Entscheidung in der Wand - Auffermann, Uli
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Uli Auffermann, dessen großes Interesse der menschlichen Dimension - den Charakteren und Persönlichkeiten sowie ihren Werten und Motivationen gilt, schreibt fesselnd über die vielen Facetten des steil bergauf und hoch hinaus. Der Leser ist mittendrin in der alpinen Aktion, im Spannungsfeld von Risiko und Verantwortung, im Bannkreis der Gipfel und Wände.
Es geht um den Kern, die Seele des Alpinismus. Wer verstehen will, was es damit auf sich hat, wird in diesem Buch Antworten finden. Ein ungemein spannender Lesestoff, der die Taten am Berg, vor allem aber die Menschen, die dahinter stehen,
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Produktbeschreibung
Uli Auffermann, dessen großes Interesse der menschlichen Dimension - den Charakteren und Persönlichkeiten sowie ihren Werten und Motivationen gilt, schreibt fesselnd über die vielen Facetten des steil bergauf und hoch hinaus.
Der Leser ist mittendrin in der alpinen Aktion, im Spannungsfeld von Risiko und Verantwortung, im Bannkreis der Gipfel und Wände.

Es geht um den Kern, die Seele des Alpinismus.
Wer verstehen will, was es damit auf sich hat, wird in diesem Buch Antworten finden. Ein ungemein spannender Lesestoff, der die Taten am Berg, vor allem aber die Menschen, die dahinter stehen, würdigt! Über 340 Fotos, historische wie aktuelle, dazu viele Hintergrundinformationen, Interviews und Statements der Akteure geben einen Einblick in die epochalen Zusammenhänge des Alpinismus und dessen Pioniere.
Was trieb sie an, was machte sie aus? Motivation und Werte der Protagonisten, Erstbegehungen und Stile, Erfolg und Scheitern - all das verdichtet sich zur mitreißenden Lektüre!

Einmalige historische Aufnahmen, Portraits, Zitate, Berichte und Geschichten, Interviews, Tourenberichte, usw. von herausragenden Akteuren und BergsteigerInnen aller Epochen bis hin zur Neuzeit:

Hans Dülfer, Paul Preuß, Angelo Dibona, Emil Solleder, Anderl Heckmaier, Fritz Kasparek, Henrich Harrer, Hubert Peterka, Hermann Buhl, Kurt Diemberger, Richardo Cassin, Walter Bonatti, Gaston Rebuffat, Dietrich Hasse, Pit Schubert, Leo Schlömmer, Klaus Hoi, Peter Habeler, Reinhold Messner, Hans Kammerlander, Heinz Mariacher, Kurt Albert, Wolfgang Güllich, John Bachar, Ron Fawcett, Reinhard Karl, Lynn Hill, Ines Papert, Heinz Zak, Stefan Glowacz, Bernd Arnold, Beat Kammerlander, Catherine Destivelle, Roger Schaeli, Christian Stangl, Hansjörg Auer, Gerlinde Kaltenbrunner, Kilian Fischhuber, Chris Scharma, David Lama, Adam Ondra, Angela Eiter, Ueli Steck, Robert Jasper, sowie Alexander und Thomas Huber - um nur einige von über 100 in diesem Buch vorgestellten Persöhnlichkeiten zu nennen.

Deutlich wird, wie sich Klettern anfühlt und warum sich in den großen schweren Wänden außergewöhnliche Charaktere herausgebildet haben, deren Leben von ungeheurer Intensität erfüllt war oder immer noch ist.
  • Produktdetails
  • Verlag: Schall-Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 3537256
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 448
  • Erscheinungstermin: 4. November 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 231mm x 168mm x 38mm
  • Gewicht: 1271g
  • ISBN-13: 9783900533625
  • ISBN-10: 3900533628
  • Artikelnr.: 31800564
Inhaltsangabe
Kapitel 1
"Der Nasenquergang"
Dülfers genialer Seilzugquergang, Totenkirchl, Direkte-Westwand - Fundamentaler Streit um das Wertesystem beim Klettern

Kapitel 2
"Die Cascata"
Prototyp für den VI. Grad, Civetta-Nordwest-Wand -Unruhige Zeiten, wirtschaftliche Depression und alpine Lebenskunst

Kapitel 3
"Der Hinterstoißer-Quergang"
Schlüsselstelle in der "Mordwand", Eiger-Nordwand - Alpinismus, Medien und Nationalsozialismus

Kapitel 4
"Die 75-Meter-Verschneidung"
Die begehrteste Tour der Alpen ? Walkerpfeiler, Grandes Jorasses - Nationaler Wettlauf um die letzten Probleme der Alpen

Kapitel 5
"Höhlenüberhang in der Riesenverschneidung"
Handschrift des "Meisters" Hias Rebitsch, Laliderer-Nordverschneidung - Freiklettern im großen Stil

Kapitel 6
"Die Eidechse"
Ein außergewöhnlicher Mann, Walter Bonatti, Drus, Südwestpfeiler - Großer Alpinismus und Einblicke ins Ich

Kapitel 7
"Die Kerze"
Eine große Tragödie, Montblanc, Frêneypfeiler - Die Grenze ist hauchdünn, Intensität und Tod

Kapitel 8
"Das Größte Dach der Welt"
Das Zeitalter der Direttissima, Westliche Zinne-Nordwand, Direktes Dach - "Mord am Unmöglichen ?" - die Sackgasse

Kapitel 9
"Die Messner-Platte"
Messner verschiebt die Grenze, Heiligkreuzkofel, Mittelpfeiler - Neues Denken und Selbstreflektion, Ausweg aus der Sackgasse

Kapitel 10
"Schulterriß im VII. Grad"
Die neue Ära wird offiziell, Pumprisse, Fleischbankpfeiler - Anglo- amerikanische Einflüsse, Aufbruch und Renaissance

Kapitel 11
"Action Directe"
Die Grenze des Kletterbaren? - Sport und Fun im Vordergrund, Leistungsexplosion und neue Werte

Kapitel 12
"Dolphin" Jenseits des Vorstellbaren - Die Huber Brüder
Der bodenlose Dachkamin in El Nino - Raum und Zeit sind relativ am El Capitan
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 28.04.2011

Klare Linie
Uli Auffermanns Standardwerk über das Bergsteigen
Die Lektüre dieses Buches bedarf keineswegs einer immensen Anstrengung. Ansonsten aber spiegelt sich Uli Auffermanns Werk deutlich in seinem Gegenstand: „Entscheidung in der Wand“ erzählt auf beinahe 450 Seiten die Geschichte des Kletterns. Und wenn man so will, finden sich die unterschiedlichen Stile dieses Sports in den Schilderungen wieder. Manchmal wählt Auffermann den geraden Weg, die Direttissima also, dann wieder tastet er sich den Gegebenheiten gehorchend in einer schlängelnden Linie zum Ziel. Manchmal bricht er auch ab, kehrt um, setzt neu an. Bedachtsamkeit ist ihm wichtig, aber auch Effektivität. Auf diese Weise sind Uli Auffermanns „Marksteine des Alpinismus“, so der Untertitel, selbst ein Markstein; ein Standardwerk also über das Klettern.
Auffermann hat sich entschieden, chronologisch zu erzählen; er teilt den Zeitlauf in Epochen ein, die er nach maßgeblichen Moden und Prägungen unterscheidet. Er beginnt seine Ausführungen mit einem grundlegenden Disput und dessen beiden wichtigsten Protagonisten: Hans Dülfer und Paul Preuß. Vor hundert Jahren wurde über Mauerhaken gestritten; Preuß war ein Apologet der Freikletterei. Der Mensch müsse gegenüber einem Problem wachsen, nicht der technische Aufwand. Künstliche Hilfsmittel sollten nur in Fällen unmittelbar drohender Gefahr gebraucht werden, nicht um des reinen Fortkommens willen. Dülfer war da weit weniger puristisch. Er war an der „Schönheit der Linie“ interessiert und setzte im Zweifelsfall einen Mauerhaken, um seinen ästhetischen Ansprüchen an eine Klettertour Genüge zu tun.
Bereits in diesem Eingangskapitel sind die wesentlichen Motive angelegt. Die Geschichte des Kletterns ist eine Abfolge von kühnen Unternehmungen, geglückter wie gescheiterter. Sie lässt sich aber auch über Personen erzählen und über Ideologien. Uli Auffermann verschränkt diese verschiedenen Ebenen miteinander, und er beendet jedes Kapitel mit einer Art lexikalischem Teil, der Kurzporträts prägender Kletterer enthält, wichtige Begehungen auflistet und maßgebliche Entwicklungen bei den Ausrüstungsgegenständen schildert. Auffermann lässt die Alpinisten in vielen Zitaten auch übereinander urteilen oder Selbstauskünfte erteilen.
Insgesamt gibt der Autor sich überwiegend unparteiisch, auch wenn man eine Vorliebe fürs Freiklettern herauslesen kann gegenüber einem Trend, der derzeit allerdings ohnehin nur schwach ausgeprägt ist: der Tendenz zum Ausnageln der Wände. Gerade bei Zwistigkeiten und Zerwürfnissen von Kletterern untereinander wahrt Auffermann gebührende Distanz, ist Beobachter, nicht Schiedsrichter.
Dennoch sind die Schilderungen spannend, gerade weil Auffermann nicht eine Sensationsgier bedient, sich aber auch nicht in technischen Feinheiten verliert, die bestenfalls Experten ansprechen. Sondern mit einem klaren Blick einen gangbaren Weg findet durch einen Berg von Material. Dabei gelingt ihm sogar, ohne größere Abschweifungen einige wichtige Randaspekte zu berücksichtigen, etwa die Anfänge der Bergrettung oder die Darstellung des Kletterns im Film. STEFAN FISCHER
ULI AUFFERMANN: Entscheidung in der Wand. Marksteine des Alpinismus. Schall Verlag, Admont 2010. 448 Seiten, 32 Euro.
Der Autor bleibt
Beobachter, urteilen
lässt er andere
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