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Gebraucht Band 3

Trag das Feuer weiter Der neue große Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin - »Was für ein schönes, großes, reiches Buch.« Volker Weidermann, DIE ZEIT

Aus der Reihe Das Land der Anderen
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

17585

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.01.2026

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/4,1 cm

Gewicht

616 g

Farbe

Anthrazit

Originaltitel

J’EMPORTERAI LE FEU

Übersetzt von

Amelie Thoma

Sprache

Deutsch

EAN

2710003803918

Beschreibung

Rezension

»Was für ein schönes, großes, reiches Buch« ("Volker Weidermann / DIe Zeit")
»Mit ›Trag das Feuer weiter‹, dem letzten Teil ihrer Romantrilogie, gelingt der französisch-marokkanischen Schriftstellerin Leïla Slimani ein weiteres literarisches Meisterwerk.« ("Katharina Stegelmann / Der Spiegel")
»Eine atemberaubende Lektüre« ("Martina Läubli / Neue Zürcher Zeitung")
»Ein unterhaltsamer Familienschmöker« ("Gerrit Bartels / Tagesspiegel")

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

17585

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.01.2026

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/4,1 cm

Gewicht

616 g

Farbe

Anthrazit

Originaltitel

J’EMPORTERAI LE FEU

Übersetzt von

Amelie Thoma

Sprache

Deutsch

EAN

2710003803918

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    14.05.2026

    eBook (ePUB)

    Zerrissene Identitäten

    «Was soll es bringen, herauszufinden wollen, wo mein Platz ist, welches mein Land ist, wenn ich nicht einmal weiss, wer ich bin»? (440) Mit diesem Satz bring Mia, die Erzählerin es auf den Punkt: In Marokko aufgewachsen, in Paris lebend, die Grossmutter aus dem Elsass, und die Erkenntnis, dass sie als homosexuelle in Marokko sicher keinen Platz hat. Die ganze Familie ist zerrissen zwischen den marokkanischen Sitten und ihrem westlichen Lebensstil und ihren Ansichten. Der Roman ist der dritte der Trilogie, in der Slimani die Geschichte ihrer Familie beschreibt: Grossmutter Mathilde zieht mit Amine, einem marokkanischen Soldaten nach dem Krieg nach Marokko. Ihre Tochter Aïcha heiratet Mehdi, und zusammen haben sie zwei Töchter, Mia und die jüngere Inès. Hier beginnt die Geschichte mit den Zweifeln von Mia an sich selbst, mit ihrem Anderssein und Suchen nach sich selbst. Sie leben in Marokko, sind aber nach Frankreich ausgerichtet, gehen in die französische Schule, sind keine Muslime, trinken Alkohol und müssen sich alle Mühe geben, mit dem traditionellen Marokko nicht in Konflikt zu geraten. Aïcha ist Gynäkologin am Spital, Mehdi bringt mit seiner Hartnäckigkeit ein verkommenes Geldinstitut hoch zu einer angesehenen Bank, wird aber aus undurchsichtigen Gründen entlassen, vegetiert vor sich hin und wird schliesslich ins Gefängnis gesteckt. Mia wandert nach Paris und dann London aus, Inès folgt ihr nach Paris, wo beide einerseits die Freiheit geniessen, sich anderseits auch nicht zuhause fühlen. Ja, und wenn ich nicht weiss, wo mein Platz ist, wo ich hingehöre, wie kann ich dann herausfinden, wer ich bin? Slimani beschreibt eindrücklich die inneren Konflikte ihrer Figur Mia, ihr Suchen nach Identität und Zugehörigkeit, nach einer Rolle in dieser (welcher?) Welt, nach einer äusseren und inneren Heimat. Man erfährt viel auch über die innere Zerrissenheit von Marokko zwischen arabischer und westlich-französischer Identität. Slimani gelingt ein eindrückliches Zeitdokument des ungewissen Wandels eines Landes und seiner Bewohner*innen zwischen Tradition und Moderne – mit ungewissem Ausgang. Absolut lesenswert. «Inès nahm bei ihrer Tante eine aussergewöhnliche Stärke wahr – sie lebte allein und ungebunden – und eine hoffnungslose Traurigkeit» (130). «Naiv glaubten ihre Eltern, die Bücher wären ein Tarnumhang, der jegliche Übel und Gefahren von ihrer Tochter fernhielt. Sie hatten nicht begriffen, dass Mia darin etwas anderes suchte und dass die Romane in ihr ein grenzenloses Verlangen nach Freiheit genährt hatten, einen Groll auf ihr trübes, ereignisloses Leben am Rand der Welt» (142). «Ihre Eltern hatten akzeptiert, in dieser moralischen Verwirrung zu leben, sie hatten sie an ihre Kinder weitergegeben, und Mia wusste jetzt, dass sie ihr niemals helfen könnten, die Frage «Wer bin ich» zu beantworten». (223f) «Und Aicha hatte gesagt: ’Der Arme, Leute wie er (der schwule Friseur) sind niemals glücklich’. Diesen Satz würde Mia niemals vergessen (224) «Mia hatte das Gefühl, nackt zu sein und von der ganzen Welt belauert zu werden. Sie würde ohne schützende Rüstung leben, verletzlich, ausgeliefert. (…) Sie würde den Monstern allein begegnen müssen» (225f). Wenn sie unterwegs war, beobachtete sie heimlich die andern, (…) die andern, die lebten. Es kam ihr so vor, als würden selbst die Häuser von Paris sie verachten und verspotten». (245f) «Man tut so, als hätte man keinen Hunger und isst ein bisschen Salat, obwohl man von Pommes frites und Sahne träumt. Es ist eines der ersten Dinge, die eine Frau lernt. So zu tun, als ob» (315). «Diese Sache mit den Wurzeln dient nur dazu, dich am Boden festzunageln, während die Vergangenheit, das Haus, die Dinge, die Erinnerungen unwichtig sind. Entfache einen großen Brand und trag das Feuer weiter». (237)

  • Bewertung

    5/5

    02.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Einblick in eine andere Gesellschaft

    Fesselnd geschriebener Einblick in die patriarchalische Gesellschaftschicht. Die Nöte der einzelnen Charaktere sehr anschaulich beschrieben. Auch wie stark die Normen auch in der Fremde weiter einen grossen Einfluss auf die einzelnen Protagonist-innen haben.

  • Ingrid

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    17.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Suche nach Identität über mehrere Generationen, Religionen und Kontinente hinweg

    Mit ihrem Roman „Trag das Feuer weiter“ beendet Leila Slimani ihre Familientrilogie, die auf wahren Begebenheiten aus dem Leben ihrer Familien beruht. Die Wurzeln der Autorin liegen sowohl in Frankreich wie auch in Marokko. Die überwiegende Handlung des dritten Bands spielt im Nordwesten Afrikas. Die ersten beiden Teile habe ich nicht gelesen. Dank einer kurzen Beschreibung der wichtigsten Figuren habe ich mich gut in die Erzählung eingefunden. Anfang der 1970er Jahre heiratet die Gynäkologin Aisha, deren Mutter aus dem Elsass stammt, den Finanzökonomen Mehdi. Ihre Tochter Mia wird 1974 geboren. In kurzen Zwischensequenzen erzählt diese aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart, in der sie als Schriftstellerin in Paris wohnt. Aufgrund einer Erkrankung empfiehlt ihr ein Arzt, sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit zu begeben. Daraufhin reist sie nach Marokko zur noch existierenden Farm ihrer Großeltern Mathilde und Amine, auf der ein Verwalter sich um das Anwesen kümmert. Die Geschichte von Mias Familie wird in auktorialer Erzählweise geschildert und setzt Mitte der 1970er Jahre ein. In dieser Zeit gelingt es Aisha, Beruf und Mutterschaft miteinander zu vereinbaren. Während ihrer Abwesenheit kümmert sich ein Hausmädchen um Haushalt und die Kinder. Mia lehnt ihre sechs Jahre jüngere Schwester Ines ab, die scheinbar von allen geliebt wird. Sie selbst begehrt gerne mal auf. Bücher eröffnen ihr den Blick auf die Welt. Sie sehnt sich nach Freiheit jenseits ihres privilegierten Elternhauses. Leïla Slimani vermittelt dem Lesenden eindrucksvoll politische und kulturelle Einblicke in Marokko. Sie stellt die Gegensätze der Denkweisen und gesellschaftlichen Konventionen heraus, ohne diese zu werten. Über die Jahre hinweg wird sichtbar, wie sich das Land verändert und mit ihm auch Mias Familie. Anfang der 1990er Jahre erleben Mehdi und Mia sowie ihr Großvater Amine einen Culture Clash auf ihre je eigene Weise. Amine ist verstört vom trubeligen New York, das er nur seines Sohns zuliebe besucht. Es wird deutlich, wie schwierig es für ihn ist, sich in dieser fremden Kultur zurechtzufinden, auch weil ihm die Sprachkenntnisse fehlen. Mehdis berufliche Tätigkeit zwingt ihn dazu, Verhandlungen im Ausland zu führen. Für ihn wird es zum Problem, Marokko als ein Land mit großer Zukunft vorzustellen, um es für Investoren attraktiv zu machen. Derweil beginnt Mia ein Wirtschaftsstudium in Paris und droht am Fehlen der familiären Zuwendung zu scheitern. In ihrem Roman „Trag das Feuer weiter“ zeigt Leïla Slimani die Suche nach Identität über mehrere Generationen, Religionen und Kontinente hinweg. Sie bindet bedeutende historische Ereignisse ein und verwebt sie mit den persönlichen Schicksalen der Protagonist*innen. Der Roman regt dazu an, über Familie, Herkunft und Selbstverwirklichung nachzudenken. Sehr gerne empfehle ich ihn weiter.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    12.02.2026

    Hörbuch-Download

    Die Frage nach der eigenen Identität

    In “Trag das Feuer weiter” erzählt Leïla Slimani die Geschichte der privilegierten Familie ihrer Protagonistin Mia Dahoud, die sich über dreißig Jahre erstreckt. Es geht ihr dabei um Identität, um das Zuhause und die Heimat, um Freiheit und Verwurzelung. Und sie beschreibt die letzten 30 Jahre der marokkanischen Geschichte vor dem Hintergrund von Kolonialismus und anhaltendem französischem Einfluss, insbesondere auf die marokkanische Oberschicht. Sie erzählt von den sozialen Ungerechtigkeiten in einer autoritär geführten Monarchie und vom Schwenk von einem westlich-aufklärerischen Weg zu einem anwachsenden Islamismus. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Frauen der Familie Dahoud, die den Wandel, aber auch Elemente der Beständigkeit in ihrem Land erleben. “Trag das Feuer weiter” wird von Leïla Slimani in einer sehr poetischen Sprache voller Emotionen erzählt, ist aber dennoch ein spannender gesellschaftspolitischer Entwicklungsroman über das Aufwachsen zwischen verschiedenen Kulturen, über alltäglichen Rassismus, den Wunsch nach Freiheit und die schwierige Frage nach der eigenen Identität.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ankunft des Monarchfalters

    “Trag das Feuer weiter” ist der Abschlussband einer Trilogie von Leila Slimani. Das Buch lässt sich eigenständig lesen, aber um das große Ganze zu verstehen, wäre Vorwissen vermutlich gut. Slimani beschreibt in ihrer Buchreihe starke Frauen, drei Generationen einer Familie, die gegen viele Widerstände zu kämpfen haben, um sich am Ende ihren Traum zu verwirklichen. In Falle der Protagonistin Mia ist dies die Schriftstellerei - nach Oma Mathilde und Papa Mehdi ist sie bereits die dritte Daoud, die diesen Traum hegt, und diejenige, die ihn nun endlich wahr werden lassen kann. Der Monarchfalter ist angekommen. Die Geschichte erzählt von Mia, die in den 80er-Jahren in Marokko aufwächst und erst durch ihren Weggang nach Frankreich erfährt, wie sich Freiheit anfühlt. Endlich kann sie ihre Homosexualität offen leben, ohne komisch angesehen zu werden. Und endlich ist sie unter jungen Menschen, die sie verstehen und schätzen, wie sie ist. Ähnliches erlebt auch ihre Schwester Inés, die von Geburt an auf ihr hübsches Aussehen reduziert wird, sich später mit Lügengebilden in den Mittelpunkt spielen muss und die Schwierigkeiten hat, ihre stark ausgeprägte Sexualität in Marokko auszuleben. Neben der persönlichen Ebene gibt es viele Hinweise auf die politische Lage im Land und die spezielle Situation der Familie Daoud, die grundsätzlich eine eher liberale Einstellung vertritt. Die Daouds wohnen im Ambassadors, dem Viertel, das der gehobenen Schicht zugeordnet ist und in dem die Kinder in die französische Schule gehen. Ein Culture Clash innerhalb des eigenen Landes… Gerade Vater Mehdi erlebt, in welch widersprüchlicher Gesellschaft sie leben und wie schnell das mühsam errichtete Kartenhaus ohne eigenes Zutun zusammenfallen kann. Der Roman ist sehr facettenreich geschrieben, es gibt Wechsel in der Zeitebene, in den Orten ebenso wie in der Erzählperspektive. Die Sprache schönt nichts – gerade in den ersten Kapiteln, die Mias Kindheit und Jugend wiedergeben, ist der Ton derbe und die Handlung oft schockierend. Doch genau so soll es sein, denn genau daran erinnert sich Mia, als sie sich als Erwachsene zu Heilungszwecken zu Besuch in Marokkko aufhält und dort in ihre Familiengeschichte eintaucht. Mein Fazit: Ich habe die ersten beiden Bände nicht gelesen, konnte dem Roman aber dennoch gut folgen. Schriftstellerische eine großartige Leistung, die zum Nachdenken anregt und Lust auf mehr macht…

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