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"Meine dramatische Dichtung ist ein Versuch durch die Grenzen des materiellen Wortes, des materiellen Theaters hindurchzustoßen. Bei diesem Versuch geschieht ein Herausholen aus den hiesigen bekannten Sprachgrenzen und ein wieder Hineinnehmen in diese. Das sind alles Experimente."
Im Mai 1940 floh die Dichterin Nelly Sachs (1891-1970) mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. So begannen dreißig Jahre Exil, in denen ein Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde.
Band III der neuen kommentierten Werkausgabe enthält sämtliche szenischen
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Produktbeschreibung
"Meine dramatische Dichtung ist ein Versuch durch die Grenzen des materiellen Wortes, des materiellen Theaters hindurchzustoßen. Bei diesem Versuch geschieht ein Herausholen aus den hiesigen bekannten Sprachgrenzen und ein wieder Hineinnehmen in diese. Das sind alles Experimente."

Im Mai 1940 floh die Dichterin Nelly Sachs (1891-1970) mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. So begannen dreißig Jahre Exil, in denen ein Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde.

Band III der neuen kommentierten Werkausgabe enthält sämtliche szenischen Dichtungen, die zur Lebenszeit der Dichterin veröffentlicht wurden, und darüber hinaus ein Dutzend unveröffentlichter Arbeiten, vorwiegend aus den 1960er Jahre. Es sind dies gestische Stücke, bisweilen an Beckett, gelegentlich an Lorca erinnernd, die noch ihre Gattung suchen. Zum ersten Mal läßt sich an ihnen verfolgen, wie Sachs sich vom "Kulttheater" ihrer frühen Nachkriegsstücke hin zu einer szenischen Dichtung bewegte, die schließlich mit Tanz, Musik und Mimus die Grenzen des Sagbaren erweitert.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp
  • Bd.3
  • Artikelnr. des Verlages: 42189
  • Seitenzahl: 648
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 648 S. 204 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 131mm x 43mm
  • Gewicht: 634g
  • ISBN-13: 9783518421895
  • ISBN-10: 3518421891
  • Artikelnr.: 32453775
Autorenporträt
Nelly Sachs, geb. als Leonie Sachs am 10.12.1891 in Berlin, begann bereits im Alter von 17 Jahren Gedichte zu schreiben. 1940 gelang ihr mit Hilfe der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf die Emigration nach Schweden. 1965 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, im Jahr darauf den Nobelpreis für Literatur. Sie starb am 12.5.1970 in Stockholm.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Während 2010 bei Suhrkamp bereits zwei Bände zu den Gedichten von Nelly Sachs aus den Jahren 1940 - 1970 erschienen sind, ist mit Band 3,  der die "Szenische Dichtungen" enthält und Band 4, der "Prosa und Übertragungen" von Sachs versammelt, die Werkausgabe nun endlich komplett, freut sich Rezensent Tobias Schwartz. Denn dank der beiden von dem schwedischen Schriftsteller Aris Fioretis sorgfältig kommentierten Bände kann man nun eine der größten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts auch jenseits ihrer Lyrik entdecken, so der Kritiker. Und dies lohnt sich allemal: während der Text "Leben unter Bedrohung" Einblick in Sachs? Jahre der NS-Zeit gewähre, finde sich auch eine "umfangreiche" Sammlung von Texten, die zu Lebzeiten der Autorin nicht veröffentlicht wurden.

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