Produktbild: Die Auster
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Yael Inokai

1. Die Auster

Die Auster

Gesprochen von
122

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

539

Gesprochen von

Barbara Stoll

Spieldauer

5 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

110

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4066004788999

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

539

Gesprochen von

Barbara Stoll

Spieldauer

5 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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110

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4066004788999

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  • Bewertung

    5/5

    02.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmend, ungewöhnlich und nachdenklich

    „Die Auster“ von Yael Inokai ist ein ungewöhnlicher und zugleich beklemmender Roman, der mich vor allem durch seine besondere Atmosphäre beeindruckt hat. Schon das Cover wirkt schlicht und geheimnisvoll und passt damit sehr gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist ruhig, präzise und teilweise fast nüchtern. Gerade dadurch entsteht eine besondere Spannung, denn vieles wird nicht direkt ausgesprochen, sondern bleibt zwischen den Zeilen. Die Geschichte beschäftigt sich mit Beziehungen, Abhängigkeiten und den Grenzen zwischen Nähe und Kontrolle. Dabei musste ich beim Lesen immer wieder über das Verhalten der Figuren und ihre Motive nachdenken. Besonders interessant fand ich die Figuren, die nicht einfach in „gut“ und „böse“ einzuteilen sind. Ihre Entscheidungen und Gefühle wirken komplex und teilweise schwer greifbar, was die Geschichte für mich aber gerade spannend gemacht hat. „Die Auster“ ist kein Buch für zwischendurch, sondern eine Geschichte, die nachwirkt und über die man auch nach dem Lesen noch nachdenken kann. Ich empfehle den Roman besonders Leserinnen und Lesern, die ruhige, anspruchsvolle Literatur mit einer düsteren und ungewöhnlichen Atmosphäre mögen.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehr Gesellschaftsstudie als Kriminalroman

    Leonora Bloch ist 73 Jahre alt und muss ihre Rente mit Putzjobs aufbessern, obwohl sie ihr ganzes Leben als Aushilfe in einem luxuriösen Kaufhaus und als Reinigungskraft gearbeitet hat. Für Dr. Bronstedt, den Geschäftsführer des Kaufhauses, arbeitet Leonora bereits seit über 40 Jahren auch privat. Doch dieses Mal findet sie seine Leiche in einer Blutlache auf dem Boden. Bevor sie allerdings die Polizei verständigt, erledigt sie erst einmal ihren Job und putzt gründlich. Dass sie sich damit verdächtig macht, versteht sich von selbst. Nach diesem Auftakt könnte man einen eher skurrilen, vielleicht sogar etwas anspruchsloseren Kriminalroman erwarten. Doch man würde schnell eines Besseren belehrt. Auf gerade einmal 224 Seiten entwirft die Autorin eine präzise Charakter- und Sozialstudie in ausgesprochen geschliffener Sprache, während die Auflösung des Verbrechens zunehmend in den Hintergrund tritt. Leonora ist eine Antiheldin, deren Leben sich zu großen Teilen im Schatten von Luxus und Reichtum abgespielt hat. Selbst aus ärmlichen Verhältnissen stammend, war sie mit den Herausforderungen als alleinerziehende Mutter eines Sohnes oft überfordert. Über seinen frühen und grausamen Tod infolge einer AIDS-Erkrankung ist Leonora nie hinweggekommen; bis heute schafft sie es nicht, die Todesursache auszusprechen. Enge soziale Beziehungen meidet sie. Nur wenige Menschen aus dem Kaufhauskontext lässt sie notgedrungen näher an sich heran. Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen, die vom Luxus um sie herum geblendet sind und von einem besseren Leben träumen, hatte Leonora nie Illusionen. Sie wollte auch nie etwas geschenkt haben. Als aufmerksame Beobachterin, über die gerne hinweggesehen wird, bekommt sie vieles mit und zieht mit ihrem scharfen Verstand die richtigen Schlüsse. Die Diskrepanz zwischen Leonoras Leben und der Dekadenz des Kaufhauses, das selbst längst im Niedergang begriffen ist, könnte kaum größer sein. Besonders deutlich wird das, als die befehlsgewohnte Tochter ihres verstorbenen Arbeitgebers Leonora anlässlich der Beisetzung ganz selbstverständlich wie eine Dienstbotin herumkommandiert und sie als persönliche Assistentin mit Arbeitsaufträgen durch die Stadt schickt – obwohl zwischen den beiden keinerlei persönliche Beziehung besteht. Der Mordfall bildet letztlich nur den Rahmen für eine wesentlich umfassendere Betrachtung gesellschaftlicher Verhältnisse. Dabei gelingt es der Autorin, soziale Unterschiede und Abhängigkeiten zu zeigen, ohne daraus eine vordergründige Anklage zu machen. Gerade die knappe Form und die präzise, stellenweise sehr lakonische Sprache verleihen dem Roman seine besondere Wirkung. Wer zuvor „Ein simpler Eingriff“ gelesen hat, sollte seine Erwartungen allerdings nicht ohne Weiteres auf diesen Roman übertragen. „Die Auster“ ist deutlich leichter und stellenweise geradezu skurril angelegt. Leserinnen und Leser, die eine ähnlich ernsthafte Lektüre erwarten, könnten daher enttäuscht sein. Wer sich hingegen auf den ungewöhnlichen Ton und die gesellschaftlichen Zwischentöne einlässt, findet eine unterhaltsame, sprachlich bemerkenswerte und zugleich durchaus hintergründige Lektüre. Der Kriminalfall selbst steht dabei weniger im Mittelpunkt als die Menschen und sozialen Verhältnisse, die sich hinter ihm zeigen.

  • galaxaura

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wundervoller Literatursnack

    „Die Auster“ von Yael Inokai, erschienen 2026 bei Hanser Berlin, ist ein erfrischender Mix aus Erzählung und Krimi, der sich sehr flott wegliest und dabei durchweg Spaß macht.   Leonora Bloch, ihres Zeichens Reinigungskraft und Gelegenheitsjobberin, 73 Jahre alt (die Handlung spielt 2019) und mit der einen oder anderen Eigenart ausgestattet, findet eines Morgens, als sie wie gewohnt im Haus von Dr. Bronstett putzen will, ebendiesen übel zugerichtet und ziemlich tot auf dem Fußboden auf. Korrekt, wie Leonora ist, wird die Sauerei natürlich erst einmal bereinigt und dann die Polizei gerufen – die Gewohnheit steckt halt in ihr, was soll sie machen.   Was sich ab hier auf etwas über 200 Seiten entspinnt, ist einfach herrlich zu lesen, voller Wendungen und besonderer Figuren, vor allem aber voller klugem Witz und großartigen Sprachbildern sowie klug strickter Details und Motive, die sich erst beim genauen Lesen in ihrer ganzen Pracht offenbaren. Die Autorin liebt spürbar ihre Figuren sowie ihre Handlung und gibt allen Menschen, denen wir in diesem kurzen Roman begegnen, mit unaufdringlichen und klaren Handgriffen Tiefe. Dabei ist die Frage, wer Dr. Bronstett so unappetitlich aus dem Leben befördert hat, eigentlich sekundär, viel interessanter sind die Lebensentwürfe, die im Roman stecken, die verpassten Chancen, aber auch wie einfach der Mensch doch zufrieden sein könnte – wenn er es denn eben kann. Was bedeutet Familie, was Freundschaft, was Beziehung und Liebe, wie viel Geld braucht der Mensch zum glücklich sein, was ist Würde und hilft sie einem weiter, wenn man einsam ist?   Inokai schreibt wunderbar trocken und trotz der Skurrilität, die durch die Zeilen leuchtet, sind die Figuren glaubhaft. Sehr besonders sind dabei ihre Beschreibungen, sowohl von Situationen als auch von Gefühlen. Und in dieser Welt ist es nur folgerichtig, wenn Leonora zwar den Mord aufklärt, ihr aber niemand glaubt – und das eigentlich auch gar nicht so wichtig ist. Aber auch Gesellschaftskritik und ein scharfer Blick auf Kapitalismus und die Unsichtbarkeit des Prekariats ist in der Tiefenstruktur deutlich lesbar, umarmt von tiefschwarzem Humor.   Einfach ein großartiger Literatursnack, der sprachlich und in der Konstruktion auf hohem Niveau arbeitet, auf der Handlungs- und Figurenebene einfach nur erfrischt. Sehr zu empfehlen – ein Perlenfund in der titelgebenden Auster.    

  • Gina Lesefuchs

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Scharfsinnige Reinigungskraft als Mordermittlerin

    Leonora Bloch putzt jeden Tag anderen Menschen hinterher. Wie schon ihre Mutter verdient sie damit ihren Lebensunterhalt. Als sie eines Tages wie gewohnt im Wohnhaus ihres Arbeitgebers Dr. Bronstett putzen möchte, findet sie diesen tot vor. Unter Schock stehend muss Leonora Ordnung in ihre Gedanken und deshalb auch in ihre Umgebung bringen. Putzen ist ihr vertraut. Also macht Leonora das, was sie am besten kann: Sie putzt. Das ist die skurrile Ausgangslage des Romans "Die Auster" von Yael Inokai. Leonora wird natürlich von der Polizei befragt und wirkt wegen ihrer Putzaktion am Tatort zunächst auch verdächtig. Als begeisterte Krimileserin überlegt Leonora gemeinsam mit dem Kaufhausdetektiv Friedhelm, welche Hintergründe zu dem Tod von Dr. Bronstett geführt haben könnten, dem Geschäftsführer eines großen Kaufhauses. Zu ihrer großen Überraschung hat Dr. Bronstett Leonora mit der Organisation seiner Beerdigung beauftragt. Doch dann kommt seine Tochter Amande angereist. Sie beginnt, Leonora Aufträge zu erteilen und verlangt deren Rufbereitschaft, kauft ihr dafür sogar eigens ein Handy. Es entspinnt sich eine unterhaltsame Geschichte um die 73jährige Leonora, die als Reinigungskraft ihren ganz eigenen Blick auf ihr Umfeld hat. Ich finde Leonora sehr glaubwürdig gezeichnet. Sie ist als Reinigungskraft Zeit ihres Lebens von allen übersehen worden und hat noch dazu ihren Sohn als jungen Mann an AIDS verloren. Also erwartet sie nicht mehr viel vom Leben, sondern hat sich von allem und jedem zurückgezogen. Trotzdem beobachtet sie ihre Mitmenschen sehr genau und entdeckt so Details, die anderen entgehen. Ich bin Leonora sehr gerne gefolgt und habe mich von den vielen Wendungen in der Geschichte gerne überraschen lassen. Ihre Ansichten zum Thema Einsamkeit und Reichtum laden dabei zum Nachdenken ein, ohne belehrend zu wirken. Ich empfehle diese skurrile Mischung aus Krimi und Milieustudie gerne weiter. 4,5 / 5 Sterne

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Glanz und Elend auf allen Etagen

    Leonora Bloch arbeitet seit über 40 Jahren als Putzfrau, man könnte also sagen, sie weiß, was sie tut. Die meiste Zeit davon war sie in einem bekannten Berliner Kaufhaus beschäftigt, seit sie dort gegen ihren Willen in die Rente geschickt wurde, putzt sie nur noch zweimal die Woche bei dessen Geschäftsführer Dr. Bronstett. Doch eines Morgens liegt der tot in seinem Wohnzimmer. Vielleicht aus Schock oder purer Gewohnheit putzt Leonora wie gewohnt das Haus und vernichtet dabei natürlich auch etliche potenzielle Spuren. Entsprechend wenig begeistert ist die ermittelnde Kommissarin von ihrer Gründlichkeit. Doch wer nun einen klassischen Kriminalroman erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, denn Yael Inokai geht es eher um das Kaufhaus als Mikrokosmos der Gesellschaft. Auch das einst so glamouröse Kaufhaus ist im Zuge der kapitalistischen Entwicklungen immer mehr verblasst, die Exklusivität verliert an Bedeutung, ebenso wie die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter*innen. Doch wer den einzelnen Menschen nicht erkennen kann, dem fehlt auch der Blick für Details. Und dann können ganz offensichtliche Dinge im Verborgenen bleiben. Leonora allerdings schaut hin, manchmal zu genau, und entdeckt so einiges, das vielleicht besser im Dunkeln geblieben wäre. Geheimnisse hat hier so ziemlich jede*r, ganz wie im echten Leben, Leonora selbst bildet da keine Ausnahme. *r, ganz wie im echten Leben, Leonora selbst bildet da keine Ausnahme.Die Autorin schreibt gleichzeitig distanziert und doch mit einem liebevollen Blick auf ihre Figuren, der Text wirkt wie ein zartes Gespinst, das man erst gegen das Licht halten muss, um es deutlich zu erkennen. Der Roman hat mich berührt und gut unterhalten.. Ein unerwartetes Highlight! Es geht um Klassismus, prekäre Arbeitsverhältnisse, die Nachwirkungen der Aids-Epidemie in den Achtziger- und Neunzigerjahren und noch so einiges mehr. Ein unerwartetes Highlight, dem ich noch viele Leser*innen wünsche!

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