14,90
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Gebundenes Buch

Jetzt bewerten

Das Telefon ist der beste Freund des Einsamen, und Telefongespräche nach Mitternacht sind Unterhaltungen mit Geistern. Der Erzähler telefoniert mit Freunden, wie dem übergewichtigen Caligula oder der schönen Jetti, seiner alten Liebe, aber auch mit Wildfremden, die er in der Republik der Schlaflosen antrifft. Aus gut zwei Dutzend Telefongesprächen setzt sich dieses Buch zusammen, aus hingebungsvoll gepflegter Paranoia, aus Großstadtneurosen, aus Erinnerungssucht und anderen Süchten.
Michael Köhlmeiers herausragende Qualität als Erzähler beruht auch darauf, dass er es versteht, sehr genau
…mehr

Produktbeschreibung
Das Telefon ist der beste Freund des Einsamen, und Telefongespräche nach Mitternacht sind Unterhaltungen mit Geistern. Der Erzähler telefoniert mit Freunden, wie dem übergewichtigen Caligula oder der schönen Jetti, seiner alten Liebe, aber auch mit Wildfremden, die er in der Republik der Schlaflosen antrifft. Aus gut zwei Dutzend Telefongesprächen setzt sich dieses Buch zusammen, aus hingebungsvoll gepflegter Paranoia, aus Großstadtneurosen, aus Erinnerungssucht und anderen Süchten.

Michael Köhlmeiers herausragende Qualität als Erzähler beruht auch darauf, dass er es versteht, sehr genau hinzuschauen, mit dem Blick von jemandem, der die Menschen liebt, weil er gar nicht anders kann, in ebenso zarter wie brutaler Genauigkeit.
  • Produktdetails
  • Verlag: Zsolnay, Paul / Zsolnay-Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 551/06020
  • 2. Auflage
  • Seitenzahl: 107
  • Erscheinungstermin: 19. August 2005
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 136mm x 18mm
  • Gewicht: 248g
  • ISBN-13: 9783552060203
  • ISBN-10: 3552060200
  • Artikelnr.: 14124744
Autorenporträt
Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Bei Hanser erschienen die Romane Abendland (2007), Madalyn (2010), Die Abenteuer des Joel Spazierer (2013), Spielplatz der Helden (2014, Erstausgabe 1988), Zwei Herren am Strand (2014), Das Mädchen mit dem Fingerhut (2016) und Bruder und Schwester Lenobel (2018), außerdem die Gedichtbände Der Liebhaber bald nach dem Frühstück (Edition Lyrik Kabinett 2012) und Ein Vorbild für die Tiere (Gedichte, 2017) sowie die Novelle Der Mann, der Verlorenes wiederfindet (2017). Michael Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk.  
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

"Das Telefon ist eine Brücke, über die man nicht gehen kann", schreibt Samuel Moser, um zu zeigen, worum es in diesen Texten von Michael Köhlmeier geht. Nämlich um die Existenz in Einsamkeit, die Zuflucht zum Reden sucht, zur Erzählung, zur Vorstellung von Zweisamkeit, dabei aber keine Distanzen überwindet. "Nachts um eins am Telefon" bauen sich die Vereinzelten diese Brücke, die nicht begehbar ist, sie entwerfen gemeinsame Geschichten, auch wenn sie Wand an Wand wohnen und die Begegnung scheuen. Moser ist in den Bann geschlagen von der Art, wie Köhlmeier das erzählt: melancholisch grundiert, "selbstironisch", "klarsichtig". Und es geht, so der Rezensent, um mehr als die Einsamkeit im Allgemeinen - um die Einsamkeit des Autors nämlich, der sich erzählend an die Welt wendet, ohne bei ihr sein zu können. Denn: "Der Text ist eine Brücke, über die man nicht gehen kann. Eine Brücke, die Distanzen schafft."

© Perlentaucher Medien GmbH