Geschichte des frühen Christentums - Winkelmann, Friedhelm
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Bewertung von Tarzan von Aquin aus München

Gutes Buch! Kurz knapp und präzise schildert Friedhelm Winkelmann die Grundzüge des Urchristentums. Interessant zu lesen und informativ. Lesenswert. CT


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3 Kundenbewertungen

Wer etwas von den Grundlagen des Christentums und den vielfältigen Ausgangspositionen für die spätere Kirchengeschichte verstehen will, kann von einer Betrachtung seiner Anfänge nicht absehen. In dieser frühen Zeit erfolgten die entscheidenden Weichenstellungen für die weitere Entwicklung des Christentums. Alle christlichen Konfessionen bekennen sich zu den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte als ihrem Fundament, sprechen ihnen mit Recht eine normative Bedeutung zu, betrachten sie als eine Richtschnur für die Kontrolle und Erneuerung der eigenen Entwicklung, als die Grundlage…mehr

Produktbeschreibung
Wer etwas von den Grundlagen des Christentums und den vielfältigen Ausgangspositionen für die spätere Kirchengeschichte verstehen will, kann von einer Betrachtung seiner Anfänge nicht absehen. In dieser frühen Zeit erfolgten die entscheidenden Weichenstellungen für die weitere Entwicklung des Christentums. Alle christlichen Konfessionen bekennen sich zu den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte als ihrem Fundament, sprechen ihnen mit Recht eine normative Bedeutung zu, betrachten sie als eine Richtschnur für die Kontrolle und Erneuerung der eigenen Entwicklung, als die Grundlage theologischer Diskussion und Verständigung in der christlichen Ökumene. So ist es eine zentrale und bedeutende, in der Darstellung höchst faszinierende Zeit, die in dem vorliegenden Band behandelt wird.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.2041
  • Verlag: Beck
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 5. November 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 118mm x 12mm
  • Gewicht: 137g
  • ISBN-13: 9783406447976
  • ISBN-10: 340644797X
  • Artikelnr.: 06584368
Autorenporträt
Winkelmann
Rezensionen
Besprechung von 06.05.1997
Splittergruppen müssen leider draußen bleiben
Ein mattes Halleluja: Friedhelm Winkelmann nimmt Notiz vom frühen Christentum

Nehmen wir zum Beispiel eine Vereinsgeschichte. Besteht sie darin, das Verhältnis der Kegelbrüder gegenüber Staat und Konkurrenzvereinen darzustellen? Oder besteht sie nicht eher in der Schilderung der Richtungen und ihrer Repräsentanten innerhalb des Vereins, ihrer Interessen mit- und gegeneinander? Und wenn sie nur von außen her betrachtet wird, muß nicht auch eine solche Geschichte seltsam zufällig wirken und ihre Darsteller merkwürdig teilnahmslos? Gerade so aber ist es Friedhelm Winkelmann ergangen, als er es unternahm, auf rund 120 Seiten eine "Geschichte des frühen Christentums" zu entfalten. Er tut es wie ein Profanhistoriker im Stil der fünfziger Jahre, "nach äußeren Daten".

So berichtet das Buch über manche Bedingungen der Ausbreitung des Christentums, berichtet von der "zunehmenden Ablehnung der Christen durch die Juden", doch ohne einen Grund dafür zu nennen; klischeehaft unterstellt es dem Judentum ein "totes Gesetz". Es beschreibt die Kanonbildung, sagt aber nicht, warum sie erfolgte. Was da berichtet wird, ist zwar im großen und ganzen nicht falsch und entspricht einem älteren Konsens, dabei bleibt das Geschilderte aber doch wesenlos. Denn was sich da entwickelt hat und warum, das bleibt außen vor.

Ich beanstande nicht, daß das Buch von erkältender Nüchternheit ist, beanstande auch nicht fehlende Hallelujas, wohl aber dieses: daß der Verfasser unter einem Titel, der nun wirklich anspruchsvoll ist, so dürftig und ärmlich berichtet, als gehe es um die Geschichte eines Edeka-Ladens zwischen 1954 und 1960. Daß es sich beim Christentum um sehr unterschiedliche Strömungen charismatischer, apokalyptischer und messianischer Art gehandelt hat, in der es auch zum Beispiel Kirchenpolitik gegenüber Gemeinden gab, Schritte vorwärts und Schritte zurück - diese ganz faszinierende Welt der frühchristlichen Weltentwürfe samt der zugehörigen Minderheitsgruppen, all das bleibt sorgsam ausgesperrt.

Sachliche Fragen treten hinzu: Für das erste und zweite Jahrhundert kann man gewiß nicht sagen, christliche asketische Bewegungen hätten ein "absolut enthaltsames Leben propagiert". Über die Spätdatierung der meisten frühchristlichen Texte (Barnabasbrief um 130) muß man streiten. Das Buch ist eine Einführung in Teilaspekte der Außenbeziehungen früher christlicher Gemeinden - viel mehr eigentlich nicht. KLAUS BERGER

Friedhelm Winkelmann: "Geschichte des frühen Christentums". Verlag C. H. Beck, München 1996. 125 S., br., 14,80 DM.

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