Panther im Keller (eBook, ePUB) - Oz, Amos
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Israel zur Zeit der englischen Besatzung: Profus hat sich mit einem englischen Sergeanten angefreundet. Eines Morgens steht an der Hauswand: »Profus ist ein gemeiner Verräter«. Das ist so ziemlich der gemeinste Vorwurf für einen Zwölfjährigen, der ganz in der Vorstellung lebt, ein Untergrundkämpfer zu sein. Unterstützung findet er bei Jardena, der schönen Nachbarstochter. Amos Oz greift ein brisantes Thema auf : Ist es vorstellbar, daß ein Feind sich menschlich zeigt? Und wie würde man selbst darauf reagieren? »DIE BESTEN 7 BÜCHER FÜR JUNGE LESER«, AUSGEWÄHLT VON FOCUS UND DEUTSCHLANDRADIO…mehr

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Produktbeschreibung
Israel zur Zeit der englischen Besatzung: Profus hat sich mit einem englischen Sergeanten angefreundet. Eines Morgens steht an der Hauswand: »Profus ist ein gemeiner Verräter«. Das ist so ziemlich der gemeinste Vorwurf für einen Zwölfjährigen, der ganz in der Vorstellung lebt, ein Untergrundkämpfer zu sein. Unterstützung findet er bei Jardena, der schönen Nachbarstochter. Amos Oz greift ein brisantes Thema auf : Ist es vorstellbar, daß ein Feind sich menschlich zeigt? Und wie würde man selbst darauf reagieren? »DIE BESTEN 7 BÜCHER FÜR JUNGE LESER«, AUSGEWÄHLT VON FOCUS UND DEUTSCHLANDRADIO

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  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser, Carl GmbH + Co.
  • Seitenzahl: 192
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahre
  • Erscheinungstermin: 10.08.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783446255234
  • Artikelnr.: 45570977
Autorenporträt
Oz, AmosAmos Oz wurde am 4. Mai 1939 in Jerusalem geboren und starb am 28. Dezember 2018 in Tel Aviv. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf Hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Amos Oz war Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now) und befürwortete eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1992, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2005 und dem Siegfried Lenz Preis 2014. Sein bekanntestes Werk Eine Geschichte von Liebe und Finsternis wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 als Film adaptiert.Birkenhauer, AnneAnne Birkenhauer, geboren 1961 in Essen, studierte nach einem dreijährigen Aufenthalt in Israel Judaistik und Germanistik in Berlin. Nach Abschluss ihres Studiums zog sie erneut nach Israel, wo sie bis heute lebt. Sie ist als Übersetzerin aus dem Hebräischen sowie als Dozentin tätig und leitet außerdem im Rahmen des ViceVersa-Programms die Deutsch-Hebräische Übersetzerwerkstatt.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 26.04.1997

Der dickliche Brite
Amos Oz nennt den Verräter nicht Verräter

Am Anfang steht ein Verrat, der vielleicht keiner ist. "Profus ist ein gemeiner Verräter" hat jemand an die Hauswand geschmiert. Wie ein Motto liest sich dieser Satz, der schon auf der ersten Seite steht. Er bedeutet auch das vorläufige Ende für Profus' Tätigkeit in der Untergrundorganisation FOT ("Freiheit oder Tod"). Und er hatte dort doch noch große Pläne.

Amos Oz führt uns in seinem neuen Roman "Panther im Keller" in das Jerusalem der späten vierziger Jahre, den Ort seiner Kindheit. Die Juden versuchten zu jener Zeit, ihren eigenen Staat zu gründen. Palästina stand unter der Mandatsmacht der Engländer, die zwar versprochen hatten, die Ziele des Zionismus zu unterstützen, jedoch die Juden daran hinderten, sich politisch zu organisieren: Für die Gründer des Staates Israel wurden die englischen Soldaten zum Feind. In dieser aufgeladenen Atmosphäre lebt Profus, der Kopf von "Freiheit oder Tod". Die drei Jungen ahmen nach, was bei den Erwachsenen blutiger Ernst ist, und ernst ist es auch ihnen. Profus' Sprache ist voller militärischer Metaphern (die schönste: die Beschreibung der riesigen Bücherarmeen seines strengen, gelehrten Vaters; die sinnlichste: der Bericht vom Überfall der Duftarmeen auf die sonst so nüchterne Wohnung während Jardenas Kochorgie). Man nennt ihn Profus, weil er sich wie ein Professor aufführt, immer an Worten hängenbleibt. Seine Liebe zu den Wörtern führt ihn schließlich auch zum Feind, hin zum vermeintlichen Verrat.

Der beginnt in der Nacht. Profus wird nach Einbruch der Sperrstunde von einem etwas kurzatmigen englischen Militärpolizisten aufgesammelt. Der dickliche Brite hat kaum weniger Angst in der Dunkelheit als sein kleiner Gefangener, das spürt Profus. Überraschenderweise spricht Sergeant Dunlop Hebräisch, allerdings ein merkwürdig verstaubtes, das nach Altem Testament klingt.

Die angstvolle, nach Luft japsende erste Begegnung in der Nacht ist der Beginn einer - nein, als Freundschaft würden beide das nicht bezeichnen - "Spionagetätigkeit", sagt Profus. "Gegenseitigen Sprachunterricht" nennt es der Sergeant. "Verrat", urteilt schließlich Ben Hur, der Oberbefehlshaber von "FOT". Mag für ihr zwischen Verachtung und Zuneigung changierendes Verhältnis das richtige Wort noch nicht gefunden sein, sicher ist: In dieser Nacht haben sich zwei besessene Wortsucher gefunden (zu deren Club in fast ebenbürtiger Nachfolge auch die beiden Übersetzerinnen zu zählen sind).

Der Erzähler, der aus einer Entfernung von 45 Jahren immer wieder nachdenklich die gegenwartsscharfen Erfahrungen des Jungen unterbricht, hebt die Geschichte aus ihrer Aufgeregtheit heraus und zeigt durch seine forschende Konzentration auf das weit zurückliegende Geschehen, wie sehr sie jetzt und immer von Bedeutung ist. Amos Oz ist - wir wissen es von der Lektüre seiner Romane für ältere Leser - ein Meister darin, die Besonderheit einer Erfahrung ins Allgemeine zu übersetzen. Doch gerade durch die doppelte Erzählführung, in der alles hier frisch, erschrocken und heißblütig berichtet, dort warmherzig und mit ein wenig Wehmut von ferne reflektiert wird, ist "Panther im Keller" eine mitreißende, vielstimmige und anspruchsvolle Geschichte.

Irritiert stellt Profus fest, daß er sich mit dem Engländer wohl fühlt. Sein schlechtes Gewissen beruhigt er damit, daß er einige brauchbare Informationen einholen kann: "Bald wird Friede mit den Einwohnern Jerusalems sein", hört er aus des bibelfesten Sergeants Mund. "Es möge Frieden sein in seinen Mauern und Glück in seinen Palästen. Kein Feind soll durch die Tore dieser Stadt schreiten."

Amos Oz schöpft für diesen Roman gewiß manches aus der eigenen Erinnerung. Wie Profus stammt auch er aus einer Gelehrtenfamilie und wuchs in einem Milieu auf, das zum rechten Flügel der zionistischen Bewegung gehörte. Im Haus seiner Kindheit hat er viel von dem politischen Druck mitbekommen, der in diesem Roman beklemmend spürbar wird. Nicht zufällig wird er später zum Schriftsteller der Friedensbewegung. Nur wer zu niemandem gehört, wird kein Verräter sein - dies ist eine der Erkenntnisse, zu denen Profus kommt. Und: Wer liebt, ist kein Verräter. Amos Oz löst diesen Widerspruch im Erzählen auf. JAKOB HESSING.

Amos Oz: "Panther im Keller". Aus dem Hebräischen von Vera Loos und Naomi Nir-Bleimling. Carl Hanser Verlag, München 1997. 185 S., geb. 29,80 DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Amos Oz beschreibt mit großer Ernsthaftigkeit die Erlebniswelt eines Jungen in einer politisch brisanten Zeit. Seine Figuren zeichnet er in ihren Stärken und Schwächen mit liebevoller Nachsicht." Nürnberger Zeitung

"Eine Geschichte, die virtuos die Balace hält zwischen Realität und Fantasie, zischen direktem Gefühl und ironischer Distanz, die wuchert in Wörtern und Bildern und dann in nur wenigen Sätzen ganze Lebensdramen umreißt." Süddeutsche Zeitung

"Eine mitreißende, vielstimmige und anspruchsvolle Geschichte." Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Literarisch überzeugend, eindringlich und voller Empathie."
Sigrun Beck, Frankfurter Rundschau 17.06.2009