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Das Wasser im August Roman | Longlist Deutscher Buchpreis 2026

6

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3470

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,2 cm

Gewicht

409 g

Farbe

Eisblau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397166-8

Beschreibung

Rezension

Raffiniert! [...] Ingo Schulze schreibt [...] im schönsten Deutsch zwei Bücher in einem [...] nachdenklich, empfindsam und von hoher literarischer Präzision. ("Augsburger Allgemeine")
Das ist keine harmlose Berufsreise, sondern ein Trip durch eine politisch, kulturell, soziologisch aufgewühlte Landschaft [...] ein herrlich komplexes, sehr erhellendes, aber auch [...] ein sehr amüsantes Bild unserer Gegenwart ("Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb radioeins")
Schulze [gelingt] etwas wirklich Tolles: Er porträtiert die politischen Mentalitäten der DDR und verbindet sie mit der Offenheit und der Verführbarkeit eines Sechzehnjährigen. ("Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb radioeins")
Ingo Schulze zeichnet das sehr feine Porträt eines Schriftstellers, der sich selbst als Suchenden, nach Antworten Ringenden hinterfragt. ("Bayern 2 - Diwan - Das Büchermagazin")
[...] ein äußerst gewitztes Vexierspiel über das Erinnern [...] [ein] schillernde[r] Roman ("Deutschlandfunk – Büchermarkt")
[Ingo Schulze] zählt [...] zu den großen Erzählern ostdeutscher Mentalitäten und Geschichten. ("Deutschlandfunk – Büchermarkt")
[...] ein Text, der wie kaum ein anderer je die Vielseitigkeit des Lebens auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Zeiten packend erzählt und die Leser damit ungemein bereichert. ("Darmstädter Echo")
[...] exzellente[r] neue[r] Roman ("SWR Kultur")
[...] ein atmosphärisch starker Künstlerroman, ein Porträt des Künstlers als junger und alter Mann mit interessanten Fragen ("Die Welt")

Produktdetails

Verkaufsrang

3470

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,2 cm

Gewicht

409 g

Farbe

Eisblau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397166-8

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    13.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlich und inhaltlich eindrucksvoll und lesenswert

    Ich habe erst weniger Bücher des Autors gelesen, dieses hier hat mich vom Rückentext sofort angesprochen. sodass ich zugegriffen und gelesen habe. Zuerst ein paar Worte zur Umschlaggestaltung, die ganz besonders interessant ist, nicht auf den ersten Blick, aber ... Es ist ein Detail aus dem Kunstwerk von Gerda Lepke "Landschaft mit Himmel" aus dem Jahr 1990. Finde ich mal eine geniale Idee und perfekt passend zum Inhalt. Wir befinden uns örtlich in Mecklenburg und lernen den Erzähler kennen, der zu einer Lesung aus seinem noch nicht fertigen Manuskript eingeladen wird. Zeitlich einzuordnen befinden wir uns im Juni vergangenen Jahres. Sein Text spielt im Sommer 1979 dort, wo er auch zu lesen gedenkt, von den ersten Versuchen des Schreibens, von der ersten Liebe und dem Erwachsenwerden. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen sozusagen, als er während seiner Lesung jemand begegnet ... Mehr möchte ich von der Handlung garnicht verraten, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Eines sei gesagt, neben der spannend lebendigen Handlung und den perfekt dargestellten Charakteren ist dieses Buch nachdenklich machend über verschiedene Lebensfragen. Das Buch ist in 22 Kapitel gegliedert. Ich fand es sehr angenehm zu lesen, vielleicht an einigen Stellen nicht ganz einfach, was aber alles andere als negativ gemeint ist. Man fühlt sich prima ein und kann in sein eigenes Leben mitnehmen. Absolut lesenswert !!!

  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    25.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Porträt eines Künstlers

    Als der Ich-Erzähler im Rahmen der Geburtstagsfeier eines ehemaligen Mitschülers nach Mecklenburg eingeladen wird, um dort zu lesen, ist er zunächst alles andere als begeistert. Ausgerechnet Geburtstagskind Manfred war damals dafür mitverantwortlich, dass seine Eltern unter Beobachtung der Stasi standen. Und dann wünscht sich dessen Gattin auch noch, dass er etwas lesen soll, was noch niemand zuvor gehört hat. Kurzum entscheidet sich der Schriftsteller dazu, aus seiner unfertigen Novelle zu lesen. Diese spielt in derselben mecklenburgischen Landschaft und begleitet den 16-jährigen Thomas auf seinem Weg, Schriftsteller zu werden. "Das Wasser im August" ist der neue Roman von Ingo Schulze, der bei S. Fischer erschienen ist. Schulze verknüpft darin auf geschickte und kluge Weise die Rahmenhandlung um den lesenden namenlosen Schriftsteller mit der Novelle, die im Sommer 1979 angesiedelt ist. Die verschachtelte Erzählweise ist dabei recht komplex, bietet aber durch die zahlreichen Einschübe, mit denen der Ich-Erzähler seine Lesung immer wieder unterbricht, genügend Luft, um seine Gedanken wieder zu ordnen. Dabei gelingt es Schulze, einen Blick auf die DDR-Gesellschaft und -Mentalität der 1970er-Jahre mit einer Coming-of-Age-Geschichte rund um Thomas zu verbinden. Dieser Thomas verbringt den Sommer 1979 beim malenden Künstlerpaar Emmy und Paul und lernt bei ihnen, was es heißt, zu beobachten und zu schreiben. Wie es gelingen kann, seine Eindrücke auf Papier festzuhalten und dabei das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. Für Thomas selbst ist das Wesentliche allerdings Sonja, eine ca. 13 Jahre ältere Frau, die beim Pfarrer lebt und sich dort um diesen und dessen halbverwaiste Kinder kümmert. Mit ihr erlebt Thomas so etwas wie den Sommer der ersten Liebe. Auch wenn Ingo Schulze auf einer Lesung betont hat, dass für ihn beide Ebenen gleichberechtigt seien, ist es vor allem die Binnenerzählung, die Novelle um Thomas, die zu überzeugen weiß. Schulze entwirft darin auf sprachlich beeindruckende Weise das Porträt eines angehenden jungen Künstlers und siedelt diesen in einer nicht nur landschaftlich wunderbar geschilderten Umgebung an. Denn auch das Personal der Novelle weiß zu überzeugen. Da ist die fokussiert erotische Sonja, der zweifelnde Pfarrer Siegmund, Künstlerin Emmy, die für Thomas die wichtigste Bezugsperson ist, und ihr etwas blasser Partner Paul. Vor allem ist es aber die Figur des Thomas selbst, die außerordentlich gut gelungen ist. Ständig spürte ich dessen Unsicherheit und Zweifel, die er unter einer Maske des Selbstbewusstseins zu verstecken versucht, seine Formbarkeit und seine wachsende Bildung. Auch wenn beispielsweise Emmys Vortrag über Ernst Barlach ein wenig ausufert und dabei auch die Leser langweilt, weist die Novelle hier typische Merkmale eines Bildungsromans auf. Positiv hervorzuheben ist auch die Ambivalenz der Figuren, die dazu führt, dass man sich nie ganz sicher sein kann, wer überhaupt auf welcher Seite steht. Ingo Schulze zeigt sich hier wie schon in "Die rechtschaffenen Mörder" als ebenso feiner Beobachter wie Thomas selbst. Verbunden werden die beiden Ebenen durch die Figur der Angelika, bei der schnell klar wird, dass es sich um ebenjene Sonja aus der Novelle handelt. Diese Angelika besucht mehr als 45 Jahre nach dem Treffen in Mecklenburg erstmals eine Lesung des Erzählers. Doch was eigentlich ein genialer Kniff sein könnte, spielt Schulze nicht vollends aus. Denn während die Binnenhandlung konsequent voranschreitet, stagniert die Rahmenhandlung und verliert sich in zahlreichen Dialogen zwischen den Figuren, denen es an Profil fehlt. Was beispielsweise der Arzt eigentlich möchte, der den Protagonisten seit einer Autopanne begleitet, hat sich mir nicht ausreichend erschlossen. Und auch der erzählerische Knalleffekt kommt letztlich etwas zu kurz, weil die Hauptfigur darauf nicht glaubwürdig reagiert. Trotz dieser Schwächen ist "Das Wasser im August" ein lesenswerter Roman, der neben den genannten Vorzügen vor allem zu Beginn auch durch seinen feinen Humor und den unzuverlässigen Erzähler überzeugt. Ein kluges Vexierspiel zwischen Erinnerung und Realität. 3,5/5

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    3/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Wasser sieht man nicht alles sofort

    Wenn man auf ein Naturgewässer schaut, sieht man selbst bei einigermaßen klarem Wasser nicht immer gleich alles, was sich darin befindet. Man muss sich auf das Unbekannte, Unsichtbare und oft nie ganz Erfassbare einlassen. So ähnlich ging es mir auch mit diesem Buch. Ich bin Österreicherin und habe zwar ein bisschen etwas über die ehemalige DDR gehört und gelesen, aber wirklich viel weiß ich bis heute nicht darüber. So begann ich also mit der Lektüre eines Buches, das im heutigen Deutschland spielt, aber zu einem großen Teil vom Erleben eines jugendlichen Burschen im Sommer zu DDR-Zeiten, etwa ein Jahrzehnt vor der Wende, getragen ist. Denn wir begleiten den gealterten Ich-Erzähler und Autor auf seiner Reise nach Mecklenburg, wo ihn die Frau eines alten Schulkameraden zu einer Lesung eingeladen hat. Gewünscht ist das Vorlesen eines der Öffentlichkeit noch unbekannten Textes und so wählt der Ich-Erzähler eine Novelle, in der es eben um einen jungen Mann, wohl ihn selbst, im Sommer 1979 geht. Die Kapitel dieser Novelle nehmen einen großen Teil des Buches ein. Dabei bekommen wir als Leserinnen und Leser auch Teile zu lesen, die der Ich-Erzähler angeblich bei der Lesung auslässt, wobei leider nicht erklärt wird, warum diese für uns wiederum relevant sein sollen. So nimmt die Gegenwart einen relativ geringen Teil des Buches, hauptsächlich am Anfang und am Ende, ein. Auch manche Passagen der Lesung werden kurz aus der Gegenwartsperspektive kommentiert und es zeigt sich später, in welcher Weise Vergangenheit und Gegenwart miteinander verflochten sind. Die Kapitel der Novelle im Buch waren für mich eher mühsam zu lesen, auf mich wirkte der Schreibstil der Gegenwartshandlung deutlich flüssiger. Das ist wahrscheinlich bewusst so konstruiert, weil es in der Novelle auch darum geht, zu zeigen, wie ein Jugendlicher die ersten Schritte in Richtung Kunst und Schriftstellerei wagt, dabei beobachtet, experimentiert und überlegt, was überhaupt beobachtenswert und erzählenswert ist. Das sind wiederum interessante Überlegungen, die mir durchaus gefallen haben beim Lesen. Insgesamt war für mich aber die Handlung in diesem Sommer in der DDR und die darin vorkommenden Begegnungen mit Menschen immer wieder wie trübes, ein bisschen undurchschaubares Wasser. Mir war nicht immer ganz klar, worum es wirklich ging, ich habe mich streckenweise gelangweilt und wahrscheinlich viele subtile Hinweise auf das Leben in der damaligen Zeit in dieser Gegend für mich nicht passend wahrnehmen und einordnen können, weil ich mit meinem österreichischen Bezugsrahmen zu wenig darüber weiß. Da hat mir persönlich das Buch zu wenig eine Brücke gebaut, wollte es vielleicht auch gar nicht, das hat allerdings mein Leseerlebnis etwas gemildert. Ich glaube, dass sich dieses Buch mit eigener DDR-Erfahrung oder zumindest mehr Wissen über die Lebenswelt dort noch einmal deutlich anders lesen könnte, als es für mich war, weil sich dann einiges von dem, was für mich rätselhafte Andeutungen waren, aufklären würde. Vielleicht würden sich dann auch noch einmal andere Zusammenhänge zur Gegenwartshandlung ergeben. So habe ich also abschließend die Vermutung, dass in diesem Buch mehr Tiefgründigkeit und damit vielleicht auch mehr Interessantes liegt, als ich aus meiner individuellen Leseperspektive mir erschließen konnte. Damit kann ich aber auch keine allgemeine Leseempfehlung für ein breites Publikum aussprechen, da ich davon ausgehe, dass es je nach persönlichem Vorwissen ganz anders wirken kann. Für mich war es ein streckenweise eher mühsam zu lesendes Buch, das mich an manchen Stellen gelangweilt hat und ein eher zähes Leseerlebnis war, auch wenn ich schon auch einige interessante Gedanken und Leseeindrücke, insbesondere zum Coming-of-Age und zur Entwicklung im künstlerischen und schriftstellerischen Bereich für mich mitnehmen konnte.

  • Minzeminze

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    28.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Eine Novelle mit Ecken und Kanten

    Das Hörbuch aus der Feder von Ingo Schulze und gesprochen von Joachim Schönfeld , hat mich zunächst einmal durch den Buchtitel angesprochen. Ich habe den Klappentext gelesen und war neugierig auf den Inhalt. Zunächst einmal finde ich das Cover welches den Titel wiederspiegelt , passend. Der Sprecher hat eine angenehme Stimme der man gern zu hört , ganz schlicht bringt er jns den Inhalt näher. Eine Novelle der mit mehreren in sich verwobenen Geschichten aufwartet. Ein Autor der davon erzählt wie er zum schreiben kam , gleichzeitig in Gegenwart und Vergangenheit blickt. Er fährt auf eine Lesung bei der er eine unfertige Geschichte vortragen will , ausgerechnet bei Manfred , welcher im Vergangenheitsstrang auch eine nicht gerade positive Rolle spielt. Ich hatte etwas zutuen , den verschiedenen Strängen zu folgen und mir war etwas zu verwiirend und langatmig. Auch wenn ich verstanden habe was er uns im Kern sagen wollte , bin ich mit der Geschichte nicht richtig warm geworden. Das ist schade.

  • Bewertung

    aus Quickborn

    4/5

    08.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Beim Vorlesen verheddert sich alles, Vergangenheit, Gegenwart, Liebe

    Ingo Schulze hat es mit seinem Roman auf die Longlist des Deutsche Buchpreises 2026 geschafft, wie, das weiß ich nicht genau. Ich hätte dieses Buch – sogar nach mehrmaligem Lesen einiger schöner Passagen – nicht als preiswürdig eingestuft. Worum geht es? Ein Schriftsteller – fantasiebegabtes Alter Ego des Autors – wird zu einem ehemaligen Klassenkameraden, Manfred genannt, der in der Erinnerung eher ein Verräter als ein Freund war, zum runden Geburtstag eingeladen, mit der Bitte, etwas aus einem noch nicht veröffentlichten Text zu lesen. Wird gut bezahlt, ohne Mehrwertsteuer, an der Steuer vorbei. Ob der Autor das so wollte, bleibt dahingestellt. Er macht sich jedenfalls nach einem kleine Ehestreit mit dem eheeigenen Altpolo auf den Weg nach Meckpomm. Leider streikt das Auto und er wird etwas hektisch, bis ihm ein Dr. Schulenberg, der fortan auch in meinem Kopf nur Schuldenberg heißt, eine Mitfahrgelegenheit anbietet. Man macht sich auf den Weg, zwischenstoppt in Nebel, in einem kleinen Dorf, das eine große Kathedrale hat, lädt noch eine interessierte/interessante Frau, Patricia, mit ein und fährt zum Ort des (Miss)-Vergnügens. Nachdem sich der Autor, angereist im Campingoutfit, in einen respektablen Anzugträger verwandelt hat, geht die Vorlesearie los. Bis dahin fand ich das Buch gut geschrieben und unterhaltsam zu lesen. Es folgt das erste Kapitel eines neuen Werks, das der Autor genremäßig als Novelle einordnet, und mit der guten Unterhaltung war es bei mir nicht mehr so weit her. In der besagten Novelle „Das Wasser im August“, die auch dem gesamten Roman den Titel gibt, die in den späten 1970ern spielt, wird die Hauptperson Thomas (wieder eine Alter Ego des Romanautors), ein DDR-Teenager mit literarischen Ambitionen, seinen Freunden dann aus seiner allerersten Novelle vorlesen. Ja, und dann muss man die ganzen Ideen und Erlebnisse, die dieser Thomas hat, an der Seite des mäßig begeisterten Publikums anhören bzw. selbst lesen. Man lernt Emmy kennen, Paul, Sonja, Siegmund. Thomas erzählt und erlebt im steten Hin- und Her. Und er versucht, das Betrachten, Bobachten und das darüber Schreiben zu erlernen. Unterbrochen von gelegentlichem Klatschen und feinem Abendessen geht es immer weiter. Ob sich auch die Zuhörer die Frage stellten, wann ist er fertig? Die Nacht bringt wenig Ruhe, am nächsten Morgen geht es weiter. Dann kommt im letzten Kapitel der erlösende Satz des Autors »Das war’s«, sagte ich. »Weiter bin ich noch nicht.« Mir war die Geschichte in der Geschichte zu gedrechselt und ich freute mich darauf, dass es endlich zur Jetztzeit etwas zu trinken geben würde. Das lenkte vom Trübsinn etwas ab und ich konnte mich an einem sehr eleganten, fast übernatürlichen Schluss erfreuen. Wieder einmal musste ich feststellen, dass mich Coming-of-Age-Stories nicht interessieren, auch nicht, wenn sie in die alte DDR zurückversetzt werden. Auch nicht, wenn sie vieldeutig oder mit Stasiideen beladen sind. Es kann ja sein, dass andere Leser vollkommen begeistert sind, ich will auch niemanden das Buch schlechtreden. Ich habe mir aber eben große Hoffnungen gemacht, die nur am Anfang und am Ende erfüllt wurden. Auf die Shortlist kam das Buch im richtigen Leben am Ende nicht. Fazit: Ingo Schulze kann wunderbar fabulieren und ineinander verschachtelte Geschichten erzählen, die mich an komplizierte Escher-Grafiken erinnern. Und er kann vergangene Liebe wieder lebendig machen. Schon das allein verdient ein paar Sterne. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

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