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Jack Reacher has no place to go, and all the time in the world to get there, so a remote railroad stop on the prairie with the curious name of Mother's Rest seems perfect for an aimless one-day stopover.

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Produktbeschreibung
Jack Reacher has no place to go, and all the time in the world to get there, so a remote railroad stop on the prairie with the curious name of Mother's Rest seems perfect for an aimless one-day stopover.
  • Produktdetails
  • Jack Reacher (englisch)
  • Verlag: Transworld Publ. Ltd UK
  • Seitenzahl: 528
  • Erscheinungstermin: 24. März 2016
  • Englisch
  • Abmessung: 177mm x 111mm x 40mm
  • Gewicht: 295g
  • ISBN-13: 9780857502698
  • ISBN-10: 0857502697
  • Artikelnr.: 43725939
Autorenporträt
Lee Child is one of the world's leading thriller writers. He was born in Coventry, raised in Birmingham, and now lives in New York. It is said one of his novels featuring his hero Jack Reacher is sold somewhere in the world every nine seconds. His books consistently achieve the number-one slot on bestseller lists around the world and have sold over one hundred million copies. Lee is the recipient of many awards, most recently Author of the Year at the 2019 British Book Awards. He was appointed CBE in the 2019 Queen's Birthday Honours.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.05.2016

Goliath mochte er schon immer lieber als David

So schreibt man einen Weltbestseller: Der Brite Andy Martin schaut in "Reacher Said Nothing" dem Thriller-Autor Lee Child sieben Monate beim Schreiben zu.

Es muss schnell gehen: Am 22. August 2014 fragt der britische Literaturwissenschaftler Andy Martin per Mail bei Lee Child an, was er davon hielte, wenn er den Entstehungsprozess des nächsten Jack-Reacher-Romans beobachten und beschreiben würde? Martin hatte Child ein paar Mal interviewt und Besprechungen geschrieben, ihn einen glühenden Fan zu nennen wäre untertrieben. Anbetung trifft es besser. Und siehe, sein Gebet wird erhört: Wenig später sitzt Martin in einer Nobelwohnung am Central Park, wo Lee Child wie jedes Jahr am 1. September mit der Niederschrift eines Romans beginnt, der ein Jahr später erscheinen wird.

Der 1954 in Coventry geborene Jim Grant hat sich unter dem Pseudonym Lee Child zu einer Speerspitze der Unterhaltungsindustrie entwickelt, Reacher ist jeden Herbst auf Spitzenplätze in Amerika und Großbritannien abonniert, die Weltauflage lieg derzeit bei rund siebzig Millionen Exemplaren. Erfunden hat Child seinen Helden, weil er seinen Job beim Fernsehen verlor. Reacher ist ein ehemaliger Major der amerikanischen Militärpolizei, ein Hüne in Gestalt, Scharfschütze, Nahkämpfer, scharfsinniger Analytiker, der, nur mit Zahnbürste und Bargeld bewaffnet, ziellos durch Amerika wandert und auf seinen Wegen mittlerweile Schurken im dreistelligen Bereich eliminiert hat - immer auf der Seite der Guten, versteht sich. Einen solchen Kerl liebt auch der wichtigste Teil der Leserschaft - Frauen.

Der Zaungast wird Zeuge eines sehr ungewöhnlichen Schreibprozesses: Denn Lee Child hat weder Plot noch Plan, er fängt mit dem Titel an, dann schreibt er den ersten Satz und wartet ab, wohin ihn der führt. Am Ende muss er die magische Grenze von 100 000 Wörtern erreicht haben, das steht im Vertrag. Er macht also das Gegenteil dessen, was man in dem Gewerbe sonst tut, nämlich möglichst sorgsam einen Plot zu entwickeln. Seine einzige Maxime bezieht er aus der Erfahrung beim Fernsehen: "You should write the fast stuff slow and the slow stuff fast." Getippt wird am Computer, Schriftart Arial, einzeiliger Abstand, zehn Punkt, der Bildschirm auf hundertfünfzig Prozent vergrößert. Umschreiben oder gar neu anfangen ist nicht vorgesehen. Und so beginnt "Make Me", die zwanzigste Fortsetzung der Reihe, mit dem Satz "Moving a guy as big as Keever wasn't easy." In einem Kaff namens Mother's Rest, irgendwo im Maisgürtel, steigt Reacher aus dem Zug.

Andy Martin, im Hauptberuf Französisch-Dozent an der Universität von Cambridge, hängt in "Reacher Said Nothing" erst wie ein schwärmerischer Backfisch an den Lippen seines Heiligen, um dann alles aufzuschreiben, was ihm in den Sinn kommt. Dabei geht er nach der Methode "To Mock a Killingbird" vor, weil er naturgemäß auch noch die gekärcherte Syntax seines Vorbilds zu imitieren pflegt. In seiner Mischung aus Hagiographie, literarischem Essay und Meta-Roman lässt er die sprichwörtliche britische Distanziertheit schmerzlich vermissen.

Wir erfahren, dass Lee Child Kette raucht, ab und an kifft, dünnen schwarzen Kaffee eimerweise trinkt und sich während des Schreibens von Junkfood ernährt. Dass er ein Fan von "Warten auf Godot" ist, gerne Fußball im Fernsehen verfolgt, dass seine Frau einen Master im Fach Angelsächsisch hat und dass er nie Strafzettel zahlt und sich vor Gericht stets erfolgreich selbst verteidigt. Sein Weltbild stark von der Vorstellung geprägt ist, in uns agiere hauptsächlich der Mensch der Steinzeit. Außerdem ist Child für Sterbehilfe, spendet Geld für Tierschutz und hält von den Kollegen aus der Abteilung Literatur - namentlich Martin Amis und Julian Barnes - nichts ("all diese dumme Sehnsucht nach der Schulzeit"). Wir erfahren selbstredend nichts Konkretes über Geld und auch nicht, was der Autor von Tom Cruise hält, der Reacher in der bislang einzigen Verfilmung spielte.

Andy Martin sieht in Lee Child einen Wiedergänger Camus', darunter tut er es nicht. Gleichzeitig sei er Nachfahre der antiken Sänger, weil er seine Bücher auf mündliche Erzählbarkeit hin schreibt, Wörter wendend, ihren Klang prüfend, die Rhythmik der Sätze abhorchend, Satzzeichen zur Phrasierung einsetzend. Seine Thesen stützt der akademische Beobachter mit der üblichen Angeberei, für die Barthes, Derrida, Nietzsche, Sartre, Wittgenstein, Rousseau und andere herhalten müssen. Ein Register hätte dem Band schon deswegen gut angestanden, um die vielen Kommentare Childs über seine Konkurrenz aus der Thrillerzunft (Connelly, Coben, Baldacci, Deaver, King, Clancy, Slaughter, Kerr, Grisham etc.) ausfindig zu machen. Dass Lee Child selbst mittlerweile der Überblick verlorenging, wie es sich mit seiner Figur verhält, entgeht Martin: Einmal behauptet Child, Reacher sei eine fiktionale Figur, die er erfunden hat, dann wieder, Reacher sei eine reale Figur ("He exists.").

Das mag daran liegen, dass man bei Bantam Books gespart hat; jeder vernünftige Lektor hätte das selbstreferentielle Blabla gestrichen und aus einer Zumutung ein fundiertes Buch gemacht. Bei Lee Child ist das Nichtlektorat dagegen Bedingung und Privileg: Seine Bücher verlassen die Druckerei so, wie er sie abgibt.

Andy Martin hat eine Chance in den Sand gesetzt, wenn nicht Schlimmeres angerichtet. Als bekannt wurde, dass er die Entstehung von "Make Me" begleitet, kursierte in den sozialen Medien die Befürchtung, er lenke Child nur ab, sei "toxic" - Gift für den Schreibprozess. Und tatsächlich ist der Roman, der nach 222 Tagen mit 111 730 Wörtern an sein Ende kam, einer der uninspiriertesten der Serie. Wird Lee Child mit Nummer einundzwanzig den Geist Andy Martins wieder abschütteln können? "Night School" erscheint am 8. November.

HANNES HINTERMEIER.

Andy Martin: "Reacher Said Nothing". Lee Child and The Making of ,Make Me'.

Bantam Books, New York 2015. 354 S., br., 14,95 [Euro].

Lee Child: "Make Me".

Thriller.

Bantam Press, London 2015. 427 S., br., 13,59 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Lee Child s Reacher series has hit Book No. 20 with a resounding peal of wisecracking glee. Everything about it, starting with Reacher s nose for bad news, is as strong as ever. . . . The big guy s definitely on the upswing. The guy who writes about him is too. Janet Maslin, The New York Times

Lee Child has another winner with Make Me. . . . There s a reason why Child is considered the best of the best in the thriller genre: He can take all these strange elements and clichés and make them compelling and original. Associated Press

A superb thriller. New York Daily News

Child s complete command of the story makes this thriller work brilliantly. Publishers Weekly (starred review)

I ve read all twenty of Lee Child s novels. Maybe there s something wrong with me. But I can t wait for the twenty-first. Malcolm Gladwell, The New Yorker

[The Reacher series] is the current gold standard in the genre. . . . In Make Me Lee Child delivers another Jack Reacher specialty; the total knockout. Dayton Daily News

Child serves up wingding plots, pithy dialogue, extraordinary background on intriguing topics, and cunningly constructed suspense. But what keeps us coming back by the millions is the chance to walk around in the skin of that big guy in the middle of everything. The Oregonian

A dark thriller . . . Lee Child s Make Me, the twentieth in his wildly popular Jack Reacher series, delivers exactly what readers have come to expect from the perennial bestselling author: interesting characters, tight plots and page-turning action. . . . Readers won t be disappointed. Minneapolis Star Tribune

Jack Reacher is back. . . . Readers new to this series will find this book a good starting point, and fans will be pleased to see Jack again. LibraryReads (Top Ten Pick)

The reigning champ ups the ante. . . . Yes, there s breakneck action, but what gives this one its zing is the multilayered plot. . . . The beguiling Chang offers a new treat for series fans as well, and a surprise at the end will keep readers short of breath until the next installment begins. Booklist (starred review)

This series remains as compulsively readable as ever. Child is a master of pacing, stretching out the mystery through short chapters that give rise to bursts of well-choreographed violence. . . . Of course, the biggest strength is Reacher himself: impassive, analytical, secretly romantic, and relentlessly honorable. It s impossible not to root for him. . . . Reacher is still going strong. Will satisfy fans and newcomers, too. Kirkus Reviews
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