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Gregs Tagebuch 1 - Von Idioten umzingelt Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und das, obwohl Tagebücher nur was für Mädchen sind! Oder etwa doch nicht? Greg jedenfalls beginnt einfach mal zu schreiben: von seinen lästigen Brüdern, seinem trotteligen Freund Rupert, dem täglichen Überlebenskampf in der Schule, einem echt gruseligen Geisterhaus und dem verbotenen Käse... Hardcover, s/w illustriert, 224 Seiten, ab 10 Jahren
Ein neues Schuljahr hat angefangen. Der 13-jährige Greg Heffley geht jetzt auf die Junior Highschool, und die ist so ungefähr die bescheuertste Idee
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Produktbeschreibung
Gregs Tagebuch 1 - Von Idioten umzingelt Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und das, obwohl Tagebücher nur was für Mädchen sind! Oder etwa doch nicht? Greg jedenfalls beginnt einfach mal zu schreiben: von seinen lästigen Brüdern, seinem trotteligen Freund Rupert, dem täglichen Überlebenskampf in der Schule, einem echt gruseligen Geisterhaus und dem verbotenen Käse... Hardcover, s/w illustriert, 224 Seiten, ab 10 Jahren
Ein neues Schuljahr hat angefangen. Der 13-jährige Greg Heffley geht jetzt auf die Junior Highschool, und die ist so ungefähr die bescheuertste Idee aller Zeiten. Dort werden Kinder, frisch aus der Grundschule, zusammengeschmissen mit
riesigen Gorillas, die sich zweimal täglich rasieren müssen. Und da wundern sich alle, dass es so viele Prügeleien gibt. So ein Leben als Teenager steckt voll ungeahnter Gefahren und komischer Missverständnisse. Also beginnt Greg einfach mal in seinem Tagebuch zu notieren, was er alles erlebt und was ihm tierisch auf die Nerven geht. Allen voran wäre da sein trotteliger Kumpel Rupert, der manchmal ganz schön peinlich sein kann. Doch als Ruperts Popularität in der Schule plötzlich steigt, versucht Greg seinen eigenen Vorteil daraus zu ziehen - Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste!
  • Produktdetails
  • Gregs Tagebuch
  • Verlag: Baumhaus Medien
  • Best.Nr. des Verlages: 3632
  • 28. Aufl.
  • Seitenzahl: 224
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 218 S. m. Comics.
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 144mm x 25mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783833936326
  • ISBN-10: 3833936320
  • Best.Nr.: 23343934
Autorenporträt
Jeff Kinney ist Onlinespieleentwickler und -designer. Er ist in Washington, D.C. aufgewachsen und zog 1995 nach Neuengland. Er lebt mit seiner Frau Julie und seinen zwei Söhnen Will und Grant im Süden von Massachusetts.
Rezensionen
Besprechung von 02.05.2008
Mehr als ein Doofkopp
Jeff Kinneys „Gregs Tagebuch”, ein Genie von Idioten umzingelt
Gregory Heffley, du bist ein ganz schöner Doofkopp”, möchte man der Comicfigur direkt ins Strichmännchengesicht sagen. „Greg, du selbstgerechter kleiner Wichtigtuer. Prima, dass du am Ende der Käsefinger bist. Der Duft des Ruhms möge dich bis zum Ende deiner Tage begleiten.” Und trotzdem haben wir es ein bisschen gern, das Stehaufmännchen aus Jeff Kinneys erstem (und hoffentlich nicht letztem) Comicroman Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt. Das sagen wir aber nur hinter vorgehaltener Hand, denn jede Art von öffentlichem Lob könnte das dürre Jüngelchen mit den drei Haaren auf dem hehren Haupt zu ungeahnten Dimensionen aufblasen. Besser gesagt: nicht den Knaben, sondern sein erträumtes Image eines Genius. Und das hätte zur Folge, dass die mehr oder weniger tapferen Kombattanten in dieser Geschichte noch mehr ins Eck gedrängt würden, dorthin, wo sie Greg eigentlich gern habe wollte. Nicht von ungefähr schreibt er in seinem Tagebuch, er sei von Idioten umzingelt: von einer Horde von Dilettanten, von notorischen Rechthabern wie Mom und Dad, von seinem gnadenlosen älteren Bruder Rodrick, seinem verwöhnten Winzbrüderchen Manni, seinem einzigen Schulkameraden Rupert (den er uns als „Klotz am Bein” vorstellt) und vom komischen Finey, der Greg so gerne seinen geheimen Leberfleck zeigen würde.
Jeff Kinney lässt den zwölfjährigen Antihelden (Selbsteinschätzung: Rang 52 oder 53 in der Beliebtheitsskala seiner Junior High School) Tagebuch über ein ganzes Schuljahr führen, handgekritzelt und von charaktervollen Strichmännchen in den jeweils gewichtigen Lebensumständen untermalt. Natürlich würde Gregory Heffley auf die Frage, warum er denn der für Jungs seines Alters ungewöhnlichen Beschäftigung des Tagebuchschreibens nachgehe, behaupten, es handle sich mitnichten um ein solches. Nein, es seien aus naheliegendem Grund seine Memoiren. Denn wenn er (er deutet das nur an) eines Tages reich und berühmt sein werde, könne er das Meisterwerk einfach aus dem Ärmel ziehen, bevor die Fans dumme Fragen stellten: „Hier, meine Memoiren. Und jetzt husch!”
Der Autor und Illustrator Jeff Kinney aus Massachusetts – Entwickler und Designer von Online-Spielen – hat die informellen Regeln in Schulen und anderen Anstalten erkannt und mit knappem Strich und kurzen Sätzen zu Papier gebracht: Fressen oder gefressen werden. Sich wichtiger nehmen als man ist. Mehr scheinen als sein, ohne den kleinsten Wimpernzucker. Moralische Schlussfolgerungen bleiben allein dem Betrachter überlassen. Warum uns das trotzdem sympathisch erscheint? Naja, solange wir unsere komplexen Persönlichkeiten auf ein paar Striche reduziert sehen, auf die wir herabblicken können, befindet sich alles noch im schwarzweißen Bereich. (ab 12 Jahre) SIGGI SEUSS
JEFF KINNEY: Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt. Ein Comic-Roman. Aus dem Englischen von Collin McMahon. Baumhaus Verlag 2008. 218 Seiten, 12,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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"Eine unglaublich witzige Mischung aus Kinderbuch und Comic." Spiegel Online "Zum Glück gibt Greg nie auf, kämpft weiter gegen die Idioten in seiner Umgebung, die den wahren Greg nicht erkennen wollen - und so haben die jungen Leser (und Leserinnen) viel Gelegenheit, über dieses grandiose Buch laut zu lachen." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Besprechung von 26.11.2015
Peter Pans listiger Bruder

Serielle Kunst: "Gregs Tagebuch" ist eine der erfolgreichsten Kinderbuchserien der Welt. Gerade ist der zehnte Band erschienen. Eine Begegnung mit dem Autor Jeff Kinney.

Diesmal droht ihm sein wütender Vater nicht wie sonst gern mit dem Drill der Militärschule. Diesmal ist er zum Glück verreist, als seinem Sohn das Unglück mit dem Auto passiert, in dem sich Greg versteckt, versehentlich die Handbremse löst und den Wagen so in den Graben bugsiert. Aber weil der Vater schon bald zurückkommen wird, meldet sich Greg doch noch zur Klassenfahrt in die wegen ihrer spartanischen Ausstattung gefürchtete "Schweiß-und-Fleiß-Farm" an. Nach einer Woche, so kalkuliert er, wird der Zorn des Vaters über die verbeulte Stoßstange verraucht sein. Und begibt sich damit in eine Hölle, aus der ihn dann erst sein Vater wieder rettet, ohne es recht zu wollen.

Die Kinderbuchserie "Diary of a Wimpy Kid" (auf Deutsch: "Gregs Tagebuch"), geschrieben und gezeichnet von dem amerikanischen Autor Jeff Kinney, ist beispiellos auf dem aktuellen Buchmarkt für junge Leser. Nicht nur wegen der Absatzzahlen: Von den bisherigen Bänden, einschließlich des gerade erschienenen zehnten, wurden weltweit 160 Millionen verkauft, davon etwa dreizehn Millionen in Deutschland. Das sind zwar noch nicht die Dimensionen der "Harry Potter"-Serie, deren Gesamtauflage 450 Millionen beträgt, aber die ist vor acht Jahren an ihr vorläufiges Ende gekommen, während "Gregs Tagebuch" noch aufholen kann.

Vor allem aber ist die Serie ein Phänomen der Leseförderung. Eltern, Buchhändler und Lehrer berichten von eigentlich wenig buchaffinen Kindern, die über diese Bände doch noch zum Lesen kommen. Ein Grund liegt sicher darin, dass "Gregs Tagebuch" eine Mischung aus Comic und erzähltem Text ist, was Kinney durchaus kalkuliert einsetzt: "Die Kinder schwimmen im Text", sagt er im Gespräch, "und dann finden sie in den Bildern eine Insel." Ziemlich viele Inseln, pro Doppelseite unterbrechen drei bis vier Zeichnungen des Autors den Lesefluss. Dabei illustrieren sie nur in den seltensten Fällen das, was man gerade gelesen hat, sondern erzählen die Geschichte weiter: Der Tagträumer Greg malt sich dort beispielsweise aus, wie er eine ungünstige Situation für sich ins Gegenteil wenden kann, oder er spinnt umgekehrt bildkräftig aus, welchen Schrecken er aus einer bestimmten Konstellation erwartet.

Das Konzept wurde vielfach kopiert, seit Kinney nach achtjähriger Arbeit daran 2007 den ersten Band von "Gregs Tagebuch" publizierte - eigentlich sollte es ein Comic-Roman für Erwachsene über seine eigene Kindheit werden, aber er ließ sich vom Verleger überzeugen, dass die eigentliche Zielgruppe für diesen Humor und diese Erzählweise jünger sei. Kinney, der als sein großes Vorbild den legendären Dagobert-Duck-Zeichner Carl Barks nennt, beließ es aber beim Namen der Hauptfigur, die dem eigenen auffällig ähnelt: Greg Heffley.

Und er gab seiner Serie eine Reihe von Stacheln mit, die mit seiner pointenorientierten Erzählweise eine für die Kinderliteratur seltene Symbiose eingehen: Sein Held, gebeutelt von je einem älteren und einem jüngeren Bruder, erzählt seine Geschichte aus einem Universum ausgesprochen unzuverlässiger Erwachsener. Nicht nur Gregs Vater predigt Enthaltsamkeit und lässt sich von seinem Sohn nachts im Keller beim Diebstahl von Süßigkeiten erwischen. Auch Gregs Mutter führt einerseits einen Feldzug gegen elektronische Geräte und stattet andererseits ihren Sohn zur besseren Überwachung mit einem GPS-Chip aus. Gregs Großvater führt sich wie ein Teenager auf, der die sturmfreie Bude zum Feiern nutzt und dafür von Gregs Vater in die Ecke gestellt wird. Und gar die Lehrer: Verspricht einer, dass es bei der Aufklärung einer Untat nur darauf ankomme, dass sich der Schuldige dazu bekenne, es werde ihm schon nichts geschehen - dann weiß jeder in der Klasse, dass darauf nicht zu bauen ist. Oder wenn im Aufklärungsunterricht die Fürsorge für ein anderes Wesen geübt wird, indem jeder und jede ein rohes Ei erhält, das an die Stelle eines Säuglings tritt (Gregs Mutter macht unwissentlich Rührei aus dem Schützling ihres Sohns), dann lobt die Lehrerin diejenigen, die am nächsten Tag das Ei unversehrt wieder in die Klasse bringen, und entsorgt anschließend die Ersatzkinder vor aller Augen in einen Mülleimer.

Es sind groteske Szenen wie diese, die eine Kinderbuchserie vor Niedlichkeit bewahren können und zugleich für mitlesende Eltern interessant halten. Dabei ist Gregs Welt, ganz wie es der Zeitungscomic-Ästhetik entspricht, in einer Art Zeitblase gefangen: Greg, so scheint es, bleibt mit allen Verwandten und Freunden immer gleich alt, und nichts geschieht, was über die Bandgrenzen hinweg großartige Folgen hätte: "Um ehrlich zu sein, kommt es mir vor, als würde ich schon mein ganzes Leben lang auf die Mittelschule gehen", heißt es entlarvend im zehnten Band. Für Kinney, der sein erstes Greg-Buch mit 28 Jahren begann, damals noch kinderlos, heißt das, von einer angehaltenen Zeit zu erzählen, während ihm selbst zwei Söhne geboren wurden, von denen der erste mittlerweile dreizehn Jahre alt ist. Er wisse schon, sagt Kinney, dass seine Kinder eines Tages der Greg-Welt entwachsen werden. "Ich werde ein Buch schreiben, das sie nicht lesen werden, und es wird mir vorkommen, als ließen sie mich zurück. Ich muss sie wohl ermutigen, möglichst schnell eigene Kinder zu kriegen", sagt er.

So rettete sich einst auch J. M. Barries ewig junger Peter Pan durch die Einsamkeit, wenn ihm - wie seine Freundin Wendy - wieder mal eine Spielgefährtin an die Welt der Erwachsenen abhandengekommen war. Kinder wachsen schließlich nach und spiegeln sich in ihren Eltern wie Greg in seinem Vater. Das bislang letzte Buch von Kinneys Reihe trägt die Widmung: "Für Dad".

TILMAN SPRECKELSEN

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