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Frederick Forsyth has seen it all. And lived to tell the tale.
'We all make mistakes, but starting the Third World War would have been a rather large one. To this day, I still maintain it was not entirely my fault. But I'm getting ahead of myself.
During the course of my life, I've barely escaped the wrath of an arms dealer in Hamburg, been strafed by a MiG during the Nigerian civil war, and landed during a bloody coup in Guinea-Bissau. The Stasi arrested me, the Israelis regaled me, the IRA prompted a quick move from Ireland to England, and a certain attractive Czech secret police agent…mehr

Produktbeschreibung
Frederick Forsyth has seen it all. And lived to tell the tale.

'We all make mistakes, but starting the Third World War would have been a rather large one. To this day, I still maintain it was not entirely my fault. But I'm getting ahead of myself.

During the course of my life, I've barely escaped the wrath of an arms dealer in Hamburg, been strafed by a MiG during the Nigerian civil war, and landed during a bloody coup in Guinea-Bissau. The Stasi arrested me, the Israelis regaled me, the IRA prompted a quick move from Ireland to England, and a certain attractive Czech secret police agent - well, her actions were a bit more intimate. And that's just for starters.

All of that I saw from the inside. But all that time I was, nonetheless, an outsider.'

Trained first as a pilot, then as a journalist, Frederick Forsyth finally turned to fiction and became one of the most lauded thriller writers of our time. As exciting as his novels, Forsyth's autobiography is a candid look at an extraordinary life lived to the full, a life whose unique experiences have provided rich inspiration for thirteen internationally bestselling thrillers.
Autorenporträt
Former RAF pilot and investigative journalist, Frederick Forsyth defined the modern thriller when he wrote The Day of The Jackal , described by Lee Child as 'the book that broke the mould', with its lightning-paced storytelling, effortlessly cool reality and unique insider information. Since then he has written twelve novels which have been bestsellers around the world: The Odessa File , The Dogs of War, The Devil's Alternative , The Fourth Protocol , The Negotiator , The Deceiver , The Fist of God , Icon , Avenger , The Afghan , The Cobra and, most recently, The Kill List . He lives in Buckinghamshire, England.

www.frederickforsyth.co.uk
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.09.2015

Das Establishment sollte man meiden

Früher begann der Tag mit einem Streifschuss: Frederick Forsyth erzählt sein Leben als Pilot, Reporter, Draufgänger, Lebemann und Bestsellerautor. Und er begleicht eine offene Rechnung.

Am 2. Januar 1970 setzte ich mich an den Küchentisch der geborgten Wohnung, nahm den Metalldeckel mit der Streifschussnarbe von meiner getreuen alten Reiseschreibmaschine, spannte den ersten Bogen ein und begann zu tippen." Dieser Satz steht auf Seite 271, und er ist, abgesehen von ein paar flüchtigen Nebenbemerkungen, der erste Abschnitt, der sich tatsächlich damit beschäftigt, wie aus einem vergleichsweise unbekannten britischen Auslandskorrespondenten nach seinem Romandebüt "The Day of the Jackal" (Der Schakal) ein weltweit erfolgreicher Autor von Thrillern wurde.

Nur hundert Seiten später schließt Frederick Forsyth, Jahrgang 1938, das Album seines Lebens wieder, auf das er den programmatischen Titel "Außenseiter" gesetzt hat. Es ist ein Selbstporträt des Autors als junger Spund. Denn was er auch unternimmt, er ist meist der Jüngste, der Sohn eines Kürschners aus Ashford in der Grafschaft Kent. Man könnte auch sagen: Er ist frühreif und dadurch gern zu früh dran. Dank der Weitsicht seiner Eltern lernt er bei Auslandsaufenthalten Deutsch und Französisch fließend, später kommen Spanisch und ein wenig Russisch dazu. So aufgestellt, wird er in Cambridge in ein bekanntes College eingeladen, von wo aus ihn man gleich für eine Laufbahn im Außenministerium empfehlen will. Aber ein Studium ist seine Sache nicht, eher schon der Besuch einer Schule für Matadore, auch wenn er im Vorbeigehen ein Diplom der Universität von Granada mitnimmt, während dessen ihn eine deutsche Gräfin die Liebeskunst lehrt: Das Leben ist seine Hochschule, und zwar das pralle, das riskante, das er gelegentlich leichtsinnig aufs Spiel setzt. An Selbstbewusstsein und elterlicher Liebe scheint es dem Einzelkind nie zu mangeln. Der Kasernierung der verhassten Internatsschule entzieht er sich mit tollkühnen Manövern, die ihn schließlich zum jüngsten Piloten der Royal Air Force machen.

Der junge Mann möchte Auslandskorrespondent werden, weil er die Welt bereisen will. Zunächst geht er in Norfolk in die beste aller Grundausbildungen - er wird Lokaljournalist; dann zieht er weiter in die Fleet Street, landet bei Reuters, wird nach Paris abkommandiert, wo er den stets unter Anschlagsgefahr lebenden General de Gaulle erlebt, den er später als Romanfigur einsetzen wird. Es folgt ein Jahr in der Hauptstadt des Arbeiterparadieses DDR, in Ost-Berlin. In Notlagen schlüpft er in die Rolle des naiven Trottels, der Stasi gegenüber verfängt dieses Spiel naturgemäß nicht.

Der Wechsel zur BBC erweist sich als kompletter Fehlschlag, weil Forsyth nicht begreifen will, dass der Staatssender dazu da ist, London wohlgefällige Nachrichten zu verbreiten. Und so ist er wohl bis heute im Herzen Journalist geblieben, einer der altmodischen Sorte, wie sein Credo verrät: "Ein Journalist sollte sich nie mit dem Establishment gemeinmachen, allen verführerischen Schmeicheleien zum Trotz. Unsere Aufgabe besteht darin, die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen, nicht, uns mit ihnen zu solidarisieren." Freilich, als Millionenseller ist es ihm später nicht gegeben gewesen, sich den Lockungen des Establishments ganz zu entziehen - man trifft sich eben doch auf Dinnerpartys.

Der Tonfall dieser Memoiren ist salopp, die politischen Bewertungen sind gelegentlich stereotyp und spiegeln die Zeit, in der sie herausgebildet wurden - den Kalten Krieg. Manches Argument reitet Forsyth bewusst trotzig gegen den Zeitgeist, etwa das Lob der Wehrpflicht; das "Gewese" der Deutschen um die Natur ist ihm in dem Maße fremd, in dem er sein eigenes Gewese um die Einsamkeit des Schriftstellers ignoriert.

Und doch birgt diese Autobiographie Anlass für eine Kontroverse. Vor allem in den umfangreichen Einlassungen zum Biafra-Krieg zwischen 1967 und 1970 wirft Forsyth der damaligen Regierung unter Harald Wilson Versagen, Desinformation und bewusste Wählertäuschung vor. Wer versuchte - wie es auch Winston Spencer-Churchill, der Enkel des Kriegspremiers, damals tat -, objektiv zu berichten, wurde als Unterstützer der Rebellen gebrandmarkt, derweil das Vereinigte Königreich entgegen allen Dementis Nigeria mit Waffen und Soldaten unterstützte. Diese "Clique eitler ranghoher Bürokraten und feiger Politiker" habe "die Ehre meines Landes für immer beschmutzt".

Forsyth kehrt, innerhalb der BBC kaltgestellt, auf eigene Faust in das Kriegsgebiet zurück und wird Augenzeuge der Hungerkatastrophe - Bilder, die ihn nie wieder verlassen. In dieser Zeit begann auch, wie er unumwunden einräumt, seine Zusammenarbeit mit dem Secret Intelligence Service, besser bekannt als MI6.

Von seinem Innenleben verrät Forsyth wenig, lieber lobt er den preiswerten Geheimdienst seines Landes, der Staatsbürger als kostenlose Boten einsetzt. Kurze Porträtabstecher werden Fremdenlegionären, Hetären, Söldnern, Kriegshelden und Figuren der Zeitgeschichte zuteil, die er interviewte, darunter David Ben-Gurion, Simon Wiesenthal und Ezer Weizman, den Gründer der israelischen Luftwaffe, den er standesgemäß fliegend in einem Zweisitzer befragte.

Die letzten hundert Seiten sind der recht glamourös verlaufenen Schriftstellerlaufbahn gewidmet, sie handeln von Lesereisen, Tauchurlaub, einem Rolls-Royce, zwei Söhnen, einer zweiten Ehe, Safaris, Hochseefischen, Geishas, Nobelhotels, Fallschirmspringen, Champagner, Umzügen - aber immer wieder auch von Recherchereisen wie jener nach Guinea-Bissau und nach Mogadischu, um für Romane Stoff zu sammeln.

Manche Kapitel sind aus der Gattung "Mein schlimmstes Ferienerlebnis"; eines widmet sich der Privatpleite vor fünfundzwanzig Jahren, als ein Anlagebetrüger sein Vermögen pulverisierte. Forsyth fängt einfach wieder von vorne an. Was er im Roman der Spannungslinie wegen gestrichen hätte, in der Selbstbetrachtung mag es seinen Platz haben. Dass er das Buch mit Standardrhetorik beginnt, gehört zum Spiel: "Um ehrlich zu sein, ich hatte nie vor, Schriftsteller zu werden." Sicherheitshalber bestreitet er, seine "Lebensgeschichte" oder gar eine "Selbstrechtfertigung" geliefert zu haben. Seine euroskeptischen Interventionen, sein Kampf gegen politische Korrektheit sind dem bekennenden Konservativen dagegen keine Erwähnung wert.

Außergewöhnlich ist dieses Leben zweifellos, und in seinen besten Passagen sind die Erinnerungen daran spannend und süffig geschrieben. Um einen Platz in der Literaturgeschichte war es Frederick Forsyth nie zu tun, mit seinen ersten, innerhalb von drei Jahren veröffentlichten Romanen "Der Schakal", "Die Akte Odessa" und "Die Hunde des Krieges" hat er seinen Platz im Kanon des Genres gesichert. Der Rest war Zugabe. Die hat er genussvoll ausgelebt, weil er nicht das tat, nicht tun musste, was nach seiner Beobachtung allzu viele seiner Zeitgenossen tun: "Der Mensch verbringt die meiste Zeit damit, in überfüllten Städten herumzulaufen und sich davon zu überzeugen, wie wichtig er für den Lauf der Dinge ist."

HANNES HINTERMEIER

Frederick Forsyth: "Outsider". Die Autobiographie.

Aus dem Englischen von Susanne Aeckerle. C. Bertelsmann Verlag, München 2015. 384 S., Abb., geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Forsyth insists that The Outsider is not an autobiography. So I will just say that this is one of the most exciting and enjoyable accounts of an author's life, in vaguely chronological order and written by the author himself, that I have ever read." The Sunday Times

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 30.10.2015

Kalter
Flieger
„Outsider“, die Autobiografie des
Thrillerautors Frederick Forsyth
Wenn ein Lokaljournalist behauptet, Lokaljournalismus sei eine Schule fürs Leben, dann klingt das verdächtig nach Selbstaufwertung. Wenn es ein ehemaliger Kampfpilot und Bestsellerautor sagt, bekommt es deutlich mehr Gewicht. Frederick Forsyth lernte drei Jahre lang genaues Arbeiten bei der Eastern Daily Press in King’s Lynn: „Bei einer Regional- oder Lokalzeitung sind die Leser direkt draußen vor der Tür und kommen persönlich herein, um sich über Ungenauigkeiten zu beschweren“, erklärt er in seiner Autobiografie. „Ich kann mich an einen alten Zausel erinnern, der puterrot vor Wut in die Redaktion gestürmt kam, um sich darüber zu beschweren, dass in dem Artikel über die Ergebnisse der Ziervogel-Ausstellung in der Getreidebörse ein Kanarienvogel an falscher Stelle aufgeführt worden war. Er war wirklich außer sich vor Wut.“
  Das ist bei Weitem nicht die abenteuerlichste, dennoch eine repräsentative Episode aus den Lebenserinnerungen des heute 77-Jährigen, der mit „Der Schakal“ und „Die Akte Odessa“ zu einem der erfolgreichsten Thriller-Schreiber der Welt wurde. Anekdotenhaft breitet „Outsider“ das Leben eines Mannes aus, der außer Lokalreporter auch der jüngste Pilot der Royal Air Force war und später dem britischen Geheimdienst zuarbeitete. Nicht nur dabei sollten ihm seine Deutschkenntnisse zupass kommen, die er sich bei Sommeraufhalten als junger Gast deutscher Familien in Göttingen und Halle nur wenige Jahre nach Kriegsende erwarb. Besessen von Flugzeugen, macht Forsyth eine Pilotenausbildung bei der Royal Air Force. Der Tod eines Kameraden beim Trainingsflug in einer Vampire-Maschine verhilft dem jungen Frederick vor allem zu der Erkenntnis: „Das waren zehn Tonnen Aluminium und Stahl, die einen, wenn man sie nicht mit Respekt behandelte, töten würden.“
  Nach seiner Journalistenausbildung geht er nach London zu Reuters und wird, was er seit seiner Kriegskindheit in Kent werden wollte: Auslandskorrespondent. Seine Erlebnisse bei Aufständen gegen den autoritären Charles de Gaulle in Paris wird er später in „Der Schakal“ verarbeiten. In der DDR muss der britische Journalist einige „sehr wütende Verhöre und Drohungen“ seitens der Stasi über sich ergehen lassen, etwa von einem als „ranghöchster Blödmann“ eingestuften Offizier: „Da er einiges über vierzig war, vermutete ich, dass er zwanzig Jahre zuvor unter den Nazis gedient hatte und nahtlos zu den Kommunisten übergewechselt war. Geheimpolizisten sind so; sie würden jedem dienen.“ Mit diebischer Freude berichtet Forsyth über seine überstürzte Abreise aus Ost-Berlin: „Ich hatte mit der Geliebten des Verteidigungsministers der DDR geschlafen, General Karl-Heinz Hoffmann.“ Da der General nicht im Ruf steht, „Sinn für Humor zu haben“, empfiehlt sich der Korrespondent rasch und kehrt nach England zurück.
  Frederick Forsyth ist ein kalter Krieger durch und durch, und das prägt seine Perspektive auf die gesamte Weltlage. Diese triumphalistische Haltung hindert ihn aber nicht, sich gegen das britische System zu stellen, wenn er glaubt, dass es falsch liegt – nicht umsonst hat er stolz den Titel „Outsider“ für seine Memoiren gewählt. Zum System zählt für ihn eindeutig auch die British Broadcasting Corporation, als deren Berichterstatter er Ende der Sechzigerjahre nach Afrika geht. Rasch gerät er mit seinen BBC-Vorgesetzten in Konflikt, als seine Einschätzung des Biafra-Konflikts in Nigeria deutlich dramatischer ausfällt als die offizielle Analyse der Bürokraten des Commonwealth-Ministeriums.
  Forsyth handelt konsequent, kündigt und berichtet als Freiberufler weiter aus Afrika. Noch heute macht er der britischen Regierung schwere Vorwürfe. Wegen ihrer starren Haltung gegenüber den Unabhängigkeitsbestrebungen Biafras gibt er ihr eine Mitschuld am Tod von Millionen verhungerter Kinder. Die Distanz zum System ging allerdings nicht so weit, dass er nicht auf Anfrage des britischen Auslandsgeheimdienstes Secret Intelligence Service (SIS) bereit gewesen wäre, zugleich in Afrika einer in der „breit gefächerten Armee von Freiwilligen“ zu werden, „die bereit sind zu helfen, wenn man sie nett fragt“.
  Nach den bewegten ersten drei Jahrzehnten seines Lebens ist Forsyths Karriere als Schriftsteller dann eine Aneinanderreihung eher gemütlicher Vignetten – Buchpräsentationen, Treffen mit Regisseuren, Dinner-Partys. „Outsider“ ist eine kuriose Lektüre: Man stellt sich vor, wie Forsyth vom Sessel am Kamin eines Londoner Gentlemen’s Club aus eine Begebenheit nach der anderen zum Besten gibt: gelegentlich ausufernd, sich bei seltsamen Details aufhaltend (besonders bei einer schier endlosen Erläuterung der verschiedenen britischen Geheimdienstabteilungen), dann wieder seltsam knapp. Das Ganze ist durchweg nassforsch und von mehr als einem Hauch Selbstzufriedenheit umweht. Doch das kann man weitgehend verzeihen, denn diese Biografie ist ziemlich unterhaltsam.
ALEXANDER MENDEN
      
  
  
Frederick Forsyth: Outsider. Die Autobiografie. Aus dem Englischen von Susanne Aeckerle. C. Bertelsmann Verlag, München 2015. 384 Seiten, Abb., 19,99 Euro. E-Book 15,99 Euro.
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