The Tale of Tomorrow

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The retro-futuristic epoch is one of the most visually spectacular in architecture's history. The utopian buildings of the 1960s and 1970s never go out of style. This book compiles radical ideas and visionary structures. Driven by idealistic visions, utopian architecture aimed to overcome social divisions and political strife, to put us in touch with nature, and to enable us to live humane, healthy lives. For half a century, it was both hope and inspiration. The Tale of Tomorrow surveys this diverse twentieth century phenomenon, featuring renowned works like The House of the Century or the TWA…mehr

Produktbeschreibung
The retro-futuristic epoch is one of the most visually spectacular in architecture's history. The utopian buildings of the 1960s and 1970s never go out of style. This book compiles radical ideas and visionary structures. Driven by idealistic visions, utopian architecture aimed to overcome social divisions and political strife, to put us in touch with nature, and to enable us to live humane, healthy lives. For half a century, it was both hope and inspiration. The Tale of Tomorrow surveys this diverse twentieth century phenomenon, featuring renowned works like The House of the Century or the TWA terminal, as well as lesser-known masterpieces, and profiling major thinkers such as Oscar Niemeyer, Le Corbusier, and Eero Saarinen. By digging through archives, corresponding with descendants of departed architects, and restoring photographs, the collection of utopian approaches herein maintains a visual power and infectious optimism. Looking at past dreams, The Tale of Tomorrow is a call to reclaim our future.
  • Produktdetails
  • Verlag: Die Gestalten Verlag / Gestalten
  • Artikelnr. des Verlages: 5570
  • Seitenzahl: 399
  • 2016
  • Englisch
  • Abmessung: 338mm x 250mm x 40mm
  • Gewicht: 2827g
  • ISBN-13: 9783899555707
  • ISBN-10: 3899555708
  • Artikelnr.: 41844891
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Laura Weißmüller erfährt, was visionäres Bauen sein kann, mit dem von Robert Klanten und Sofia Borges herausgegebenen Bildband. Prächtig daran scheinen ihr nicht nur die Abbildungen, sondern vor allem die sich darin enthüllende Leidenschaft der Architekten für Neues. Dass das Brennen der Baumeister für das Morgen, für unbekannte Formen und Materialien Geschichte ist, kann Weißmüller gar nicht fassen. Die Entwürfe von Bruce Goff, Le Corbusier, Zvi Hecker und all den anderen im Band lassen die architektonische Massenware von heute sehr alt aussehen, meint die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 23.05.2016
Eingekapselt
Kühne Zukunftspläne der Sechziger und Siebziger
Wer glaubt, die Zukunft beginnt erst morgen, sollte sich noch heute den prächtigen Bildband „The Tale of Tomorrow. Utopian Architecture in the Modernist Realm“ besorgen. Denn der macht klar: Die Zukunft, zumindest die architektonische, ist in der Vergangenheit zu finden. Und war mal verdammt viel aufregender, sinnlicher, ja auch visionärer als all die Betonquadrate und Rasterriegel, die uns in den nächsten Jahren in den Städten begrüßen werden.
  Zum Beispiel der Kapselturm, erbaut 1972 in Tokio und entworfen von dem japanischen Architekten Kisho Kurokawa (unser Bild, Foto: Kisho Kurokawa, Tomio Ohashi, Copyright Gestalten 2016). Wie Bienenwaben kleben hier die vier mal zweieinhalb Meter großen Kapseln übereinander. In jeder befindet sich eine Miniwohnung, deren Innenraum aussieht, als würde vor dem bullaugenrunden Fenster keine Megacity liegen, sondern die Weiten des Weltalls. Fast so hoch hinaus strebten mit ihren Ideen auch die Metabolisten, zu denen sich Kurokawa zählte. Die Gruppe um den Architekten Kenzo Tange wollte mit ihren Entwürfen nichts weniger als die Welt retten. Vor Katastrophen wie Erdbeben, Tsunamis, aber auch vor der Überbevölkerung und der daraus resultierenden Platznot.
  Die Welt retten, das wollte vermutlich auch Bruce Goff. Doch dem 1904 in Kansas geborenen Architekten, Künstler und Komponisten ging es vermutlich eher um den Kampf gegen Langweile. Jedes seiner Häuser sollte so einzigartig sein wie deren Besitzer. Und das waren sie. Das runde Jacob Harder House zum Beispiel trug grüne Schuppen innen wie außen, eine Art Riesenschildkröte zum Wohnen. Und das Bavinger House von 1955, das sich kühn wie eine Spirale nach oben windet, ließe jeden Bond-Bösewicht erblassen – vorausgesetzt, er sympathisiert mit der Natur, das Ganze sieht aus wie der Villentraum eines Öko-Aktivisten.
  Es gibt etwas, das all die Kirchen, Türme, Kongresshallen, Flughäfen, Konzerthäuser und Landhäuser verbindet – ganz egal ob diese von Baumeistern wie Le Corbusier oder Herb Green und Zvi Hecker entworfen wurden. Was sie prägt ist ihre echte Leidenschaft für Neues. Nicht um damit Werbung machen zu können und die Bauzäune vollzupflastern mit leeren Versprechungen wie „grenzenloses Wohnen“, „Living Bauhaus“, „digital Baroque“ oder wie die sinnentleerten Sprüche, die versuchen, seelenlose Massenware als Boten einer besseren Zukunft zu verkaufen, gerade sonst so heißen. Sondern weil diese Architekten für das Morgen brannten, weil sie wirklich wissen wollten, wie es sich darin wohnen, arbeiten, leben wird. Das Interesse daran ließ sie kühne Formen entwerfen, ließ sie Material ausprobieren, das sich wenig später als unbrauchbar herausstellte. Doch der Versuch war es wert. Denn was wäre eine Zukunft ohne den Glauben an ein besseres Morgen?
LAURA WEISSMÜLLER
The Tale of Tomorrow. Utopian Architecture in the Modernist Realm. Herausgegeben von Robert Klanten und Sofia Borges. Gestalten Verlag, Berlin 2016. 400 Seiten, 49,90 Euro.
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