Lieben / Min Kamp Bd.2 - Knausgård, Karl Ove
Zur Bildergalerie
24,99 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

1 Kundenbewertung

Zügellos, kompromisslos, intim: Karl Ove Knausgårds hoch gerühmter zweiter Roman aus seiner autobiographischen Serie
Was bleibt von all der Romantik und Leidenschaft, wenn der Alltag Einzug hält ins Leben zweier moderner, auf Selbstverwirklichung bedachter Menschen mit kleinen Kindern? Anspruch und Wirklichkeit prallen aufeinander. Das tägliche Ringen um Freiräume, Lebensfreude und Zeit wird zum unauflösbaren Konflikt. Die eigene Identität muss mit Klauen verteidigt, die Liebe immer wieder neu gefunden werden. Ein Kraftakt, von dem Karl Ove Knausgård in seinem Roman "Lieben" voller…mehr

Produktbeschreibung
Zügellos, kompromisslos, intim: Karl Ove Knausgårds hoch gerühmter zweiter Roman aus seiner autobiographischen Serie

Was bleibt von all der Romantik und Leidenschaft, wenn der Alltag Einzug hält ins Leben zweier moderner, auf Selbstverwirklichung bedachter Menschen mit kleinen Kindern? Anspruch und Wirklichkeit prallen aufeinander. Das tägliche Ringen um Freiräume, Lebensfreude und Zeit wird zum unauflösbaren Konflikt. Die eigene Identität muss mit Klauen verteidigt, die Liebe immer wieder neu gefunden werden. Ein Kraftakt, von dem Karl Ove Knausgård in seinem Roman "Lieben" voller Zärtlichkeit und mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt. Das radikale Vaterporträt seines umjubelten Vorgängerromans "Sterben" wird nun in "Lieben" ergänzt durch das kompromisslose Suchen nach Nähe und Beziehung.
  • Produktdetails
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag
  • Originaltitel: Min Kamp 2
  • Seitenzahl: 768
  • Erscheinungstermin: 12. März 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 149mm x 55mm
  • Gewicht: 894g
  • ISBN-13: 9783630873701
  • ISBN-10: 3630873707
  • Artikelnr.: 34502475
Autorenporträt

Karl Ove Knausgård, 1968 in Norwegen geboren, hat mit seinem autobiografischen Romanzyklus "Min Kamp" (übersetzt: "Mein Kampf") einen Orkan in Norwegen und Schweden ausgelöst. Als die ersten Bände auf dem Markt waren, brach ein Medienhype los, Teile der Verwandtschaft verklagten Knausgård. Es trat das ein, was der Autor am meisten fürchtet: Er wurde beschimpft. Er, dem es so wichtig ist, dass er gemocht wird, der Konflikte hasst, musste das aushalten. Er sagt, dass das die schlimmste Zeit in seinem Leben gewesen sei. Der gerichtliche Ärger rührt daher, dass er nicht nur schonungslos über sich und seine Probleme, Ängste, sein Leben schreibt - sondern genauso sezierend über alle Freunde, Kollegen, die Freundinnen und die Familie. Die Medien stürzten sich auf so gut wie jeden Menschen, der in den Büchern erwähnt wurde. Nur ihn ließen sie erstmal in Ruhe. Um ihn herum tobte es und er saß im ruhigen Auge des Hurricanes. Die ersten Bände hat er freier geschrieben, danach hatte er im Hinterkopf, was diese Bücher auslösen und wurde ein wenig harmloser ...

Knausgård, der scheue literarische Superstar

Der Hype um den Romanzyklus verbreitete sich weltweit. Mittlerweile ist der Autor ein literarischer Superstar und Millionen Leser wissen alles über ihn. Er, der am liebsten allein ist, versucht daran einfach nicht zu denken, sonst würde er es nicht aushalten. Paradox, klar. Schließlich hat er dafür gesorgt, er all das geschrieben. Doch sei eben Literatur, sein Weg, sich auszudrücken. Wenn er beim Schreiben an den Punkt komme, sich von sich selbst und all den Erwartungen, Tabus etc. zu befreien, selbst sozusagen zu verschwinden, dann komme der Flow und er erlebe das Glück des Schreibens.

"Ich rede nicht, bin langweilig - aber so ist es nicht, wenn ich schreibe."

Er sagt von sich selbst, dass er Schwierigkeiten hat mit Menschen. "Ich rede nicht, bin langweilig - aber so ist es nicht, wenn ich schreibe. Dann zeige ich mich." Und doch hat er gelernt, seine Rolle zu spielen, tritt vor Publikum auf und gibt Interviews. Würde man ihm aber außerhalb dieser Rollen begegnen, würde seine Scheu wieder zum Vorschein kommen, er würde schweigsam werden und unsicher. Diese Unsicherheit, dieses Ringen um (s)einen Platz im Leben, im Schreiben, in der Liebe - das verfolgt die Lesewelt in den Romanen. Er will brillant sein und clever - doch sein Gefühl ist meist eines des Scheiterns. Dabei sorgte er schon mit seinem ersten Roman "Ute av verden" 1998 für Furore: Zum ersten Mal erhielt ein Debüt den norwegischen Kritikerpreis. 2004 folgte "Alles hat seine Zeit", nominiert für zwei Literaturpreise.

Eine manische Beichte als Beginn eines Welterfolges

Dass sich Knausgård quält mit dem Schreiben, ihm alles nie gut genug ist, wissen wir. Eine Schreibkrise - er saß fünf Jahre lang an einem Roman, der in seinen Augen nicht gut war - brachte ihn dazu, etwas Neues zu versuchen. Ihm sei klar geworden, dass er nichts konstruieren dürfe, dass er so ehrlich wie möglich sein solle. Er schrieb also über ein Erlebnis aus seiner Kindheit, das er vorher niemandem erzählt hatte, und schickte es seinem Lektor. Der nannte das eine "manische Beichte" - doch Knausgård spürte bei diesem Enthüllen "einen enormen Kick. Da steckt sehr viel Energie drin. Wenn ich keine Angst habe, keine Angst vor den Konsequenzen, dann kann ich das machen." Und er machte es und begann mit "Min Kamp". 2009 erschienen die ersten drei Bände und der Orkan brach los.

"Glück ist nichts für mich."

Heute lebt Knausgård mit seiner zweiten Frau und vier Kindern in einem Dorf in Schweden und steht früh auf, so gegen 4 Uhr, um Zeit für das Schreiben zu haben. Danach kümmert er sich um die Kinder und macht Frühstück. Ein ganz normales Familienleben. Ein glückliches? Dazu sagt er: "Glück ist nichts für mich." Auch der Erfolg habe daran nichts geändert ...

Rezensionen
"Karl Ove Knausgård legt mit seiner Selbstbefragungen den Finger auch auf unsere eigenen Wunden, auf all die Niederungen unseres Gefühlslebens, diesen Strom aus Scham, Wut, Ängsten und Eitelkeiten, der uns ständig durchrauscht."

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nach der Lektüre des 763 Seiten langen, zweiten Teils von Karl Ove Knausgards sechs Bände umfassenden, autobiografischen Romanprojekts "Min Kamp" belohnt sich Rezensent Ernst Osterkamp mit dem Versprechen, auf die noch folgenden vier Bände zu verzichten. Denn, auch wenn der Kritiker sehr dankbar ist, dass in der gelungenen deutschen Übersetzung von Paul Berf der norwegische Titel "Mein Kampf" mit "Lieben" ersetzt worden ist, reißt ihm schließlich der Geduldsfaden: Lesern, die gerne "Big Brother" schauen, kann Osterkamp das Buch durchaus empfehlen, alle anderen warnt er aber eindringlich vor den allzu ausführlichen Schilderungen des Autors über die Ehe mit Linda, dem alltäglichen Zusammenleben mit seinen Kindern Vanja, Heidi und John und den Versuch, das Leben als liebevoller Familienvater mit dem Schriftsteller-Dasein zu verbinden. Dennoch muss der Kritiker zugeben, dass es Knausgard, den er als Erzähler "irgendwie total süß" findet, gelingt, zwischen "todlangweiligen" Berichten von Kindergeburtstagen und verschwenderischen Gedanken über die Literatur und das Leben, durchaus "plastische und atmosphärisch dichte" Landschaftsdarstellungen und nächtliche Stadtbilder unterzubringen.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Die intensivste Leseerfahrung seit Jahren. [...] Erst harmlos reingeblättert, dann fünf Tage komplett im Buch verschwunden." Alex Rühle / Süddeutsche Zeitung