Fiesta in der Räuberhöhle - Villalobos, Juan P.

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Tochtli, zwölfjähriger Sohn eines mexikanischen Drogenhäuptlings, erzählt, wie man aufwächst in Reichtum, Einsamkeit, mit einem Vater, der ihm alles schenkt, was er will, und mit wilden Gestalten, von denen ab und zu einer nicht mehr wieder kommt. Von diesen lernt er alles über Bauch- und Kopfschuss. Den Rest erledigt sein Privatlehrer, ein enttäuschter Revoluzzer: Franzosen sind gute Kopfabschneider, Yankees sind an allem Schuld, bringen aber Dollars und Waffen, mit denen man gut spielen kann. Nur ein liberianisches Zwergnilpferd ist nicht so ganz leicht zu haben. Ein Miniroman, der auf…mehr

Produktbeschreibung
Tochtli, zwölfjähriger Sohn eines mexikanischen Drogenhäuptlings, erzählt, wie man aufwächst in Reichtum, Einsamkeit, mit einem Vater, der ihm alles schenkt, was er will, und mit wilden Gestalten, von denen ab und zu einer nicht mehr wieder kommt. Von diesen lernt er alles über Bauch- und Kopfschuss. Den Rest erledigt sein Privatlehrer, ein enttäuschter Revoluzzer: Franzosen sind gute Kopfabschneider, Yankees sind an allem Schuld, bringen aber Dollars und Waffen, mit denen man gut spielen kann. Nur ein liberianisches Zwergnilpferd ist nicht so ganz leicht zu haben. Ein Miniroman, der auf wenigen Seiten mehr über Mexiko, Lateinamerika, seine fatale Abhängigkeit und seine Neigung zu Größenwahn und vergänglichem Ruhm erzählt als alles, was man in der Zeitung findet.
  • Produktdetails
  • Verlag: Berenberg
  • Seitenzahl: 76
  • Erscheinungstermin: Februar 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 232mm x 165mm x 13mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783937834450
  • ISBN-10: 3937834451
  • Artikelnr.: 32604396
Autorenporträt
Juan Pablo Villalobos, geboren 1973 in Guadalajara, Mexiko, studierte Marktforschung und Literatur und lebt heute in Barcelona, wo er schreibt und eine Firma für elektronische Produkte leitet.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ein junger mexikanischer Autor erzählt hier kunstvoll über die mexikanische Drogenmafia, ohne Empörung. Und doch scheint gerade die einer Milieustudie angemessene Unaufgeregtheit den Rezensenten hinzuweisen auf die Unerhörtheit, die Gewalt, die Gier und das Absurde des pervertierten Drogenreichtums. Darüber hinaus schätzt Kersten Knipp Juan Pablo Villalobos' Lakonie, sie scheint ihm ein dem Gangsterdasein gut abbildendes Mittel zu sein. Unterhaltsam ist das Buch laut Knipp auch, so düster es ist.

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