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Das Telefon ist der beste Freund des Einsamen, und Telefongespräche nach Mitternacht sind Unterhaltungen mit Geistern. Der Erzähler telefoniert mit Freunden, wie dem übergewichtigen Caligula oder der schönen Jetti, seiner alten Liebe, aber auch mit Wildfremden, die er in der Republik der Schlaflosen antrifft. Aus gut zwei Dutzend Telefongesprächen setzt sich dieses Buch zusammen, aus hingebungsvoll gepflegter Paranoia, aus Großstadtneurosen, aus Erinnerungssucht und anderen Süchten.
Michael Köhlmeiers herausragende Qualität als Erzähler beruht auch darauf, dass er es versteht, sehr genau
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Produktbeschreibung
Das Telefon ist der beste Freund des Einsamen, und Telefongespräche nach Mitternacht sind Unterhaltungen mit Geistern. Der Erzähler telefoniert mit Freunden, wie dem übergewichtigen Caligula oder der schönen Jetti, seiner alten Liebe, aber auch mit Wildfremden, die er in der Republik der Schlaflosen antrifft. Aus gut zwei Dutzend Telefongesprächen setzt sich dieses Buch zusammen, aus hingebungsvoll gepflegter Paranoia, aus Großstadtneurosen, aus Erinnerungssucht und anderen Süchten.

Michael Köhlmeiers herausragende Qualität als Erzähler beruht auch darauf, dass er es versteht, sehr genau hinzuschauen, mit dem Blick von jemandem, der die Menschen liebt, weil er gar nicht anders kann, in ebenso zarter wie brutaler Genauigkeit.
Autorenporträt
Köhlmeier, MichaelMichael Köhlmeier wurde 1949 in Hard am Bodensee geboren und lebt heute in Hohenems/Vorarlberg. Er studierte Germanistik und Politologie in Marburg sowie Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt. Michael Köhlmeier schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele und Lieder und tritt sehr erfolgreich als Erzähler antiker und heimischer Sagenstoffe und biblischer Geschichten auf. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Johann-Peter-Hebel-Preis, den Manès-Sperber-Preis, das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I.Klasse, den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und den Ferdinand-Berger-Preis.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

"Das Telefon ist eine Brücke, über die man nicht gehen kann", schreibt Samuel Moser, um zu zeigen, worum es in diesen Texten von Michael Köhlmeier geht. Nämlich um die Existenz in Einsamkeit, die Zuflucht zum Reden sucht, zur Erzählung, zur Vorstellung von Zweisamkeit, dabei aber keine Distanzen überwindet. "Nachts um eins am Telefon" bauen sich die Vereinzelten diese Brücke, die nicht begehbar ist, sie entwerfen gemeinsame Geschichten, auch wenn sie Wand an Wand wohnen und die Begegnung scheuen. Moser ist in den Bann geschlagen von der Art, wie Köhlmeier das erzählt: melancholisch grundiert, "selbstironisch", "klarsichtig". Und es geht, so der Rezensent, um mehr als die Einsamkeit im Allgemeinen - um die Einsamkeit des Autors nämlich, der sich erzählend an die Welt wendet, ohne bei ihr sein zu können. Denn: "Der Text ist eine Brücke, über die man nicht gehen kann. Eine Brücke, die Distanzen schafft."

© Perlentaucher Medien GmbH
"Michael Köhlmeiers neues Buch ist ein Glaubensbekenntnis: Geschichten und das Geschichtenerzählen sind ihm Lebens-, nein: Überlebensmittel - wie gut, daß davon auch die Leserinnen und Leser Stärkung erlangen!" O.P. Zier, Die Presse "Michael Köhlmeier präsentiert sich in diesem Band auf dem Höhepunkt seiner Kunst. Lyrisch, auf ihr Wesentliches verdichtet, wirken die Geschichten wie eine Flaschenpost aus dem Dunkel der Nacht." Klaus Kastberger, Falter