9,99 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

1 Kundenbewertung

Tel Aviv: Eine Frau wird ermordet aufgefunden. Sie war Mitarbeiterin einer NGO, die sich um afrikanische Flüchtlinge kümmert. Kurz darauf scheint der Fall schon gelöst - der Eritreer Gabriel meldet sich bei der Polizei und gesteht den Mord. Doch die Ermittlerin Anat Nachmias hat Zweifel an seiner Schuld. Sie wendet sich an den Leiter der NGO und bittet ihn um Hilfe. So taucht sie in die Schattenwelt der Flüchtlinge und illegalen Einwanderer Israels ein und muss sich dem ungeheuren Elend dieser Menschen stellen.
Anat findet schließlich heraus, dass Gabriel Geld für sein Geständnis erhalten
…mehr

Produktbeschreibung
Tel Aviv: Eine Frau wird ermordet aufgefunden. Sie war Mitarbeiterin einer NGO, die sich um afrikanische Flüchtlinge kümmert. Kurz darauf scheint der Fall schon gelöst - der Eritreer Gabriel meldet sich bei der Polizei und gesteht den Mord. Doch die Ermittlerin Anat Nachmias hat Zweifel an seiner Schuld. Sie wendet sich an den Leiter der NGO und bittet ihn um Hilfe. So taucht sie in die Schattenwelt der Flüchtlinge und illegalen Einwanderer Israels ein und muss sich dem ungeheuren Elend dieser Menschen stellen.

Anat findet schließlich heraus, dass Gabriel Geld für sein Geständnis erhalten hat. Er wollte seine Schwester aus den Fängen von Schleppern befreien. Drahtzieher in dieser Sache scheint die Mafia

zu sein. Doch die Spuren führen noch weiter - bis in die Reihen von Polizei und Justiz ...
  • Produktdetails
  • DuMont Taschenbücher Nr.6289
  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • Originaltitel: Ir Miklat
  • Seitenzahl: 412
  • Erscheinungstermin: 16. Januar 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 123mm x 30mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783832162894
  • ISBN-10: 3832162895
  • Artikelnr.: 40817009
Autorenporträt

Liad Shoham schreibt Thriller, die in seiner Heimat Israel an erster Stelle auf den Bestsellerlisten stehen. Doch wer glaubt, Shoham liefere die "üblichen" Plots, in denen psychopathische Serienkiller von wahlweise einer toughen Ermittlerin oder einem sozial auffälligen Kommissar gejagt werden, liegt falsch. Shoham verehrt Patricia Highsmith und Alfred Hitchcock und glaubt nicht, wie er vor Kurzem in einem Interview erzählt hat, dass man "große Waffen und laute Explosionen braucht, um Spannung zu erzeugen". Nein, seine Figuren sollen aus "Fleisch und Blut" sein und eine Seele, einen Körper, ein Gesicht und einen Charakter haben. Und natürlich echte Gefühle. Wie erzählt er so schön: "Mich interessieren keine Serienkiller, auch weil ich keinen persönlich kenne." Sein Thriller "Tag der Vergeltung" erscheint nun erstmals in der deutschsprachigen Übersetzung.


Doch wie kam der studierte Jurist - Shoham arbeitet als Rechtsanwalt - zum Schreiben? Während seiner Jahre in London, wo er den Master in Jura gemacht hat, schrieb er eine Art Tagebuch mit witzigen Geschichten über sein Leben dort. An eine Veröffentlichung dachte er damals noch nicht - doch irgendwann sagte er sich: Warum es nicht einfach mal probieren? Nun, das Buch wurde sofort verlegt. Heute erzählt Liad Shoham, dass er es sich nicht mehr vorstellen könnte, sein Leben zu leben, ohne zu schreiben. Seine Anwaltskollegen oder Richter reagieren auf seinen "Zweitberuf" Autor offen und interessiert; gerade weil Shoham sehr realistisch schreibt, hinter die Kulissen der Gesellschaft, des Gerichtssystems, der Polizei oder der Presse blickt. So ist er für "Tag der Vergeltung" z. B. Streife mit der Polizei gefahren oder hat einen Profiler zu Rate gezogen. Entstanden ist eine düstere und äußerst genaue Kriminalgeschichte, die Shoham aus verschiedensten Perspektiven erzählt. Für den deutschsprachigen Buchmarkt sind weitere Übersetzungen seiner Bücher geplant. Aktuell erschien in Israel "Asylum City" - es handelt von afrikanischen Immigranten in Israel und davon, wie die Gesellschaft mit ihnen umgeht. Shoham, der mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv lebt, hat hier wieder einmal gezeigt, was er kann. "Asylum City" ist Sozialstudie und atemberaubender Thriller zugleich.

Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

In Israel gäbe es eben keine Serienkiller, schrieb er einmal für "The Times of Israel". Auch hätten die israelischen Cops einen miesen Ruf, sodass man sie sich nicht in einem Thriller vorstellen könne. Und während US-Amerikaner ihre Helden (oder Schurken) von der Ostküste an die Westküste schickten, um sich eine neue Identität aufzubauen, würde man in seinem kleinen Land selbst ganz im Süden am Roten Meer sofort enttarnt werden. Nicht von Polizisten, sondern von den Nachbarn im dritten Stock. Der angenehm ironische Liad Shoham, ausgebildet an der Hebräischen Universität Jerusalem und der London School of Economics, schreibt trotzdem crime fiction. Auch sein zweiter international übersetzter Thriller spielt in Tel Aviv, diesmal unter den zahlreichen afrikanischen Flüchtlingen dort. Ermordet wird die Mitarbeiterin einer NGO für Flüchtlingshilfe. Aus der Perspektive des jungen Eritreers Gabriel nähert sich der Text dann den Refugees, ihren alten und neuen Problemen in der alten und der feindseligen neuen Heimat. Gabriel hat bei der Flucht seine Schwester an brutale Kidnapper verloren. Autor Shoham recherchierte vor Ort in Tel Avivs Levinsky Park, wo viele Flüchtlinge hausen. Jedes Buchprojekt beginne er mit einer Investigation, sagt der 43-jährige Wirtschaftsanwalt.

© BÜCHERmagazin, Jutta Vahrson (jv)
"Ein gnadenloses Buch über eine Gesellschaft unter Hochspannung." Petra Pluwatsch, BERLINER ZEITUNG "Die Geschichte berührt, erschreckt und punktet mit einer überraschenden Wende." Susann Schlemmer, BILD "Und obwohl der Roman alle Krimi-Kriterien bestens erfüllt, sieht man nach der Lektüre sowohl die strahlenden Metropole Tel Aviv als auch die weltweite Flüchtlingspolitik mit anderen Augen." Claudia Wallendorf, GENERAL-ANZEIGER "Ein fesselnder gesellschaftspolitischer Roman von aktueller Brisanz." Günter Keil, VERDI PUBLIKUM