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Ein scheinbar Irrer sperrt mitten in Hamburg Manager nackt in Käfige, und Staatsanwältin Chastity Riley, die von ihren Chefs hin und wieder von der Leine gelassen wird, muss ran. Ihre Ermittlungen führen sie in die Welt der Verlagshäuser und Kaderschmieden. Ihr Freundeskreis führt sie in den Wahnsinn, denn ausgerechnet die paar Menschen, die ihr im Leben Halt geben, erweisen sich plötzlich durch die Bank als wankelmütige Gesellen.Ein ungewöhnlich warmer Septembermorgen auf St. Pauli. Der Regen der letzten Nacht ist noch nicht verdunstet, und vor dem Gebäude eines großen Zeitschriftenverlags…mehr

Produktbeschreibung
Ein scheinbar Irrer sperrt mitten in Hamburg Manager nackt in Käfige, und Staatsanwältin Chastity Riley, die von ihren Chefs hin und wieder von der Leine gelassen wird, muss ran. Ihre Ermittlungen führen sie in die Welt der Verlagshäuser und Kaderschmieden. Ihr Freundeskreis führt sie in den Wahnsinn, denn ausgerechnet die paar Menschen, die ihr im Leben Halt geben, erweisen sich plötzlich durch die Bank als wankelmütige Gesellen.Ein ungewöhnlich warmer Septembermorgen auf St. Pauli. Der Regen der letzten Nacht ist noch nicht verdunstet, und vor dem Gebäude eines großen Zeitschriftenverlags steht ein Käfig, darin der Chef der Personalabteilung. Nackt, bewusstlos und offensichtlich misshandelt. Drei Tage später steht der nächste Käfig vorm Verlag, diesmal liegt der Geschäftsführer drin. Riley und ihr neuer, undurchsichtiger Kollege Stepanovic glauben zunächst an einen Racheakt der Verlagsmitarbeiter - seit Jahren werden Leute entlassen, während sich die Führungskräfte dicke Boni in die Taschen stopfen. Als dann ans Licht kommt, dass alle drei Opfer nicht nur ihr Status, sondern auch eine mehr als zweifelhafte Vergangenheit verbindet, verschwindet der Vorstandsvorsitzende ...
  • Produktdetails
  • Verlag: Osterwoldaudio
  • Anzahl: 6 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 450 Min.
  • Erscheinungstermin: 11. August 2017
  • ISBN-13: 9783869523767
  • Artikelnr.: 48071108
Autorenporträt
Buchholz, SimoneSimone Buchholz (Hanau, 1972) ha esordito come giallista nel 2008 con Revolver, pubblicato in Italia da Emons nel 2015. Le piacciono le nuvole in cielo e i gabbiani che non sanno cosa vogliono. Vive nel quartiere di Sankt Pauli, ad Amburgo, con il marito italiano e il figlio. Vincitore di vari premi, La notte del coccodrillo (Emons 2017) è stato per mesi al primo posto della classifica Krimi-ZEIT. Uomini in gabbia ha scalato la classifica della Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) e del canale r
Trackliste
CD 1
1Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 1
2Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 2
3Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 3
4Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 4
5Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 5
6Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 6
7Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 7
8Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 8
9Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 9
10Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 10
11Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 11
12Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 12
13Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 13
14Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 14
15Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 15
16Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 16
17Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 17
18Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 18
CD 2
1Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 19
2Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 20
3Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 21
4Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 22
5Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 23
6Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 24
7Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 25
8Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 26
9Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 27
10Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 28
11Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 29
12Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 30
13Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 31
14Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 32
15Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 33
16Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 34
CD 3
1Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 35
2Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 36
3Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 37
4Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 38
5Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 39
6Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 40
7Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 41
8Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 42
9Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 43
10Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 44
11Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 45
12Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 46
13Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 47
14Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 48
15Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 49
16Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 50
17Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 51
18Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 52
19Simone Buchholz: Beton Rouge - Teil 53
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.11.2017

Käfighaltung
In „Beton Rouge“ wird der Leser gefangen genommen
„Es sind immer die gleichen Arschlöcher, die gewinnen. Und niemand bestraft sie dafür, dass sie nur gewinnen, weil andere verlieren.“ Außer natürlich, der Underdog holt sich die bösen Jungs, foltert und sperrt sie dann in einen Käfig. Und weil sie früher besonders gemein zu ihm waren und heute noch viel skrupelloser sind, wird der Käfig samt verletzlich-nacktem Inhalt öffentlich zur Schau gestellt. Damit auch jeder das Elend sieht. Weil die bösen Buben von damals es verdient haben.
Auch Staatsanwältin Chastity Riley kann sich diesem Gedanken nicht verwehren: Dass hier ein Stück weit Gerechtigkeit wiederhergestellt wird in einer Welt, die in ihren Augen zur Monsterfabrik verkommen ist. Zum nun siebten Mal lässt Autorin Simone Buchholz ihre dauerrauchende Hauptfigur durch ein St. Pauli treiben, dessen dunkle Kneipen schnelle Linderung versprechen – wenn der Nebel sich zu lichten droht und die Realität unerträglich nahekommt. Buchholz hat mit „Beton Rouge“ einen Kriminalroman geschrieben, in dem das Verbrechen selbst nur Kulisse ist für den eigentlichen Fall: das Massaker im Inneren von Chastity Riley. Eine Frau, so intensiv fühlend, dass man in ihrer Melancholie ertrinken möchte: möge sie denjenigen nie finden, der zwielichtige Manager in Käfige sperrt; möge sie denjenigen nie finden, der den Dauerregen in ihrem Kopf vertreiben könnte; möge sie für immer eine Suchende bleiben.
Dabei ist es eben nicht die Suche nach den Bösewichten, die einen beim Lesen von „Beton Rouge“ zwischen den Buchstaben gefangen hält. Zumal die recht schnell gefunden sind, der Fall aber in einer Sackgasse steckt. Was fesselt, ist der Stil. Mal spricht die Hauptfigur mit ihrer Lederjacke, dann adressiert sie die Lesenden direkt, ein forscher Angriff der Gedanken. Es sind die Sprachbilder, deren gleißende Umrisse sich dem Leser einbrennen: „Am Himmel steht der Mond (...). Er ist riesig, und er ist rot, er spricht von Nähe und Entfernung zugleich, und er scheint mit aller Kraft auf diesen Fußboden, auf dem ich noch nie lag und vermutlich auch nicht noch mal liegen werde. Der Mond zieht mich zu sich hoch, ich ziehe den Mann zu mir runter.“
Und immer wieder kehrt man zurück zu Chastity Riley, dieser unergründlich überwältigenden Frau, der Simone Buchholz keine Waffe gab, damit sie einen Beschützer braucht. Damit auch die toughe Staatsanwältin auf ihre Freunde angewiesen ist, die ihr eine Familie sind, sie durch alle Fälle begleiten und am Leben halten. Hoffentlich für immer.
„Und dann stehst du da mit deinem vollen Kopf in deiner leeren Wohnung, und deine Wände brüllen dich an, und nichts auf der Welt kann dir das Gefühl geben, dass es irgendwo herkommt, dass es nicht normal ist, dass es vorbeigeht. Du stehst dann einfach da und lässt dich von dem Moment anschreien und hast keine Ahnung, ob er jemals aufhört.“
BRITTA SCHÖNHÜTL
Simone Buchholz:
Beton Rouge. Suhrkamp Verlag, Berlin 2017.
227 Seiten, 14,95 Euro. E-Book 12,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"... schnell, pointenreich, sehr, sehr gut geschrieben."
Frank Drieschner, DIE ZEIT Nr. 31/2017

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Die Fälle, die Simone Buchholz ihre Staatsanwältin Chastity Riley lösen lässt, scheinen Rezensentin Britta Schönhütl zweitrangig, wenn nicht gar etwas zweifelhaft. In "Beton Rouge" geht es um böse Jungs, die in Käfige gesperrt und öffentlich ausgestellt werden. Außer Frage steht für sie jedoch die Klasse dieser Hamburger Ermittlerin, in deren Kopf solch starker Dauerregen herrscht, dass man Gefahr läuft, mit ihr in Melancholie zu ertrinken. Und dann dieser Stil, seufzt Schönhütl, diese Bilder und Gedanken. Zum Dahinschmelzen.

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