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In einer verrosteten Rüstung zieht Don Quijote auf seinem klapprigen Gaul Rocinante los, um gegen Riesen zu kämpfen und Ungeheuer in die Flucht zu schlagen. Dass es sich dabei in Wirklichkeit um Weinschläuche und Windmühlen handelt, kann nur behaupten, wer von wahren Abenteuern nichts versteht. Wortreich und wunderbar absurd sind die Gespräche, in denen Don Quijote und Sancho Panza streiten und philosophieren. Zweihundert Jahre nach Ludwig Tieck, der den "Don Quijote" zum entscheidenden Werk der Romantik machte, erhält der Klassiker mit Susanne Langes Neuübersetzung auch im Deutschen die…mehr

Produktbeschreibung
In einer verrosteten Rüstung zieht Don Quijote auf seinem klapprigen Gaul Rocinante los, um gegen Riesen zu kämpfen und Ungeheuer in die Flucht zu schlagen. Dass es sich dabei in Wirklichkeit um Weinschläuche und Windmühlen handelt, kann nur behaupten, wer von wahren Abenteuern nichts versteht.
Wortreich und wunderbar absurd sind die Gespräche, in denen Don Quijote und Sancho Panza streiten und philosophieren. Zweihundert Jahre nach Ludwig Tieck, der den "Don Quijote" zum entscheidenden Werk der Romantik machte, erhält der Klassiker mit Susanne Langes Neuübersetzung auch im Deutschen die sprachliche Dimension, die er im Original besitzt. Und wer könnte den ganzen prallen Einfallsreichtum der Geschichte und Komik und der Tragik der Figuren besser zu Gehör bringen als Rufus Beck und Thomas Thieme?

(6 CDs, Laufzeit: ca. 5h 32)
  • Produktdetails
  • Verlag: Dhv Der Hörverlag
  • Anzahl: 6 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 332 Min.
  • Erscheinungstermin: Oktober 2010
  • ISBN-13: 9783867172912
  • Artikelnr.: 29604919
Autorenporträt
Die besten Geschichten schreibt immer das Leben selbst, so auch bei Miguel de Cervantes Saavedra. Seine Biographie ist ebenso spannend wie phantastisch: 1547 wird er als Sohn eines Arztes nahe Madrid geboren. Schon auf der höheren Schule entdeckt Cervantes seine Begeisterung für Literatur und beginnt selbst zu dichten. 1569 verlässt er Spanien und kommt als Page in Rom sogar bis an den Hof des Papstes. Nach dem Eintritt in die spanische Marine 1570 wird er bei einer Seeschlacht verwundet. Als er 1575 nach weiteren Feldzügen schließlich plant, nach Spanien zurückzukehren, wird er auf dem Weg dorthin von Piraten gefangen genommen und als Sklave nach Algier gebracht. Nach fünfjähriger Gefangenschaft, welche ihn nicht vom Dichten abhalten kann, kehrt er nach Spanien zurück und veröffentlicht 1583 sein erstes Theaterstück »Der Verkehr von Algier«. Auf seine zusätzlichen Einkünfte als Steuereintreiber oder Privatkommissar bleibt er jedoch stets angewiesen. Wegen Veruntreuung von Staatsgeldern wird er 1597 und 1602 kurzzeitig inhaftiert. 1606 siedelt er nach Madrid über und schreibt dort bis zu seinem Tod 1616 weitere Theaterstücke, Novellen und Romane.
Trackliste
CD 1
1Don Quijote von der Mancha00:11:01
2Don Quijote von der Mancha00:07:31
3Don Quijote von der Mancha00:11:37
4Don Quijote von der Mancha00:09:03
5Don Quijote von der Mancha00:12:30
6Don Quijote von der Mancha00:09:18
CD 2
1Don Quijote von der Mancha00:01:01
2Don Quijote von der Mancha00:05:28
3Don Quijote von der Mancha00:07:07
4Don Quijote von der Mancha00:13:11
5Don Quijote von der Mancha00:09:33
6Don Quijote von der Mancha00:19:46
CD 3
1Don Quijote von der Mancha00:12:59
2Don Quijote von der Mancha00:14:55
3Don Quijote von der Mancha00:18:34
4Don Quijote von der Mancha00:09:20
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 07.12.2010

Mit Pferd und doppeltem Boden
„Im Wahn bin ich, und im Wahn will ich bleiben.“ – Klaus Buhlert vertraut den Stimmen
und arrangiert den „Don Quijote“ des Cervantes zu einer szenischen Lesung
In den Roman „Don Quijote“ liest man sich hinein wie in eine weite Landschaft. Während man an prügelnden Bauern und Windmühlenflügeln vorbeikommt, reist man zugleich immer tiefer in das Innere des Ritters von der traurigen Gestalt hinein. Auch dieses Innere ist eine weite Landschaft, und der leichtgläubige Leser, dem die Romane den Kopf verwirrt haben, ist darin nur eine von vielen Figuren. Und ganz tritt man in die innere Landschaft Don Quijotes erst ein, wenn man ins Grübeln darüber gerät, von welche Art Wahn eigentlich jemand befallen ist, der Sätze wie diesen sagt: „Im Wahn bin ich, und im Wahn will ich bleiben.“
Der Hörspielregisseur Klaus Buhlert hat jetzt auf der Grundlage von Susanne Langes 2008 erschienener Neuübersetzung eine Bearbeitung des „Don Quijote“ eingespielt. Sie ist eher eine szenische Lesung als ein Hörspiel. Denn sie lässt den Kern des Romans unangetastet: die Erzählerstimme. Diesem Erzähler ist freilich ein Gutteil seines Stoffes abhanden gekommen: der zweite Teil des Romans. Auch vom ersten kann nur einen Auszug geben, wer sich vornimmt, mit sechs CDs, also fünfeinhalb Stunden auszukommen.
Es gehört zum Unverwüstlichen großer Romane und ihrer Helden, dass sie auch als Umrisszeichnung ihre Kraft nicht verlieren. Es muss nur diese Zeichnung etwas Wesentliches treffen. Das ist hier der Fall. Denn Buhlert macht den Hallraum, der im Studio die Stimmen umgibt, zum Schauplatz einer Reise. Sancho Panzas Grauer, Don Quijotes Rosinante sind hörbar mit von der Partie, und ein leicht verfremdeter Flamenco-Gitarrenton gibt dem Roadmovie, das in „Don Quijote“ steckt, seine spanische Färbung.
An sie stellt das Konzept Buhlerts hohe Ansprüche. Es lässt zwar die Erzählerfigur unangetastet, aber dafür wandert der Dialog in die Erzählerstimme ein: Rufus Beck ist nicht nur Don Quijote, sondern auch der Erzähler Don Quijotes, Thomas Thieme nicht nur Sancho Panza, sondern auch der Erzähler Sancho Panzas, und Anna Thalbach nicht nur die schöne Dorotea der in den Roman eingebauten Novelle, sondern auch die Erzählerin Doroteas. Buhlert hält sich nicht sklavisch an dieses Konzept, aber oft übernimmt die Erzählerstimme derjenige, von dem gerade die Rede ist. Das schafft eine reizvolle akustische Entsprechung zu den Spiegeleffekten, die Cervantes in seinen Roman eingebaut hat, und es hat den Vorteil, dass die dergestalt vervielfachte Erzählerstimme über den Figuren schwebt, zugleich aber in die erzählte Welt hineingezogen wirkt.
Dieses Doppelspiel funktioniert nur, wenn die Sprecher ihre Erzähl- und ihre Dialogstimme voneinander absetzen. Rufus Beck kann das natürlich, aber das Strahlungszentrum dieser Produktion ist die Stimme von Thomas Thieme. Er ist als Sancho Panza wie als Sancho-Panza-Erzähler eine Idealbesetzung. Vielleicht liegt es an der Virtuosität, mit der Thiemes Stimme die Bandbreite des plebejisch trockenen Witzes im Dialog wie als Erzähler entfaltet, dass Anna Thalbachs Stimme auch dort, wo sie sich an Don Quijote und Sancho Panza als ihre leibhaftigen Zuhörer wenden müsste, so wirkt, als lese sie ihren Part aus einem Buch vor.
LOTHAR MÜLLER
Miguel de Cervantes
Don Quijote von der Mancha
Übersetzt von Susanne Lange. Sprecher: Rufus Beck, Thomas Thieme,
Anna Thalbach u.a. Regie: Klaus
Buhlert. Hörverlag, München 2010.
6 CD, 332 Min., 29,95 Euro.
Honoré Daumiers Bild des berühmten Paares © The Bridgeman Art Library
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Yaak Karsunke ruft uns die Vorzüge dieses ganz anderen Ritterromans ins Gedächtnis. Der aus dem sprichwörtlich gewordenen Realitätsverlust des Helden und der (sprachlichen) Gegensätzlichkeit von Herr und Knappe resultierenden Komik verfallen Kritik und Leserschaft offensichtlich noch immer spielend. Ganz besonders, so macht Karsunke unmissverständlich klar, mit der Neu-Übertragung von Susanne Lange und den begleitenden Informationen der Übersetzerin im Anmerkungsteil und im Nachwort. Nicht nur erkennt Karsunke in Lange eine gebildete Kennerin ihres Gegenstands. Ihre sprachliche Fantasie und Fomulierungslust, ihr Sinn für Rhythmus und Witz lassen Apel den 400 Jahre alten Ritter "wie neu geboren" erscheinen.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Don Quijote von Miguel de Cervantes ist das Wunderelixier gegen die Tristesse des Daseins. Das Werk über Heldensehnsucht in unheroischen Zeiten wurde famos neu übersetzt." Manfred Schwarz, Welt am Sonntag, 12.10.08 "Jedes Jahrhundert braucht seinen Quijote - wir haben unseren jetzt: Susanne Langes Cervantes-Übertragung." Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.08 "Nichts für Weichlinge: Der geistvolle Hidalgo Don Quijote verachtet den Alltag, seinen Komfort und seine schlechten Gewohnheiten. Die neue Übersetzung von Susanne Lange bewahrt Rhythmus und Genauigkeit, Witz und Opulenz des Miguel de Cervantes Saavedra." Heinz Schlaffer, Süddeutsche Zeitung, 14.10.08 "Die große Leistung von Cervantes, beinahe ein Wunder, ist nun, dass uns seine Riesenerzählung noch immer bezaubert. Ein Sprachwunder!" Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.08 "Susanne Langes Neuübersetzung von Cervantes war überfällig. Übersetzungen altern, Originale nicht." Sabine Küchler, Der Tagesspiegel, 11.10.08 "Susanne Lange hat eine Übersetzung von Cervantes Klassiker vorgelegt, die erstmals den ganzen Reichtum dieses Wunderbuches bewahrt." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 16.12.2008 "Der von Susanne Lange ingeniös ins Deutsche übertragene "Don Quijote" dürfte ein Meilenstein der Cervantes-Rezeption werden." Georges Güntert, Neue Zürcher Zeitung, 24.01.09 "Musikalisch. Witzig. Kongenial." Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 22.03.09