Produktbild: Wer möchte nicht im Leben bleiben
Artikelbild von Wer möchte nicht im Leben bleiben
Helene Bukowski

1. Wer möchte nicht im Leben bleiben

Wer möchte nicht im Leben bleiben

Gesprochen von
6

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1500

Gesprochen von

Sarah Dorsel

Spieldauer

7 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

8

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948097

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

1500

Gesprochen von

Sarah Dorsel

Spieldauer

7 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

8

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948097

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bücherhummelchen

    4/5

    03.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Zwischen Klavier, Druck und großer Einsamkeit

    Das Hörbuch „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ von Helene Bukowski ist ein ungewöhnlicher literarischer Roman, der sich mit dem kurzen Leben der jungen Pianistin Christina beschäftigt. Als Hörbuch wird die Geschichte von Sarah Dorsel gelesen. Christina wächst in der DDR auf und wird schon früh zur Pianistin ausgebildet. Zwischen musikalischem Talent, den hohen Erwartungen ihres Vaters, dem strengen Ausbildungssystem und ihrer zunehmenden Einsamkeit führt ihr Weg bis nach Moskau. 1985 nimmt sie sich mit gerade einmal 24 Jahren das Leben. ... Warum es zum Selbstmord kam, beantwortet Helene Bukowski nicht eindeutig. Stattdessen nähert sie sich Christina vorsichtig an und lässt Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Besonders gefallen hat mir die ungewöhnliche Erzählweise. Die Autorin spricht Christina direkt mit „du“ an und versucht, aus Dokumenten, Erinnerungen und Leerstellen ein Leben nachzuzeichnen. Dabei vergleicht sie Christinas Erlebnisse auch oft mit ihren Eigenen. Auch der Schreibstil war für mich etwas ganz Neues. Bukowski schreibt sehr bildhaft, ruhig und teilweise poetisch. Allerdings gab es für mich auch einige Längen, durch die die Geschichte zwischendurch etwas an Spannung verlor. Zudem hat mich das Gendern im Hörbuch kolossal gestört. Das hörbare Stocken bei den gegenderten Formulierungen hat meinen Hörfluss immer wieder unterbrochen. Sarah Dorsel liest ruhig und einfühlsam und passt damit grundsätzlich sehr gut zur melancholischen Stimmung des Romans. Stellenweise hätte ich mir allerdings etwas mehr Abwechslung in der Betonung gewünscht. Insgesamt ist „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ein nachdenkliches und sprachlich besonderes Hörbuch, das noch eine Weile nachwirkt. Besonders geeignet ist es für alle, die ruhige, anspruchsvolle Literatur und ungewöhnliche Erzählperspektiven mögen.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr tiefgründig

    WER MÖCHTE NICHT IM LEBEN BLEIBEN Helene Bukowski ET: 26.02.26 Helene Bukowski erhält eine Kiste aus dem Nachlass einer jungen Pianistin, die sich mit gerade einmal 23 Jahren das Leben nahm. Aus Fotos, Notizbüchern und Briefen rekonstruiert sie das Leben der talentierten Christina, die 1961 in Leipzig geboren wurde. Schon als Kleinkind erweist sich Christina als musikalisches Wunderkind. Mit vier Jahren erhält sie täglich Unterricht von ihrem Vater, der selbst Opernsänger ist und für seine Tochter eine Karriere als Pianistin plant. Während andere Kinder im Hof spielen, muss Christina am Klavier üben. Sie ist folgsam und übt in jeder freien Minute. Nur selten überkommt sie die Wehmut, nicht dazuzugehören und keine Freunde zu haben. Der Vater organisiert Hauskonzerte und lässt sie bei Musikwettbewerben vorspielen. Mit elf Jahren kommt Christina an die „Spezi“, eine Spezialschule für hochbegabte Kinder in Berlin. Die Räume sind kalt, es gibt nicht genug zu essen, doch zum ersten Mal findet Christina so etwas wie Freundinnen. Aber sie lässt sich nicht ablenken. Sie übt unermüdlich, gewinnt Wettbewerbe und wird genau das, was das System der DDR aus ihr machen möchte. Zuneigung, Empathie oder echtes Interesse an ihr als Mensch gibt es kaum. Es zählen Leistung, Erfolg und die richtige Vermarktung. Später wechselt sie an das Konservatorium nach Moskau. Doch ich möchte euch gar nicht zu viel verraten. Lest dieses Buch, das zu Recht für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert wurde, am besten selbst. Was mich an diesem Buch besonders berührt hat, ist die unglaublich einfühlsame Art, mit der Helene Bukowski Christinas Leben erzählt. Immer wieder begegnen wir auch Helene selbst, die versucht, Christina eine Freundin zu sein, ihr in bestimmten Situationen zu helfen oder ihr die Hand zu reichen. Diese ungewöhnliche Verbindung zwischen Autorin und Protagonistin hat das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Dabei gelingt es Helene Bukowski, nicht nur Christinas persönliches Schicksal greifbar zu machen, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte zu erzählen. Die Härte, mit der junge Talente gefördert und gleichzeitig geformt wurden, die Kälte des Systems und die Trostlosigkeit des grauen DDR-Alltags werden auf eine sehr eindringliche Weise spürbar. Je mehr ich über Christina erfahren habe, desto mehr hat mich ihre Geschichte beschäftigt. Ein junges Mädchen, das früh zu etwas Besonderem gemacht wird und dabei immer weniger als Mensch gesehen wird. Eine Geschichte über Talent, Ehrgeiz, Erwartungen, Einsamkeit und die Frage, was passiert, wenn das eigene Leben irgendwann nur noch aus Leistung besteht. Ein tiefgründiges, intensives und sehr berührendes Buch, das bei mir noch lange nachwirken wird. Chancen auf den Buchpreis? Unbedingt – dachte ich zumindest.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Förderung und Überforderung liegen nahe beeinander

    Fremdbestimmung. Einsamkeit. Spurensuche. Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat. Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt. Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht. Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann. Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch. Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben? Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen. ⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

  • Bewertung

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ätherisch

    Vielleicht hat sich jeder von euch schon mal gefragt: Was von ihm / ihr bleibt, wenn das Leben ein Ende genommen hat. Wird man sich erinnern? Wie lange wird das der Fall sein. Oder wird man in die Unendlichkeit eingehen und schnell verschwinden, auch aus den Köpfen der Menschen? Oder wird es jemanden geben, der einem ein Denkmal setzt? Helene Bukowski hat eine Schachtel gefunden mit Aufzeichnungen, Tonbändern und anderen Kleinigkeiten, die das Leben einer Frau spiegeln, die sich 1985 mit Mitte 20 das Leben genommen hat. Christina wuchs in der DDR als Kind ehrgeiziger Eltern auf. Der Vater hat ihr musikalisches Talent nicht nur erkannt und gefördert. Er hat seine Obsession zu ihrer machen wollen. Das Klavier nahm nun so viel Platz in Christinas Leben ein, dass für sie selbst nur wenig blieb. Die Mutter nimmt schon zur Kenntnis, dass sich ihre Tochter sehr einschränkt, und kleine Gesten zeigen uns das. Doch in einem Land, in dem besondere Talente nicht nur Kunst, sondern auch immer politisch sind, ist es schwer, die freie Entfaltung der eigenen Kinder zu erlauben. Christina geht also ihren Weg, nicht nur in der kalten und von Drill geprägten Spezialschule, sondern später auch nach Moskau ins Konservatorium. Wir merken zunehmend, wie schwer sie sich tut und wie ihre Gesundheit leidet. Dann erkrankt sie an einem merkwürdigen Fieber. Einer Krankheit, für die es damals noch keine Diagnose und keinen Namen gab. Ich bin hineingefallen in die besondere Erzählweise von Helene Bukowski. Sie betrachtet Christina liebevoll, gibt ihr eine Geschichte. Sie füllt die Lücken und klärt uns gleichzeitig darüber auf, dass sie dies tut. Die besondere Du-Ansprache ist ein Erzählstil, den ich immer häufiger lese und der mir bisher immer gefallen hat. So auch hier! Obwohl die Autorin ihre Protagonistin nicht kannte, wirkte es auf mich, als wenn eine intensive Nähe zwischen beiden geherrscht hat. Ich habe mich für Christina Sehr gefreut. Da wird einem jungen, sehr begabten Menschen ein Denkmal gesetzt, eine Identität gegeben. Ich finde das sehr wertschätzend, auch wenn man mutmaßen könnte, dass hier die Vergangenheit verändert wird. Ich sehe es als Interpretation eines viel zu früh beendeten Lebens. Obwohl es an Härte und Frustrationen in Christinas Geschichte nicht mangelt, wirkt diese Rekonstruktion zart und ätherisch. Der Text ist zu jeder Zeit zugänglich und ließ mein literarisches Herz Purzelbäume schlagen. Eine große Empfehlung an alle, die glauben, dass anspruchsvolle Literatur von jedem gelesen werden sollte (und kann), die Christina kennenlernen und sehen und erkennen und einfach ein unglaublich gutes Stück Literatur des Jahres 2026 in den Händen halten möchten.

  • Bewertung

    5/5

    14.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend und sehr behutsam erzählt

    Das Buch ist eines der besten, das ich seit langem gelesen habe. Der Erzählstil ist für mich so neu und interessant: die Autorin/Erzählerin folgt der Protagonistin durch ihre Geschichte, ist ganz nah dabei, wie ein Geist aus der Zukunft. Gleichzeitig verwebt sich der Einblick, den sie in ein ihr bis vor kurzen noch Unbekanntes Leben erhält mit ihrem eigenen. Dabei geht sie liebevoll und behutsam vor. Zusätzlich gibt es Einblicke in eine der Kaderschmieden der DDR und die Psychologie von Eltern-Kind-Beziehungen. Mich hat das Buch wehmütig gemacht und tief berührt. Den Titelnamen finde ich hervorragend gewählt, habe dadurch auch das Lied dazu entdeckt. Ich musste die gesamte Zeit daran denken, dass wir alle Erinnerung sind. Und was wahr ist und was wirklich ist, so nah und manchmal auch so fern sein können. Danke für diesen berührenden Sichtweise auf in ein Leben, was schon vergangen ist. Das ist eine Geschichte, die mich sicher noch eine Weile nicht loslassen wird.

Kundinnen und Kunden meinen

5

4

4

2

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (6)

  • Produktbild: Wer möchte nicht im Leben bleiben