Eva Pramschüfer erzählt voller Hingabe und stilistischer Feinheit von der ersten großen Liebe, von der Kunst, von dem, was uns als Menschen trennt und verbindet.Eigentlich lieben Alma und Théo einander. Ihre erste Begegnung fühlte sich an wie der Anfang von etwas Großem, die Zeit danach wie ein Versprechen. Und doch stehen sie jetzt zwischen zwei Wahrheiten: Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern.Wie erkennt man, ob man gemeinsam glücklich sein kann - oder glücklicher allein wäre? Auf der Suche nach Antworten verbringen die beiden noch einen Sommer in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit haben: festhalten oder loslassen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
5/5
23.05.2026
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Sie lieben sich - Sie lieben sich nicht
"Weisser Sommer" ist der Debütroman der Journalistin Eva Pramschüfer. Das Hörbuch ist in ungekürzter Fassung im argon Verlag erschienen und wird von Jodie Ahlborn gelesen. Print und E-Book sind im Rowohlt Verlag erschienen. Das Cover und der Titel machen Lust aufs Lesen, verraten aber erst einmal nichts über den Inhalt des Romans.
Alma und Théo haben sich vor ein paar Jahren kennengelernt. Ihre Liebe und Gefühle sind ins Wanken geraten. Im Sommerhaus in Frankreich wollen die beiden sich klar darüber werden, wie es weitergehen soll. Während dieser acht Tage lassen die beiden, jeder für sich, ihre Zeit miteinander Revue passieren.
Eva Pramschüfer hat einen sehr intensiven Liebesroman geschrieben. Es sind die alltäglichen und die besonderen Dinge des Lebens, wie die Gespräche, die geheimen Wünsche und Zweifel, die sie feinsinnig erzählt. Man fühlt mit Alma und Théo. Aber auch die Orte der einzelnen Handlungen bekommen von ihr viel Raum. Interessant ist außerdem, dass Personen, Orte oder Jahreszeiten mit Farben in Verbindung gebracht werden.
Jodie Ahlborn hat eine angenehme und klare Stimme und es ist eine Freude ihr zuzuhören.
"Weisser Sommer" hat mir sehr gut gefallen und empfehle ich gerne weiter.
Bewertung
5/5
20.05.2026
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Eine Liebe im Rückspiegel
Zwei Jugendliche mit großer Liebe für die Kunst. Ein Sommer in Frankreich. Kunststudium in Deutschland. Zusammenziehen. Almas und Théos Liebe scheint pefekt. Sie erfüllt beim Kennenlernen sämtliche Klischees, die man mit Frankreich und Kunst zu verbinden meint. Doch etwas ist vorgefallen - jetzt, einige Jahre später. Wieder sind Alma und Théo in Frankreich, im Sommerhaus von Almas Familie. Doch die meiste Zeit des Tages bleiben beide für sich. Malen bzw. gestalten und wechseln kaum ein Wort miteinander. Théo lebt im Poolhaus, Alma im Haupthaus. Doch in beiden brodelt es. Unsicherheit, Erinnerungen und die Frage, ob man die Beziehung weiterführen soll, beschäftigen beide. In der Kunst des anderes meinen die die Figuren Spuren zu entdecken, die Hinweis auf ein mögliches Morgen geben. Gleichzeitig werden Erinnerungen an gemeinsame Zeiten wach.
Eva Pramschüfer hat mit "Weißer Sommer" nicht nur DEN Sommerroman der Saison geschrieben, sondern auch ganz neue Bilder und Worte gefunden, um Beziehungen zu beschreiben. In ihrem Debüt schaut sie genau hin, beschreibt Liebe und wie sie sich entwickelt so frisch und unverbraucht, dass man gar nicht genug bekommen kann. Sie jongliert mit ungewöhnlichen Metaphern und schenkt ihren Lesern ganz neue Begriffe für ein altes Gefühl. Das beginnt schon bei Almas Wahrnehmung der Zeit: Jede Jahreszeit hat ihre eigene Farbe, ihre eigenen Assoziationen. So klingt der Texte, dessen Setting schnell ins Klischeehafte abrutschen könnte, nie nach kitschigem Liebesroman. Allein schon aufgrund der Sprache macht es einfach Spaß, den Roman zu lesen.
Die vielen Rückblenden lassen die Geschichte wie eine Liebesbeziehung im Rückspiegel wirken. Daraus zieht der Roman seine Spannung. Stück für Stück erfährt der Leser vom Kennenlernen, der Fernbeziehung, der ersten Monate zusammen und dem Versuch, sich selbst treu zu bleiben und gleichzeitig eine Beziehung mit geteilter Zweisamkeit zu führen. Was denn nun passiert ist, möchte man immer wieder wissen, und meint dann in einem Nebensatz, einer Andeutung einen Hinweis gefunden zu haben. Manchmal ist das schmerzhaft, denn Pramschüfer spricht auch schwierige Themen (Kinder und Kunst - vereinbar?) an.
Für das Hören sind diese Zeitsprünge ziemlich herausfordernd. Da man unmittelbar in die Handlungssprünge geworfen wird, dauert es einen Moment, bis der Kopf die richtige Zeitebene sortiert hat (und sie korrekt Alma oder Théo zugeordnet hat). Diese kleine Herausforderung macht allerdings die Lesung von Jodie Ahlborn wett. Ihr gelingt es durch ihre ruhige Vortragsart die Stimmung des Romans perfekt zu transportieren. Insbesondere Alma habe ich mich dadurch sehr nah gefühlt.
"Weißer Sommer" ist genau das richtige Buch, um Sommergefühle zu wecken, ohne zu seicht zu sein. Wer einen sprachlich wunderbar gestalteten Roman oder ein Hörbuch für die warmen Tage sucht, ist hier absolut richtig.
Nelebooks
3/5
24.07.2026
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langsam, deprimierend
Das Cover gefällt mir gut. Es wirkt ruhig, passt zum "Sommer" und auch zum Inhalt, da Alma in dem Ferienhaus einen Pool hat.
Generell bin ich gut in die Story hineingekommen. Immer wieder springt die Geschichte in der Zeit zwischen dem Heute und dann Ausführungen zur Vergangenheit. Diesen konnte ich ganz gut folgen und fügten immer mehr ein ganzes Bild zusammen, also speziell wie es zu der Anfangsszene kam. Sonderlich sympathisch waren mir weder Theo noch Alma, also ich habe mich mit beiden nicht identifiziert, sondern eher alles distanziert betrachtet. Generell war das Hörbuch schon kurzweilig und auch recht unterhaltsam daher, allerdings war die Entwicklung doch schon lang und vor allem an sich auch deprimierend, da es doch hauptsächlich negative Stimmung verbreitet. Daher fand ich nun, dass mir die Geschichte nicht wirklich etwas geben konnte außer trauriger Stimmung und etwas Unterhaltung, wodurch ich es auch nicht unbedingt weiterempfehle, außer gerade solche Geschichten interessieren einen.
AnnaLovesBooks23
3/5
08.05.2026
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Ein ruhiger, melancholischer Roman darüber, wie Menschen sich trotz Liebe langsam verlieren. 3,5 Sterne
Weißer Sommer hat sich für mich beim Hören sehr ruhig und irgendwie melancholisch angefühlt. Kein dramatisches Buch, keine riesigen Wendungen, sondern eher eine Geschichte, die von Stimmung, Gesprächen, Erinnerungen und unausgesprochenen Gefühlen lebt. Ich mochte das Hörbuch insgesamt wirklich gerne und fand auch die Sprecher sehr passend für diese leise Atmosphäre.
Was mir besonders gefallen hat, war, wie real sich die Beziehung zwischen Alma und Théo angefühlt hat. Die beiden lieben sich und trotzdem merkt man immer mehr, wie sie sich langsam voneinander entfernen. Nicht wegen einer einzigen großen Sache, sondern wegen all der kleinen Dinge dazwischen. Weil sie sich weiterentwickeln, aber irgendwie nicht gemeinsam. Für mich war genau das der stärkste Punkt des Buches, weil es sich einfach unglaublich echt angefühlt hat.
Man merkt auch total, wie unterschiedlich die beiden geprägt wurden und wie sehr das beeinflusst, wie sie mit Nähe, Konflikten oder ihren eigenen Gefühlen umgehen. Dadurch wirkte vieles nachvollziehbar und nie künstlich dramatisch.
Ich mochte auch den Schreibstil sehr. Alles fühlt sich eher ruhig und beobachtend an und genau das hat gut zur Geschichte gepasst. Gleichzeitig hatte das Buch für mich aber auch ein paar Längen. Durch die Zeitsprünge war ich beim Hören manchmal kurz raus, weil nicht immer direkt klar war, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Das hat meinen Hörfluss etwas gestört.
Und obwohl die Rückblicke wichtig für die Beziehung der beiden waren, hätte ich ehrlich gesagt gern noch mehr Zeit mit Alma und Théo in diesem letzten Sommer in Frankreich verbracht. Gerade diese Stimmung zwischen ihnen, dieses Unsichere und Zerbrechliche, fand ich eigentlich am spannendsten. Davon hätte ich gern noch mehr gehabt.
Trotzdem mochte ich das Ende sehr, weil es sich für mich passend und realistisch angefühlt hat. Das Buch zeigt irgendwie ziemlich gut, dass Liebe alleine manchmal eben nicht reicht, wenn Menschen anfangen, sich in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln.
Für mich ein schönes, ruhiges Debüt, das nicht laut ist, aber trotzdem nachklingt.
Ceodaz
3/5
25.04.2026
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Viel Gefühl – aber wenig Verbindung
Alma und Théo waren einst voller Liebe und Zukunftspläne, doch inzwischen ist ihre Beziehung zerbrochen. Um herauszufinden, ob sie noch eine gemeinsame Zukunft haben, verbringen sie einen letzten Sommer gemeinsam in Frankreich. Umgeben von Erinnerungen, Gesprächen und unausgesprochenen Gefühlen versuchen sie herauszufinden, ob sie zusammenbleiben oder getrennte Wege gehen sollten.
Das Hörbuch „Weißer Sommer“ legt seinen Fokus ganz klar auf die Beziehung zwischen Alma und Théo. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem ihre Gedanken, Gefühle und die Dynamik zwischen ihnen. Eine klassische, spannungsgetriebene Handlung sollte man hier jedoch nicht erwarten, denn die Geschichte ist bewusst ruhig erzählt und eher ereignisarm.
Gerade zu Beginn fiel es mir etwas schwer, mich zurechtzufinden. Denn die häufigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind nicht immer klar gekennzeichnet, sodass ich manchmal unsicher war, in welcher Zeitebene ich mich befinde. Je besser ich die Hintergründe der Beziehung verstand, desto leichter fiel mir dann auch die zeitliche Orientierung.
Inhaltlich geht es vor allem um die emotionale Entwicklung der beiden. Ihre Beziehung beginnt intensiv, doch schnell wird deutlich, dass sie unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben. Diese Diskrepanz zieht sich durch die gesamte Geschichte und bildet den Kern ihrer gemeinsamen Zeit.
Mit den Figuren selbst bin ich allerdings nicht warm geworden. Alma wirkte auf mich oft sehr ich-bezogen, fast schon egoistisch, was durch ihre privilegierte Herkunft zusätzlich unterstrichen wird. Zwar versucht die Geschichte, ihr Verhalten einzuordnen, doch das konnte mich nicht vollständig erreichen. Théo erschien mir zunächst zugänglicher, wirkte aber stellenweise naiv und er hinterfragt sein eigenes Handeln nur begrenzt.
Obwohl das Hörbuch stark auf Gefühle und innere Prozesse setzt, blieben mir die Figuren insgesamt distanziert. Eine tiefere emotionale Verbindung konnte ich leider nicht aufbauen, sodass mich ihre Geschichte weniger berührt hat, als ich es mir gewünscht hätte.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch die Sprecherin Jodie Ahlborn. Sie transportiert die Stimmung und die Emotionen sehr stimmig und verleiht den Figuren eine angenehme, authentische Stimme. Dennoch konnte auch ihre gelungene Interpretation nicht ganz ausgleichen, dass mich die Geschichte insgesamt eher auf Abstand gehalten hat.
Fazit
Ein ruhiges, stark beziehungsorientiertes Hörbuch mit Fokus auf inneren Konflikten und Emotionen. Trotz sensibler Themen und guter Sprecherleistung konnte mich die Geschichte emotional nicht erreichen.
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