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  • Produktbild: German Glück
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German Glück Roman

7

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16158

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/4,1 cm

Gewicht

531 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00647-6

Beschreibung

Rezension

»Simon Urban ist für mich der bessere Heinz Strunk.« ("Podcast NDR eat.READ.sleep")
»Allen Figuren ist eine trotzige Resilienz eingeschrieben: weitermachen, trotzdem. Davon erzählt Simon Urban mit vielen Schenkelklopfern und der gut erkennbaren Absicht, die Leser zu unterhalten.« ("DLF Kultur Büchermarkt")
»Wer ein genaueres Bild von der aktuellen Befindlichkeit der Mittelschicht in diesem Land bekommen will, dem ist ›German Glück‹ zur Lektüre zu empfehlen.« ("Kölner Stadt-Anzeiger Magazin")
»›German Glück‹ lebt von seinen sehr differenziert und genau beschriebenen Figuren. (...) Der Roman ist eine klug beobachtete Menschenschau.« ("NDR Kultur - Neue Bücher")

Produktdetails

Verkaufsrang

16158

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/4,1 cm

Gewicht

531 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00647-6

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Jürg K.

    5/5

    12.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Packender Gesellschaftsroman

    In diesem sehr spannenden Buch treffen sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander. Die Idee, ein Luxusresort als Mikrokosmos der bundesdeutschen Befindlichkeit zu nutzen, ist klug und aktuell. Ein Tesla der brennt als Startpunkt setzt den Ton hier prallen persönliche Krisen auf kollektive Illusionen, und das Resort wird zur Bühne für Eitelkeiten, Verdrängung und moralische Verwerfungen. Die Figurenkonstellation verspricht viel vom arbeitslosen Roger über die verbrannte TV-Komikerin bis zur Direktionsassistentin mit mörderischem Plan jede Figur kann eine Facette unserer Gegenwart spiegeln. Besonders spannend ist, wie der Roman Balance hält zwischen bitterböser Satire und psychologischem Tiefgang. Wenn die Charaktere nur als Karikaturen des Zeitgeists fungieren, droht die Wirkung zu verpuffen. Gewinnt jede Figur dagegen an innerer Komplexität, entsteht ein scharfes, zugleich mitfühlendes Panorama. Am stärksten wirkt der Roman, weil er die Illusionen nicht nur entlarvt, sondern die Menschen dahinter in ihrer Verletzlichkeit zeigt. Dann wird aus der literarischen Abrechnung eine präzise, schmerzhafte Bestandsaufnahme unserer Zeit. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund.

  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bitterböse, pointiert, unterhaltsam

    Ein vom Abstieg bedrohtes Luxusressort namens „Eden“ in Mecklenburg-Vorpommern inklusive allerhand skurriler Gäste und nicht weniger auffälligen Hotel Mitarbeitenden dienen Simon Urban als Kulisse für seinen großartigen Roman. Dieser ist ein großartiger, bitterböser Rundumschlag und eine pointierte Abrechnung mit der deutschen Gesellschaft. „German Glück“ greift aktuelle gesellschaftliche Debatten auf und macht daraus herrlich amüsante und absurde Unterhaltung: Kulturkampf und Shitstorms, Sparpolitik und Late-Stage Capitalism – hier wird einmal alles durchgespielt. Dazu kommen tolle, herrlich überzeichnete Charaktere und die ein oder andere überraschende Wendung. Fazit: Beste Unterhaltung, pointiert, bitterböse und wirklich lustig. Ganz große Leseempfehlung!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    20.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bitterböse Satire auf die deutsche Befindlichkeit

    Ein Luxusresort, eingebettet in die mecklenburgische Provinz, verspricht seinen Gästen Erholung, Genuss und eine Auszeit von den Zumutungen des Alltags. Doch hinter der gepflegten Fassade des Hotels Eden bröckelt es gewaltig. Der wirtschaftliche Niedergang des Hauses ist dabei nur der äußere Anlass für eine weitaus umfassendere Bestandsaufnahme. Simon Urban versammelt in seinem Roman „German Glück“ eine Gesellschaft, die sich in ihren eigenen Widersprüchen verheddert. Das Personal und die Gäste bilden ein ebenso buntes wie groteskes Panorama der deutschen Gegenwart. Eine Hotelmanagerin kämpft um den Fortbestand ihres Hauses, eine in Ungnade gefallene Fernsehkomikerin versucht, die Folgen eines öffentlichen Shitstorms zu bewältigen und ein ehemaliger Manager muss erfahren, dass mit dem Verlust seiner beruflichen Stellung auch sein Selbstbild ins Wanken gerät. Daneben begegnen wir wohlhabenden Zwillingen ohne rechten Lebensentwurf, einem alternden Tabakmanager, dessen private Welt aus den Fugen gerät, und einem ukrainischen Hotelmitarbeiter, dessen Blick auf die deutsche Befindlichkeit bisweilen entlarvender ausfällt als die Selbstdiagnosen der Einheimischen. Selbst die DDR-Vergangenheit in Form von Stasi-Seilschaften der Region und ihre bis in die Gegenwart reichenden Verflechtungen finden ihren Platz in diesem Figurenensemble. Simon Urban versteht es, die unterschiedlichen Lebensgeschichten kunstvoll miteinander zu verschränken. Das Hotel wird zum gesellschaftlichen Versuchslabor, in dem Generationenkonflikte, Statusängste, politische Grabenkämpfe und private Krisen auf engstem Raum zusammentreffen. Was zunächst wie eine Ansammlung individueller Missgeschicke erscheint, verdichtet sich allmählich zum Bild einer Gesellschaft, deren Mitglieder zwar nach Glück streben, dabei jedoch häufig an ihren eigenen Ansprüchen, Eitelkeiten und Selbsttäuschungen scheitern. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen dem luxuriösen Ambiente und den Abgründen, die sich hinter seiner makellosen Oberfläche verbergen. Zwischen Wellnessanwendungen, kulinarischen Verheißungen und gepflegter Gastlichkeit entfaltet sich ein Reigen menschlicher Unzulänglichkeiten. Simon Urban betrachtet seine Figuren mit bissiger, satirischer Schärfe und einer ausgeprägten Lust an der Überzeichnung. Seine Sprache ist pointiert, bisweilen provokant und von einem Humor durchzogen, der nicht selten ins Abgründige kippt. Gesellschaftliche Debatten über Klimaschutz, Cancel Culture, wirtschaftlichen Abstieg und die vermeintlich verlorenen Freiheiten vergangener Zeiten werden ebenso aufgegriffen wie die Frage, worüber man heute noch lachen darf und wer darüber bestimmt. Der Titel „German Glück“ lässt sich dabei als ironische Verdrehung der vielbeschworenen „German Angst“ lesen. Wo diese für die deutsche Neigung steht, Gefahren vorauszuahnen, Risiken zu scheuen und sich mit möglichen Verlusten zu beschäftigen, verspricht das Glück im Romantitel zunächst eine geradezu absurde Gegenwelt. Tatsächlich aber scheint beides eng miteinander verbunden. Die Sehnsucht nach Zufriedenheit wird von der Furcht vor dem Verlust des Erreichten begleitet. Das Glück erscheint weniger als erreichbarer Zustand denn als fragiles Konstrukt, das unter dem Druck gesellschaftlicher Erwartungen und persönlicher Ängste jederzeit zerbrechen kann. Allerdings fordert Simon Urbans erzählerischer Ehrgeiz seinen Tribut. Die Vielzahl der Figuren, ihre individuellen Vorgeschichten und die zahlreichen gesellschaftlichen Themen erzeugen für mich mitunter eine erzählerische Überfülle. Nicht jede Episode gewinnt ihr potenzielles Gewicht, nicht jeder Konflikt entfaltet die Wirkung, die ich mir erhoffen würde. Wo die Handlung gelegentlich an Tempo verliert, langatmig wird, droht die Satire in einer Fülle von Einfällen und Beobachtungen zu zerfasern. Gerade angesichts der Vielzahl pointierter Charakterzeichnungen hätte eine stärkere Konzentration dem Roman stellenweise gutgetan. Ein Lesevergnügen in einem Rutsch blieb mir so verwehrt. Dennoch besitzt „German Glück“ beträchtliche Qualitäten. Simon Urban gelingt eine bissige, oft amüsante und gelegentlich verstörende Gesellschaftssatire, die ihre Figuren nicht einfach nur der Lächerlichkeit preisgibt, sondern ihre Komik darüber hinaus aus deren Widersprüchen bezieht. Unter der Oberfläche des unterhaltsamen Hotelromans liegt eine ernsthafte Frage, wie viel Selbsttäuschung der Mensch braucht, um sich für glücklich zu halten. „German Glück“ ist kein durchweg geschlossenes Gesellschaftspanorama, wohl aber eine sprachlich versierte und geistreich zugespitzte Bestandsaufnahme deutscher Befindlichkeiten. Wer Freude an schwarzem Humor, grotesken Figuren und satirischen Seitenhieben auf die Gegenwart hat, dürfte an diesem Roman Gefallen finden. Ein unterhaltsames Lesevergnügen mit genügend Widerhaken.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    11.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    unterhaltsame Gesellschaftssatire

    Im Zentrum des Romans “German Glück” steht ein Luxus-Wellness-Resort in Mecklenburg Vorpommern, idyllisch gelegen am Rande eines Naturschutzgebiets. Die Hotelgäste, die hier logieren, erscheinen als erfolgreiche, wohlhabende Menschen aller Altersgruppen: Prominente, Paare und Singles im besten Alter, reiche Rentner. Umsorgt werden sie in diesem paradiesähnlichen Ambiente von der Geschäftsführerin des Resorts und ihrer Assistentin, beides adrette Mittfünfzigerinnen, und einer Crew aus Spitzenköchen, Masseuren und überaus freundlichem, dienstbeflissenem Hauspersonal. Doch das Hotel ist aus Sicht des US-amerikanischen Betreibers nicht mehr profitabel und droht zu Gunsten anderer Häuser des Konzerns geschlossen zu werden. In moderner, frecher, teilweise stark überspitzter Sprache schreibt der Autor vom Leben in diesem vom Untergang bedrohten Luxus-Resort. Der Autor wartet mit einer Überfülle an Charakteren auf, bei denen der Leser einen ungeschminkten Einblick in die Lebensituationen und die Lebensgeschichte fast aller Figuren gewinnt. Das ist etwas verwirrend. Man ist gut beraten, sich beim Lesen eine who-is-who Liste der vielen Protagonisten zu erstellen. Dann kommt man gut zurecht und es entfaltet sich ein sehr unterhaltsamer, witziger, fast tragikomischer Roman. Hinter der paradiesischen Fassade des Resorts bröckelt es ebenso wie hinter den Fassaden, die die Menschen hier zur Schau tragen. Ist das Hotel, das nach der Wende auch mit der Unterstützung der ehemaligen Stasigröße des naheliegenden Ortes aufgebaut wurde und die nach wie vor die Fäden im Hintergrund zieht, noch zu retten ? Was ist eigentlich los mit den Menschen, die hier Erholung suchen, als da etwa wären der reiche Rentner aus Süddeutschland, der prominenten TV-Komikerin, dem jungen Zwillingspaar, das sich die Frau zu teilen scheint ? Auch das Hotelpersonal, vom jungen Kriegsflüchtling aus der Ukraine über die Hotelmanagerin, die eigentlich lieber in Miami arbeiten würde, bis zur alle Regeln der Kunst beherrschenden Masseurin beleben die Story. Für mich war das gute gemachte, spannend zu lesende Gesellschaftssatire, unterfüttert mit einigen Überraschungsmomenten. Allerdings kein Vergleich zu tiefgründigen Hotelromanen a la Vicki Baums “Menschen im Hotel” oder “Hotel Shanghai”, die auch fast hundert Jahre nach ihrem Erscheinen von ihrer literarischen Qualität zeugen. “German Glück” ist ein überaus unterhaltsamer Roman, insbesondere für Leser, die eine zur Satire neigende Art des Humors mögen. Ein Lesevergnügen für zwischendurch . Ich vergebe 4 Sterne.

  • nathalielamieux

    4/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Willkommen im Hotel der großen Egos

    Ein brennender Tesla irgendwo in der mecklenburgischen Provinz, ein frisch gefeuerter Manager und ein Luxusresort namens Eden: So beginnt Simon Urbans neuer Roman "German Glück "– und damit ein Wochenende, an dem ziemlich viel deutsche Gegenwartsgesellschaft in einem Hotel zusammenkommt. Das Eden ist ein Fünf-Sterne-Resort und gleichzeitig eine Art Auffangbecken für Menschen, deren Leben gerade aus dem Gleichgewicht geraten ist. Da ist Roger Ross, der nach seiner Kündigung nicht nur seinen Job, sondern auch seine bisherige Identität verloren hat. Eine TV-Komikerin versucht, sich von einem Shitstorm zu erholen. Ein älterer Tabakmanager muss damit klarkommen, dass seine Frau sich dem Klimaaktivismus verschrieben hat und das sogar mit ihrem Hausfreund. Zwillinge leben vom Geld ihrer Mutter. Dazu kommen die Hotelchefin Caroline, ihre Assistentin Regina und weitere Gäste und Mitarbeiter, die jeweils ihre eigenen Geschichten und Probleme mitbringen. Und genau daraus macht Urban seinen Hotelroman: Menschen, die eigentlich nur ein bisschen Luxus, Wellness oder Abstand vom eigenen Leben suchen, landen gemeinsam in einem ziemlich brüchigen Paradies. Das erinnert natürlich an "The White Lotus" – und der Vergleich kommt nicht von ungefähr. Auch hier wird ein Luxushotel zum Mikrokosmos, in dem sich gesellschaftliche Konflikte, persönliche Krisen und ziemlich viel Selbsttäuschung versammeln. Oft musste ich beim Lesen an Vicki Baums "Menschen im Hotel" denken. Baum lässt ebenfalls ganz unterschiedliche Menschen in einem Hotel aufeinandertreffen und macht daraus ein Gesellschaftspanorama. Urban greift dieses Prinzip sehr bewusst auf; tatsächlich steht "Menschen im Hotel" auch am Anfang seines Romans. Nur ist der Ton bei Urban ein völlig anderer. Er schreibt auffällig, pointiert und mit großer Lust an der Übertreibung. Seine Figuren sind oft grotesk zugespitzt, die Situationen absurd, und aus den großen Themen der Gegenwart – Klimakrise, Cancel Culture, Wohlstandsverlust, Status, Arbeit und Abstiegsängste – macht er bitterböse Unterhaltung. Der Roman ist dabei unterhaltsam, ohne dass seine Figuren deshalb weniger verzweifelt wären Und ja: Für mich ist "German Glück" ziemlich eindeutig ein Männerbuch. Nicht unbedingt, weil ausschließlich Männer im Mittelpunkt stehen, sondern weil Urban sehr viel Energie darauf verwendet, männliche Selbstbilder, Statusdenken, berufliche Identität und die Angst vor dem Verlust des eigenen Platzes in der Welt zu sezieren. Was mir allerdings irgendwann zu viel wurde, ist genau das, womit der Roman gleichzeitig punktet: Urban hat sehr viel Personal und sehr viel vor. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Konflikt und ihre eigene gesellschaftliche Bedeutung mit. Das ist zunächst spannend, weil man nie genau weiß, welcher Lebensentwurf als Nächstes auseinanderfällt. Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass der Roman immer noch eine Figur und noch eine Idee und noch einen Konflikt unterbringen möchte. Das macht "German Glück" für mich zu einem auffälligen, sehr unterhaltsamen und ziemlich bösen Gesellschaftsroman, aber nicht unbedingt zu einem Roman, bei dem mich jede einzelne Geschichte gleichermaßen interessiert hat. Und vielleicht liegt genau darin auch der Unterschied zu Vicki Baum: Bei Baum wird aus den vielen Menschen im Hotel ein großes, erstaunlich geschlossenes Panorama. Bei Urban wird daraus eine wilde Menschenschau. Eine unterhaltsame – aber mir am Ende ein bisschen zu volle.

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