Produktbild: Beale Street Blues
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Beale Street Blues Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.07.2018

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,4/14,6/2,1 cm

Gewicht

397 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

If Beale Street Could Talk

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

EAN

2710004173782

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Rezension

Der afroamerikanische Autor konnte das alles sein, schwarz, weiss, jung, alt, hetero-, homosexuell. Manuel Müller NZZ 20210925

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Erscheinungsdatum

20.07.2018

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dtv

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224

Maße (L/B/H)

21,4/14,6/2,1 cm

Gewicht

397 g

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1. Auflage

Originaltitel

If Beale Street Could Talk

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

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Deutsch

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  • Lesenswege

    5/5

    25.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Traurig-schöne Liebesgeschichte

    James Baldwin wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat der dtv-Verlag seine Romane und Essay-Bände neu aufgelegt. Miriam Mandelkow hat sie neu übersetzt. „Beale Street Blues“ erzählt die Geschichte von Vonny und Tish, einem jungen Liebespaar im New York der 70er Jahre. Die beiden kennen sich von Kindheit an, und plötzlich war sie da, die Liebe. Alles könnte so schön sein, denn gerade haben sie einen Speicher in Harlem bezogen, in dem der bildende Künstler Vonny auch arbeiten kann, und sie wollen heiraten, denn Tish ist schwanger. Doch bevor es dazu kommt, wird Vonny von einem rassistischen Polizisten verhaftet und für eine Straftat angeklagt, die er nicht begangen hat. Tish ist die Erzählerin dieser Geschichte, die so ausweglos erscheint und dennoch voller Hoffnung ist und voller Liebe. Die Freude auf das erwartete Baby zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung, dieses kleine Wesen ist der Hoffnungsschimmer am Horizont und der Motor, der die Familie kämpfen lässt. Baldwin wirft uns mitten hinein in die Handlung. Es gibt eine Erzählzeit und eine erzählte Zeit. Schicht um Schicht wird freigelegt, was zu Vonnys Verhaftung führte. Dabei hatte ich das Gefühl, immer bereits ein wenig mehr zu wissen, als er Tish berichten lässt. Es ist die immer gleiche Gesichte von weißer Überlegenheit, die Baldwin uns hier erzählt, sie könnte 1950 spielen oder 1910 oder heute. Beim Lesen hatte ich „I can’t breathe!“ im Ohr. Ein bisschen anders läuft es hier ab, der Polizist legt nicht selbst Hand an, aber er weiß, an welchen Schrauben er drehen muss. Die Geschichte eines Freundes diente Baldwin als Inspiration für diesen Roman, zu dem Daniel Schreiber ein sehr schönes Nachwort geschrieben hat. Ich habe zum ersten Mal Baldwin gelesen und freue mich sehr, mit diesem wunderbaren Buch den Einstieg in sein Werk gefunden zu haben. Hiermit lege ich es euch dringend ans Herz.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    11.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Der Roman „Beale Street…

    Der Roman „Beale Street Blues“ des US-amerikanischen Schriftstellers James Baldwin erschien 1974 und im selben Jahr auch in deutscher Übersetzung. Seit 2018 gibt es auch eine Neuübersetzung von Miriam Mandelkow im Deutschen Taschenbuch Verlag. Die Handlung ist in New York, im Harlem der 1970er Jahre angesiedelt, und wird von der Ich-Erzählerin, der 19jährigen Clementine Rivers, genannt Tish, geschildert. Tish liebt den 22jährigen Fonny, von dem sie schwanger ist. Die beiden kennen sich aus den Kindertagen, nun haben sie Zukunftspläne. Doch dann wird Fonny beschuldigt, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben. Er wird inhaftiert und Tish unternimmt alles Menschenmögliche, um Fonnys Unschuld zu beweisen, bevor das Baby zur Welt kommt. Es ist ein Kampf gegen die Willkür einer weißen Justiz mit Falschaussagen und Zeugenbeeinflussungen. Dazu Geschworene, die von vorn herein einen Schwarzen für schuldig befinden. Schließlich versuchen Tish und ihre Familie das angebliche Vergewaltigungsopfer, eine Puerto-Ricanerin ausfindig zu machen. Die Mutter von Tish macht sich auf den weiten Weg nach Puerto Rico, doch erfolglos, denn die Menschen dort leben unter noch menschenunwürdigeren Bedingungen als die Schwarzen in New York City. Der Roman ist mit vielen Rückblenden bestückt; er erzählt von einem Liebespaar und dessen Kampf um sein Glück und den vielen Hürden, die ihnen von Gesellschaft, Polizei und Justiz dabei in den Weg gestellt werden.

  • Lea

    4/5

    03.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Mein erster Baldwin

    Mein erster Baldwin. Ich hab das Buch zugeklappt und erstmal tief durchgeatmet. Weil es so leise anfängt und dann plötzlich so viel mit dir macht. "Beale Street Blues" ist die Geschichte von Tish und Fonny. Zwei junge Schwarze Menschen in New York, die sich lieben, ein Kind erwarten und gegen eine Realität kämpfen müssen, die von Anfang an gegen sie arbeitet. Fonny wird wegen einer Lüge verhaftet, Tish bleibt draußen und beide kämpfen, auf ihre Weise, gegen ein System, das ihnen nie wirklich eine Chance geben wollte. Tishs Perspektive ist so klar und gleichzeitig so verletzlich. Sie erzählt mit Liebe, mit Wut, mit Hoffnung und manchmal auch mit Verzweiflung. Die Dialoge sind direkt, die Bilder scharf, die Sätze stechen teilweise echt ins Herz. ⚖️ Was Baldwin hier macht, ist kein lautes Anklagen. Es ist ein stilles, poetisches, aber umso wütenderes Erzählen. Dieses Buch schreit nicht, es brennt. Was mich richtig getroffen hat: wie Baldwin die Familie als Kraftzentrum zeigt. Tishs Familie ist da, sie kämpfen gemeinsam. ✊ Klar, es gibt Stellen, die wirken ein bisschen gerafft, vielleicht auch ein bisschen kurz. Ich hätte gern noch mehr mit Tish und Fonny verbracht. Aber vielleicht ist genau das der Punkt, denn diese Liebe hat keinen Raum, sie darf gar nicht zu groß werden, weil die Welt drumherum zu eng ist. Fazit: "Beale Street Blues" ist ein politisches Statement ist, ein Buch, das dich wütend macht und trotzdem nicht hoffnungslos zurücklässt. Mein Fazit? Ich will mehr Baldwin. ⭐⭐⭐⭐

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