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Alleinruhelage

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

6 Stunden

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422500

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

6 Stunden

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422500

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    31.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichten aus dem vermeintlichen Idyll

    Ein Haus als Zeuge von Lebensgeschichten - Eva Menasse erzählt in ihrem Roman facettenreich, nicht ohne Humor, zuweilen auch bissig, von den Menschen, die sich hier begegnen. Die Ich-Erzählerin hat sich mit ihrem Mann und Kindern den Traum eines Hauses im Grünen erfüllt, verknüpft mit vielen Erwartungen und Hoffnungen. Eine idyllische, waldreiche Umgebung mit einem See erweist sich als herausfordernd und machmal auch tückisch. Zudem lassen die vielen Arbeiten, die ein altes Haus benötigt, wenig Zeit zum Entspannen in der Umgebung. Die Bewohner der dortigen Datschensiedlung begegnen den zugezogenen Städtern aus dem Westen mit Mißtrauen und Ablehnung. Hier treffen Welten aufeinander. Nun soll das Haus, in dem gelebt, geliebt, gefeiert und auch gelitten wurde, verkauft werden. Dies ruft bei der Protagonisten unzählige Erinnerungen hervor. Das sind Episoden aus ihrer Kindheit sowie von den zahlreichen Begegnungen unterschiedlichster Menschen. Auch die Fragen um eine gescheiterte Ehe stehen im Raum. Ein kluges sowie spannendes Ineinanderfließen von Gedanken und Geschichten. Präzise verknüpft die Autorin Schicksale und Zeitgeist, beschreibt treffsicher und nuanciert zwischenmenschliche Stärken, Schwächen sowie Abgründe. Ein sehr scharfsinniges und zugleich unterhaltsames Lesevergnügen!

  • Bewertung

    aus Dresden

    5/5

    28.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Bohlen und Befreiung

    Manche Bücher brauchen keine große Dramatik, um zu berühren – Alleinruhelage ist genau so ein Buch. Eva Menasse erzählt mit viel Feingefühl von Abschied, Neuanfang und den Erinnerungen, die an einem Ort hängen. Das Haus wird dabei fast selbst zu einer Figur und begleitet die Erzählerin durch verschiedene Lebensphasen. Besonders gefallen hat mir der ruhige, kluge Schreibstil. Die Autorin beobachtet ihre Figuren und ihre Umgebung mit feinem Humor und einer großen Menschenkenntnis. Dabei fließen persönliche Erinnerungen, Familiengeschichte und deutsch-deutsche Vergangenheit ganz selbstverständlich ineinander, ohne belehrend zu wirken. Auch wenn die Geschichte eher leise erzählt wird, entwickelt sie eine besondere Sogwirkung. Ich habe das Buch nicht wegen äußerer Spannung gelesen, sondern weil ich wissen wollte, welche Erinnerungen hinter der nächsten Tür warten und wie sich die Erzählerin schließlich von ihrem geliebten Rückzugsort verabschiedet. Alleinruhelage ist ein Roman zum Innehalten, Nachdenken und Genießen. Er wirkt noch lange nach und erinnert daran, dass Häuser zwar aus Stein gebaut sind, ein Zuhause aber immer aus Erinnerungen besteht. Für mich ein rundum gelungenes Buch und eine klare Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grenz-wertig, im positiven Sinn

    Alex Capus hat es wieder geschafft, mir viele Stunden voller Lesefreude zu bereiten. Das Buch ist durchzogen von Witz und Klugheit, von Lebensweisheit und Humor, die er auf seine Protagonisten überträgt und die in keinem Fall übertrieben oder unglaubwürdig wirken. Die Handlung umfasst nahezu ein ganzes Leben, nämlich das von Arnold, der mutmaßlichen Hauptperson. Jedenfalls ist er der Dreh- und Angelpunkt, auf dessen Geschick der Boden bereitet wird, auf dem sich seine Familie entwickeln kann. Dazu gehören nicht nur seine eigenwillige Frau, seine Kinderschar, die unterschiedlicher nicht sein könnte, eine ihnen buchstäblich vor die Füße gefallener Fremder, sondern auch die Pferde, die eine durchaus "tragende" Rolle spielen. Das schöne und farbfrohe Cover des Buches hätte nicht besser gewählt sein können. Es ist ein Synonym für eine Handlung, die sich in alle Richtungen entwickelt und ihre Personen direkte Wege, aber auch durchaus Umwege nehmen lässt, die für den Verlauf wesentlich sind. Mein Fazit: Unbedingt lesenswert!

  • Bewertung

    5/5

    26.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Super Buch!

    Das Cover und die gesamte äußere Gestaltung des Buches fallen sofort ins Auge. Sie vermitteln eine ruhige, fast schwebende Atmosphäre, die hervorragend zum melancholischen, aber dennoch leichtfüßigen Grundton des Romans passt. Das optische Zusammenspiel erzeugt genau die richtige Stimmung für eine Geschichte, die sich mit dem Rückzug aus der Hektik des Alltags beschäftigt. Die Umsetzung des Themas ist Eva Menasse meisterhaft gelungen. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Es geht um eine Frau, die nach dem Ende ihrer Ehe ein ehemals gemeinsam genutztes Wochenendhaus in den neuen Bundesländern hütet. Anstatt ein schweres Scheidungsdrama zu inszenieren, nutzt die Autorin dieses Setting für eine vielschichtige Bestandsaufnahme. Alltägliche Herausforderungen – von handwerklichen Pannen bis hin zu skurrilen Begegnungen mit der Nachbarschaft – werden zum Katalysator für tiefgründige Erinnerungen. Besonders spannend ist hierbei der scharfsinnige Blick der österreichischen Erzählerin auf die deutsch-deutsche Geschichte und die feinen Unterschiede zwischen Stadt und Land. Der Schreibstil ist, wie man es von Menasse kennt, von einer enormen sprachlichen Präzision und einem subtilen, herrlich trockenen Humor geprägt. Die Sätze sitzen perfekt; sie wechselt mühelos zwischen humorvollen Alltagsbeobachtungen und tiefen, philosophischen Gedanken über das Älterwerden und die Vergänglichkeit. Die Figuren überzeugen durch ihre absolute Authentizität. Die Protagonistin wird mit all ihren Privilegien, Zweifeln und Marotten ungeschönt dargestellt. Auch die skurrilen Nebenfiguren, wie die polnischen Handwerker oder die kleingeistigen Datschenbesitzer, sind lebendig gezeichnet, ohne dabei zu bloßen Karikaturen zu verkommen. Für mich ist das Buch besonders faszinierend, weil Eva Menasse nach ihrem großen historischen Bestseller Dunkelblum hier einen viel intimere, fast essayistische Form des Erzählens wählt. Wer ihre früheren Werke wie Quasikristalle oder Tiere für Fortgeschrittene mochte, wird auch in diesem Roman ihre scharfzüngige Beobachtungsgabe lieben. Fazit und Empfehlung „Alleinruhelage“ ist ein wunderbar feinsinniger, gewitzter und zugleich melancholischer Roman über das Loslassen. Eva Menasse zeigt eindrucksvoll, dass ein Abschied immer auch die Chance für einen radikalen Neuanfang birgt. Ich empfehle das Buch allen Leserinnen und Lesern, die literarisch anspruchsvolle Gesellschaftsromane, kluge Alltagsbeobachtungen und humorvolle, aber tiefgründige Lebensgeschichten zu schätzen wissen.

  • gaia

    5/5

    24.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Österreicherin zwischen Ost und West

    Eine ehemalige Gaststätte an einem vorpommerschen See gelegen wird das neue Feriendomizil und später wichtiger Rückzugsort für eine österreichische Schriftstellerin. So ruhig und allein das Häuschen gelegen ist, so bunt gemischt und archetypisch ist das Figurenpersonal, welches das Haus und die Umgebung bevölkert und bebaut. So lernen wir die wunderbare moldawische Alla und ihren polnischen Mann Bolek kennen, die der Schriftstellerin dabei helfen, das Haus auf Vordermann zu bringen. Und da gibt es diese weit verzweigte ostdeutsche Variante der Sch‘tis, die im nahegelegenen Datschenwohngebiet ansässig sind und ihr das Leben schwer machen. Und da sind noch viele mehr aus Vergangenheit bis zur Gegenwart, die das Leben der Schriftstellerin und die Belange des Hauses prägen. Es liest sich ganz wunderbar und leicht. Man möchte am liebsten noch mehr davon, aber das Haus wird verkauft und alles muss ein Ende haben. „Alleinruhelage“ ist mein bisher liebstes Buch von Eva Menasse geworden. Mit ihrer einmaligen, klugen Sprache erfasst Menasse in nur wenigen Sätzen ganze Zusammenhänge und spiegelt historische Umbrüche präzise wider genauso wie kleinste Eigenarten ihrer Figuren. Es ist eine wahre Freude dieses Büchlein zu lesen und dadurch viele Nuancen des Lebens in einer Feriensiedlung in der ostdeutschen Provinz zu entdecken. Dabei blitzen immer wieder kraftvolle Sätze hervor, die man nicht mehr vergessen will. Wie diese knackige wie treffende Erkenntnis zur Zeit ca. 10 Jahre nach Wende: „Für den Osten war es eine finstere, gewalttätige Zeit, in der man zuließ, dass bergeweise Hoffnungen zertrümmert wurden, Weltvertrauen, Lebensläufe. Die Folgen hängen dem Land bis heute nach.“ (S. 26) Oder wenn es um die Aneignung von Ländereien, Gebäuden und Firmen in der ehemaligen DDR durch Westdeutsche mit etwas Kleingeld geht: „Es war ein Lehrstück über Umbruchzeit, Gier und die Ungerechtigkeiten, die eine veränderte Rechtslage automatisch mit sich bringt; ein Lehrstück exerziert an Menschen, die sich den Kapitalismus gewünscht hatten wie Durstige ein paar Schluck Wasser und stattdessen eine Sturzflut bekamen.“ (S. 30) Es ist als ob die geborene Österreicherin, seit zwanzig Jahren in Berlin lebende, Menasse genau den richtigen Abstand und genau die richtige Nähe zur Region und zum Thema hat, um diese Gemengelage zu streifen und so vorzüglich in kleinen Momenten festzuhalten. Ich habe das Buch wirklich sehr gern gelesen und in kürzester Zeit eingesogen. Nur hätte ich gern noch ein bisschen länger in diesem assoziativen Bild mit dem Haus im Zentrum verweilt, bevor das Haus schlussendlich verkauft werden wird, wie schon im ersten Satz des Romans angekündigt: „Haus, ich verkaufe dich.“ 4,5/5 Sterne

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