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Neu

Schwestern. Trotz allem Roman | Ein sprachgewaltiger Familienroman über Schuld und Überleben des SPIEGEL-Bestsellerautors

73

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6979

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

21,4/14,2/4 cm

Gewicht

663 g

Farbe

Himbeer

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28568-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6979

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

21,4/14,2/4 cm

Gewicht

663 g

Farbe

Himbeer

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28568-1

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Schwestern, drei Leben und eine Verbindung, die bleibt

    Manche Familiengeschichten liest man und legt sie danach einfach zur Seite. Diese hier bleibt. „Schwestern. Trotz allem“ hat mich durch die drei Lebenswege von Gerti, Rudi und Hansi berührt, die nach dem Krieg auseinandergerissen werden und doch einander nie wirklich verlieren. Besonders die drei Knöpfe, die Gerti als Erinnerung an ihre Schwestern bewahrt, sind für mich ein starkes Bild. So klein und unscheinbar und doch steckt darin ein Leben voller Verlust, Sehnsucht und Zusammenhalt. Max Moor erzählt von Frauen, die in einer Welt ihren eigenen Weg suchen mussten, in der Selbstbestimmung längst nicht selbstverständlich war. Gerti, Rudi und Hansi gehen unterschiedliche Wege, tragen aber alle ihre Kindheit mit sich herum. Sprachlich ist der Roman intensiv, bildhaft und eigenwillig. Ich mochte, dass die Schwestern nicht zu makellosen Heldinnen gemacht werden. Sie haben Ecken, Fehler, Sehnsüchte und Entscheidungen, die weh tun. Gerade dadurch wirkten sie menschlich. Ein berührender Roman über Familie, Verletzungen und die Frage, was von einer gemeinsamen Kindheit bleibt. Für mich ganz klar fünf Sterne, weil diese Geschichte nicht nur erzählt wird, sondern sich festsetzt.

  • Hennie

    aus Chemnitz

    5/5

    07.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende, unterhaltsame Zeitgeschichte

    Ausgangspunkt der Geschichte: Es ist Frühjahr 1945 auf dem Gut Hollerbrunn in Österreich. Die Lage ist prekär, die Rote Armee befindet sich vor Wien und die Gutsbesitzerin, die Baronin, schickt ihren Angestellten in eine fragwürdige Mission, von der er nicht wiederkehrt. Er ist der Vater von drei Mädchen, Gerti, Rudi und Hansi und verheiratet mit Johanna, die schwer erkrankt und bald verstirbt. Die bunte Truppe, wie die warmherzige Baronin die Kinder nennt, sind nun verwaist. Es erscheint vernünftig, sie dem Großvater zu übergeben. Doch die herrische und unbarmherzige Tante, die schon mit Widerwillen ihre mittellosen Eltern in ihrem Haus aufnahm, will die Mädchen nicht haben. So kommt es, dass nur Gerti durch eine groteske Fügung bleiben darf. Rudi und Hansi müssen ins Heim zu den sadistischen Klosterschwestern. Damit beginnt eine Odyssee für die Schwestern und ihr Schicksal treibt sie auseinander. Von Max Moor habe ich schon einige Bücher gelesen und sie gefielen mir, schon wegen seines Schreibstils – voller Humor und Hintersinn. Hier erwarteten mich 560 Seiten und ich war auf diese Geschichte sehr gespannt. Der Roman ist in drei Teile gegliedert und erzählt über eine Zeitspanne von 1945 bis 2016, enthält Prolog und Epilog zum Ende des Lebens von Gerti, die ihre beiden jüngeren Schwestern überlebt. Die Handlungsorte befinden sich in Österreich und Italien. Die Hauptpersonen sind die drei Schwestern und der meist abwesende Lebenspartner Gertis, der verheiratete Albert, Vater ihrer beiden Kinder. Die Geschichte entwickelt sich zunächst über tagebuchartigen Einträge Alberts aus seiner Schreibmappe. So sind die Kapitel überschrieben. Das sind eindrucksvolle Berichte über die Kriegserlebnisse in Italien, seine wechselnden beruflichen Einsätze im Ausland, über sein Leben mit zwei Frauen. Er richtet diese Niederschriften an einen zwar existierenden Pfarrer, aber schickt sie nie ab. Albert und Gertis Leben nehmen den meisten Raum ein. Über Rudi und Hansis Werdegang erfährt der Leser/die Leserin aus den Jahren 1957, 1963, 1964, 1966 bis 1971 und in Rückblicken anderer Personen. Erst 1973 treffen die Geschwister wieder aufeinander. In bildhafter Sprache und meisterhaft in Szene gesetzt bringt der Autor die unterschiedlichen Entwicklungen der Lebensläufe der drei Frauen zu Papier. Durchsetzt mit österreichischen Ausdrücken bekommt das Ganze ein besonderes Flair. Zum besseren Verständnis wurde ein Lesezeichen als Glossar beigelegt. Die Lebensgeschichten sind komplex und trotz der vielen Seiten natürlich nicht auserzählt. Da gibt es eine Menge an Personen, die die Wege der Schwestern kreuzen und sie in verschiedenster Weise prägen, beeinflussen, ja sogar sexuell mißbrauchen (siehe bei Rudi - das ist ganz entseztlich, was ihr bei den Nonnen widerfährt) oder übergriffig (Gerti) werden. Am besten hat es noch Hansi getroffen, die bald aus dem abscheulichen Heim zu Adoptiveltern in gute Hände kommt und sie später zu Großeltern zweier Zwillingspärchen macht, um die sie sich ebenfalls kümmern. Vom Cover blicken uns drei Mädchen an. Sie stehen da wie die Orgelpfeifen und halten sich an den Händen– die blonde Gerti, die rothaarige Rudi und die schwarzhaarige Hansi. Schwestern. Trotz allem, das ist ein Titel, der die Schicksale ganz gut umreisst, obwohl er auch zu Fehlinterpretationen verleiten kann. Das Einzige, was sie am Ende gemeinsam hatten war ihre frühe wohlbehütete Kindheit bei den Eltern, bevor sie so abrupt auseinandergerissen wurden. Die drei Knöpfe als Symbol des Zusammenhalts waren gut gemeint, haben aber letzten Endes durch die gewaltsame Trennung der Schwestern nur für Gerti eine Bedeutung. Ich empfehle dieses Buch gern. Es ist eine berührende und unterhaltende Geschichte über ein Stück europäischer Zeitgeschichte. Fünf von fünf Sternen!

  • Bewertung

    aus Neu-Ulm

    5/5

    05.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wortgewaltig

    Der Debütroman "Schwestern trotz allem" von Max Moor konnte mich auf ganzer Linie überzeugen Was für ein Einstieg als Romanautor. Inspiriert von seiner Frau Sonja ist Max Moor ein worgewaltiges Buch gelungen. Ich habe mich zu keiner Zeit mit dem Buch gelangweilt, im Gegenteil, ich mußte immer wissen wie es mit den drei Schwestern Gerti, Hansi und Rudi weitergeht. Als Kinder durch mehrere Schicksalschläge, dem Tod der Mutter und des verschollenen vaters auseinandergerissen. Sie leben als Erwachsene jede ihr eigenes Leben. In dem Buch wir abwechselnd die Geschichte von Gerti, Rudi und Hansi erzählt und dazu noch aus der "Schreibmappe" von Albert berichtet. Damit beginnt das Buch im Frühsommer 1945 und endet im Juli 1973 mit Gerti's Geschichte. Prolog und Epilog ähneln sich. Überzeugt hat mich auch das "Warum" von Max Moor, wie es zu diesem Buch kam.

  • Bewertung

    5/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Familiengeschichte

    Dieser Roman von Max Moor wird mir nachhaltig in guter Erinnerung bleiben. Die drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi werden 1945 nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters auseinandergerissen, die beiden jüngeren kommen in ein kirchliches Kinderheim, wo unvorstellbare Dinge geschehen. Hier gibt es Schilderungen von Grausamkeiten, die mich fast am Weiterleisen gehindert hätten. Doch man will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Besonders steht Gerti im Mittelpunkt, man kann sich diese hübsche, patente Österreicherin lebhaft vorstellen, wie sie ihr Leben wuppt. Ihre Liebe zum verheirateten Hallodri Albert ist für mich nicht immer ganz nachvollziehbar, aber garantiert hat es immer solche Frauen gegeben und gibt sie noch, die sich mit den Brosamen einer Zweitfrau begnügen. Hansi und Rudi stehen auch mit beiden Beinen im Leben, doch ihre Schicksale zeigen, was die Vergangenheit mit ihnen gemacht hat. Der Sprachstil des Autors ist grandios und flüssig, die Spannung wird gehalten, es macht große Freude zu lesen. Ich konnte das Buch nachher nicht mehr aus der Hand legen, und das ist doch das schönste Lob. Klare Weiterempfehlung!

  • Klara

    5/5

    03.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für immer Schwestern

    In “Schwestern. Trotz allem“ erzählt Max Moor die Geschichte von drei Schwestern. Gerti, Rudi und Hansi sind die Töchter von Johanna und Johann. 1945 verlässt Johann die Familie, und wenig später stirbt die schwerkranke Johanna. Zu dem Zeitpunkt lebte die Familie auf Gut Hollerbrunn in der Nähe von Wien im Haus der alten Baronin. Dann holt der Großvater die Mädchen zu sich, aber seine Tochter Hedwig weigert sich, sie im Haus zu behalten. Nur Gerti darf schließlich bleiben. Die anderen müssen in ein kirchliches Heim, wo die Kinder hungern und drakonische Strafen erdulden müssen. Hansi wird nach kurzer Zeit adoptiert und hat eine schöne Kindheit und Jugend, während Rudi erst nach Jahren fliehen kann. Wir lesen vor allem, wie Gertis Leben verlief. Sie verliebt sich später in den gutaussehenden jungen Albert, der von der Front zurückkehrt und Christine, die Witwe seines Kameraden Heinz, über dessen Tod informieren will. Er verliebt sich in die wesentlich ältere Frau und heiratet sie. Später geht er eine Beziehung zu Gerti ein, mit der er zwei Kinder hat. Da seine Frau die Scheidung verweigert und er selbst immer wieder für lange Zeit im Ausland im Einsatz ist, zieht Gerti ihre Kinder allein auf, immer in Angst, dass ihr die Kinder entzogen werden, weil irgendwelche Nachbarn sie wegen Vernachlässigung der Kinder angezeigt haben. Die attraktive rothaarige Rudi lebt jahrelang in Italien und geht viele Beziehungen ein, die schon mal scheitern, wenn ihr familiärer Hintergrund ans Licht kommt. Einen großen Teil ihres Lebens verbringen die Schwestern getrennt, ohne jeden Kontakt, bis es 1973 zu einem Wiedersehen kommt. Nach all der Zeit ist da jedoch keine Nähe. Sie können sich nur fragen, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn man sie nicht als Kinder brutal auseinandergerissen hätte. Moors Debütroman ist auch sprachlich hervorragend gelungen. Mit den Dialektausdrücken hatte ich kein Problem. Mir hat der Roman sehr gefallen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher des Autors.

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