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Heinz Strunk

1. Memories of Heidelberg

Memories of Heidelberg

20

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

244

Spieldauer

3 Stunden und 34 Minuten

Erscheinungsdatum

29.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848728

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

244

Spieldauer

3 Stunden und 34 Minuten

Erscheinungsdatum

29.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848728

Herstelleradresse

tacheles
Prinz-Regent-Straße 50-60
44795 Bochum
DE

Email: mail@roofmusic.de

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  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    19.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist jede Reise nach Heidelberg schön?

    Memories of Heidelberg – Heinz Strunk Bertram und Isolde verbringen einige Urlaubstage in Heidelberg. Sie wohnen in einem besonderen Hotel, essen auf einem besonderen Restaurantschiff, nehmen Mahlzeit um Mahlzeit zu sich – und währenddessen beginnt in ihrer Ehe etwas ins Wanken zu geraten. Heinz Strunk erzählt von den Zermürbungen, aber auch von den Verheißungen eines langen Ehelebens. Er schaut sehr genau auf das, was Menschen im Alltag miteinander aushalten, sich antun und vielleicht auch längst nicht mehr wahrnehmen. Dabei ist seine Ehrlichkeit manchmal so überzeichnet, dass sie fast schon weh tut. Bertram und Isolde sind wahrlich keine besonders angenehmen Zeitgenoss:innen. Und trotzdem – oder gerade deshalb – musste ich beim Lesen immer wieder denken: Hoffentlich bin ich nicht so, auch nicht im Ansatz. Denn Strunk führt seine beiden Figuren immer weiter hinein in einen ganz normalen Ehe- und Urlaubsalltag, bis die Fassaden zu bröckeln beginnen. Und irgendwann bricht, wie der Klappentext verspricht, das Teuflische mit verheerender Macht in diesen Alltag ein. Eine Katastrophe nimmt ihren Lauf – begleitet vom Schlager-Oldie „Memories of Heidelberg“ in Dauerschleife. Auf gut 170 Seiten entwickelt Strunk daraus eine böse, absurde und gleichzeitig erstaunlich treffende Geschichte über Nähe, Gewohnheit und die kleinen Grausamkeiten des Zusammenlebens. Ein kurzer, ungewöhnlicher und ziemlich schwarzhumoriger Roman. Für mich ein Lesetipp – auch wenn man sich beim Lesen vielleicht lieber nicht allzu gut wiedererkennen möchte.

  • Verena B.

    aus Köln

    5/5

    18.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Grandios gelesen vom Autor selbst

    Dieses Buch habe ich als Hörbuch gehört, vertont vom Autor selbst. Und ich muss sagen, es war großartig gelesen von Heinz Strunk! Er hat eine Stimme so zwischen Tommy Jaud und Udo Lindenberg, klang einfach fantastisch :-) Und ich verrate euch an dieser Stelle schonmal: Ich habe das Hörbuch gleich zweimal gehört!! :-) Bertram und Isolde fahren nach Heidelberg, wo Isoldes Mutter ihren 80. Geburtstag feiern möchte. Am Tag der Ankunft erfahren die beiden aber, dass die (Schwieger-)Mutter ins Krankenhaus musste. Also nichts mit Feiern! Bertram ist erleichert, Isolde besorgt. So sind sie die beiden: Bertram mault, Isolde will sich ein paar schöne Tage machen, Bertram will Sex, Isolde ab sofort nicht mehr... Da es nun keine Feier gibt und auch im Hotel nur Frühstück angeboten wird, müssen die beiden daher schauen, woher sie etwas zu essen bekommen. Somit rauf aufs Restaurantschiff, welches fußläufig ereichbar ist. Alles läuft supi, die Bedienung ist überaus freundlich, man duzt sich, das Essen und der Wein waren hervorragend. Man kommt gerne wieder! Tagsüber vertreiben sich die beiden meist getrennt die Zeit, was Bertram wieder zupass kommt, abends geht es wieder zusammen rauf aufs Schiff! Am nächsten Abend auch! Und so weiter, und so fort... Nur dass das allabendliche Essen sich immer mehr in eine seltsame, kuriose Richtung entwickelt. Man ist nicht mehr so freundlich zu den beiden, das Essen ist auch eigentlich gar nicht sooo gut und irgendwie fühlen sich beide auch gar nicht mehr willkommen. Und dennoch... ...zieht es sie jeden Abend dort hin! Bis es zur Katastrophe kommt... Wie bereits erwähnt, war es ein Genuss Heinz Strunks Stimme und seiner Geschichte um Bertram und Isolde zu lauschen. Ein wenig erinnerte mich dieses Szenario auf dem Schiff an "Das große Fressen" von 1973 ( nur nicht so tödlich und so erotisch ) und ein wenig auch an "Der Gott des Gemetzels" aus dem Jahr 2011 ( nur nicht so krass, aber Ähnlichkeiten in der Steigerung des Unangenehmen, des unangebrachten Verhaltens sind erkennbar ). "Memories of Heidelberg" ist eine Beziehungsstudie und auch ein Gesellschaftsroman. Es geht sehr viel um das Zwischenmenschliche und das Unausgesprochene. Denn ein Großteil der Geschichte spielt sich im Kopf ab und nicht unbedingt in Dialogen. Dadurch lässt uns der Autor an Gedanken teilhaben - vorrangig Bertrams ;-) - , die unweigerlich zum Schmunzeln führen und dem Ganzen eine gewisse Heiterkeit verleihen! Aber es geht natürlich auch um Bertram uns Isolde. Man hat als Leser das Gefühl, dass die beiden ganz neue Seiten an sich entdecken. Nach etlichen Jahren Beziehung kann dis durchaus eine Chance sein... ;-) Auch das fast jeden Abend abgespielte Lied von Peggy March "Memories of Heidelberg" ist immerzu präsent. Und selbst, wenn es mal nicht im Restaurant zu hören ist, dann doch in Bertrams Kopf ;-) Es lässt ihn nicht los, er analysiert den Text und hofft am Ende ebenfalls, dass "die Zeit von Heidelberg, die kommt nie mehr zurück" ;-) Ich kann dieses Buch, insbesondere das Hörbuch jedem empfehlen :-) Wirklich jedem!! :-) Es ist kurzweilig, interessant, humorvoll und einfach mal was anderes ;-) Schon das Cover macht Lust darauf, hineinzulesen bzw. hineinzuhören :-) Wie bereits erwähnt, es ist zu recht auf der Longlist gelastet! :-) Chapeau!!

  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    13.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein großer Spaß

    Vorsicht, nach Beendigung des Hörbuchs kommt es zu einem Ohrwurm. Der Schlager „Memories of Heidelberg“ setzt sich im Kopf fest, ob man will oder nicht. Die Älteren von uns, kennen die Interpretin Peggy March noch, der Rest lernt sie mit diesem Buch kennen. Doch was hat es damit auf sich? Isolde und Bertram, mittlerweile seit 17 Jahren verheiratet, verbringen wieder einige Tage in Heidelberg. Isoldes Mutter wird ihren 80. Geburtstag feiern, doch leider muss sie dieses Fest im Krankenhaus verbringen. Normalerweise nächtigen die beiden im „Europäischen Hof“, doch dieses Mal hat sich Isolde ein schnuckeliges, aber auch sehr teures Boutiquehotel, direkt am Neckar gelegen, ausgesucht. Mit ihrer späten Ankunft, die beiden kommen aus Oldenburg angereist, ist die Rezeption nicht mehr besetzt. Der Schlüssel soll auf dem gegenüberliegenden Restaurantschiff abgeholt werden. So nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn die nächsten Abende werden sie dort immer zu Abend essen. Der Service wird täglich schlechter und man fragt sich, warum tun die beiden sich das an. Bertram würde gerne woanders essen gehen, heimlich sehnt er schon die Fahrt nach Hause herbei und freut sich auf die acht Sorten Fleischplatte im „Rodizio“ in Oldenburg, aber Isolde behaart jeden Abend aufs Restaurantschiff. Frei nach dem Motto „Never change a running system“. Zum immer schlechter werdenden Service, gesellt sich die täglich gleiche „Playlist“, u.a. auch des Titelgebende Lied „Memories of Heidelberg“. Wir begleiten Bertram und Isolde über mehrere Tage und erfahren somit eine ganze Menge über ihre Ehe und Heinz Strunk schreckt nicht davor zurück, Wahrheiten zu benennen, wie sie vermutlich in Ehen zu finden sind. Es ist eine typische Heinz Strunk Erzählung: überspitzt (ja, und auch mit einigen ekeligen Passagen) und skurril. Ich bin immer wieder erstaunt, was für ein guter Menschenbeobachter er ist, denn um die Figuren so agieren und denken zu lassen, muss man diese Gabe haben. Für mich waren die drei Stunden Spieldauer ein tolles Hörerlebnis. Heinz Strunk hat das Buch selbst eingelesen, was den Spaß meiner Meinung nach verdoppelt. Da ich den Autor bereits aus Lesungen kenne, war ich auf das Tempo und Silbenverschlucken gefasst, das Zuhören bereitete mir keine Probleme. Andere mögen sich daran stören, ich empfinde es als authentisch. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich spreche gerne eine Lese- bzw. Hörempfehlung aus.

  • Lesezauber_Zeilenreise

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Szenen einer Ehe

    **Inhaltsangabe Verlag:** Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in Heidelberg mal einen richtig schönen Kurzurlaub gönnen. Vielleicht vertreibt das ja auch den seelischen Smog über dem Eheleben. Das Boutiquehotel ist für das viele Geld gar nicht so toll; dafür haben die beiden gleich einen neuen Stamm-Italiener ausgemacht. Das Restaurant voller Flair befindet sich auf einem alten Flussschiff im Neckar. Während die Ehe der beiden im Verlauf einer Woche zusehends aus der Form gerät, wird auch der abendliche Gang auf das Restaurantschiff immer mehr zur Enttäuschung, zur Strafe, zur Höllenqual. Das Teuflische bricht mit verheerender Macht in den Alltag, am Ende steht eine Katastrophe – und das alles zum Schlager-Oldie Memories of Heidelberg in Dauerschleife. **Meine Inhaltsangabe:** Isolde und Bertram sind schon einige Jahre verheiratet. Bertram liebt seine Frau sehr, sie findet bei ihm aber immer nur das Haar in der Suppe. Die Luft ist raus, die Liebe entschwunden, körperliche Nähe lässt Isolde schon lange nicht mehr zu. Bertram, ohnehin sehr übergewichtig, sucht Befriedigung im Essen und lechzt nach jeder Freundlichkeit, die Isolde ihm noch zukommen lässt. Vielleicht bringt ja der Kurzurlaub in Heidelberg ein bisschen frischen Wind ins eingefahrene Eheleben. Sie nächtigen in einem völlig überteuerten Boutique-Hotel und nehmen ihr Abendessen auf dem benachbarten Restaurantschiff ein. Der erste Abend ist ganz nett und so wird der schwimmende Italiener zum allabendlichen Stammlokal auserkoren. Doch jeden Tag wird es schlechter und schlechter: mit der Ehe und dem Restaurant. Zielsicher steuert beides auf die ultimative Katastrophe zu. Erster Satz: »Auf Empfehlung eines Freundes hin haben sich Isolde und Bertram für eine Woche im direkt am Neckarufer gelegenen Boutique-Hotel & Spa Kurpfalz eingebucht.« **Mein Eindruck:** An den besonderen Schreibstil, der zwischendurch ein bisschen abgehackt wirkt wie ein Bericht, musste ich mich erst ein bisschen gewöhnen. Aber herrjeh: was für eine schräge, absurde, witzige und irgendwie auch traurige Geschichte ist das bitte?! Erzählt wird aus der Sicht von Bertram, nicht von ihm selbst, aber eben aus seiner Warte. Bertram zu begleiten ist teils extrem komisch, seine Seelenqualen so mitzubekommen aber gleichzeitig auch traurig. Er entblößt sich schon fast vor dem Leser und oft genug hätte ich ihn gern geschüttelt, weil seine Weichheit, Schwäche und Untätigkeit sowie seine unerschütterliche, aber kaum erwiderte Liebe zu Isolde schwer zu ertragen war. Dann sorgten wiederum völlig absurde, slapstickartige Szenen für lautes Lachen. Die Restaurantschiff-Odyssee tat ihr übriges dazu. Ich dachte mir jeden Tag (die Kapitel sind die jeweiligen Tage): die werden doch heute nicht schon wieder dorthin gehen! Doch ZACK, sie haben es wieder getan! Und von Tag zu Tag wird es schrecklicher und absurder und komischer. Das Ende hatte ich so absolut überhaupt nicht auf dem Schirm, dennoch war es schlicht der perfekte und krönende Abschluss dieser irrwitzigen Story. Ein Buch, dass bei mir nachwirkt: ich ertappe mich auch Tage nach Ende der Lektüre immer wieder dabei, wie ich voller Mitleid an Bertram denke. Von mir 5/5 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    08.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Strunk liefert wieder die totala Katastrophe

    und zwar zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk. Es wird alles genau so furchtbar, wei man es nach der zweiten Seite schon vermutet und noch viel schlimmer. Warum man sich freiwillig immer wieder ein solches Elendsportrait reintut ist nicht rational nachvollziehbar sondern die Magie seiner Bücher (oder doch einfach nur downward comparison). Hier und da erschrickt man, weil man zwangsweise Parallelelen zum eigenen Gefühls-, Familien- und Beziehungsleben entdeckt, aber dann wird's wieder absurd komisch und - puh - so kaputt wie "die da" ist man dann selbst ja wohl noch lange nicht. Glück gehabt. Der Heinzer ist einfach einer der besten deutschsprachigen Autoren dieser Tage, nuff said.

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