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Warum Gedichte? Erich Kästner gibt die Antwort: "Dass jemand ausspricht, was ihn bewegt und bedrückt, ist nützlich." In Lärm im Spiegel aus dem Jahr 1929 zeigt sich Kästner als Lyriker von Rang. Prädikat: absolut gegenwärtig und uneingeschränkt gebrauchsfähig. Sachliche Romanze Als sie einander acht Jahre kannten (und man darf sagen: sie kannten sich gut), kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Wie andern Leuten ein Stock oder Hut. Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei, und sahen sich an und wussten nicht weiter. Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.…mehr

Produktbeschreibung
Warum Gedichte? Erich Kästner gibt die Antwort: "Dass jemand ausspricht, was ihn bewegt und bedrückt, ist nützlich." In Lärm im Spiegel aus dem Jahr 1929 zeigt sich Kästner als Lyriker von Rang. Prädikat: absolut gegenwärtig und uneingeschränkt
gebrauchsfähig.
Sachliche Romanze
Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Atrium Verlag
  • Seitenzahl: 112
  • Erscheinungstermin: 19. September 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 128mm x 15mm
  • Gewicht: 180g
  • ISBN-13: 9783855353989
  • ISBN-10: 3855353980
  • Artikelnr.: 40784997
Autorenporträt
Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.