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Jossi Brand hat nichts mehr zu verlieren: Seine gesamte Familie, lettische Juden, wurde in Riga von den Deutschen ermordet. Er kommt nach dem Krieg, noch vor der Staatsgründung Israels, nach Jerusalem und beschließt, Mitglied der zionistischen Untergrundorganisation Hagana zu werden. Als Taxifahrer kann er sich nützlich machen. Seine Auftraggeber kennt er nicht, aber ihm ist klar, dass er nicht nur Touristen durch die Goldene Stadt kutschiert, sondern auch Männer, die Bomben im Handgepäck haben. Doch bei einem Attentat auf das berühmte Jerusalemer King David Hotel ändert sich alles ...…mehr

Produktbeschreibung
Jossi Brand hat nichts mehr zu verlieren: Seine gesamte Familie, lettische Juden, wurde in Riga von den Deutschen ermordet. Er kommt nach dem Krieg, noch vor der Staatsgründung Israels, nach Jerusalem und beschließt, Mitglied der zionistischen Untergrundorganisation Hagana zu werden. Als Taxifahrer kann er sich nützlich machen. Seine Auftraggeber kennt er nicht, aber ihm ist klar, dass er nicht nur Touristen durch die Goldene Stadt kutschiert, sondern auch Männer, die Bomben im Handgepäck haben. Doch bei einem Attentat auf das berühmte Jerusalemer King David Hotel ändert sich alles ...
  • Produktdetails
  • rororo Taschenbücher 27229
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Originaltitel: City Of Secrets
  • Artikelnr. des Verlages: 20143
  • Seitenzahl: 219
  • Erscheinungstermin: 16. Juni 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 123mm x 20mm
  • Gewicht: 174g
  • ISBN-13: 9783499272295
  • ISBN-10: 3499272296
  • Artikelnr.: 58208690
Autorenporträt
O'Nan, Stewart§Stewart O'Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Für seinen Erstlingsroman «Engel im Schnee» erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche von der Kritik gefeierte Romane, darunter «Emily, allein» und «Die Chance», und eroberte sich eine große Leserschaft. Stewart O'Nan lebt in Pittsburgh.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Der Engel des Vergessens sei ein gesegnetes Wesen, zitiert das vorangestellte Motto dieses Romans Menachem Begin. Um dessen Ironie zu verstehen, muss man wissen, dass der Friedensnobelpreisträger von 1978 nicht nur Ministerpräsident Israels war, sondern zuvor Führer der zionistischen Terrororganisation Irgun, die 1946 bei dem Attentat auf ein Hotel  in Jerusalem Dutzende von Menschen ermordet hatte. O'Nan hat nun einen Überlebenden des Holocaust in diese Stadt der Geheimnisse geschickt. Brand hat alle Angehörigen verloren, lebt vor sich hin, verliebt sich in die Prostituierte Eva, fährt Taxi und das manchmal für Untergrundorganisationen, die die Gründung Israels mit allen Mitteln durchsetzen wollen. Wie so oft greift O'Nan hier einen Stoff der Genreliteratur auf und erzählt ihn mit den Mitteln der realistischen Literatur. Sein Held ist ein innerlich erloschener Mensch, der alles verloren hat, und den selbst das Schicksal, das ihm seine Familie genommen hat, vergessen zu haben scheint. Den Krieg habe er überlebt, weil er "Motoren reparieren konnte", heißt es zu Beginn und am Schluss dann: "Er hieß Brand und konnte alles reparieren." Aber das ist eine Übertreibung, denn dieser Roman erzählt auf ergreifend unpathetische Weise vom Verlust dessen, was sich nicht reparieren lässt.

© BÜCHERmagazin, Ulrich Baron (ub)
Er gehört zu den Großen seiner Zunft, und seine Bücher dokumentieren in ihrer bemerkenswerten Vielfalt, in ihrem beachtlichen Themen-Portfolio und bestimmt auch in ihrer dann immer wieder überraschenden Andersartigkeit die Brillanz und Konstanz, die seine große Leserschaft auch in Deutschland erklären. Aachener Nachrichten 20190219

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als Ort der Handlung ist Jerusalem zu identifizieren, die Zeit ist die vor der Gründung Israels. Ein überlebender lettischer Jude fährt Untergrundkämpfer gegen das britische Militär mit seinem Taxi von einem Anschlag zum anderen. Zwischenzeitlich gesellt sich zu ihm seine Freundin, eine Prostituierte, die als Spionin arbeitet und ebenfalls Überlebende des Holocaust ist. "Wie lebt man nach einer Katastrophe weiter?", so Rezensentin Andrea Köhler, ist immer wieder das Thema des amerikanischen Autors. Der Handlung des Buches, das Elemente des Thriller und "Action-Movie"  enthält, ist schwer zu folgen, die Dinge verhalten sich laut Rezensentin "zu vage und andererseits zu komplex". Und obwohl alles sehr gekonnt beschrieben ist - einschließlich der Stadt, in der O'Nan nie war - kann das Buch Andrea Köhler nicht davon überzeugen, dass dies ein Thema ist, das den Autor selbst wirklich bewegt.

© Perlentaucher Medien GmbH