Produktbild: Alleinruhelage
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Eva Menasse

1. Alleinruhelage

Alleinruhelage

Gesprochen von
107

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

813

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

7 Stunden und 25 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

136

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422500

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

813

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

7 Stunden und 25 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

136

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422500

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  • Ingrid

    aus Düsseldorf

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Facettenreicher Rückblick der Protagonistin auf ihr Leben

    Der Titel des Romans „Alleinruhelage“ bezeichnet den besonders ruhigen Standort des Hauses, das die unbenannte Ich-Erzählerin im gleichnamigen Buch von Eva Menasse verkaufen möchte. Es steht an einem fiktiven Ort in Mecklenburg-Vorpommern, von Wald umgeben und mit einem See in unmittelbarer Nähe. Die aus Österreich stammende Verkäuferin hat dort viele Jahre mit ihrer Familie die Wochenenden verbracht, manchmal aber auch wochenlang in Schreibklausur. Nun jedoch unternimmt sie einen erneuten Versuch, das Haus zu verkaufen. Nachdem sie den endgültigen Beschluss gefasst hat, neue Käufer zu finden, wandern ihre Gedanken zurück zu den Anfängen ihrer Ehe und dem bald darauf entstandenen Wunsch, ein Wochenendhaus zu kaufen. Bei ihrer Suche findet das Ehepaar ein abgelegenes ehemaliges Wirtshaus, in dessen Umgebung sich eine Siedlung mit mehreren Datschen befindet. Durch das Verhalten einiger Bewohner dieser Sommerhäuser ergeben sich immer wieder besondere Situationen, nicht zuletzt, weil ein Verein, dem sich auch die Ich-Erzählerin anschließt, das nachbarschaftliche Miteinander regelt. Es sind vielfältige Themen, die die Verkäuferin aufgreift: amüsante, ernste, gesellschaftskritische und persönliche. Ein Bautrupp, der zum Ausmisten und Reparieren des Gebäudes anrückt, beschreibt sie als Vergnügen, wohingegen sie das Verhältnis zu ihrer Tochter als belastet schildert. Ihre Erinnerungen reichen teils sogar bis zu ihrer Kindheit zurück, wobei die Begebenheiten authentisch wirken und ihre Gefühle gut nachvollziehbar sind. Es finden sich auch interessante Fakten, die bewegen und nachdenklich stimmen. Einige Ereignisse werden in politische Zusammenhänge von Ost- und Westdeutschland sowie Österreich eingeordnet. Der Roman „Alleinruhelage“ von Eva Menasse ist ein facettenreicher Rückblick der Protagonistin auf ihr Leben, die ohne Schwermut ihr Wochenendhaus verkaufen möchte. Die vielfältigen Ereignisse, die sie während ihrer Aufenthalte dort erlebt hat, haben schöne, traurige, wütende und versöhnliche Erinnerungen hinterlassen. Die Geschichte vermittelt eine breite Palette an Stimmungen und macht zugleich Mut, sich auf einen Neuanfang einzulassen. Das Buch hat mich angenehm überrascht und ich empfehle es sehr gerne weiter.

  • Bewertung

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Humor und Melancholie

    Kennt ihr das auch? Man sieht das Lesebändchen immer weiter Richtung Buchrücken wandern und ertappt sich dabei, langsamer zu lesen – einfach, weil man nicht möchte, dass das Buch zu Ende geht. So erging es mir bei Eva Menasses Alleinruhelage. Die Erzählung über die Zeit in einem Haus am See beginnt auf ungewöhnliche und sehr humorvolle Weise: mit einem Dialog zwischen der Ich-Erzählerin und ihrem Haus. Auch das osteuropäische Paar, das die Renovierung übernimmt, wird mit so viel Witz und Situationskomik beschrieben, dass es einen immer wieder zum Lachen bringt. Im Fortgang schlägt die Geschichte jedoch auch melancholische Töne an. Eva Menasse erzählt mit großer sprachlicher Rafinesse von den Gräben zwischen Ost und West, vom Verlust einer Liebe und von der Veränderung einer Landschaft. Sie beobachtet scharf – ihre Umgebung ebenso wie sich selbst. Alleinruhelage ist ein kluges, sprachlich brillantes und sehr berührendes Buch. Ein Buch, das lange in mir nachklang.

  • Jürg K.

    5/5

    23.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Grossartiges Buch mit Tiefgang

    Diese Geschichte trifft mich, weil sie zeigt, wie radikal sich ein Leben verschieben kann, wenn ein vertrauter Rahmen plötzlich wegbricht. Die Frau, die nach dem Ende ihrer Ehe im Wochenendhaus steht, wirkt auf mich wie jemand, der inmitten der Überreste eines früheren Glücks versucht, sich selbst neu zu erfinden. Das Haus ist nicht nur ein Ort, sondern ein Echo jeder geplatzte Wasserhahn, jede schiefe Wand erinnert daran, wie viel Mühe man in ein Leben gesteckt hat, das nun nicht mehr existiert. Dass ihr die Hilfe vom Himmel fällt in Gestalt von Alla und Bolek, diesen rauchenden Alleskönnern hat für mich etwas Tröstliches. Sie bringen eine andere Welt mit, eine andere Geschichte, und plötzlich wird das Haus zu einem Ort, an dem Fremdheit und Nähe sich mischen. Die Konflikte mit den Schrebergärtnern, die kleinen Gemeinheiten, die Missverständnisse zwischen Ost und West, zwischen Herkunft und Gegenwart, all das wirkt wie ein Brennglas auf die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet. Der Entschluss, das geliebte Haus zu verkaufen, ist für mich kein Scheitern, sondern ein Akt der Selbstbehauptung. Ein leises, aber entschlossenes „Ich gehe weiter“. Eva Menasse zeigt in diesem Roman, wie Abschied nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch Klarheit. Wie man in der Fremde sich selbst schärfer sieht. Und wie ein Haus, das man loslässt, manchmal der erste Schritt in ein Leben ist, das endlich wieder offen vor einem liegt.

  • Bewertung

    aus Sundern

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur ein Haus?

    Eigentlich geht es in Alleinruhelage nur um den Verkauf eines Hauses. Die namenlose Protagonistin muss das alte Anwesen am See schnell ausräumen, weil die Käufer auf eine zügige Übergabe drängen. Selbst das Brennholz, das dort noch liegt und eigentlich gut für den Kamin geeignet wäre, möchten sie nicht übernehmen. Während des Ausräumens werden nach und nach Erinnerungen an viele Jahre in diesem besonderen Haus wach. Das Gebäude war ursprünglich eine Waldwirtschaft, die von den Vorbesitzern aufgegeben wurde. Das alte Hinweisschild blieb jedoch erhalten, weil sich dort Fledermäuse eingenistet hatten. Ein kleines Detail, das mir besonders gut gefallen hat und die Atmosphäre des Romans wunderbar unterstreicht. Der Hausverkauf steht sinnbildlich für das Ende eines Lebensabschnitts. Vieles hat sich verändert. Der Ehemann geht seinen eigenen Weg, die Kinder sind längst erwachsen, und obwohl die Protagonistin viele Jahre dort gelebt hat, ist sie nie wirklich heimisch geworden. Als gebürtige Österreicherin blieb sie immer auch ein wenig Außenstehende, was sich besonders in ihrem Blick auf die Veränderungen nach der Wende zeigt. Dieses Thema spielt im Roman eine wichtige Rolle, wird aber eher beobachtend als unmittelbar erlebt. Eva Menasse schreibt sehr einfühlsam und mit viel Gespür für Stimmungen. Die Landschaft, das Haus und die Menschen werden so anschaulich beschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Für mich war es ein echtes Zwei-Tage-Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es entsprechend schnell ausgelesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Romane mit viel Tiefgang und feinen Beobachtungen mögen.

  • Annnnnnna

    aus .

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was muss bleiben, was darf gehen?

    Ein Ferienhaus in Vogelsang, irgendwo im äußersten Osten, an einem vorpommerschen See gelegen, soll verkauft werden. Doch so einfach kann die namenlose Ich-Erzählerin das Haus nicht loslassen. Sie spricht mit ihm, erinnert sich und lässt es von Alla, einer moldawischen Baufrau, die scheinbar alles reparieren kann, und dem polnischen Frührentner Bolek wieder herrichten. Vielleicht ist es genau das, was sie dem Haus noch schuldig ist. Denn während die beiden Handwerker Risse schließen, Dinge erneuern und das Haus wieder in Schuss bringen, beginnt auch in ihr etwas in Bewegung zu kommen. Die Reparaturen werden zu einer Art Aufarbeitung. Mit der vollkommenen Abgeschiedenheit kehren Erinnerungen zurück, die lange unter der Oberfläche lagen. Sie blickt auf ihre gescheiterte Patchwork-Ehe mit ihrem zweiten Mann zurück, auf ihre Kinder, auf die Jahre nach der Wende und die nie ganz verschwundenen Spannungen zwischen Ost und West. Und auf Habibi, die Affäre, die ebenfalls Teil dieser Vergangenheit geworden ist. Stück für Stück setzt sich ihr Leben aus Erinnerungen, Verletzungen, Entscheidungen und verpassten Möglichkeiten zusammen. „Wir alle jagen ein Leben lang dem Glück hinterher und müssen lernen, dass man es erst erkennt, wenn es gerade vergeht.“
(Zitat S. 53) Ein Satz, der für mich wunderbar über diesem Roman stehen könnte. Besonders gefallen hat mir, dass die Protagonistin namenlos bleibt. Sie braucht keinen Namen, um greifbar zu werden. Die Distanz zur Ich-Erzählerin löst sich erstaunlich schnell auf und macht Raum für die eigenen Gedanken. Vielleicht erkennt man sich gerade deshalb immer wieder ein kleines bisschen in ihr. Eva Menasse erzählt mit großer Ruhe und feinem Gespür für die Zwischentöne. Was muss man reparieren, bevor man etwas loslassen kann? Was bleibt von einem Leben, wenn man zurückblickt? Und wann ist es Zeit, weiterzugehen? „Alleinruhelage“ hat mich nachhaltig beeindruckt. Ein leiser, tiefgründiger Roman, der nicht alles beantworten will, sondern viele Fragen einfach mit auf den Weg gibt. Und genau diese Fragen werden mich noch eine Weile begleiten.

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