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Produktbild: German Glück

German Glück Roman

5

19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

1864

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

4545 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462312720

Beschreibung

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Format

ePUB

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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

1864

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

4545 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462312720

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  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    4/5

    24.09.2026

    eBook (ePUB)

    Ein Wellnessresort als Spiegel der Gesellschaft

    Die Serie White Lotus kenne ich nicht, insofern kann ich keinen Vergleich anstellen mit "German Glück" von Simon Urban. In einem von der Schließung bedrohten Wellnessresort in der Provinz von Mecklenburg-Vorpommern stoßen unterschiedliche Menschen aufeinander. Urban beleuchtet nicht nur Gäste, sondern auch Mitarbeiter. Da ist eine TV-Comedienne, die wegen eines Shitstorms Schwierigkeiten mit ihren Produzenten hat. Da sind die Zwillinge, die von Mamas Geld leben. Der gealterte Mann, einsam, seine Frau hat sich den Klimaaktivisten angeschlossen und hat dort neue Kontakte geknüpft. Der aus der Ukraine stammende Mitarbeiter, der sich wundert, was ein Deutscher so unter Glück versteht. Und dazu kommt die Hoteldirektorin, permanent unter Druck, da die Hotelkette ausgerechnet ihr Resort auf die Abschussliste gesetzt hat. Urban hat seinen Roman klug aufgebaut. Allein das Kennenlernen der verschiedenen Charaktere hat Spaß gemacht. Durch einen brennenden Tesla über Saunabesuche, lauwarmen Rosenkohlsalat und mehr lernen wir die Charaktere kennen, fließend ineinander übergehend. Bei der Schilderung einzelner Protagonist*innen bedient sich Urban natürlich auch Klischees, die er aber gekonnt überzeichnet. An vielen Stellen konnte ich mir dann doch ein breites Grinsen nicht verkneifen. Die Personen wirken mal sympathisch und mal unsympathisch: es menschelt! Der Roman lässt sich leicht lesen, die Sprache ist flüssig. Ein paar Längen haben mich trotzdem beim Lesen etwas ausgebremst. Daher gibt es von mir auch "nur" 4 Sterne. Trotzdem empfehle ich den Roman gerne weiter, zeigt er doch abgebildet in einem Mikrokosmos im Wellnessresort ein Abbild unserer Gesellschaft.

  • Jürg K.

    5/5

    12.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Packender Gesellschaftsroman

    In diesem sehr spannenden Buch treffen sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander. Die Idee, ein Luxusresort als Mikrokosmos der bundesdeutschen Befindlichkeit zu nutzen, ist klug und aktuell. Ein Tesla der brennt als Startpunkt setzt den Ton hier prallen persönliche Krisen auf kollektive Illusionen, und das Resort wird zur Bühne für Eitelkeiten, Verdrängung und moralische Verwerfungen. Die Figurenkonstellation verspricht viel vom arbeitslosen Roger über die verbrannte TV-Komikerin bis zur Direktionsassistentin mit mörderischem Plan jede Figur kann eine Facette unserer Gegenwart spiegeln. Besonders spannend ist, wie der Roman Balance hält zwischen bitterböser Satire und psychologischem Tiefgang. Wenn die Charaktere nur als Karikaturen des Zeitgeists fungieren, droht die Wirkung zu verpuffen. Gewinnt jede Figur dagegen an innerer Komplexität, entsteht ein scharfes, zugleich mitfühlendes Panorama. Am stärksten wirkt der Roman, weil er die Illusionen nicht nur entlarvt, sondern die Menschen dahinter in ihrer Verletzlichkeit zeigt. Dann wird aus der literarischen Abrechnung eine präzise, schmerzhafte Bestandsaufnahme unserer Zeit. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund.

  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bitterböse, pointiert, unterhaltsam

    Ein vom Abstieg bedrohtes Luxusressort namens „Eden“ in Mecklenburg-Vorpommern inklusive allerhand skurriler Gäste und nicht weniger auffälligen Hotel Mitarbeitenden dienen Simon Urban als Kulisse für seinen großartigen Roman. Dieser ist ein großartiger, bitterböser Rundumschlag und eine pointierte Abrechnung mit der deutschen Gesellschaft. „German Glück“ greift aktuelle gesellschaftliche Debatten auf und macht daraus herrlich amüsante und absurde Unterhaltung: Kulturkampf und Shitstorms, Sparpolitik und Late-Stage Capitalism – hier wird einmal alles durchgespielt. Dazu kommen tolle, herrlich überzeichnete Charaktere und die ein oder andere überraschende Wendung. Fazit: Beste Unterhaltung, pointiert, bitterböse und wirklich lustig. Ganz große Leseempfehlung!

  • nathalielamieux

    4/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Willkommen im Hotel der großen Egos

    Ein brennender Tesla irgendwo in der mecklenburgischen Provinz, ein frisch gefeuerter Manager und ein Luxusresort namens Eden: So beginnt Simon Urbans neuer Roman "German Glück "– und damit ein Wochenende, an dem ziemlich viel deutsche Gegenwartsgesellschaft in einem Hotel zusammenkommt. Das Eden ist ein Fünf-Sterne-Resort und gleichzeitig eine Art Auffangbecken für Menschen, deren Leben gerade aus dem Gleichgewicht geraten ist. Da ist Roger Ross, der nach seiner Kündigung nicht nur seinen Job, sondern auch seine bisherige Identität verloren hat. Eine TV-Komikerin versucht, sich von einem Shitstorm zu erholen. Ein älterer Tabakmanager muss damit klarkommen, dass seine Frau sich dem Klimaaktivismus verschrieben hat und das sogar mit ihrem Hausfreund. Zwillinge leben vom Geld ihrer Mutter. Dazu kommen die Hotelchefin Caroline, ihre Assistentin Regina und weitere Gäste und Mitarbeiter, die jeweils ihre eigenen Geschichten und Probleme mitbringen. Und genau daraus macht Urban seinen Hotelroman: Menschen, die eigentlich nur ein bisschen Luxus, Wellness oder Abstand vom eigenen Leben suchen, landen gemeinsam in einem ziemlich brüchigen Paradies. Das erinnert natürlich an "The White Lotus" – und der Vergleich kommt nicht von ungefähr. Auch hier wird ein Luxushotel zum Mikrokosmos, in dem sich gesellschaftliche Konflikte, persönliche Krisen und ziemlich viel Selbsttäuschung versammeln. Oft musste ich beim Lesen an Vicki Baums "Menschen im Hotel" denken. Baum lässt ebenfalls ganz unterschiedliche Menschen in einem Hotel aufeinandertreffen und macht daraus ein Gesellschaftspanorama. Urban greift dieses Prinzip sehr bewusst auf; tatsächlich steht "Menschen im Hotel" auch am Anfang seines Romans. Nur ist der Ton bei Urban ein völlig anderer. Er schreibt auffällig, pointiert und mit großer Lust an der Übertreibung. Seine Figuren sind oft grotesk zugespitzt, die Situationen absurd, und aus den großen Themen der Gegenwart – Klimakrise, Cancel Culture, Wohlstandsverlust, Status, Arbeit und Abstiegsängste – macht er bitterböse Unterhaltung. Der Roman ist dabei unterhaltsam, ohne dass seine Figuren deshalb weniger verzweifelt wären Und ja: Für mich ist "German Glück" ziemlich eindeutig ein Männerbuch. Nicht unbedingt, weil ausschließlich Männer im Mittelpunkt stehen, sondern weil Urban sehr viel Energie darauf verwendet, männliche Selbstbilder, Statusdenken, berufliche Identität und die Angst vor dem Verlust des eigenen Platzes in der Welt zu sezieren. Was mir allerdings irgendwann zu viel wurde, ist genau das, womit der Roman gleichzeitig punktet: Urban hat sehr viel Personal und sehr viel vor. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Konflikt und ihre eigene gesellschaftliche Bedeutung mit. Das ist zunächst spannend, weil man nie genau weiß, welcher Lebensentwurf als Nächstes auseinanderfällt. Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass der Roman immer noch eine Figur und noch eine Idee und noch einen Konflikt unterbringen möchte. Das macht "German Glück" für mich zu einem auffälligen, sehr unterhaltsamen und ziemlich bösen Gesellschaftsroman, aber nicht unbedingt zu einem Roman, bei dem mich jede einzelne Geschichte gleichermaßen interessiert hat. Und vielleicht liegt genau darin auch der Unterschied zu Vicki Baum: Bei Baum wird aus den vielen Menschen im Hotel ein großes, erstaunlich geschlossenes Panorama. Bei Urban wird daraus eine wilde Menschenschau. Eine unterhaltsame – aber mir am Ende ein bisschen zu volle.

  • SusanK

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    17.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Gesellschaftsstudie in sieben Facetten

    !n der mecklenburgischen Provinz thront das „Eden“ – ein Luxusresort, dessen makellose Fassade bereits bröckelt. Nicht nur wirtschaftliche und organisatorische Mängel, sondern auch der schleichende Verfall der Zeit zeugen vom Niedergang. Auch der Mutterkonzern will sich des deutschen Standorts entledigen. Doch hinter den glatten Oberflächen der Gäste und Mitarbeitenden verbergen sich Abgründe, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Hier formiert sich eine Schicksalgemeinschaft am Rande des Kollapses, in der die Selbstzerstörung mitunter als einziger Ausweg erscheint. Der Roman entfaltet sich aus den Blickwinkeln von sieben Hauptfiguren: die Hotelmanagerin, ihre Assistentin, ein ukrainischer Flüchtling, der im Hotel angestellt ist, ein Zwillingspaar, das von der mütterlichen Rente lebt, eine Comedienne, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat und ein weiterer Herr. Ihre Schicksale, Motive und Hintergründe werden zu einem Spiegelbild unserer Gesellschaft – oder vielmehr: zu einem verzerrten Abbild, das bei mir Unbehagen auslöst. Wenn die erzählten Straftaten tatsächlich als gesellschaftstypisch gelten sollen, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. „German Glück“ wird zwar mit beißendem Humor beworben, doch dieser Einschätzung kann ich mich nicht anschließen. Die meisten Schicksale lesen sich eher wie eine Abfolge von Tragödien. Allerdings muss man konstatieren: Der zeitliche Abstand zwischen Veröffentlichung und Handlung macht dem Autoren Simon Urban einen Strich durch die Rechnung, denn die Deutschen sind ja bekannterweise doch nicht so gut in der Rettung eines halbtoten Wals. Faszinierend sind die Verflechtungen zwischen den Figuren. Trotz des vorherrschenden älteren Publikums im Hotel sind die Geschichten und Charaktere vielfältig. Immer wieder werden Vergleiche zwischen „damals“ und „heute“ gezogen – sei es in beruflicher Hinsicht, wo Jobchancen früher größer waren und heute durch KI ersetzt werden (aus Sicht des Autors), oder im Bereich des Humors, der damals noch Freiräume hatte, die heute undenkbar wären. Auch die DDR-Vergangenheit der Region und einiger Figuren bleibt nicht unberücksichtigt. Der Titel des Buches findet im Roman seine Deutung: Ein ukrainischer Flüchtling stellt fest, dass das Unglück deutsch sei – und die Deutschen daher unglücklich. Eine These, die im Buch immer wieder untermauert wird und die bei mir den Impuls weckt, sie gerade nicht zu übernehmen. Trotz aller inhaltlichen Schwere besticht der Schreibstil: prägnant, wortgewandt und von einer Bildhaftigkeit, die Orte und Speisen lebendig vor dem inneren Auge erstehen lässt. Nur beim Long Island Iced Tea bleibt die Frage: Was hat der Barkeeper hier falsch gemacht? Ein herausragender Roman mit einer scharfsinnigen Gesellschaftskritik, prägnanten Schreibstil und lebendige Charaktere, der jedoch starke Nerven erfordert. Grundkenntnisse der englischen Sprache sind von Vorteil, da einige Dialoge auf Englisch geführt werden.

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