Produktbild: Der Junge im Taxi
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Der Junge im Taxi Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/12,7/2,6 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

L’Enfant dans le Taxi

Übersetzt von

Claudia Kalscheuer

Sprache

Deutsch

EAN

2710003839962

Beschreibung

Rezension

»Sylvain Prudhomme erzählt diese berührende Geschichte um ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis in langen, gewundenen Sätzen und poetischen Bildern. Der Junge im Taxi ist ein sanfter, ein schwindelerregender und zum Ende hin auch versöhnlicher Roman, der weit über die Geschichte einer einzelnen Familie hinausreicht.« ("Deutschlandfunk Kultur")
» Der Junge im Taxi , ein melancholischer deutsch-französischer Roman, ist ein eindrucksvolles Plädoyer wider die Geschichtsvergessenheit. Sylvain Prudhomme wartet mit tastenden, brillanten Dialogen auf, besticht durch subtile Gefühlsbeschreibungen und kommt ohne aufgesetzte Pseudo-Dramatik aus. Die vielen, atmosphärisch dichten Schachtelsätze hat Claudia Kalscheuer rhythmisch präzise ins Deutsche übersetzt.« ("Deutschlandfunk")
»Es ist ein berührender Text, einer aus dem menschlichen Mikrokosmos. Das liebevolle Gemälde einer Großfamilie und ihrer Beziehungen zueinander. Prudhomme pflegt eine schlichte, klare Sprache, die Bilder im Kopf entstehen lässt und alle Sinne anspricht. So gleichmäßig und ruhig Prudhomme erzählt, schlägt die Geschichte immer wieder unerwartete Haken und bleibt spannend bis zum Schluss. Er zeigt die Verletzungen, die in Kinderseelen unmittelbar nach dem Krieg entstanden sind und erhebt für jene die Stimme, die damals vaterlos und mit einem Makel behaftet aufwachsen mussten.« ("ORF")
»Sylvain Prudhomme schreibt eine Prosa, in der man versinken möchte. Sein Roman ist eine Suche, ein Einspruch, eine Wiedergutmachung, um ein kunstvoll inszeniertes Vergessen zu durchbrechen und einen verleugneten Verwandten in die Familie aufzunehmen.« ("Le Monde")
»Selten wurde mit so viel Feinfühligkeit von Schuld, Wiedergutmachung und dem schmerzlichen Nachwirken der Vergangenheit erzählt. Eine Entdeckung.« ("Münchner Merkur")
»Von diesem Buch blickt man auf, als ob man in einer anderen Welt gewesen wäre. Aber eigentlich möchte man nicht aufblicken, man will unbedingt dieses Geheimnis lüften, das am Bodensee seinen Ursprung hat.« ("der Freitag")
»Sylvain Prudhomme alias Simon will keine Rechnungen aufmachen. Er urteilt nicht, er schreibt mit Empathie, voller Spannung in einer äußerst musikalischen Sprache.« ("Rhein-Neckar-Zeitung")
»Ein Roman gegen Geschichtsvergessenheit.« ("Focus")
»In poetischen Bilder erzählt Prudhomme die Geschichte eines Jungen, der Ende des Zweiten Weltkriegs gezeugt wurde – als ›Bastard‹, von einem Mann, dem der Mut fehlt, sich als Vater zu bekennen. Es sind die kleinen Geschichten und es ist das Leben selbst, die die große Geschichte schreiben. Und es ist Sylvain Prudhommes eigene Story: Der 46-Jährige setzt sich – wie sein Ich-Erzähler – über das Schweigen in der Familie hinweg.« ("Rhein-Neckar-Zeitung")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/12,7/2,6 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

L’Enfant dans le Taxi

Übersetzt von

Claudia Kalscheuer

Sprache

Deutsch

EAN

2710003839962

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
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Fühlen wie ein Sohn

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 26.04.2026

Bewertungsnummer: 3120689

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»M., der deutsche Sohn von Malusci. Du weißt doch, dass dein Großvater in Deutschland einen Sohn gezeugt hat, damals, als er am Bodensee Besatzungssoldat war. Einen Sohn mit einer Deutschen, die er ein paar Wochen lang gekannt hat, das wusstest du doch, oder?« (Seite 25) - Nachdem Simons Großvater Malusci im Kreise der Familie bestattet worden ist, wird Simon von dem Mann seiner Tante zur Seite genommen und erfährt ein Geheimnis, das ungeheuerlich klingt. Einen Sohn soll sein Großvater gezeugt haben, als Besatzungssoldat in Deutschland, den niemand je erwähnt hat. Simon, selbst gerade frisch getrennt und verletzlich, macht sich auf die Suche nach dem unbekannten Mann. - Sylvain Prudhomme verarbeitete mit dem vorliegenden Buch seine eigene Geschichte, auch er erfuhr bei der Beerdigung seines Großvaters erstmals von einem Onkel in Deutschland und musste dieses Erlebnis verdauen, bevor er es niederschrieb. Dinge aus der Vergangenheit verbanden sich plötzlich mit dem neuen Wissen und einiges, das vorher nebenbei erzählt worden ist, ergab plötzlich einen Sinn. Man merkte dem autofiktionalen Roman an, wie getroffen er war, wie sehr es ihn persönlich bewegt hat, diesem Familiengeheimnis nachzuspüren. - In einer wunderschönen Sprache, stellenweise ohne Satzzeichen und nicht gekennzeichnet, wenn es um Gespräche ging, erzählte Sylvain mit der Stimme von Simon, wie es ihm erging. Eine Familiengeschichte, die manchmal spannender war wie ein Krimi, eine Suche, die oft aufregend war. Ein Roman, der mich berührt hat, ich bin dankbar, dass ich bei dieser sehr persönlichen Aufarbeitung zugegen sein durfte. Lesenswert!

Fühlen wie ein Sohn

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 26.04.2026
Bewertungsnummer: 3120689
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»M., der deutsche Sohn von Malusci. Du weißt doch, dass dein Großvater in Deutschland einen Sohn gezeugt hat, damals, als er am Bodensee Besatzungssoldat war. Einen Sohn mit einer Deutschen, die er ein paar Wochen lang gekannt hat, das wusstest du doch, oder?« (Seite 25) - Nachdem Simons Großvater Malusci im Kreise der Familie bestattet worden ist, wird Simon von dem Mann seiner Tante zur Seite genommen und erfährt ein Geheimnis, das ungeheuerlich klingt. Einen Sohn soll sein Großvater gezeugt haben, als Besatzungssoldat in Deutschland, den niemand je erwähnt hat. Simon, selbst gerade frisch getrennt und verletzlich, macht sich auf die Suche nach dem unbekannten Mann. - Sylvain Prudhomme verarbeitete mit dem vorliegenden Buch seine eigene Geschichte, auch er erfuhr bei der Beerdigung seines Großvaters erstmals von einem Onkel in Deutschland und musste dieses Erlebnis verdauen, bevor er es niederschrieb. Dinge aus der Vergangenheit verbanden sich plötzlich mit dem neuen Wissen und einiges, das vorher nebenbei erzählt worden ist, ergab plötzlich einen Sinn. Man merkte dem autofiktionalen Roman an, wie getroffen er war, wie sehr es ihn persönlich bewegt hat, diesem Familiengeheimnis nachzuspüren. - In einer wunderschönen Sprache, stellenweise ohne Satzzeichen und nicht gekennzeichnet, wenn es um Gespräche ging, erzählte Sylvain mit der Stimme von Simon, wie es ihm erging. Eine Familiengeschichte, die manchmal spannender war wie ein Krimi, eine Suche, die oft aufregend war. Ein Roman, der mich berührt hat, ich bin dankbar, dass ich bei dieser sehr persönlichen Aufarbeitung zugegen sein durfte. Lesenswert!

Zwischen Schweigen und Herkunft

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 29.12.2025

Bewertungsnummer: 2686825

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal stolpert man in Bücher hinein wie in ein Taxi, ohne genau zu wissen, wohin die Fahrt geht. Und sitzt plötzlich da, schweigend, schaut aus dem Fenster und merkt, dass etwas in Bewegung geraten ist. Der Junge im Taxi ist genau so ein Buch. Still, zurückhaltend, aber mit einer emotionalen Wucht, die sich erst langsam entfaltet – und dann bleibt. Im Zentrum steht eine Leerstelle. Ein Mann, über den niemand spricht. Ein Sohn, der irgendwo in Deutschland existiert oder existiert hat. Prudhomme macht aus diesem Schweigen keinen Thriller, sondern etwas viel Eindringlicheres: eine tastende Suche. Keine großen Enthüllungen, keine dramatischen Wendungen, sondern Gedanken, Zweifel, Annäherungen. Dieses ständige Fragen: Wer wäre ich gewesen, wenn meine Geschichte anders begonnen hätte? Simons eigene Trennung läuft dabei wie ein leiser Bass unter allem mit. Verlust trifft auf Verlust, Vergangenheit auf Gegenwart. Und plötzlich fühlt sich diese Recherche nicht mehr fremd an, sondern intim. Die Reise an den Bodensee wirkt weniger wie eine Ortsveränderung, mehr wie ein vorsichtiges Abklopfen der eigenen Risse. Was hängen bleibt, ist dieser ruhige, poetische Ton. Kein Satz zu viel, keiner zu glatt. Prudhomme schreibt mit Respekt vor dem Ungesagten. Über Kriegskinder, über Väter, die fehlen, über Identität, die nie abgeschlossen ist. Ein Roman, der nicht schreit, sondern flüstert – und genau deshalb so tief trifft. Am Ende klappt man das Buch zu und sitzt einen Moment da. So wie nach einer langen Taxifahrt, wenn der Motor aus ist, aber die Gedanken noch weiterfahren.

Zwischen Schweigen und Herkunft

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 29.12.2025
Bewertungsnummer: 2686825
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal stolpert man in Bücher hinein wie in ein Taxi, ohne genau zu wissen, wohin die Fahrt geht. Und sitzt plötzlich da, schweigend, schaut aus dem Fenster und merkt, dass etwas in Bewegung geraten ist. Der Junge im Taxi ist genau so ein Buch. Still, zurückhaltend, aber mit einer emotionalen Wucht, die sich erst langsam entfaltet – und dann bleibt. Im Zentrum steht eine Leerstelle. Ein Mann, über den niemand spricht. Ein Sohn, der irgendwo in Deutschland existiert oder existiert hat. Prudhomme macht aus diesem Schweigen keinen Thriller, sondern etwas viel Eindringlicheres: eine tastende Suche. Keine großen Enthüllungen, keine dramatischen Wendungen, sondern Gedanken, Zweifel, Annäherungen. Dieses ständige Fragen: Wer wäre ich gewesen, wenn meine Geschichte anders begonnen hätte? Simons eigene Trennung läuft dabei wie ein leiser Bass unter allem mit. Verlust trifft auf Verlust, Vergangenheit auf Gegenwart. Und plötzlich fühlt sich diese Recherche nicht mehr fremd an, sondern intim. Die Reise an den Bodensee wirkt weniger wie eine Ortsveränderung, mehr wie ein vorsichtiges Abklopfen der eigenen Risse. Was hängen bleibt, ist dieser ruhige, poetische Ton. Kein Satz zu viel, keiner zu glatt. Prudhomme schreibt mit Respekt vor dem Ungesagten. Über Kriegskinder, über Väter, die fehlen, über Identität, die nie abgeschlossen ist. Ein Roman, der nicht schreit, sondern flüstert – und genau deshalb so tief trifft. Am Ende klappt man das Buch zu und sitzt einen Moment da. So wie nach einer langen Taxifahrt, wenn der Motor aus ist, aber die Gedanken noch weiterfahren.

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von Sylvain Prudhomme

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