Produktbild: Bildnis eines Unsichtbaren
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Bildnis eines Unsichtbaren Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

29469

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

313

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,3 cm

Gewicht

405 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710005199903

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Sehr gut

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29469

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

313

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,3 cm

Gewicht

405 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710005199903

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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"Die Freunde sind nicht mehr."

drawe aus Landau am 25.05.2026

Bewertungsnummer: 3148105

Bewertet: eBook (ePUB)

Mein Lese-Eindruck: „Die Freunde sind nicht mehr.“ Hans Pleschinski sitzt vor dem Nachlass seines Lebensgefährten, des Galeristen Volker Kinnius, und anhand dessen Tagebuchs, seiner Notizen und Briefe und seiner eigenen Erinnerungen entfaltet er nicht nur das Leben seines Freundes, sondern auch sein eigenes. Pleschinski nimmt seine Leser mit in die 70er Jahre in München und malt ein buntes und lebenspralles Bild der schwulen Boheme dieser Zeit. Das Leben und die Künste werden rauschhaft gefeiert und genossen. In Schwulensaunas und einschlägigen Lokalen werden Kontakte geknüpft, und hier beginnt auch Pleschinskis Beziehung zu dem 17 Jahre älteren Galeristen Volker Kinnius, mit dem er bis zu dessen Tod verbunden blieb. Kinnius „brachte Ordnung in mein Leben“, und er, Pleschinski, dieser stilvolle und geschichtsbewusste Feingeist, revanchierte sich mit „Präsenz, Fragen, Antworten, ... durchs Miteinander.“ Kinnius brachte nicht nur Ordnung in Pleschinskis Leben, sondern er wird zu einer Leitfigur, „einer stillen Macht“ für seinen jüngeren Freund. Er fördert dessen Kunstverstand und vor allem dessen literarische Karriere durch Kritik und Empathie. Die Unbekümmertheit endet am 6. Juni 1983. An diesem Tag erscheint im SPIEGEL ein Artikel über AIDS, und Pleschinskis Bericht über die vielen Abschiede, die tägliche Angst, das „unbeherrschbare Grauen“ sind eindrucksvoll, gerade wegen seiner eher kühl-zurückhaltenden Art zu erzählen. Auch Volker Kinnius erkrankt und verabschiedet sich vom „Fleischmarkt“, beide leben nun im „fortwährenden Abschied“, bleiben aber innig miteinander verbunden und im ständigen Gespräch. Pleschinskis Nachruf auf seinen Freund würdigt ihn als engagierten und uneigennützigen Kunstliebhaber, einen Idealisten und unbestechlichen Freigeist, der keinen Gedanken an seine Altersversorgung verschwendete und aus dem Vollen lebte – der dann aber auch mit der Armut zurechtkommen musste. Diese Totenklage ist ein sehr persönliches Buch, auch wenn Pleschinski es anreichert mit Beobachtungen zur Zeit- und Kulturgeschichte. Trotz einer eher wehmütigen Grundstimmung wirkt das Werk aber lebenszugewandt, denn: „Ein Buch über den Tod muss immer ein Buch über das Leben sein!“ In seinem Nachwort von 2026 formuliert Pleschinski sein Ziel: er will mit diesem Buch „seinen Weggefährten und einer beschwingten leuchtenden Epoche, in der Freiheitsliebe und Lebenslust für immer zu triumphieren schienen“, als Augenzeuge ein Denkmal setzen. Lesenswert!

"Die Freunde sind nicht mehr."

drawe aus Landau am 25.05.2026
Bewertungsnummer: 3148105
Bewertet: eBook (ePUB)

Mein Lese-Eindruck: „Die Freunde sind nicht mehr.“ Hans Pleschinski sitzt vor dem Nachlass seines Lebensgefährten, des Galeristen Volker Kinnius, und anhand dessen Tagebuchs, seiner Notizen und Briefe und seiner eigenen Erinnerungen entfaltet er nicht nur das Leben seines Freundes, sondern auch sein eigenes. Pleschinski nimmt seine Leser mit in die 70er Jahre in München und malt ein buntes und lebenspralles Bild der schwulen Boheme dieser Zeit. Das Leben und die Künste werden rauschhaft gefeiert und genossen. In Schwulensaunas und einschlägigen Lokalen werden Kontakte geknüpft, und hier beginnt auch Pleschinskis Beziehung zu dem 17 Jahre älteren Galeristen Volker Kinnius, mit dem er bis zu dessen Tod verbunden blieb. Kinnius „brachte Ordnung in mein Leben“, und er, Pleschinski, dieser stilvolle und geschichtsbewusste Feingeist, revanchierte sich mit „Präsenz, Fragen, Antworten, ... durchs Miteinander.“ Kinnius brachte nicht nur Ordnung in Pleschinskis Leben, sondern er wird zu einer Leitfigur, „einer stillen Macht“ für seinen jüngeren Freund. Er fördert dessen Kunstverstand und vor allem dessen literarische Karriere durch Kritik und Empathie. Die Unbekümmertheit endet am 6. Juni 1983. An diesem Tag erscheint im SPIEGEL ein Artikel über AIDS, und Pleschinskis Bericht über die vielen Abschiede, die tägliche Angst, das „unbeherrschbare Grauen“ sind eindrucksvoll, gerade wegen seiner eher kühl-zurückhaltenden Art zu erzählen. Auch Volker Kinnius erkrankt und verabschiedet sich vom „Fleischmarkt“, beide leben nun im „fortwährenden Abschied“, bleiben aber innig miteinander verbunden und im ständigen Gespräch. Pleschinskis Nachruf auf seinen Freund würdigt ihn als engagierten und uneigennützigen Kunstliebhaber, einen Idealisten und unbestechlichen Freigeist, der keinen Gedanken an seine Altersversorgung verschwendete und aus dem Vollen lebte – der dann aber auch mit der Armut zurechtkommen musste. Diese Totenklage ist ein sehr persönliches Buch, auch wenn Pleschinski es anreichert mit Beobachtungen zur Zeit- und Kulturgeschichte. Trotz einer eher wehmütigen Grundstimmung wirkt das Werk aber lebenszugewandt, denn: „Ein Buch über den Tod muss immer ein Buch über das Leben sein!“ In seinem Nachwort von 2026 formuliert Pleschinski sein Ziel: er will mit diesem Buch „seinen Weggefährten und einer beschwingten leuchtenden Epoche, in der Freiheitsliebe und Lebenslust für immer zu triumphieren schienen“, als Augenzeuge ein Denkmal setzen. Lesenswert!

Eine Geschichte, die man so schnell nicht mehr vergisst

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 12.05.2026

Bewertungsnummer: 3136104

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In der Geschichte wird ein Münchner Galerist vom seinem Partner tot in seiner Wohnung aufgefunden. Dreiundzwanzig Jahre waren die beiden zusammen. Es waren Jahre bewegter Liebe und künstlerischen Austauschs, Jahre in Luxus und Armut, Jahre der Trauer um die ringsum Sterbenden, Jahre der Angst vor dem eigenen Tod und der unbändigen Lebensfreude. Die Geschichte erzählt von der Lebenswirklichkeit einer Generation, deren neues Selbstbewusstsein durch Aids einen mörderischen Tiefschlag erfuhr. Ich fand die Geschichte sehr lehrreich und für mich ist es auch eine Geschichte, die mich so schnell nicht mehr loslassen wird, denn ich musste zum Teil ziemlich mitfühlen. Deshalb vergebe ich auch sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Eine Geschichte, die man so schnell nicht mehr vergisst

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 12.05.2026
Bewertungsnummer: 3136104
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In der Geschichte wird ein Münchner Galerist vom seinem Partner tot in seiner Wohnung aufgefunden. Dreiundzwanzig Jahre waren die beiden zusammen. Es waren Jahre bewegter Liebe und künstlerischen Austauschs, Jahre in Luxus und Armut, Jahre der Trauer um die ringsum Sterbenden, Jahre der Angst vor dem eigenen Tod und der unbändigen Lebensfreude. Die Geschichte erzählt von der Lebenswirklichkeit einer Generation, deren neues Selbstbewusstsein durch Aids einen mörderischen Tiefschlag erfuhr. Ich fand die Geschichte sehr lehrreich und für mich ist es auch eine Geschichte, die mich so schnell nicht mehr loslassen wird, denn ich musste zum Teil ziemlich mitfühlen. Deshalb vergebe ich auch sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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von Hans Pleschinski

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