum etwas von der Situation der Asylwerber in ihrem Land. Wer etwas darüber wissen will, sollte Ludwig Lahers aktuelles Buch ,Verfahren' lesen." www.literaturhaus.at, Bernd Schuchter "Ludwig Laher benennt in seinem neuen Roman ,Verfahren' schon im Titel die Doppeldeutigkeit: aus juristischer Sicht das österreichische Asylrecht, das dem Leben einer jungen Kosovo-Serbin keine Chance läßt - verfahren Leben und alle Hoffnung, exakt recherchiert, beklemmend durch den Wahrheitsgehalt und die Nüchternheit der Darstellung." SALZ, Brita Steinwendtner "Was nicht immer gut geht, ist Ludwig Laher gelungen: Sein neuester Roman ,Verfahren' bringt einen ambitionierten und vielschichtigen Text zu den Themen Migration und Asyl. Und den Beleg dafür, dass realistisches Erzählen funktionieren kann." Volksstimme, Christoph Kepplinger "Schon in seinen früheren Büchern hat sich Ludwig Laher mit politischen Themen beschäftigt. Dafür recherchiert er aufwendig und sieht sich als Schriftsteller, der sich einmischen muss (...) es geht ihm nicht darum, eine erschütternde Geschichte zu präsentieren, sondern die Mechanismen und Sachzwänge offenzulegen." Buchkultur, Nils Jensen "Brillant recherchiert hebt der Autor eine Diskussion, die die Einzelschicksale, die hinter jedem Fall stehen, wegzuleugnen versucht, auf eine literarische Ebene. Ludwig Laher führt die Leserinnen und Leser an eine Biografie heran, wie sie bewegter nicht sein könnte - die Biografie einer Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Leben ohne Schmerz, Verlust, Trauer und Verletzungen. Ein Leben, das nicht permanent durchkreuzt wird vom behördlichen Alltag und ,politischen Notwendigkeiten'. Dieses Buch lässt einen so schnell nicht wieder los und ist genau deshalb so notwendig! Kranich, Kathrin Quatember "Am Beispiel der beiden eng verknüpften Geschichten der Asylwerberin Jelena, deren Hoffnung auf ein neues Leben in Österreich enttäuscht wird, und eines Richters am Asylgerichtshof, der sich eingezwängt fühlt zwischen politischem Druck, Personalmangel und Amtsmissbrauch, beschreibt Laher die Tragik eines unmenschlichen Asylrechts." Tips, Sabrina Reiter " ... ein Dokumentationsroman, der mannigfache Einblicke in den Umgang Österreichs mit Asylwerbern gewährt." Pinzgauer Nachrichten "... ein psychologisch überzeugender, ebenso packender wie erschütternder Roman." ekz.bibliotheksservice, Peter Vodosek "Ludwig Laher, der sich auch in diesem Buch wiederum zum Anwalt der Schwachen, der vom Schicksal Benachteiligten macht, jener, denen auf irgendeine Weise Unrecht widerfährt, zeigt auf, in welchen Fallstricken sich hierzulande Asylwerber verheddern können." Neues Volkblatt…mehr