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Die Entdeckung einer wichtigen Künstlerin und faszinierenden Frau Dass sich die bildende Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts fundamental wandelte, ist bekannt. Doch nur wenige kennen Marianne von Werefkin (1860-1938) - Malerin und Salonière, Mitstreiterin und Vordenkerin des Blauen Reiters. Endlich gibt es eine spannend erzählte Biographie - für alle die sich für die Kunst des Expressionismus und dessen Protagonisten interessieren.
»Kunst ist Emotion« - Marianne von Werefkins Credo bestimmte ihr Werk. Sie war eine der Schlüsselfiguren der Avantgarde des Expressionismus. Als Schülerin des
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Produktbeschreibung
Die Entdeckung einer wichtigen Künstlerin und faszinierenden Frau Dass sich die bildende Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts fundamental wandelte, ist bekannt. Doch nur wenige kennen Marianne von Werefkin (1860-1938) - Malerin und Salonière, Mitstreiterin und Vordenkerin des Blauen Reiters. Endlich gibt es eine spannend erzählte Biographie - für alle die sich für die Kunst des Expressionismus und dessen Protagonisten interessieren.

»Kunst ist Emotion« - Marianne von Werefkins Credo bestimmte ihr Werk. Sie war eine der Schlüsselfiguren der Avantgarde des Expressionismus. Als Schülerin des berühmten Ilja Repin feierte die Malerin frühe Erfolge, bevor sie Alexej Jawlensky kennenlernte, den sie protegierte, liebte und hasste. Mit ihm ging die reiche Russin nach München, wo in ihrem Salon Blauer-Reiter-Geschichte geschrieben wurde. Im regen Austausch mit Kandinsky, Marc und Münter war Werefkin deren Mitstreiterin und Vordenkerin. Basierend auf umfangreicher Forschung sowie einer Fülle bislang unbekannter Quellen erzählt Brigitte Roßbeck in dieser ersten umfassenden Biographie das Leben einer kämpferischen, leidenschaftlichen und geistreichen Frau, die viel wagte und sich dabei immer treu blieb.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Seitenzahl: 336
  • Erscheinungstermin: 24.11.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641156046
  • Artikelnr.: 41784340
Autorenporträt
Brigitte Roßbeck, geboren 1944, ist Historikerin und freie Journalistin. Sie schreibt seit vielen Jahren Biographien, darunter "Zum Trotz glücklich. Caroline Schlegel-Schelling" (Siedler 2008) und "Marianne von Werefkin. Die Russin aus dem Kreis des Blauen Reiters" (Siedler 2010). Zuletzt erschien "Franz Marc. Die Träume und das Leben" (Siedler 2015). Die Autorin ist Mitglied des Internationalen P.E.N.-Clubs.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 07.05.2010

Die legendäre Unbekannte
Mit ihrer Biografie verschafft Brigitte Roßbeck der Malerin
Marianne von Werefkin einen Platz in der Kunstgeschichte
Künstler, die ihr kreatives Leben auf verschiedene Nationen verteilt haben, werden, wenn sie nicht zur kleinen Gruppe der international anerkannten Größen zählen, von der Nachwelt oft nur mit Verzögerung gewürdigt. So ist es der Russin Marianne von Werefkin (1860 – 1938) ergangen: Sie hat als Malerin zwei europäische Avantgarde-Bewegungen mitgestaltet, am Ende ihres Lebens aber weder in der russischen noch in der deutschen oder schweizerischen Kunstszene eine anerkannte Position zugeteilt bekommen. Lediglich in der Umgebung des „Blauen Reiters“ und in der Biografie des Malers Alexej Jawlensky traf man auf den Namen Werefkin, doch welchen Anteil die in herrschaftlichen Verhältnissen aufgewachsene russische Adlige als zeitweilig kühn experimentierende Malerin, als wortmächtige Theoretikerin, als großzügige Gastgeberin und kongeniale Freundin kreativer Persönlichkeiten an den jeweiligen Schritten der Avantgarde in Richtung Moderne gehabt hat, konnte man allenfalls anhand der wenigen in Museen zugänglichen Gemälde erahnen.
So macht die Biografie und die Textsammlung, die Brigitte Roßbeck zusammengestellt hat, mit einem Lebensroman bekannt, der die Kulturgeschichte mit einer Fülle schöner biografischer und kalendarischer Details anreichert, aber auch mit vielen emotionalen Momenten und psychologischen Hintergründen ausstattet. Marianne von Werefkin ist als Tochter des späteren Kommandanten der Peter-und-Paul-Festung in St. Petersburg höchst privilegiert aufgewachsen. Sie hat sich als 25-Jährige im prächtigen Kommandantenhaus direkt neben der Peter-und-Paul-Kathedrale, also an einem der prominentesten Orte des russischen Reichs, ein geräumiges Maleratelier einrichten und dort als sprachkundige Gastgeberin die Künstler der Stadt mit dem, was von den Avantgardebewegungen aus dem Westen herüberdrang, bekanntmachen können. Der Maler Grabar etwa, der später, wie Werefkin, nach München zog, hat bei einer dieser Einladungen „zum ersten Mal die Namen Manet, Monet, Renoir, Degas und Whistler“ gehört, die von da an die Diskussionen unter den russischen Malern beherrschen sollten.
Wichtigster Gesprächspartner für die junge, nach Meinung der Zeitgenossen hochbegabte Malschülerin war freilich Ilja Repin, der Großmeister des russischen Realismus, der in offensichtlich erotisch getönter Inbrunst die raschen malerischen Fortschritte seines Schützlings kritisch begleitete und bewundernd kommentierte. Tatsächlich zeigen die erhaltenen realistischen Gemälde Werefkins aus den russischen Jahren eine Souveränität im Umgang mit dem Gegenüber – etwa mit der eigenen Mutter – und eine Spontaneität in der Pinselschrift, die einen traditionell geschulten Maler wie Repin neidisch machen konnte.
Schicksalhaft sollte aber die Begegnung mit einem anderen Mann werden, den Repin der Werefkin zuführte: Alexej Jawlensky, der wegen fehlender Mittel Offizier geworden war, aber eigentlich Maler werden wollte, als „Frauenläufer“ in der Gesellschaft jedenfalls notorisch bekannt war, dürfte schon nach den ersten Begegnungen mit der begüterten Kollegin gespürt haben, dass er auf Marianne größten Eindruck machte und als Partner auf ihre Liebe und Hilfsbereitschaft zählen konnte. Und so entwickelte sich ein Verhältnis, das emotional recht unterschiedlich gewichtet und von vielen unschönen Seitensprüngen männlicherseits getrübt war, aber dennoch in wechselweis gelockerter Form über mehrere Jahrzehnte hinweg Bestand hatte.
Der wichtigste Schritt, den Werefkin und Jawlensky gemeinsam taten, war 1896 die Übersiedelung nach München, also in jene Stadt, vor deren Künstlern Repin ausdrücklich gewarnt hatte. In der Giselastraße in Schwabing konnte Werefkin bald schon mit Temperament und Phantasie jenen Salon führen, in dem die künstlerischen Themen der Zeit lebendig verhandelt, aber auch verwegene Theorien geschmiedet wurden. Mit der eigenen künstlerischen Arbeit wollte es in München freilich nicht wie erhofft weitergehen. Immer wieder gab es längere Epochen, in denen kein einziges Bild entstand. Doch wenn solche quälenden Lähmungszustände überwunden waren, konnte es passieren, dass sich Werefkin mit einzelnen Bildern kühn von den fleißig pinselnden Kollegen absetzte und auf manchmal fast schon schockierende Art etwas von dem wahrmachte, was sie an Neuerungen in Worten programmatisch vorformuliert hatte.
Vor allem in den Umbruchsjahren vor dem Ersten Weltkrieg, in denen die Freunde Kandinsky und Marc das Manifest des „Blauen Reiters“ vorbereiteten und Kandinsky sich mit den Klängen der Farben auseinandersetzte, mischte sich Werefkin mit Erkenntnissen über die Emotionalität der Farben in die Avantgarde-Diskussion ein, die an erhellender Präzision die delirierenden Gedanken Kandinskys weit übertrafen. Leider teilen nur ganz wenige Gemälde aus jener Zeit etwas mit von der Bestimmtheit, mit der die Malerin damals die Wirkungsmittel der modernen Kunst zu definieren verstand.
Im Jahr 1914 dann der Schock: die Kriegserklärung Deutschlands an Russland am 1. August machte die in Deutschland lebenden Russen über Nacht zu Feinden, die zu verschwinden hatten. Schon zwei Tage später flüchteten Werefkin und Jawlensky mit ihrem kleinen Hofstaat über Lindau in die Schweiz, wo sie, da weder aus Deutschland noch aus dem vorrevolutionären Russland Mittel nachflossen, zunächst nur mit Hilfe der befreundeten Familie Klee überleben konnten. Doch auch in der Schweiz hat Werefkin, die legendäre Unbekannte der Moderne, als Künstlerin und Autorin noch einiges bewirken können. Dass die Stadt Ascona 1922 ein Kunstmuseum einrichtete, geht auf Werefkins großherzige Spende von Kunstwerken aus der Münchner Zeit zurück. GOTTFRIED KNAPP
BRIGITTE ROSSBECK: Marianne von Werefkin. Die Russin aus dem Kreis des Blauen Reiters. Siedler Verlag, München 2010. 336 Seiten, 22,95 Euro.
Im Jahr 1908, in dem auch die Freunde Jawlensky, Marc und Kandinsky bedeutende Fortschritte in ihrer Malerei gemacht haben, hat Marianne von Werefkin in München dieses Selbstbildnis gemalt. Mit den schroff nebeneinanderstehenden Farben hat sie manches von dem wahr gemacht, was sie in Sätzen wie „Die Farbe löst die bestehende Form auf“ zwingend vorformuliert hat. Das Gemälde befindet sich heute im Besitz der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München.
Foto: Artothek
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Mit ihrer Biografie der russischen Malerin Marianne von Werefkin verhilft Brigitte Rossbeck dieser "legendären Unbekannten", die für ihre Beteiligung an der europäischen Avantgarde kaum gewürdigt wird, zur gebührenden Anerkennung, stellt Rezensent Gottfried Knapp sehr zufrieden fest. Ein Grund dafür, dass Werefkin heute kaum als Avantgardemalerin der Moderne in Erinnerung ist, liegt laut Rezensent darin, dass sie im Lauf ihres Lebens in St. Petersburg, München und nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwangsweise in der Schweiz an mehreren Avantgardebewegungen Anteil hatte. Die Autorin addiert durch ihre Lebensbeschreibung zahlreiche informative und auch "emotionale Momente" zur Kulturgeschichte, freut sich der Rezensent, der die "Souveränität", die Werefkin bereits unter den Fittichen des russischen Realisten Ilja Repin an den Tag legte, bestaunt. Knapp hebt unter dem Eindruck der Lektüre auch noch einmal hervor, dass Werefkin trotz wiederkehrender Schaffenspausen in ihrer Kunst wie auch in ihren kunsttheoretischen Schriften des öfteren als Vorreiterin neuer Ausdrucksformen auftrat.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Mit ihrer Biografie verschafft Brigitte Roßbeck der Malerin Marianne von Werefkin einen Platz in der Kunstgeschichte.« Süddeutsche Zeitung