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Die Waldsiedlung Wandlitz bei Bernau war ein Symbol für den abgehobenen Politik- und Lebensstil der SED-Führung und für deren Abschottung von der DDR-Realität. Das Buch liefert erstmals einen historisch-kritischen Überblick über die Geschichte der ab 1958 errichteten und bis Anfang 1990 genutzten Wohnsiedlung für das SED-Politbüro. Anhand von neuem Quellenmaterial gibt das Werk Einblicke in die alltägliche Lebenswelt, die "Sonderversorgung" und das Sicherheitsregime in der vom Ministerium für Staatssicherheit betreuten Siedlung. Auch "Freizeitobjekte" und Jagdgebiete außerhalb von Wandlitz…mehr

Produktbeschreibung
Die Waldsiedlung Wandlitz bei Bernau war ein Symbol für den abgehobenen Politik- und Lebensstil der SED-Führung und für deren Abschottung von der DDR-Realität. Das Buch liefert erstmals einen historisch-kritischen Überblick über die Geschichte der ab 1958 errichteten und bis Anfang 1990 genutzten Wohnsiedlung für das SED-Politbüro. Anhand von neuem Quellenmaterial gibt das Werk Einblicke in die alltägliche Lebenswelt, die "Sonderversorgung" und das Sicherheitsregime in der vom Ministerium für Staatssicherheit betreuten Siedlung. Auch "Freizeitobjekte" und Jagdgebiete außerhalb von Wandlitz sowie die Protokollstrecke nach Berlin werden in Bild und Text beschrieben.
Um "Wandlitz" rankten sich viele Gerüchte und Mythen, und die Privilegien der DDR-Führungsschicht sorgten für Unmut in der Bevölkerung. Die Autoren beleuchten, warum das Thema so große politische Sprengkraft erlangte und im Herbst 1989, nachdem Medienvertreter erstmals hinter die Mauern der Waldsiedlung blicken durften,mit zur Erosion der SED-Herrschaft beitrug.
  • Produktdetails
  • Verlag: Ch. Links Verlag
  • Seitenzahl: 228
  • Erscheinungstermin: 30. Mai 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 251mm x 218mm x 22mm
  • Gewicht: 1014g
  • ISBN-13: 9783861538769
  • ISBN-10: 3861538768
  • Artikelnr.: 44307676
Autorenporträt
Danyel, Jürgen
Jahrgang 1959, Dr. phil., Historiker; seit 1992 wiss. Mitarbeiter im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, stellv. Direktor, Leiter der Abteilung »Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft«, Forschungen zur Vergangenheitsaufarbeitung in beiden deutschen Staaten, zu Eliten in der SBZ/DDR und zur Sozialgeschichte.

Kimmel, Elke
Jahrgang 1966, studierte Neuere Geschichte und Filmwissenschaften in Berlin, promovierte 1999 über antisemitische Propaganda im Ersten Weltkrieg, seit 2001 tätig als Historikerin, Kuratorin und Autorin u. a. für die Stiftung Berliner Mauer, das Zentrum für Zeithistorische Forschung und die Stasiunterlagenbehörde, zuletzt erschien »Abgesang der Stasi. Die letzten Monate der Staatssicherheit im Originalton« (hg. mit Marcus Heumann, Ch. Links).
Rezensionen
Jürgen Danyel und Elke Kimmel beschreiben fundiert und differenziert das Phänomen des selbst gewählten Exils. Sie schöpfen aus zahlreichen Quellen in den Archiven der SED und des MfS. Diese breit angelegte Recherche macht das Buch zu einem wertvollen Kompendium über die Lebensweise und die Machtausübung des innersten Zirkels eines totalitären Regimes. Matthias Schlegel, Der Tagesspiegel