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_________________ 'An immersive thriller set against a tense historical backdrop ... the joy is in the history as much as the story ... Once again Harris has placed the reader at the heart of a great historic event, using a small story to tell a great one.' FINANCIAL TIMES _________________ The first rocket will take five minutes to hit London. You have six minutes to stop the second.
Rudi Graf used to dream of sending a rocket to the moon. Instead, he has helped create the world's most sophisticated weapon: the V2 ballistic missile, capable of delivering a one-ton warhead at three times
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Produktbeschreibung
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'An immersive thriller set against a tense historical backdrop ... the joy is in the history as much as the story ... Once again Harris has placed the reader at the heart of a great historic event, using a small story to tell a great one.' FINANCIAL TIMES
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The first rocket will take five minutes to hit London.
You have six minutes to stop the second.

Rudi Graf used to dream of sending a rocket to the moon. Instead, he has helped create the world's most sophisticated weapon: the V2 ballistic missile, capable of delivering a one-ton warhead at three times the speed of sound.

In a desperate gamble to avoid defeat in the winter of 1944, Hitler orders ten thousand to be built. Haunted and disillusioned, Graf - who understands the volatile, deadly machine better than anyone - is tasked with firing these lethal 'vengeance weapons' at London.

Kay Caton-Walsh is an officer in the Women's Auxiliary Air Force, and a survivor of a V2 strike. As the rockets devastate London, she joins a unit of WAAFs on a mission to newly liberated Belgium. Armed with little more than a slide rule and a few equations, Kay and her colleagues will attempt to locate and destroy the launch sites.

But at this stage in the war it's hard to know who, if anyone, you can trust. As the death toll soars, Graf and Kay fight their grim, invisible war - until one final explosion of violence causes their destinies to collide.
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'Harris finds the poetry in physics and the soul in engineering. He makes the V2s come to life as vividly as any of his human characters ... Harris has the great gift of readability; there is no living novelist whose books I am likelier to gobble up in one sitting.' JAKE KERRIDGE, TELEGRAPH

'I want to be the first to say it: Robert Harris scores a direct hit with V2. I was enthralled.' ANTHONY HOROWITZ

'Astonishingly precise ... As Graf and Kay plot and counterplot, questions rise and fall like rockets. V2 will keep you pinned on a compelling trajectory.' SUNDAY TIMES

'Harris is delivering a warning about toxic futility and the ferocious propaganda needed to fuel it. His timing is, unlike the workings of the rockets he writes about, impeccable.' EVENING STANDARD

'Robert Harris is at the peak of his storytelling power with V2; it takes you all the way back to the pleasure of reading Enigma.' PATRICK NEALE

'The king of the page-turning thriller.' THE i

'Second World War buffs will enjoy Robert Harris's V2.' INDEPENDENT

'V2's portrait of a battered and weary London is not without a certain 2020 resonance.' TOM HOLLAND

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House Uk; Hutchinson
  • Artikelnr. des Verlages: 253438, 740247
  • Seitenzahl: 312
  • Erscheinungstermin: 17. September 2020
  • Englisch
  • Abmessung: 231mm x 150mm x 33mm
  • Gewicht: 397g
  • ISBN-13: 9781786331410
  • ISBN-10: 1786331411
  • Artikelnr.: 58615090
Autorenporträt
Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC, Redakteur beim "Observer" und Kolumnist bei der "Sunday Times" und dem "Daily Telegraph". 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem British Press Award ausgezeichnet. Er schrieb mehrere Sachbücher und zahlreiche Romane. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 22.09.2020

Raketenangst auf allen Seiten
"V2", der neue Thriller von Robert Harris, ist gerade auf Englisch erschienen / Von Gina Thomas, London

In der Zeit, in der die Vereinigten Staaten im Wettlauf mit der Sowjetunion zum Mond strebten, stellte der satirische Chansonnier Tom Lehrer die moralische Integrität des Raketenpioniers Wernher von Braun in Frage. In dem Disput um den Mann, der dem Hitler-Regime die "Wunderwaffe" V2 brachte und den Amerikanern den Weg ins All bahnte, schlug sich Lehrer auf die Seite derer, die den Ingenieur mit Albert Speer und den anderen "unpolitischen Technikern" der Kategorie berechnender Karrieristen zuordneten. "Sag nicht, er sei heuchlerisch", stichelt Lehrer in der Ballade, die Klavierbegleitung mit einem sarkastischen Triller verzierend, "sag lieber, er sei unpolitisch. Wen kümmert es, wo die Raketen landen, wenn sie einmal oben sind", fährt er mit deutschem Akzent fort, "das fällt nicht in mein Ressort, sagt Wernher von Braun."

Die Frage nach der moralischen Verantwortung des Wissenschaftlers steht im Kern von "V2", dem jüngsten Thriller von Robert Harris. In dem soeben in Britannien erschienenen Buch, das im November mit dem Titel "Vergeltung" auf den deutschen Markt kommt, spinnt der britische Bestsellerautor aus einer wenig bekannten Episode der Endphase des Zweiten Weltkrieges parallel zueinander verlaufende Erzählfäden, die nach seiner bewährten Methode Tatsachen und Fiktion spannungsreich miteinander verweben. Hier macht Harris diese Fäden an zwei erfundenen Figuren fest, dem deutschen Ingenieur Rudi Graf, einem Weggefährten von Brauns aus Jugendtagen, der dessen Jules-Verneschen Traum von der Weltraumfahrt teilt, und an Kay Caton-Walsh, einer britischen Luftwaffenhelferin im Offiziersrang.

Von Braun, der früh erkannte, dass die Phantasie der jungen Raketenenthusiasten sich nur mit militärischer Unterstützung realisieren lasse, hat seinen Freund bereits Anfang der dreißiger Jahre rekrutiert für die Entwicklung einer Flüssigkeitsrakete an der später nach Peenemünde verlegten Heeresversuchsstelle Kummersdorf. Graf erinnert sich, wie von Braun ihn damals umstimmte mit der Versicherung, der Weg zum Mond führe durch Kummersdorf. Hitlers Kriegspläne leiten die Forscher jedoch auf einen anderen Weg. Statt Weltraumraketen bauen sie ballistische Flugkörper, von denen sich das Militär eine entscheidende Wende des Krieges erhofft. Von der holländischen Küste aus erreichen diese Geschosse mit vierfacher Schallgeschwindigkeit London in bloß fünf Minuten.

Mit seiner Fähigkeit, die Vergangenheit durch atmosphärische, stoffliche und historische Details greifbar zu machen, schildert Harris die Angst und Verwüstung der vor der Detonation lautlos über den Kanal huschenden Raketen. An einem Tag, an dem Hausfrauen mit ihren Kindern wegen einer seltenen Lieferung von Kochtöpfen in eine Woolworth-Filiale im Südosten Londons drängen, werden 160 Menschen getötet, darunter Passagiere eines vorbeifahrenden Busses, deren innere Organe durch die Wucht der Explosion zerstört werden.

Während Graf im November 1944 im niederländischen Scheveningen als technischer Verbindungsmann am Einsatz der sogenannten "Vergeltungswaffe Zwei" mitwirkt, die London in die Knie bringen soll, sitzt Kay Caton-Walsh hundertfünfzig Kilometer davon entfernt in einem Banktresor der gerade erst von den deutschen Truppen geräumten belgischen Kleinstadt Mechelen mit Stift, Rechenschieber und Logarithmentafeln bereit. Die Briten wollen den Standort der mobilen Abschussrampen der im Schutz der Dunkelheit von den Produktionsstätten transportierten und im Wald versteckten V2-Raketen ermitteln, um sie vor dem Einsatz des nächsten Projektils aus der Luft zerstören zu können. Kay Caton-Walsh gehört einer kleinen Guppe von acht Luftwaffenhelferinnen an, deren Aufgabe es ist, innerhalb von sechs Minuten nach dem Einschlag die parabelförmige Flugbahn zu berechnen und sie bis zur Feuerstellung zurückzuverfolgen. Sobald diese geortet ist, starten die Spitfires aus England. Fünfundzwanzig Minuten später werfen sie ihre Bomben auf ihr Ziel ab.

Eine solche Gruppe von Luftwaffenhelferinnen gab es tatsächlich, wie Harris vor vier Jahren durch einen Zeitungsnachruf auf eine der jungen Frauen erfuhr, die damals nach Mechelen entsandt wurden. In dem Moment keimte die Idee für "V2". Seitdem hat er zwei andere Romane veröffentlicht, zuletzt im vergangenen Herbst "Der zweite Schlaf", dessen postapokalyptisches Szenario durch den Ausbruch der Corona-Epidemie beinahe prophetischen Charakter bekommen hat. "V2" ist während des Lockdowns entstanden. Mitunter wirken die wie abgeschossene Sterne niederstürzenden Raketen denn auch wie ein Sinnbild des perfiden Fremdkörpers, der uns jetzt angreift.

Auf fünf Tage kompromiert und kapitelweise abwechselnd aus der Sicht von Rudi Graf und Kay Caton-Walsh erzählt, gewinnt die Rahmenhandlung durch den Wettlauf der jeweiligen Seite gegen die Zeit an zusätzlicher Spannung. Wernher von Braun tritt beinahe leitmotivisch in Erscheinung als charismatischer Macher, der "jeden durch seinen Charme bezaubert, selbst Hitler". Der zunehmend desillusionierte Graf, der an seinem Zivilstand festhält, beobachtet Brauns zweckmäßigen Aufstieg im Regimeapparat, von der Mitgliedschaft einer studentischen Reiterstaffel der SS kurz nach der Machtergreifung über die Aufnahme in die Partei bis hin zur Beförderung zum SS-Sturmbannführer. Dem Freund gegenüber spielt Braun diese Karriereschritte stets als belanglose Äußerlichkeiten herunter.

Bei einer gemeinsamen Besichtigung der Stollenanlagen bei Nordhausen, die für die Produktion der Vergeltungswaffen genutzt werden, wirkt Braun beim Anblick der ausgemergelten Zwangsarbeiter ungetrübt von Bedenken. Sein faustischer Pakt versperrt ihm die Sicht. Graf hingegen, dem der erste Ausflug nach Peenemünde im Nachhinein anmutet wie ein Besuch des Paradieses vor dem Sündenfall, sind die Schuppen schon vor dem ersten Einsatz der V2-Raketen von den Augen gefallen. Ihm ist klar, dass der Weg zum Mond nicht durch Kummersdorf führt, dass die "Wunderwaffe" Deutschland nicht retten wird und der Krieg verloren ist.

Als Graf im September 1945 nach London reist, ist er dennoch erstaunt zu erfahren, dass die deutsche Propaganda die Wirkung der V2-Angriffe maßlos übertrieben hat. Das Gleiche gilt für die offiziellen Verlautbarungen des britischen Militärs, die Kay Caton-Walsh und ihre Kameradinnen in dem Glauben wogen, sie hätten etwas Nützliches für ihr Land geleistet. Die britischen Flieger haben keine einzige Abschussrampe getroffen. Insofern ist "V2" auch eine Parabel über die Sinnlosigkeit des Krieges.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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A riveting read . . . with a corker of a twist. Telegraph