In diesem Spiel gibt es keine Zeugen - nur Täter und eine Frau, die nichts mehr zu verlieren hat.
Ein Klick hat ihr Leben zerstört. Ein Video hat sie zur Geächtetengemacht. Junyoung liebt es zuzusehen, wie Frauen durch seine illegalen Kameras ihre Privatsphäre verlieren. Er wähnt sich sicher in seinem perversen Doppelleben, bis er Dahye ins Visier nimmt. Er erwartet Tränen, doch er bekommt Blut. Dahye verwandelt Scham in blinde Wut und startet einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen ein System, das Voyeure schützt und Opfer vernichtet.
Feminist Horror
Female Empowerment
Good for her
Molka= mole camera/versteckte Kamera
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Ele
aus xxx
3/5
07.09.2026
eBook (ePUB)
Versteckte Kamera
Molka, Psycho-Thriller von Monika Kim, Ebook Kiwi space
In diesem Spiel gibt es keine Zeugen - nur Täter und eine Frau, die nichts zu verlieren hat.
Dahye wird von Junjoung einem Kollegen beobachtet, durch eine versteckte Kamera auf der Toilette in der Firma, Doch Dahye beachtet ihn kaum, denn sie ist mit Hyukjoon zusammen, der zur Upperclass von Korea gehört, vermögend und einflussreich. Sie denkt es ist die große Liebe, doch er nutzt sie nur aus und spielt Spielchen mit ihr. Bis es eines Tages eskaliert, Junjoung beobachtet sie und entdeckt was Dahye getan hat. er hat sie in der Hand.
Da Buch besteht aus 28 kurzen Kapiteln, nüchtern und flüssig erzählt. Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und in dualer Perspektive, zum Teil aus der manipulativen, paranoiden Gedankenwelt Junyoungs und zum anderen aus der Sicht Dahyes schüchtern und devot bis sie sich in eine Art Blutrausch steigert, ausgelöst durch die paranoiden und gruseligen Erscheinungen ihrer toten Schwester. Dieser doppelte Blickwinkel lässt den Leser nur so durchs Buch fliegen ich habe das Buch an einem Tag ausgelesen. Die eingearbeiteten Horrorelemente haben mir Gänsehaut ausgelöst, die Mordszenen sind schonungslos, also nichts für zartbesaitete Gemüter.
In dieser Geschichte gibt es allerdings wirklich nur Täter, Mörder, Geister die sich rächen, Eltern die ungerecht handeln, Vorgesetzte die Angestellte ausnutzen, Spanner, Erpresser, Vergewaltiger und Betrüger. Das Hauptthema ist Molka, koreanisch, für mollae-kamera, die Abkürzung bezeichnet das heimliche Platzieren von versteckten Minikameras in privaten Räumen, um Personen ohne deren Zustimmung zu filmen oder zu fotografieren. Diese Praxis ist in Südkorea zu einem weit verbreiteten Problem geworden.
Die Figuren konnte ich mir erschreckend gut vorstellen, anfangs mochte ich Dahye eine junge vielleicht etwas naive junge Frau, tüchtig bei der Arbeit, eine gute Freundin, die mit den Eltern ein schlechtes Verhältnis hat. Durch den Verrat von Hyukjoon und die Trauer um ihre Schwester steigert sich die Protagonistin in eiskalte Wut. Da war ich nicht mehr bei ihr.
Junyoung ist geprägt von Misogynie, die er schon als Junge von seinem Vater eingetrichtert bekam, ein mieser Voyeur und gemein zu seiner Mutter, Hyukjoon spielt mit den Frauen, er benutzt und quält sie, macht Videos mit denen er vor seinen Freuden renommiert, dann ghostet er die Opfer. Alle Männer kommen hier im Buch nicht sehr gut weg, die weiblichen Charaktere fand ich aber auch nicht besonders sympathisch. Das düstere Ende war mir zu verworren und schnell abgehandelt.
Wer gerne Fitzek liest, mag dieses Buch genießen, mir waren die Horror-Elemente zu viel. Obwohl ich das Buch schnell gelesen hatte und auch spannende und fesselnde Elemente dabei waren, hat es mich insgesamt aber eher verwirrt. Dafür 3 Sterne
Maria
aus Bonn
5/5
01.11.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Damit habe ich nicht gerechnet
Am Anfang dachte ich tatsächlich, dieses Buch wird ein Flop und dann hat mich die Story komplett auseinandergenommen! Was zunächst ganz anders wirkte, entwickelte sich zu einer Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat und deren Wendungen ich niemals hätte kommen sehen.
Ich liebe diese Autorin einfach, weil sie es jedes Mal schafft, mich mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil, ihren Ideen und ihrer Art zu erzählen völlig zu überraschen. Ihre Geschichten sind alles andere als 08/15 und bleiben noch lange nach dem Lesen im Kopf. Besonders toll fand ich, wie verständlich die koreanischen Begriffe und gesellschaftlichen Hintergründe vermittelt wurden.
In diesem Buch geht es um Molka, also versteckte Kameras, doch was als Thema beginnt, entwickelt sich zu einem unfassbar intensiven feministischen Horror, der tief unter die Haut geht. Es werden erschreckende Themen wie sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, Drogenmissbrauch und öffentliche Demütigung behandelt – und vor allem die Ungerechtigkeit, dass Täter aufgrund von Geld und gesellschaftlichem Status davonkommen, während den Frauen die Schuld gegeben wird.
Es ist bereits mein zweites Buch dieser Autorin und wieder ein absolutes Highlight: anders als das erste, aber genauso außergewöhnlich! Und dieses Ende? Damit habe ich definitiv nicht gerechnet!
Bewertung
5/5
18.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erschreckend. Horror mit System.
Puh! Über das Buch musste ich erstmal ein paar Tage nachdenken, bevor ich wusste, was ich dazu sagen soll. Es hat mich mit Ekel, Abscheu und Wut zurückgelassen, gleichzeitig aber durchgehend gefesselt.
Schonungslos werden patriarchalische Strukturen dargestellt, in denen Täter, Ermittlungsbehörden und Justiz einander schützen, während die Opfer alleine gelassen werden. Die Schuld wird dabei ausnahmslos den Opfern zugesprochen, die Täter kommen ungestraft davon.
Durch die POVs von Jungyoung als Täters und von Dahye als Opfer erhalten wir als Leser*in Einblicke in beide Perspektiven.
Jungyoungs POV erzeugt Wut und trieft nur so von männlicher Abartigkeit. Gleichzeitig verdeutlicht sie aber auch, wie selbstverständlich patriarchale Denkmuster verinnerlicht und wie tief sie gesellschaftlich verwurzelt sind.
In Dahyes POV wird deutlich, dass Betroffene nicht ernst genommen werden und wie sehr sie mit den Konsequenzen alleine gelassen werden. Wie wenig Schutz und Unterstützung Opfern zuteil wird, von denjenigen, die sie eigentlich schützen sollten, hat mich fassungslos gemacht. Dahyes anfänglich Scham und Selbstzweifel verwandeln sich in eine Wut, die sie nicht länger unterdrücken kann.
Zusätzlich verstärkt das Erscheinen ihrer Schwester die ohnehin schon beklemmende Atmosphäre und sorgt für echte Gruselmomente.
Molka ist ein Buch, das mich gefesselt und über die gesellschaftliche Relevanz zum Nachdenken angeregt hat. Es lässt much mit einem Ekelgefühl und Wut im Bauch zurück.
Bewertung
5/5
15.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grandios! Female Rage, wie sie sein muss!
. Wenn du eine gute Rachegeschichte zu schätzen weißt, die nicht nur mitreißt, sondern ihr Versprechen auch konsequent einlöst, wird dich „Molka“ nicht enttäuschen. Kim greift das Motiv der weiblichen Rache auf und verwandelt es in etwas Rohes, Unbändiges und erschreckend Fesselndes.
Dieser Roman ist ein Ventil für eine archaische, ungezähmte Wut!
Eine Katharsis, die sich ihren Weg bahnt, ohne um Erlaubnis zu bitten. Genau darin liegt seine außergewöhnliche Kraft.
„Molka“ ist ein blutiges, zorniges, rachgieriges Ungeheuer von einem Roman. Ein literarischer Wutausbruch, der keine Kompromisse kennt und sich nicht die Mühe macht, irgendjemandem zu gefallen.
Female Rage, wie sie sein muss…
kompromisslos, ungezähmt und verdammt noch mal überfällig.
Dieses Buch solltest du lesen! 5/5 ⭐️
. Aber worum geht es genau…
Ein einziger Klick zerstört ihr Leben.
Ein Video macht sie zur Geächteten. Junyoung weidet sich daran, Frauen mithilfe illegal installierter Kameras ihrer intimsten Momente zu berauben. In seinem perversen Doppelleben wähnt er sich unangreifbar, bis Dahye in sein Visier gerät. Er rechnet mit Tränen und gebrochener Scham. Doch er bekommt Blut. Denn Dahye verwandelt ihre Demütigung in rasende Wut und entfesselt einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen ein System, das Täter schützt und ihre Opfer zum Schweigen verurteilt.
. In „Molka“ begegnen uns zwei Perspektiven, die kaum
gegensätzlicher sein könnten.
. Da ist Junyoung, ein frauenverachtender Mann, der seinen voyeuristischen Neigungen freien Lauf lässt und dabei offenbar keinerlei Problem mit sich selbst hat. Warum auch…
es sind schließlich immer die anderen,
die den Preis für seine Abgründe zahlen.
. Und dann ist da Dahye. Auf den ersten Blick selbstbewusst und stark, verbirgt sich hinter dieser Fassade eine Frau voller Selbstzweifel, die noch immer im Schatten ihrer verstorbenen Schwester steht. Dass sie für Junyoung längst nicht nur ein Opfer ist, macht die Sache umso perfider. Doch um zu erfahren, was dahintersteckt, musst du das Buch schon selbst aufschlagen.
. Dahye ist eine wunderbar vielschichtige Figur…
fehlerhaft, verletzlich und nahbar, aber zugleich von einer Stärke, die sich gerade dann zeigt, wenn alles um sie herum auseinanderzubrechen droht. Lange tappt sie im Dunkeln, während ihr Leben zunehmend aus den Fugen gerät. Es ist beinahe unmöglich, nicht mit ihr zu fühlen, ihre Angst und Frustration zu teilen und an ihrer Seite die Orientierung zu verlieren. Zu erleben, wie sie sich verändert und Stück für Stück der Wahrheit näherkommt, gehört für mich zu den größten Stärken des Romans.
. Die Männer in dieser Geschichte sind schlichtweg abscheulich. Und das ist noch freundlich formuliert. Doch die eigentliche Wucht von „Molka“ liegt darin, dass der Roman nicht bei seinen widerwärtigen Tätern stehen bleibt. Er richtet den Blick auf jene gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen, die Missbrauch ermöglichen, Täter schützen und dafür sorgen, dass alles munter weitergehen kann. Denn was wäre schon ein einzelner Mann mit seinen Abgründen, wenn ihm nicht eine ganze Gesellschaft dabei helfen würde, sie auszuleben? Der Roman verstört deshalb nicht nur durch seine niederträchtigen Figuren, sondern vor allem durch die Verhältnisse, in denen sie gedeihen können.
. Hinzu kommt ein weiteres Element, das mich begeistert hat und mit dem ich in dieser Form ganz und gar nicht gerechnet hatte. Mehr verrate ich allerdings nicht.
Ein bisschen Spannung soll schließlich übrig bleiben.
. Der wahre Horror von „Molka“ liegt jedoch in seiner erschreckenden Realität. Die sogenannte Molka-Epidemie ist keine bloße literarische Schreckensvision, sondern beruht auf tatsächlichen gesellschaftlichen Missständen. Dieses Wissen verleiht der Geschichte eine besonders verstörende Dimension. Was beim Lesen ohnehin Unbehagen auslöst, lässt sich dadurch kaum noch auf sicherer Distanz halten. Und genau dieses Gefühl hat mich auch lange nach dem Zuklappen des Buches nicht losgelassen.
. Überraschend schnell ließ sich der Roman zudem lesen. Einmal angefangen, fiel es mir schwer, ihn wieder aus der Hand zu legen. Ich wollte wissen, wie sich die Ereignisse entwickeln, welche Abgründe sich noch auftun und wohin Dahyes Weg sie führen würde.
Alles in allem ist „Molka“ ein düsterer, verstörender und auf eine beinahe unangenehme Weise befriedigender Thriller mit Horrorelementen.
Ein Roman über Voyeurismus, Macht und Rache, der sein Publikum gezielt aus der Komfortzone lockt. Er hat mich genau dort unbehaglich fühlen lassen, wo er es sollte und mich dabei gleichzeitig bestens unterhalten.
. Wenn dir „Die Augen sind das Beste“ gefallen hat, könnte auch „Molka“ genau das Richtige für dich sein. Vorausgesetzt natürlich, du hältst es aus, wenn der wahre Horror nicht im Übernatürlichen lauert, sondern direkt vor unserer Haustür.
Bewertung
5/5
14.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unangenehm und leider realistisch
Wenn Bücher Emotionen auslösen und der Puls steigt. Das hat “Molka” von Monina Kim bei mir geschafft.
Nach “Das Beste sind die Augen” wollte ich auch unbedingt dieses Buch von ihr lesen. Female Rage, Horror-Thrill und ein Thema, das aktueller nicht geht.
Wir werden direkt in eine unangenehme Situation gebracht. Junyoung, ein IT-Mitarbeiter einer großen Firma, versteckt Kameras in der Damentoilette und beobachtet dort die Kolleginnen in intimen Situationen.
Man erlebt die Geschichte aus seiner Sicht, lernt ihn und sein Umfeld kennen und bekommt immer wieder ein beklemmendes Gefühl.
Dann gibt es noch Dahye. Sie ist unsere Hauptprotagonistin. Sie leidet unter dem Verlust ihrer Schwester, ihre Eltern machen sie dafür verantwortlich. Einzige Hoffnung sind ihr Freund und ihre beste Freundin.
Doch genug mit den Hintergrundinformationen, wer mehr wissen möchte, sollte das Buch lesen.
Ich habe sämtliche Emotionen durchlebt. Besonders Wut, Hass und Ekel waren ein großer Teil. Ekel aber nicht, weil es eklige Szenen gab, sondern weil es leider so absolut realistisch ist.
Realistisch, wie das Leben einer jungen Frau durch einen widerlichen Mann zerstört wird. Wie ihr kein Glauben geschenkt wird. Wie sie keine Hilfe bekommt. Die blinde Wut, die sie verspürt. Die Rache, die sie haben möchte.
Das Ende hat mir gemischte Gefühle bereitet. Ich war schockiert, zufrieden und irgendwie enttäuscht. Aber nicht, weil es ein schlechtes Ende war, sondern weil ich noch so viel Wut verspürt habe.
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