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Produktbild: Entscheidung in Spanien
Artikelbild von Entscheidung in Spanien
Paul Ingendaay

1. Entscheidung in Spanien

Entscheidung in Spanien Der große Kampf der Literatur 1936-1939.

Gesprochen von
5

27,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4280

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Stefan Kaminsky

Spieldauer

11 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

C.H. Beck

Sprache

Deutsch

EAN

9783406848803

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

4280

Gesprochen von

Stefan Kaminsky

Spieldauer

11 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

C.H. Beck

Sprache

Deutsch

EAN

9783406848803

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Anekdotenreich und literarisch

Lesenswege am 11.05.2026

Bewertungsnummer: 3135542

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil es sich scheinbar einreiht in eine Anzahl jüngst erschienener erzählender Sachbücher, die Zeitgeschichte mit Literatur und ihren Literaten verknüpfen. Doch diese Annahme erweist sich nur bedingt als richtig, denn um Literatur geht es hier nur sehr peripher. Bei den anderen Büchern sind die Autoren bzw Künstler vor dem Hintergrund ihrer Zeit das Thema, doch hier ist das Thema der Spanische Bürgerkrieg, in den Autoren und andere Künstler als kämpfende Beteiligte oder Kriegsberichterstatter involviert waren. Das ist mE eine vollkommen andere Prämisse. Ingendaay hat sein Werk in vier Teile gegliedert, von denen sich jeder einem Jahr des Krieges widmet, der 1936 im Sommer beginnt und im Frühjahr 1939 zu Ende geht. Diese Teile sind in überwiegend datierte kurze, teilweise sehr kurze Kapitel strukturiert. Vor allem im ersten Teil, der mit 142 von 315 Seiten der umfangreichste ist, ist die Vorgeschichte eingeflochten, ebenso der Werdegang Francos und einiger anderer maßgeblicher Akteure dieses Krieges. Auf der Seite der Republik stehen die Internationalen Brigaden, zu deren Kämpfern Männer und Frauen aus 60 Ländern gehören. Hier kommen die Literaten ins Spiel, denn in den Reihen der Internationalen Brigaden sind viele Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Fotografen, Philosophen etc. Robert Capa und Gerda Taro (die im Juli 1937 in Spanien stirbt) machen ikonografische Fotos, Hemingway, Orwell, Arthur Koestler, Willy Brandt, Martha Gellhorn und andere sind Kriegsberichterstatter und verarbeiten ihre Erlebnisse später literarisch, in Romanen, Kurzgeschichten, in ihren Lebenserinnerungen und in Essays. Picasso erschafft mit „Guernica“ ein gigantisches Ölgemälde als Reaktion auf die Auslöschung der gleichnamigen baskischen Stadt durch die Legion Condor am 26. April 1937, das, zunächst ohne nennenswerte Resonanz erstmals gezeigt bei der Pariser Weltausstellung 1938, zum berühmtesten Gemälde des 20. Jahrhunderts werden wird. Viele Szenen, Schlachten und persönliche Erlebnisse der Beteiligten schildert Ingendaay sehr detailliert und bildhaft, so dass man eine Vorstellung sowohl von der Komplexität als auch von der unfassbaren Grausamkeit dieses Krieges bekommt. Durch den häufigen Perspektivwechsel und Formulierungen, die zum Einrahmen schön sind, ist dieses Buch nicht nur sehr informativ, sondern, trotz all der geschilderten Grausamkeiten, gleichzeitig auch sehr unterhaltsam zu lesen. Und es stellt sehr viele Referenzen her zu Literatur, die im Nachgang entstanden ist und macht große Lust, einige dieser Werke zu lesen. Den Untertitel „Der große Kampf der Literatur“ finde ich nicht nur aus den eingangs genannten Gründen etwas irreführend. Nicht die Literatur hat gekämpft. Es waren Menschen.

Anekdotenreich und literarisch

Lesenswege am 11.05.2026
Bewertungsnummer: 3135542
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil es sich scheinbar einreiht in eine Anzahl jüngst erschienener erzählender Sachbücher, die Zeitgeschichte mit Literatur und ihren Literaten verknüpfen. Doch diese Annahme erweist sich nur bedingt als richtig, denn um Literatur geht es hier nur sehr peripher. Bei den anderen Büchern sind die Autoren bzw Künstler vor dem Hintergrund ihrer Zeit das Thema, doch hier ist das Thema der Spanische Bürgerkrieg, in den Autoren und andere Künstler als kämpfende Beteiligte oder Kriegsberichterstatter involviert waren. Das ist mE eine vollkommen andere Prämisse. Ingendaay hat sein Werk in vier Teile gegliedert, von denen sich jeder einem Jahr des Krieges widmet, der 1936 im Sommer beginnt und im Frühjahr 1939 zu Ende geht. Diese Teile sind in überwiegend datierte kurze, teilweise sehr kurze Kapitel strukturiert. Vor allem im ersten Teil, der mit 142 von 315 Seiten der umfangreichste ist, ist die Vorgeschichte eingeflochten, ebenso der Werdegang Francos und einiger anderer maßgeblicher Akteure dieses Krieges. Auf der Seite der Republik stehen die Internationalen Brigaden, zu deren Kämpfern Männer und Frauen aus 60 Ländern gehören. Hier kommen die Literaten ins Spiel, denn in den Reihen der Internationalen Brigaden sind viele Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Fotografen, Philosophen etc. Robert Capa und Gerda Taro (die im Juli 1937 in Spanien stirbt) machen ikonografische Fotos, Hemingway, Orwell, Arthur Koestler, Willy Brandt, Martha Gellhorn und andere sind Kriegsberichterstatter und verarbeiten ihre Erlebnisse später literarisch, in Romanen, Kurzgeschichten, in ihren Lebenserinnerungen und in Essays. Picasso erschafft mit „Guernica“ ein gigantisches Ölgemälde als Reaktion auf die Auslöschung der gleichnamigen baskischen Stadt durch die Legion Condor am 26. April 1937, das, zunächst ohne nennenswerte Resonanz erstmals gezeigt bei der Pariser Weltausstellung 1938, zum berühmtesten Gemälde des 20. Jahrhunderts werden wird. Viele Szenen, Schlachten und persönliche Erlebnisse der Beteiligten schildert Ingendaay sehr detailliert und bildhaft, so dass man eine Vorstellung sowohl von der Komplexität als auch von der unfassbaren Grausamkeit dieses Krieges bekommt. Durch den häufigen Perspektivwechsel und Formulierungen, die zum Einrahmen schön sind, ist dieses Buch nicht nur sehr informativ, sondern, trotz all der geschilderten Grausamkeiten, gleichzeitig auch sehr unterhaltsam zu lesen. Und es stellt sehr viele Referenzen her zu Literatur, die im Nachgang entstanden ist und macht große Lust, einige dieser Werke zu lesen. Den Untertitel „Der große Kampf der Literatur“ finde ich nicht nur aus den eingangs genannten Gründen etwas irreführend. Nicht die Literatur hat gekämpft. Es waren Menschen.

Eine klare Leseempfehlung!

Bellis-Perennis aus Wien am 01.05.2026

Bewertungsnummer: 3125486

Bewertet: eBook (PDF)

Der Beginn des Spanischen Bürgerkrieg am 17. Juli 1936 jährt heuer zum 90. Mal und ist kein Grund zum Feiern, sondern eher einer zum Innehalten, zumal diese blutigen Jahre und ihre nachfolgende Geschichte noch nicht zur Gänze aufgearbeitet worden sind. Nach wie vor gibt es Familien, die nicht wissen, in welchem der noch unbekannten Massengräbern ihre Liebsten verscharrt oder wohin ihre Kinder verschleppt worden sind. Mir ist zwar einiges über den Spanischen Bürgerkrieg bekannt, sei es aus Sachbüchern (Uwe Wittstock, Florian Illies et al.) oder sei es aus Biografien (Carlos Collado Seidel) oder historischen Romanen (Arturo Pérez-Reverte) doch dieses Buch von Paul Ingendaay erweitert mein Wissen beträchtlich. Nach Vorspann und Prolog gliedert Paul Ingendaay sein Buch wie folgt in vier Kapitel, die den vier Kriegsjahren entsprechen und noch in weitere Unterkapitel unterteilt sind, die einzelne Ereignisse örtlich und zeitlich genau auflisten. Dabei werden Gräueltaten auf beiden Seiten nicht ausgespart. Eins - 1936 Zwei - 1937 Drei - 1938 Vier - 1939 Das Buch endet mit einem Epilog, der sich mit Picassos monumentalem Bild „Guernica“ beschäftigt sowie einem Abspann, der die weiteren Lebensdaten zahlreichen Beteiligten auf beiden Seiten aufzählt. Ergänzt wird dieses umfassende Werk zum Spanischen Bürgerkrieg mit zahlreichen Fotos und Landkarten. Der Autor verschweigt weder die abwartende Haltung Frankreichs und Großbritanniens noch Hitlers und Mussolinis Rollen bei der Unterstützung der Faschisten, die ihnen als Blaupause für den Zweiten Weltkrieg dient, den Hitler am 1. September 1939 beginnt. Den Titel „Entscheidung in Spanien“ finde ich recht gut gewählt, den Untertitel „Der große Kampf der Literatur 1936 - 1939“ weniger. Ja, es haben zahlreiche Schriftsteller wie die Manns (mit Texten von der sicheren Schweiz aus) oder vor Ort mit Waffen, Ernest Hemingway, George Orwell, OrsonWells oder Simone Weil in den internationalen Brigaden gekämpft, doch auch Journalisten und Fotografen wie Robert Capa & Gerda Taro und Martha Gellhorn haben ihren Anteil. Das Cover gefällt mir nicht wirklich, da es auf mich viel zu friedlich wirkt und der Tragödie keine Rechnung trägt. Hier hätte ich einen blutroten Hintergrund und eine zerbombte Stadt und/oder Flugzeuge besser gefunden. Ich denke, das wurde im Verlag diskutiert. Fazit: Gerne gebe ich diesem interessanten Buch, das den Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939, das ganz unüblich aus der Sicht der Verlierer betrachtet, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Eine klare Leseempfehlung!

Bellis-Perennis aus Wien am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125486
Bewertet: eBook (PDF)

Der Beginn des Spanischen Bürgerkrieg am 17. Juli 1936 jährt heuer zum 90. Mal und ist kein Grund zum Feiern, sondern eher einer zum Innehalten, zumal diese blutigen Jahre und ihre nachfolgende Geschichte noch nicht zur Gänze aufgearbeitet worden sind. Nach wie vor gibt es Familien, die nicht wissen, in welchem der noch unbekannten Massengräbern ihre Liebsten verscharrt oder wohin ihre Kinder verschleppt worden sind. Mir ist zwar einiges über den Spanischen Bürgerkrieg bekannt, sei es aus Sachbüchern (Uwe Wittstock, Florian Illies et al.) oder sei es aus Biografien (Carlos Collado Seidel) oder historischen Romanen (Arturo Pérez-Reverte) doch dieses Buch von Paul Ingendaay erweitert mein Wissen beträchtlich. Nach Vorspann und Prolog gliedert Paul Ingendaay sein Buch wie folgt in vier Kapitel, die den vier Kriegsjahren entsprechen und noch in weitere Unterkapitel unterteilt sind, die einzelne Ereignisse örtlich und zeitlich genau auflisten. Dabei werden Gräueltaten auf beiden Seiten nicht ausgespart. Eins - 1936 Zwei - 1937 Drei - 1938 Vier - 1939 Das Buch endet mit einem Epilog, der sich mit Picassos monumentalem Bild „Guernica“ beschäftigt sowie einem Abspann, der die weiteren Lebensdaten zahlreichen Beteiligten auf beiden Seiten aufzählt. Ergänzt wird dieses umfassende Werk zum Spanischen Bürgerkrieg mit zahlreichen Fotos und Landkarten. Der Autor verschweigt weder die abwartende Haltung Frankreichs und Großbritanniens noch Hitlers und Mussolinis Rollen bei der Unterstützung der Faschisten, die ihnen als Blaupause für den Zweiten Weltkrieg dient, den Hitler am 1. September 1939 beginnt. Den Titel „Entscheidung in Spanien“ finde ich recht gut gewählt, den Untertitel „Der große Kampf der Literatur 1936 - 1939“ weniger. Ja, es haben zahlreiche Schriftsteller wie die Manns (mit Texten von der sicheren Schweiz aus) oder vor Ort mit Waffen, Ernest Hemingway, George Orwell, OrsonWells oder Simone Weil in den internationalen Brigaden gekämpft, doch auch Journalisten und Fotografen wie Robert Capa & Gerda Taro und Martha Gellhorn haben ihren Anteil. Das Cover gefällt mir nicht wirklich, da es auf mich viel zu friedlich wirkt und der Tragödie keine Rechnung trägt. Hier hätte ich einen blutroten Hintergrund und eine zerbombte Stadt und/oder Flugzeuge besser gefunden. Ich denke, das wurde im Verlag diskutiert. Fazit: Gerne gebe ich diesem interessanten Buch, das den Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939, das ganz unüblich aus der Sicht der Verlierer betrachtet, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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