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Nancy Mitfords schönster Roman, mit dem sie ein paar unvergessliche Prototypen der britischen Upper-Class schuf: Allen voran den exzentrischen Onkel Matthew, dessen reales Vorbild niemand anderes als Nancys eigener Vater war. Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch die junge, unkonventionelle Linda Radlett, die in politisch bewegter Zeit von Liebe und Abenteuer, kurz: dem wahren Leben träumt - jenseits von Fuchstreibjagden und Five-O'Clock-Tea.…mehr

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  • Größe: 2.21MB
Produktbeschreibung
Nancy Mitfords schönster Roman, mit dem sie ein paar unvergessliche Prototypen der britischen Upper-Class schuf: Allen voran den exzentrischen Onkel Matthew, dessen reales Vorbild niemand anderes als Nancys eigener Vater war. Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch die junge, unkonventionelle Linda Radlett, die in politisch bewegter Zeit von Liebe und Abenteuer, kurz: dem wahren Leben träumt - jenseits von Fuchstreibjagden und Five-O'Clock-Tea.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.
  • Seitenzahl: 336
  • Erscheinungstermin: 11.11.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783843706759
  • Artikelnr.: 39694626
Autorenporträt
Nancy Mitford, die spitzzüngige Chronistin der englischen Adelsgesellschaft, wurde 1904 als älteste Tochter des Barons von Redesdale geboren. Während ihre fünf Schwestern vor allem durch ihren Lebenswandel für Skandale sorgten, (so sagt man Unity Mitford eine Affäre mit Hitler nach, während Jessica als Kommunistin im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte) versetzte Nancy die Upper Class durch ihre boshaften literarischen Portraits in Aufregung. Sie schrieb ihren ersten Roman 1931, während ihrer Verlobungszeit mit dem homosexuellen St.Clair Erskine. Als dieser nicht zu einer Heirat zu bewegen war, trat sie zwei Jahre später mit dem Diplomatensohn Peter Rodd vor den Traualtar. Während des Zweiten Weltkriegs leitete sie ein Buchhandlung in London und lernte so Colonel Gaston Palewski kennen, der sich als Vertrauter Charles de Gaulles im englischen Exil befand. Sie folgte ihm 1946 nach Paris, verbrachte den Rest ihres Lebens in Frankreich und starb 1973 in Versailles an Leukämie.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 01.12.2012

Liebling, wir müssen plaudern!

Eine Ikone der englischen Literatur ist zurück: Nancy Mitfords "Englische Liebschaften" bieten einen grandiosen Ausflug in die High Society zwischen den Weltkriegen.

Von Felicitas von Lovenberg

Die Briten sind die Schlittschuhläufer unter den Gesprächsartisten. In der einen Hand einen Drink, mit der anderen dem Affen kräftig Zucker gebend, gleiten sie plaudernd scheinbar mühelos über alle Furchen hinweg, die der Lauf der Dinge zu hinterlassen pflegt. In literarischen Bernstein gegossen haben diese in jeder Lebenslage zu bewahrende Spritzigkeit Autoren wie Evelyn Waugh, Kingsley Amis und nicht zuletzt Julian Fellowes in den Drehbüchern zu "Downton Abbey" (speziell in den Sätzen, die er Violet Crawley, der Gräfinwitwe, auf die spitze snobistische Zunge legt).

Einen besonderen Platz unter den aufgekratzten Klassikern der englischen Konversationskultur nimmt Nancy Mitford ein, die Älteste der Mitford-Schwestern, deren legendärer Ruf sich nicht zuletzt jenen Romanen verdankt, in dem Nancy das bunte Treiben der Familie im Nachhinein zu hochamüsanten, geistreichen Erzählungen verklärte. "The Pursuit of Love" und "Love in a Cold Climate" sind ihre bekanntesten Werke, und nachdem der bewährte Reinhard Kaiser ersteres Ende der achtziger Jahre als "Englische Liebschaften" in eine deutsche Fassung gebracht hat, die es an Sprachtemperament mit dem Original aufnehmen kann, ist es der Verlegerin Tanja Graf zu verdanken, dass dieses Lesevergnügen nun endlich wieder erhältlich ist.

"Englische Liebschaften" erzählt aus der Sicht ihrer graumäusigen Cousine Fanny von der schillernden Linda Radlett, mit der sie zusammen aufwächst. Von welchem Schlag die Radletts sind, erfährt man auf der ersten Seite, denn über dem Kaminsims des Landsitzes Alconleigh hängt ein Schanzspaten, mit dem der tobsüchtige Onkel Matthew, Lindas Vater, im Ersten Weltkrieg acht Deutsche erledigt haben soll - was seine Einstellung zu Kontinentaleuropäern wunderbar illustriert. Die Kinderschar verbringt auf Alconleigh eine idyllische Jugend, wobei schulische Bildung keine nennenswerte Rolle spielt und sie sich die zentralen Dinge des Lebens vor allem in ihrer Phantasie erschließen. Ihrem Status als Kinder eines Lords gemäß nennen sie sich "Hons", was für die Geheimgesellschaft der "honorigen" Radletts steht, die ihre Sitzungen in einem unbenutzten Wäscheschrank abhält, dem einzig warmen Ort des Hauses.

Dort malen sich zumal die Cousinen ihre spätere Leben an der Seite gutaussehender und bedeutender Herren aus, wobei Fanny als Tochter der "Hopse", die mit immer neuen Männern durchbrennt und ihr einziges Kind seit jeher und ohne Skrupel in der Obhut ihrer Schwester Emily lässt, allseits um ihre herrlich verruchte Mutter beneidet wird. Doch es ist nicht Fanny, sondern die romantische Linda, die an einen ungesunden Mann nach dem anderen gerät und diese, der Zeit - wir schreiben die dreißiger Jahre - und ihrer Kinderstube gemäß immer gleich heiratet. Der erste Ehemann ist, zum Wutschnauben von Onkel Matthew, der Sprössling eines aufgeblasenen, überdies deutschstämmigen Bonzen; der zweite ein attraktiver, doch zerstreuter Kommunist. Wenn Linda Fanny ihr Herz darüber ausschüttet, klingt das so: "Oh, Liebling, die Genossen sind süß, aber sie plaudern nie, sie halten immer nur Reden."

Wer Lindas Herz dauerhaft erobern will, muss zu plaudern verstehen, also auch da leicht und selbstironisch bleiben, wo es bitterernst zugeht. Ausgerechnet als Mätresse eines Ausländers lässt die Autorin ihre Heldin schließlich glücklich werden - womit Nancy Mitford in diesem Buch nicht nur ihrer Kindheit und ihrer Familie ein Denkmal gesetzt hat, sondern auch der eigenen, keineswegs als selig empfundenen Situation als Dauergeliebte eines französischen Politikers.

"Englische Liebschaften" ist kein durchkomponierter Roman, sondern eine autobiographisch gefärbte Großerzählung, die zunächst bei der Kindheit von Linda und Fanny verweilt, um sich dann auf die amüsante Schilderung von Lindas romantischen Fehlgriffen zu konzentrieren, wobei Nancy Mitford ihre diversen Schwager zugute kamen. Das Vorbild für Linda ist Diana, die Schönste der Mitford-Sisters, die zunächst Brian Guiness, den Erben der Brauereidynastie, heiratete, dann aber mit dem Faschistenführer Oswald Mosley durchbrannte. Die glühende Verfechterin am anderen Ende des ideologischen Spektrums war Jessica, deren Mann Esmond Romilly Pate gestanden haben dürfte für den Kommunisten Christian, Lindas zweiten Gatten. Nancy Mitfords eigene große und tragische Liebe Gaston Palewski taucht in Gestalt des Franzosen Fabrice in einem entscheidenden Augenblick in Lindas Leben an der Gare du Nord auf.

Die Männer aber sind, trotz ihres Abwechslungsreichtums, im Grunde uninteressant. Die Dämonen, die hier von Nancy Mitford mit höherer Heiterkeit ausgetrieben werden, sind anderer, familiärer Natur. Denn die Verhältnisse innerhalb des Redesdale-Clans waren viel verbissener, verletzender und vertrackter, als es hier den Anschein hat - wie es dort tatsächlich zuging, lässt David Pryce-Jones im Nachwort durchblicken. Doch Nancy Mitfords Methode hatte Erfolg: Mit ihrem Roman verwandelte sie Skandal in Legende, Leid in Literatur. In "Englische Liebschaften" macht im wahrsten Sinne der Ton die Musik, und der ist durchgehend heiter, pointiert und scharfsinnig, dabei stets munter plaudernd, ganz so, als würde einem eine Freundin beim Tee die aufregende Geschichte von Leuten erzählen, die man unbedingt einmal kennenlernen sollte, mit denen man aber niemals würde tauschen wollen.

Nancy Mitford: "Englische Liebschaften". Roman.

Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Graf Verlag, München 2012. 335 S., geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Der Ton ist aufgekratzt und heiter daherplaudernd, unangestrengt durchdrungen von Intelligenz, Humor und Lebensklugheit.", Frankfurter Allgemeine Zeitung, Felicitas von Lovenberg, 14.11.2012