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Kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag beendet Felix Mandaat sein bisheriges, verträumt-zurückgezogenes Leben, um sich endlich unter Menschen zu mischen. Als Vertretung für einen verschwundenen Kollegen tritt er eine Stelle als Bibliothekar in einer Universitätsbibliothek an und will versuchen, sich der hier arbeitenden Gemeinschaft anzupassen, was ihm nicht leichtfällt. Im Magazin der Bibliothek gehen zudem vor Mandaats Augen sehr merkwürdige Dinge vor sich, und bei der Frage, was es mit dem geheimnisvollen Verschwundenen auf sich hat, ob er krank ist oder ihm sogar etwas zugestoßen ist,…mehr

Produktbeschreibung
Kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag beendet Felix Mandaat sein bisheriges, verträumt-zurückgezogenes Leben, um sich endlich unter Menschen zu mischen. Als Vertretung für einen verschwundenen Kollegen tritt er eine Stelle als Bibliothekar in einer Universitätsbibliothek an und will versuchen, sich der hier arbeitenden Gemeinschaft anzupassen, was ihm nicht leichtfällt. Im Magazin der Bibliothek gehen zudem vor Mandaats Augen sehr merkwürdige Dinge vor sich, und bei der Frage, was es mit dem geheimnisvollen Verschwundenen auf sich hat, ob er krank ist oder ihm sogar etwas zugestoßen ist, hüllen sich alle - bei sonst auffälliger Mitteilsamkeit - in ein seltsam eisiges Schweigen. "Buchstabe und Geist" gehört durch den kühl observierenden Stil, den genauen Blick fürs Detail, die subtile Ironie und die teilweise urkomischen Szenen mit den lieben Kollegen und auch den Benutzern der Bibliothek zu den typischen Werken, die Frans Kellendonk in seinem kurzen Leben zu einem der wichtigen,
bleibenden Autoren der niederländischen Moderne gemacht haben.
  • Produktdetails
  • Lilienfeldiana Bd.21
  • Verlag: Lilienfeld Verlag
  • Seitenzahl: 160
  • 2016
  • Ausstattung/Bilder: 2016. 160 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 114mm x 20mm
  • Gewicht: 192g
  • ISBN-13: 9783940357533
  • ISBN-10: 3940357537
  • Best.Nr.: 44305334
Autorenporträt
Frans Kellendonk, 1951 in Nimwegen geboren, studierte dort und in Birmingham englische Sprache und Literatur, übersetzte zeit seines Lebens bedeutende Werke aus dem Englischen (u. a. von Laurence Sterne, Henry James, Wyndham Lewis, Emily Brontë) und arbeitete im universitären Rahmen in Utrecht, Amsterdam und Leiden, zum Beispiel 1979 als Fachreferent an der Universitätsbibliothek Leiden; eine Erfahrung, die sich in "Buchstabe und Geist" (erschienen 1982) widerspiegelt. Er wirkte weiterhin als Redakteur, Kritiker und Reiseerzähler. Für sein Debüt von 1977, den Erzählungsband "Bouwval" ("Ruine"), wurde ihm der Anton-Wachter-Preis zugesprochen. 1986 erschien mit dem Roman "Mystiek Lichaam" ("Mystischer Leib") sein bekanntestes und damals politisch umstrittenstes Werk, für das er 1987 den bedeutenden F.-Bordewijk-Preis erhielt. Seine Aids-Erkrankung führte 1990 zu seinem frühen Tod in Amsterdam.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Raus aus dem Schlendrian des Freiberufler-Lebens, rein ins bürgerlich sortierte Leben - so denkt sich das Felix Mandaat, die Hauptfigur aus "Buchstabe und Geist", dem bereits 1982 erschienenen, dritten Buch des 1990 verstorbenen Autors Frans Kellendonk, erklärt Rezensent Roman Bucheli, der diese Wiederveröffentlichung mit einiger Freude gelesen hat. Eine Stelle in der Bibliothek soll diesen Schritt in der Lebensplanung leisten, doch begegnet dem Aus- bzw. Einsteiger Mandaat an seiner neuen Wirkungsstätte "ein Sanatorium der Melancholiker", erklärt der Kritiker. Kellendonks Witz und präziser Erzählstil, der Bucheli an Henry James denken lässt, ist es zu verdanken, dass die Geschichte weder in ihren skurrilen Dimensionen aufgeht, noch billig das Einverständnis mit dem Leser sucht, so der Rezensent im Weiteren. Vielmehr liege in der "zauberhaften Komik" Kellendonks, der hier eigene Erfahrungen als Angestellter einer Bibliothek verarbeitet, ein Hinweis darauf, wie nahe und wichtig ihm die Hauptfigur auch in ihren menschlich schwachen Momenten ist. Nicht zuletzt hat der Rezensent gut lachen, wie die Figuren dieser in sich verkapselten Welt deren Bürokratismen bis ins Parodistische bekräftigen und vollenden - auch wenn am Ende, wie Bucheli versichert, noch wahre Abgründe lauern.

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