Der Mann, der Lucky Luke erschoss / Lucky Luke Hommage Bd.1 - Bonhomme, Matthieu
15,00
versandkostenfrei*

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

1 Kundenbewertung

Aus Anlass des 70. "Lucky-Luke"-Jubiläums wirft dieser erste von zwei albenlangen Hommage-Bänden einen frischen Blick auf das von Morris ersonnene Wildwest-Universum.
Bereits der dramatische Titel "Der Mann, der Lucky Luke erschoss" erregt Aufmerksamkeit und auch inhaltlich hat Matthieu Bonhommes Interpretation es wirklich in sich! Mit seinem lebendig-realistischen Strich lädt er ein, Morris' so vertrauten Cowboy-Kosmos und seine Figuren einmal ganz anders zu entdecken. Dabei beantwortet er unter anderem auch eine Frage, die so manchen schon länger umtreiben dürfte: Wie kam es eigentlich…mehr

Produktbeschreibung
Aus Anlass des 70. "Lucky-Luke"-Jubiläums wirft dieser erste von zwei albenlangen Hommage-Bänden einen frischen Blick auf das von Morris ersonnene Wildwest-Universum.

Bereits der dramatische Titel "Der Mann, der Lucky Luke erschoss" erregt Aufmerksamkeit und auch inhaltlich hat Matthieu Bonhommes Interpretation es wirklich in sich! Mit seinem lebendig-realistischen Strich lädt er ein, Morris' so vertrauten Cowboy-Kosmos und seine Figuren einmal ganz anders zu entdecken. Dabei beantwortet er unter anderem auch eine Frage, die so manchen schon länger umtreiben dürfte: Wie kam es eigentlich dazu, dass unser Held dem Rauchen abschwor und den Glimmstengel gegen einen Grashalm eintauschte?
  • Produktdetails
  • Lucky Luke
  • Verlag: Ehapa Comic Collection; Egmont Comic Collection
  • Seitenzahl: 64
  • Erscheinungstermin: 3. August 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 296mm x 222mm x 12mm
  • Gewicht: 441g
  • ISBN-13: 9783770439256
  • ISBN-10: 3770439252
  • Artikelnr.: 44760481
Autorenporträt
Matthieu Bonhomme, geboren 1973 in Paris, war seit seiner Kindheit sehr angetan von Comics, besonders denen des Künstlers Peyo (Die Schlümpfe, Johann und Pfiffikus etc.). Nach einem Abschluss in angewandter Kunst traf er mit Christian Rossi (Jim Cutlass, W.E.S.T. u.a.), Jean-Claude Mézières (Valerian & Veronique) und Serge Le Tendre (Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit) drei Comic-Veteranen, die ihn in die Arbeit eines Comic-Künstlers einführten. Nach Arbeiten für verschiedene Jugend-Magazine, wie auch das Spirou, zeichnete er seine erste Geschichte Victor et Anaïs für eine Zeitschrift. Bereits mit seinem ersten kompletten Album, L'âge de la raison, bedachte man ihn in Angoulême 2003 mit dem Preis für das beste Alben-Debüt. Sein folgendes Werk, Le Voyage d'Esteban (dt. Esteban), erscheint in Deutschland, ebenso wie seine Zusammenarbeit mit Lewis Trondheim Texas Cowboys, seit 2011/2012 bei Salleck.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ralph Trommer wundert sich, dass ein junger Zeichner wie Matthieu Bonhomme auf den Spuren des großen Morris wandelt. Allerdings macht sich Bonhomme laut Trommer ganz gut im Breitwandformat mit Morris-mäßiger expressiv-flächiger Kolorierung. Bevor es zum filmischen Showdown kommt, hat ihm Bonhomme Lucky Luke mit viel Liebe und ohne erst den Versuch zu machen, Morris in allen Einzelheiten zu kopieren, wiederbelebt. Bonhommes Western-Erfahrung kommt dem Heft dabei zugute, meint Trommer. Lucky Luke als ernsthafter Charakter in einem realistischen Setting - daran muss sich der Rezensent zwar erst gewöhnen, doch die anspielungsreiche Story und die atmosphärischen Bildsequenzen bieten ihm "zeitloses" Western-Vergnügen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 09.11.2016
Unlucky Luke
Kann man so anfangen? Ein Duell, ein Schuss, ein Mann liegt mit dem Gesicht im Matsch der von Dauerregen aufgeweichten Hauptstraße von Froggy Town. Vor dem Saloon, daneben das Etablissement des Totengräbers. Wie praktisch. Man erkennt das rote Halstuch, das gelbe Hemd, die schwarze Weste, die Jeans und Stiefel. Und wirklich, der Schütze prahlt: „Haha. Ich habe die Legende getötet. Ich habe Lucky Luke erschossen.“ Wie bitte?
  Da erreicht der über die Lichtphysik erhabene Western-Held – er schießt ja schneller als sein Schatten – gerade seinen 70. Geburtstag. Doch er begeht ihn nicht lonesome-einsam im Trab Richtung untergehende Sonne, sondern reglos und von Schaulustigen umringt im Kot der Straße. Das geht nicht. Der erste Tote in einem Lucky Luke-Comic überhaupt soll der Held selber sein? Das kann man doch nicht machen. Schon deshalb nicht, weil dieser neue Lucky-Luke-Band als „Hommage 1“ deklariert ist. Und was wäre das für eine „Huldigung“, wenn man den Geehrten gleich auf der ersten Seite ins Jenseits verabschieden würde!
  Doch entstand dieser Band, der in Anlehnung an einen der besten Western der Kino-Geschichte, John Fords „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“, entsprechend „Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ betitelt ist, mit Einwilligung des Dargaud-Verlags (Aus dem Französischen von Klaus Jöken. Egmont Verlag, Köln 2016. 64 Seiten, 15 Euro). Und der wacht sonst streng darüber, dass der Zeichenstil des 2001 verstorbenen Lucky-Luke-Schöpfers Maurice des Bevere alias Morris und das Humor-Niveau René Goscinnys, der die Abenteuer von 1955 bis 1977 textete, beibehalten werden. Seit Morris’ Tod zeichnet Achdé den Cowboy unbestimmten Alters. Jetzt aber, 70 Jahre nach seinem ersten Sprechblasen-Ritt, hat man dem Zeichner Matthieu Bonhomme gestattet, ein Lucky Luke-Abenteuer zu gestalten. Bonhomme hat die Walfänger-Serie „Esteban“ gezeichnet, im Vorwort nennt er Lucky Luke einen „Weggefährten, einen engen Freund seit meiner Kindheit.“
  Folglich erzählt Bonhomme sehr emphatisch, wie es zu dem Schuss kommen konnte. Er hält sich an das Lucky-Sujet und dessen Diktion; seine Geschichte kommt im Cinemascope-Breitformat des John Ford auch oft völlig ohne Dialoge aus. Man lernt so, wie der Cowboy, natürlich auf seinem Pferd Jolly Jumper, Fährten liest, um einen Postkutschenraub aufzuklären, den angeblich ein Indianer verübt haben soll. Das gesamte Personal aber ist hier wesentlich reifer, abgeklärter, realistischer und nuancenreicher dargestellt als im „Original“. Viele der Posen, Outfits, Szenen kennt man aus klassischen und Italo-Western des Kinos. Ein sehr gut durchgehaltener Running Gagzeigt, wie Lucky Luke sich das Rauchen abgewöhnen musste, weil unter anderem der Tabak für die Friedenspfeife von dem sintflutartigen Regen durchnässt wurde. Lucky Luke ist mit 70 Jahren also doch noch erwachsen geworden.
BERND GRAFF
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr