Metaphysische Probleme der Medizin - Matussek, P.
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I. Zur gegenwartigen Lage del' Medizill. Seitdem sich die moderne ~ledizin von den Fesseln einer ausschlieBlich somatischen Betrachtung des Krankheitsge8chehens befrei that, befindet sie sich in einem Stadium der Unruhe. Der sichere Boden, den sie bei der Untersuchung des korperlichen Geschehens verspiirte. muBte ver lassen werden. Sie steht jetzL wo sie von dem begrenzten Korper als alleinigem 'Crsprungsort der Krankheit Abschiecl nehmen muB. vor dem ungeheuren Labyrinth des "Seelischen". Der Ausblick ist verwirrend und bedriickend. Kein Wunder, wenn die ersten Psychotherapeuten, als sie das…mehr

Produktbeschreibung
I. Zur gegenwartigen Lage del' Medizill. Seitdem sich die moderne ~ledizin von den Fesseln einer ausschlieBlich somatischen Betrachtung des Krankheitsge8chehens befrei that, befindet sie sich in einem Stadium der Unruhe. Der sichere Boden, den sie bei der Untersuchung des korperlichen Geschehens verspiirte. muBte ver lassen werden. Sie steht jetzL wo sie von dem begrenzten Korper als alleinigem 'Crsprungsort der Krankheit Abschiecl nehmen muB. vor dem ungeheuren Labyrinth des "Seelischen". Der Ausblick ist verwirrend und bedriickend. Kein Wunder, wenn die ersten Psychotherapeuten, als sie das . ,Durcheinander der Seelenfaden" gewahr wurclen. zu den Vor stellungen der altvertrauten, somatischen Medizin zuriickgriffen und das Psychische mit den Gesetzen des Korpers zu erklaren versuchten. Man redete von der Quantitat, dem Mechanismus, der Energie der Seele und glaubte, auf diese Art und Weise das Seelische fest in der Hand zu haben. Aber die Enttauschung lieB nicht lange auf sich warten. Schmerzlich muBte der Arzt erkennen, daB mit den organischen Gesetzen im Psychi schen sehr wenig anzufangen ist. Das Seelische zeigte eine andere Struktur als das Organische. Das hatte man hinzunehmen, so bitter es auch fUr den mit den Gesetzen des Korpers so vertrauten ::\iediziner gewesen war. Man muBte aber einsehen, daB eine Wahrnehmung etwas anderes ist als ein ProzeB im Gehirn, ein seelisches GefUhl sich nicht aus korperlichen Elementen zusammensetzen liiBt und in der Psyche keine meBbaren Quantitaten anzutreffen sind.
  • Produktdetails
  • Verlag: Springer, Berlin
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 172
  • Erscheinungstermin: 1. Januar 1950
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 154mm x 17mm
  • Gewicht: 270g
  • ISBN-13: 9783540014812
  • ISBN-10: 3540014810
  • Artikelnr.: 39616994
Inhaltsangabe
I. Zur gegenwärtigen Lage der Medizin.- II. Zu den metaphysischen Problemen in der Medizin.- III. Zur Psychoanalyse Freuds.- IV. Vorbemerkungen zur Theorie Freuds.- 1. Zur Trieblehre.- 2. Der Begriff der Realität.- 3. Das Lust- und Realitätsprinzip.- 4. Das Bewußtsein.- 5. Das Unbewußte.- 6. Das Ich, Es und Über-Ich.- V. Problemanschluß und Problemstellung der Arbeit.- Erstes Kapitel: Das ärztliche Anliegen und die Grundfragen der Ethik.- I. Zur Untersuchung ethischer Probleme in der Psychotherapie.- II. Freuds Anschauung über ethische Grundprobleme.- 1. Die Relativität der sittlichen Prinzipien.- 2. Der Schein der Absolutheit.- 3. Die "sittliche Relevanz" der Triebwelt.- III. Die ethischen Phänomene und ihr metaphysischer Hintergrund.- 1. Zum Wesen der sittlichen Prinzipien.- a) Widersprüche in der Freudschen Erklärung.- b) Die Apriorität und Absolutheit sittlicher Prinzipien.- c) Der ideale Seinsgrund sittlicher Prinzipien.- d) Das Sein der sittlichen Prinzipien, ein metaphysisches Problem.- 2. Zum Wesen des sittlichen Subjekts.- a) Die ontische Schichtung des Menschen.- b) Der Wert der sittlichen Person.- c) Die Freiheit des Willens, ein metaphysisches Problem.- IV. Die Willensfreiheit als therapeutische Leitidee.- Zweites Kapitel: Das Problem des Gewissens.- I. Das Gewissen in seiner Bedeutung für Arzt und Patient.- II. Die Gewissenstheorie Freuds.- 1. Der methodische Ausgangspunkt und die Beschreibung des Phänomens.- 2. Das Wesen des Gewissens.- a). Das Über-Ich als Kern des Gewissens.- b). Die Relativität des Gewissens.- c). Der in der Eigenart der Triebe ruhende Grund des Schuldgefühls.- 1. Das bewußte Schuldgefühl.- 2. Das unbewußte Schuldgefühl.- III. Das Phänomen und das metaphysische Problem des Gewissens.- 1. Zum methodischen Ausgangspunkt Freuds.- 2. Die Bezogenheit des Gewissens auf die sittliche Person.- 3. Die Unfehlbarkeit des Gewissens.- 4. Die Absolutheit des Gewissens.- 5. Das metaphysische Problem.- Drittes Kapitel: Unsterblichkeitsglaube und Neurose.- I. Problemanschluß.- II. Freuds Beobachtung und deren Erklärung.- 1) Die Flucht des Kulturbürgers vor dem Tod.- 2) Das Verhältnis des modernen Menschen zum Tode, eine Folge der Verdrängung.- III. Der Glaube als Phänomen des personalen Geistes.- 1. Zum Phänomen des Unsterblichkeitsglaubens.- a). Die typische Argumentation Freuds.- b). Die beiden rationalistischen Vorurteile Freuds.- c). Der Glaube als Phänomen und metaphysisches Problem.- 2. Die Tatsache des Todes als Konfliktsmöglichkeit.- 3. Die Haltung des modernen Menschen dem Tode gegenüber.- Nachwort.- Literaturübersicht.