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Memories of Heidelberg Roman | "Vielleicht schreibt Heinz Strunk auch einfach die realistischsten Liebesgeschichten der deutschen Literatur." Tobias Becker, Spiegel

19

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

286

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.07.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/2,3 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00974-8

Beschreibung

Rezension

Man möchte jauchzen ob der perfekten Konstruktion, der hellwachen soziologischen Beobachtungsgabe, der feinen Charakterzeichnung. Ein Juwel der deutschen Gegenwartsliteratur. ("Der Tagesspiegel")
Strunk erweist sich einmal mehr als großer Tragiker des Sex und der Liebe. ... Eine Schauergeschichte? Kann sein, aber vielleicht schreibt Heinz Strunk auch einfach die realistischsten Liebesgeschichten der deutschen Literatur. ("Der Spiegel")
Dass Strunk heute nicht nur zu den (im besten Sinne des Wortes) unterhaltsamsten, sondern auch zu den interessantesten deutschsprachigen Autoren zählt, liegt an seiner beharrlichen literarischen Fortentwicklung. ("Die Zeit")
Wenn es so etwas wie ein unnachahmliches "Strunk-Prinzip" beim Erzählen gibt, dann ist es die Fähigkeit, sich in die Seelennöte seiner Figuren zu versetzen. ("Welt am Sonntag")
Was Strunks neues Buch „Memories of Heidelberg“ angeht: Wir sagen ganz klar, das ist eine große makabere Komödie. ("Hamburger Abendblatt")
Wer noch alle Literaturtassen im Schrank hat, hat sämtliche Bücher von Heinz Strunk ebendort stehen – im Schrank nämlich. ("Kleine Zeitung")
Ein typischer Strunk: sprachlich exquisit, erbarmungslos, unterhaltsam-trocken. ("SR kultur")
Im wunderbar tragikomischen Roman treibt Strunk, dieser brillante Beobachter des Zwischenmenschlichen, seine negative Erfahrung virtuos auf die Spitze. ("Deutschlandfunk Kultur "Studio 9"")
Obwohl nur Kleinigkeiten passieren, nimmt die Geschichte Fahrt auf. ...Ein typischer Strunk: sprachlich exquisit, erbarmungslos, unterhaltsam-trocken. ("NDR Kultur "Neue Bücher"")
Der Roman ist bretthart, wirklich komisch, auch böse, er geht dahin, wo's wehtut. ...Sein bestes Buch seit langem. ("SWR 1")

Produktdetails

Verkaufsrang

286

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.07.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/2,3 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00974-8

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    19.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist jede Reise nach Heidelberg schön?

    Memories of Heidelberg – Heinz Strunk Bertram und Isolde verbringen einige Urlaubstage in Heidelberg. Sie wohnen in einem besonderen Hotel, essen auf einem besonderen Restaurantschiff, nehmen Mahlzeit um Mahlzeit zu sich – und währenddessen beginnt in ihrer Ehe etwas ins Wanken zu geraten. Heinz Strunk erzählt von den Zermürbungen, aber auch von den Verheißungen eines langen Ehelebens. Er schaut sehr genau auf das, was Menschen im Alltag miteinander aushalten, sich antun und vielleicht auch längst nicht mehr wahrnehmen. Dabei ist seine Ehrlichkeit manchmal so überzeichnet, dass sie fast schon weh tut. Bertram und Isolde sind wahrlich keine besonders angenehmen Zeitgenoss:innen. Und trotzdem – oder gerade deshalb – musste ich beim Lesen immer wieder denken: Hoffentlich bin ich nicht so, auch nicht im Ansatz. Denn Strunk führt seine beiden Figuren immer weiter hinein in einen ganz normalen Ehe- und Urlaubsalltag, bis die Fassaden zu bröckeln beginnen. Und irgendwann bricht, wie der Klappentext verspricht, das Teuflische mit verheerender Macht in diesen Alltag ein. Eine Katastrophe nimmt ihren Lauf – begleitet vom Schlager-Oldie „Memories of Heidelberg“ in Dauerschleife. Auf gut 170 Seiten entwickelt Strunk daraus eine böse, absurde und gleichzeitig erstaunlich treffende Geschichte über Nähe, Gewohnheit und die kleinen Grausamkeiten des Zusammenlebens. Ein kurzer, ungewöhnlicher und ziemlich schwarzhumoriger Roman. Für mich ein Lesetipp – auch wenn man sich beim Lesen vielleicht lieber nicht allzu gut wiedererkennen möchte.

  • Lesezauber_Zeilenreise

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Szenen einer Ehe

    **Inhaltsangabe Verlag:** Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in Heidelberg mal einen richtig schönen Kurzurlaub gönnen. Vielleicht vertreibt das ja auch den seelischen Smog über dem Eheleben. Das Boutiquehotel ist für das viele Geld gar nicht so toll; dafür haben die beiden gleich einen neuen Stamm-Italiener ausgemacht. Das Restaurant voller Flair befindet sich auf einem alten Flussschiff im Neckar. Während die Ehe der beiden im Verlauf einer Woche zusehends aus der Form gerät, wird auch der abendliche Gang auf das Restaurantschiff immer mehr zur Enttäuschung, zur Strafe, zur Höllenqual. Das Teuflische bricht mit verheerender Macht in den Alltag, am Ende steht eine Katastrophe – und das alles zum Schlager-Oldie Memories of Heidelberg in Dauerschleife. **Meine Inhaltsangabe:** Isolde und Bertram sind schon einige Jahre verheiratet. Bertram liebt seine Frau sehr, sie findet bei ihm aber immer nur das Haar in der Suppe. Die Luft ist raus, die Liebe entschwunden, körperliche Nähe lässt Isolde schon lange nicht mehr zu. Bertram, ohnehin sehr übergewichtig, sucht Befriedigung im Essen und lechzt nach jeder Freundlichkeit, die Isolde ihm noch zukommen lässt. Vielleicht bringt ja der Kurzurlaub in Heidelberg ein bisschen frischen Wind ins eingefahrene Eheleben. Sie nächtigen in einem völlig überteuerten Boutique-Hotel und nehmen ihr Abendessen auf dem benachbarten Restaurantschiff ein. Der erste Abend ist ganz nett und so wird der schwimmende Italiener zum allabendlichen Stammlokal auserkoren. Doch jeden Tag wird es schlechter und schlechter: mit der Ehe und dem Restaurant. Zielsicher steuert beides auf die ultimative Katastrophe zu. Erster Satz: »Auf Empfehlung eines Freundes hin haben sich Isolde und Bertram für eine Woche im direkt am Neckarufer gelegenen Boutique-Hotel & Spa Kurpfalz eingebucht.« **Mein Eindruck:** An den besonderen Schreibstil, der zwischendurch ein bisschen abgehackt wirkt wie ein Bericht, musste ich mich erst ein bisschen gewöhnen. Aber herrjeh: was für eine schräge, absurde, witzige und irgendwie auch traurige Geschichte ist das bitte?! Erzählt wird aus der Sicht von Bertram, nicht von ihm selbst, aber eben aus seiner Warte. Bertram zu begleiten ist teils extrem komisch, seine Seelenqualen so mitzubekommen aber gleichzeitig auch traurig. Er entblößt sich schon fast vor dem Leser und oft genug hätte ich ihn gern geschüttelt, weil seine Weichheit, Schwäche und Untätigkeit sowie seine unerschütterliche, aber kaum erwiderte Liebe zu Isolde schwer zu ertragen war. Dann sorgten wiederum völlig absurde, slapstickartige Szenen für lautes Lachen. Die Restaurantschiff-Odyssee tat ihr übriges dazu. Ich dachte mir jeden Tag (die Kapitel sind die jeweiligen Tage): die werden doch heute nicht schon wieder dorthin gehen! Doch ZACK, sie haben es wieder getan! Und von Tag zu Tag wird es schrecklicher und absurder und komischer. Das Ende hatte ich so absolut überhaupt nicht auf dem Schirm, dennoch war es schlicht der perfekte und krönende Abschluss dieser irrwitzigen Story. Ein Buch, dass bei mir nachwirkt: ich ertappe mich auch Tage nach Ende der Lektüre immer wieder dabei, wie ich voller Mitleid an Bertram denke. Von mir 5/5 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    08.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Strunk liefert wieder die totala Katastrophe

    und zwar zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk. Es wird alles genau so furchtbar, wei man es nach der zweiten Seite schon vermutet und noch viel schlimmer. Warum man sich freiwillig immer wieder ein solches Elendsportrait reintut ist nicht rational nachvollziehbar sondern die Magie seiner Bücher (oder doch einfach nur downward comparison). Hier und da erschrickt man, weil man zwangsweise Parallelelen zum eigenen Gefühls-, Familien- und Beziehungsleben entdeckt, aber dann wird's wieder absurd komisch und - puh - so kaputt wie "die da" ist man dann selbst ja wohl noch lange nicht. Glück gehabt. Der Heinzer ist einfach einer der besten deutschsprachigen Autoren dieser Tage, nuff said.

  • katzenminze

    5/5

    22.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Urlaubs-Horror in Heidelberg

    Bertram und Isolde fahren schon seit Jahren in den Urlaub nach Heidelberg. Eigentlich logieren sie immer im Europäischen Hof, doch diesmal hat Isolde mal etwas Neues ausprobieren wollen und so sind sie im – wenn es nach Bertram geht eindeutig zu teuren! – Boutique Hotel auf der anderen Neckarseite gelandet. Der Trip in die Perle am Neckar steht diesmal von Anfang an unter keinem guten Stern. Das Luxushotel ist weniger luxuriös als erhofft. Isoldes Mutter, deren 80. Geburtstag sie eigentlich feiern wollten, erkrankt schwer. Zu sagen haben sich Isolde und Bertram nach jahrelanger Ehe sowieso nichts mehr und dann ist da noch das Restaurantschiff, in das es die beiden jeden Abend zieht, obwohl es dort von Mal zu Mal ungemütlicher wird. Als Wahl-Heidelbergerin und Strunk-Fan war dieser Roman für mich natürlich ein absolutes Muss! Und wenn man die Stadt kennt, macht das Lesen gleich noch mehr Spaß. Denn den einen oder anderen Kult-Spot gibt es im Laufe der Story zu entdecken – allen voran natürlich das Restaurantschiff auf der Neuenheimer Neckarseite mit bestem Blick auf das berühmte Schloss. Wer Strunk kennt weiß, es wird ein bisschen derb, schonungslos ehrlich und solange witzig, bis einem das Lachen im Halse steckenbleibt. Ich fand die Geschichte um Bertram und Isolde besonders gelungen. Fast ein Kammerspiel und eigentlich unheimlich tragisch. Fühlt sich doch Bertram in seiner Ehe so einsam, dass er oft mit dem Gedanken spielt, am besten gar nicht mehr da zu sein. Er kompensiert dieses Gefühl mit exzessivem Essen und saugt jedes liebe Wort Isoldes auf, wie ein trockener Schwamm – darüber reden: unmöglich. Stattdessen entlädt sich sein Frust in gelegentlichen cholerischen Anfällen und noch mehr Fressorgien. „Menories of Heidelberg“ ist ein gewohnt bissiger Roman, der mit dem typischen Strunk-Humor besticht und der diesmal erstaunlich tragisch daherkommt. Mich hat er sehr gut unterhalten und mit einem furiosen Finale überzeugt.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Amüsement, Fremdscham und Wut

    „Memories of Heidelberg“ war mein erstes Buch von Heinz Strunk – und ich wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwarten würde. Umso überraschter war ich, wie viele unterschiedliche Gefühle die Geschichte bei mir ausgelöst hat. Stellenweise fand ich den Roman sehr amüsant, dann wiederum gab es Momente, in denen ich mich beim Lesen regelrecht fremdgeschämt habe. Gerade weil man so nah an den erzählenden Protagonisten herankommt und sich immer wieder in seine Gedanken und seine Sichtweise hineinversetzt, sind manche Situationen nur schwer auszuhalten. Gleichzeitig entstand bei mir zunehmend Wut über die Ungerechtigkeit, die ihm widerfährt. Und über allem liegt eine gewisse Trostlosigkeit, die den Aufenthalt in Heidelberg prägt. Gerade diese Mischung aus absurden, komischen und gleichzeitig bedrückenden Momenten hat das Buch für mich interessant gemacht. Mein erster Strunk war also durchaus eine besondere Leseerfahrung. Nicht alles war leicht oder angenehm zu lesen, aber gerade die Ambivalenz hat mir gefallen. Insgesamt war „Memories of Heidelberg“ für mich eine positive Überraschung – und definitiv ein Grund, mir auch andere Bücher von Heinz Strunk anzusehen.

Kundinnen und Kunden meinen

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