Produktbild: Die Enkelin
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Die Enkelin Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

62584

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,2/2,6 cm

Gewicht

337 g

Auflage

07. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003688973

Beschreibung

Rezension

»Bernhard Schlink gehört zu den größten Begabungen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er ist ein einfühlsamer, scharf beobachtender und überaus intelligenter Erzähler. Seine Prosa ist klar, präzise und von schöner Eleganz.«
»Bernhard Schlink gehört zu den größten Begabungen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er ist ein einfühlsamer, scharf beobachtender und überaus intelligenter Erzähler. Seine Prosa ist klar, präzise und von schöner Eleganz.«
»Bernhard Schlink hat einen Roman geschrieben, den man überall mit hinschleppt, falls sich noch eine winzige Möglichkeit ergibt, ihn weiterzulesen.«
»Bernhard Schlink hat mit ›Die Enkelin‹ einen sehr bewegenden Roman geschrieben.«
»Ein großes Buch mit brillantem Schluss.«

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

62584

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,2/2,6 cm

Gewicht

337 g

Auflage

07. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003688973

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstr. 8
8032 Zürich
Schweiz
Email: info@diogenes.ch
Url: www.diogenes.ch
Telephone: +41 44 2548511
Fax: +41 44 2528407

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    10.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wunderbares Buch über Herkunft, Gräben und Hoffnung

    Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau Birgit begibt sich Kasper auf Spurensuche. Woran hat sie all die Jahre im Stillen geschrieben? Als er auf ihr unvollendetes Romanmanuskript stößt, offenbaren sich ihm Gedanken, Ängste und traumatische Erlebnisse, die Birgit zeit ihres Lebens vor ihm verborgen hat. Durch die Aufzeichnungen erfährt Kasper, dass sie in jungen Jahren in der DDR ein Kind zur Welt brachte, das sie jedoch direkt nach der Geburt zurückgekassen hat. Birgits Biografie ist geprägt vom Leben im Osten, der Flucht nach West-Berlin und dem Gefühl, im Westen nie richtig anzukommen oder dazuzugehören. Zurück bleibt Kasper – wütend, verletzt, betrogen und zutiefst einsam. Ausgelöst durch diese Entdeckung macht er sich auf die Suche nach Birgits Tochter – ein Schritt, den seine Frau aus Angst vor Zurückweisung nie gewagt hat. Kasper findet die Tochter, Svenja, tatsächlich. Sie lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Sigrun in einer völkischen Gemeinschaft im Osten Deutschlands. Behutsam nähert sich Kasper seiner Enkelin an, gewinnt ihr Vertrauen und schafft es schließlich, dass sie ihn in den Ferien mehrfach in Berlin besucht. Bei jedem Treffen versucht er rücksichtsvoll und ohne Aufdränglichkeit, ihr seine Welt zu zeigen und ihr Alternativen zur rechten Ideologie ihres Elternhauses aufzuzeigen. Es ist ein schwieriger, kräftezehrender Weg. Bis zum Schluss bleibt offen, ob sein Ringen um die Enkelin und diese zarte Saat der Hoffnung am Ende Früchte tragen werden. Dieses Buch hat mich in eine Lebenswelt mitgenommen, mit der ich mich bisher so noch  beschäftigt hatte. Bernhard Schlink schreibt unglaublich klug. Er verzichtet auf den erhobenen Zeigefinger. Stattdessen zeigt er feinfühlig, wie man durch Musik, Literatur und Kunst zu einem Menschen durchdringen und dessen Gefühlswelt positiv verändern kann. Ich mag es nicht, wenn in Rezensionen behauptet wird: „Dieses Buch MUSS man gelesen haben.“ Jeder sollte völlig frei entscheiden, was er liest. Doch “Die Enkelin” ist für mich ein wunderbares, tiefgründiges Werk über die Gräben zwischen Ost- und Westdeutschland, die Gefahr nationalsozialistischen Gedankenguts und die verbindende Kraft der Kultur. Es ist eine Hommage an die Hoffnung – und eine Erinnerung daran, dass man Menschen nicht aufgeben darf, auch wenn sie einen manchmal verzweifeln lassen. Für mich ein unglaublich bereicherndes und wichtiges Buch. 

  • Christa

    Book Circle Community

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Geschichte und Gegenwart – und dem, was uns verbindet

    Die Enkelin von Bernhard Schlink ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman über Familie, Herkunft und die Frage, wie sehr Geschichte unser Leben prägt. Im Zentrum steht Kaspar, der nach dem Tod seiner Frau beginnt, sich auf die Suche nach einer Tochter und Enkelin zu machen, von deren Existenz er lange nichts wusste. Die Geschichte verbindet drei Generationen von Frauen, deren Leben eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist. Dabei geht es weniger um grosse Ereignisse als um deren Auswirkungen auf einzelne Menschen – auf ihre Entscheidungen, ihre Überzeugungen und ihr Leben. Schlink erzählt diese Geschichte leise und zurückhaltend, fast vorsichtig, und lässt den Figuren Raum, sich zu entfalten. Besonders eindrücklich ist, wie das Buch zeigt, wie Ideologien wirken können – oft subtil, oft über Jahre hinweg gewachsen. Gleichzeitig macht es deutlich, dass Begegnung und Beziehung eine Kraft haben, die stärker sein kann als Überzeugungen. Veränderung geschieht hier nicht durch Konfrontation, sondern durch Nähe, durch Zuhören und durch das Ernstnehmen des Gegenübers. Die Geschichte bleibt dabei bewusst ruhig und entwickelt ihre Wirkung Schritt für Schritt. Besonders berührend ist dabei die Haltung des Grossvaters. Die Enkelin ist ein reflektiertes und fein erzähltes Buch, das sich schweren Themen mit grosser Sensibilität nähert. Ein Roman, der nachdenklich macht – nicht laut, sondern leise und nachhaltig.

  • Bewertung

    aus Liebenburg

    5/5

    07.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    tolle Literatur

    Das Cover finde ich sehr schön gemacht und passt auch sehr gut zu dem Inhalt. Bernhard Schlink hat hier viele wichtige Themen aufgegriffen. Es werden schwierige Situationen der Kinder in Jugendwerkshöfen erzählt als auch traurige Situationen der Waisenkinder. Auch rechtsradikales Denken wird hier thematisiert. Der Leser wird hier auf eine Reise des deutschen Lebens geschickt, die viele so nicht mehr kennen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und mit Bedacht feinfühlig beschrieben. Auch der Schreibstil ist toll. Der Autor findet zu allem die passenden Sätze und Wörter. Was ich auch sehr gelungen finde, das der Autor uns Lesern unsere eigenen Schlüsse ziehen lässt. Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor und ich werde mich nach weiteren Werken von ihm umsehen. Dieses Buch lässt einen sehr nachdenklich zurück und ich kann es nur weiterempfehlen.

  • Bewertung

    aus Höchstadt

    5/5

    27.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Was für ein Buch!

    Großartig; sanft; berührend. Literatur! Lesen! Ich habe das Buch gepageturned. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Eines der besten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Und ich lese wirklich viel.

  • Bewertung

    aus Nettersheim

    5/5

    20.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam und beeindruckend

    Der neue Roman von Bernhard Schlink ist wieder in einen neuzeitlichen geschichtlichen Hintergrund eingebettet, die Geschichte der Trennung und Wiedervereinigung von Ost und West. Der Buchhändler Kaspar kommt eines Abends nach Hause und findet seine Frau Birgit tot auf. Er wußte um ihre Alkoholprobleme und Melancholie und dennoch liebte er sie so wie sie war. Und sie war sich dessen gewiß. Es stellt sich heraus, dass ihm vieles verborgen geblieben ist. Kaspar um Birgit haben sich beim Pfingstfest in Berlin kennengelernt und verliebt. Birgit ist ihm 1965 aus dem Osten in den Westen gefolgt und sie haben geheiratet und waren bis zu ihrem Tod zusammen. Er weiß aber wenig aus ihrem einstigen Leben im Osten. Als ein Verlagsleiter eines kleinen feinen Verlages ihn nach Birgits Romanmanuskript fragt, beginnt seine Spurensuche. Dass sie an einem Roman schrieb, das wußte er zwar, aber mehr auch nicht. Er erfährt vom Thema Leben als Flucht, wo er doch dachte, das Thema Flucht sei mit ihrer Ankunft bei ihm im Westen vorbei. Und hier erfährt er auch, dass sie eine Tochter im Osten hat, die aber verschollen war und nach der sie erfolglos gesucht hat. Er findet seine Stieftochter Svenja und die Enkelin Sigrun, die in einer völkischen Gemeinschaft auf dem Land leben. Er muss sich sehr feinfühlig in die Familie einbringen, um Kontakt vor allem zu Sigrun zu bekommen. Zwei Welten prallen aufeinander. Sigrun freut sich, nun einen Großvater bekommen. Und mit einem Trick schafft er es, dass sie ihn besuchen kann und er freut sich, ihr Musik, Literatur und Kunst nahe zu bringen. Sie entdeckt das Klavierspielen. Aber aufgewachsen ist sie in nationalsozialistischem Geist und es ist nicht so einfach, sie für seine Welt zu überzeugen. Er will auch nicht bewerten, vielmehr unter der Maxime, ihr vor allem mit Liebe offen zu begegnen, Ihr Wissen zu erweitern, ihr andere Erfahrungen zu ermöglichen. Gelingt ihm das? Schlink beschreibt einfühlsam die verschiedenen Charaktere und Weltanschauungen. Faszinierend die Behutsamkeit und Geduld , mit der Kaspar sich seiner Enkelin nähert. Mit der auch der Autor die verschiedenen Sichtweisen aufzeigt, ohne zu werten. Der Roman, Sujet und Schreibstil, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich etwas Zeit brauchte, mich darauf einzulassen.

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