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Jeder kennt Don Quijote und seinen Kampf gegen die Windmühlen der Welt
Alonso Quijano, ein kleiner Landadliger, hat sein bisheriges Leben mit dem Lesen von Ritterbüchern zugebracht. Alles um ihn herum wird zu Abenteuern, Heldentaten und ritterlicher Liebe. Und so ändert er seinen Namen in Don Quijote und zieht aus, um Gefahren zu trotzen, Unrecht zu bekämpfen und ewigen Ruhm zu erlangen. Vor seinem Tode erkennt Don Quijote seine Torheit und schwört allem ab, das er vorgelebt hat.…mehr

Produktbeschreibung
Jeder kennt Don Quijote und seinen Kampf gegen die Windmühlen der Welt

Alonso Quijano, ein kleiner Landadliger, hat sein bisheriges Leben mit dem Lesen von Ritterbüchern zugebracht. Alles um ihn herum wird zu Abenteuern, Heldentaten und ritterlicher Liebe. Und so ändert er seinen Namen in Don Quijote und zieht aus, um Gefahren zu trotzen, Unrecht zu bekämpfen und ewigen Ruhm zu erlangen. Vor seinem Tode erkennt Don Quijote seine Torheit und schwört allem ab, das er vorgelebt hat.
  • Produktdetails
  • Verlag: Parlando Edition Christian Brückner
  • Originaltitel: Don Quijote de la Mancha
  • Anzahl: 4 MP3 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 2904 Min.
  • Erscheinungstermin: Dezember 2015
  • ISBN-13: 9783941004702
  • Artikelnr.: 42839470
Autorenporträt
Cervantes
Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616) hat mit Don Quijote den ersten modernen Roman geschaffen, ohne den die gesamte europäische Literatur anders aussähe.

Lange, Susanne
Susanne Lange lebt als freie Übersetzerin bei Barcelona. Sie überträgt lateinamerikanische und spanische Literatur, sowohl klassische Autoren wie Cervantes als auch zeitgenössische wie Juan Gabriel Vásquez oder Javier Marías. Zuletzt wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet.

Brückner, Christian
Christian Brückner, geboren 1943 in Schlesien, wuchs in Köln auf. Engagements am Theater, kontinuierliche Arbeit für Funk und Fernsehen. 1990 erhielt er den Grimme-Preis Spezial in Gold. Schwerpunkt seiner Arbeit heute: öffentliche Literaturlesungen, oft eingebunden in einen musikalischen Zusammenhang. 2000 Gründung des Hörbuchverlags parlando mit seiner Frau Waltraut. 2005 Auszeichnung des gesamten Programms mit dem Deutschen Hörbuchpreis. 2012 wurde Christian Brückner der Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen, 2017 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik und 2018 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Uwe Ebbinghaus freut sich über arglistige Satzkaskaden in Miguel de Cervantes Don Quijote. Als Mammut-Hörbuch, gelesen von Christian Brückner, gefällt ihm der Wahnsinn nicht weniger. Das liegt an Brückners laut Ebbinghaus kluger Entscheidung, den Text wie Sancho Panza selbst mit Überzeugung zu lesen. Meistens jedenfalls. Nur so, ganz unironisch, meint Ebbinghaus, ist der Wahnsinn zu goutieren, wozu auch die Herausgeberfiktion gehört und der an sich verwirrende Umstand, dass der Erzähler seine Haltung zur Hauptfigur dauernd verändert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 07.12.2010

Mit Pferd und doppeltem Boden
„Im Wahn bin ich, und im Wahn will ich bleiben.“ – Klaus Buhlert vertraut den Stimmen
und arrangiert den „Don Quijote“ des Cervantes zu einer szenischen Lesung
In den Roman „Don Quijote“ liest man sich hinein wie in eine weite Landschaft. Während man an prügelnden Bauern und Windmühlenflügeln vorbeikommt, reist man zugleich immer tiefer in das Innere des Ritters von der traurigen Gestalt hinein. Auch dieses Innere ist eine weite Landschaft, und der leichtgläubige Leser, dem die Romane den Kopf verwirrt haben, ist darin nur eine von vielen Figuren. Und ganz tritt man in die innere Landschaft Don Quijotes erst ein, wenn man ins Grübeln darüber gerät, von welche Art Wahn eigentlich jemand befallen ist, der Sätze wie diesen sagt: „Im Wahn bin ich, und im Wahn will ich bleiben.“
Der Hörspielregisseur Klaus Buhlert hat jetzt auf der Grundlage von Susanne Langes 2008 erschienener Neuübersetzung eine Bearbeitung des „Don Quijote“ eingespielt. Sie ist eher eine szenische Lesung als ein Hörspiel. Denn sie lässt den Kern des Romans unangetastet: die Erzählerstimme. Diesem Erzähler ist freilich ein Gutteil seines Stoffes abhanden gekommen: der zweite Teil des Romans. Auch vom ersten kann nur einen Auszug geben, wer sich vornimmt, mit sechs CDs, also fünfeinhalb Stunden auszukommen.
Es gehört zum Unverwüstlichen großer Romane und ihrer Helden, dass sie auch als Umrisszeichnung ihre Kraft nicht verlieren. Es muss nur diese Zeichnung etwas Wesentliches treffen. Das ist hier der Fall. Denn Buhlert macht den Hallraum, der im Studio die Stimmen umgibt, zum Schauplatz einer Reise. Sancho Panzas Grauer, Don Quijotes Rosinante sind hörbar mit von der Partie, und ein leicht verfremdeter Flamenco-Gitarrenton gibt dem Roadmovie, das in „Don Quijote“ steckt, seine spanische Färbung.
An sie stellt das Konzept Buhlerts hohe Ansprüche. Es lässt zwar die Erzählerfigur unangetastet, aber dafür wandert der Dialog in die Erzählerstimme ein: Rufus Beck ist nicht nur Don Quijote, sondern auch der Erzähler Don Quijotes, Thomas Thieme nicht nur Sancho Panza, sondern auch der Erzähler Sancho Panzas, und Anna Thalbach nicht nur die schöne Dorotea der in den Roman eingebauten Novelle, sondern auch die Erzählerin Doroteas. Buhlert hält sich nicht sklavisch an dieses Konzept, aber oft übernimmt die Erzählerstimme derjenige, von dem gerade die Rede ist. Das schafft eine reizvolle akustische Entsprechung zu den Spiegeleffekten, die Cervantes in seinen Roman eingebaut hat, und es hat den Vorteil, dass die dergestalt vervielfachte Erzählerstimme über den Figuren schwebt, zugleich aber in die erzählte Welt hineingezogen wirkt.
Dieses Doppelspiel funktioniert nur, wenn die Sprecher ihre Erzähl- und ihre Dialogstimme voneinander absetzen. Rufus Beck kann das natürlich, aber das Strahlungszentrum dieser Produktion ist die Stimme von Thomas Thieme. Er ist als Sancho Panza wie als Sancho-Panza-Erzähler eine Idealbesetzung. Vielleicht liegt es an der Virtuosität, mit der Thiemes Stimme die Bandbreite des plebejisch trockenen Witzes im Dialog wie als Erzähler entfaltet, dass Anna Thalbachs Stimme auch dort, wo sie sich an Don Quijote und Sancho Panza als ihre leibhaftigen Zuhörer wenden müsste, so wirkt, als lese sie ihren Part aus einem Buch vor.
LOTHAR MÜLLER
Miguel de Cervantes
Don Quijote von der Mancha
Übersetzt von Susanne Lange. Sprecher: Rufus Beck, Thomas Thieme,
Anna Thalbach u.a. Regie: Klaus
Buhlert. Hörverlag, München 2010.
6 CD, 332 Min., 29,95 Euro.
Honoré Daumiers Bild des berühmten Paares © The Bridgeman Art Library
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Don Quijote von Miguel de Cervantes ist das Wunderelixier gegen die Tristesse des Daseins. Das Werk über Heldensehnsucht in unheroischen Zeiten wurde famos neu übersetzt." Manfred Schwarz, Welt am Sonntag, 12.10.08 "Jedes Jahrhundert braucht seinen Quijote - wir haben unseren jetzt: Susanne Langes Cervantes-Übertragung." Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.08 "Nichts für Weichlinge: Der geistvolle Hidalgo Don Quijote verachtet den Alltag, seinen Komfort und seine schlechten Gewohnheiten. Die neue Übersetzung von Susanne Lange bewahrt Rhythmus und Genauigkeit, Witz und Opulenz des Miguel de Cervantes Saavedra." Heinz Schlaffer, Süddeutsche Zeitung, 14.10.08 "Die große Leistung von Cervantes, beinahe ein Wunder, ist nun, dass uns seine Riesenerzählung noch immer bezaubert. Ein Sprachwunder!" Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.08 "Susanne Langes Neuübersetzung von Cervantes war überfällig. Übersetzungen altern, Originale nicht." Sabine Küchler, Der Tagesspiegel, 11.10.08 "Susanne Lange hat eine Übersetzung von Cervantes Klassiker vorgelegt, die erstmals den ganzen Reichtum dieses Wunderbuches bewahrt." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 16.12.2008 "Der von Susanne Lange ingeniös ins Deutsche übertragene "Don Quijote" dürfte ein Meilenstein der Cervantes-Rezeption werden." Georges Güntert, Neue Zürcher Zeitung, 24.01.09 "Musikalisch. Witzig. Kongenial." Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 22.03.09