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Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe »Ehrlich«. Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige. Wen interessiert es schon, wie hoch die Krebsrate von Ephebo ist. Als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau. Bei dem Versuch, sie loszuwerden, löst er eine Katastrophe nach der anderen aus ...
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Verstörend realistisch
Bewertung am 29.04.2024
Bewertungsnummer: 2190065
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Ausblick auf die nächste Zukunft. "Brave New World" ×Klimawandel+ Feminismus÷Jugendwahn+Sekteneifer. Absolute Leseempfehlung, selten war der Weltuntergang so unterhaltsam. Ich werde nie wieder in einen Keller gehen können, ohne an dieses Buch zu denken. Extra-Liebe für die Meerschweinchen
Macht
Bewertung am 11.11.2021
Bewertungsnummer: 1604156
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Deutschland. Wir schreiben das Jahr 2031. Das Klima ist inzwischen endgültig ruiniert, Wirbelstürme wechseln sich mit unerträglichen Hitzewellen ab und das Einzige, was noch gedeiht, ist unkrautartig wuchernder Gen-Raps. Fleisch und Sprit gibt es nur noch gegen Co2-Punkte, und praktisch jeder schluckt eine Pille, die dich wieder jung aussehen lässt, auch wenn die Chance, innerhalb von ein paar Jahren den Krebstod zu sterben, so um die 60 % liegt. Den meisten ist das egal, erwartet doch ohnehin jeder den nahenden Weltuntergang durch den völligen Klimakollaps, auch apokalyptische Sekten haben Hochkonjunktur.Was tut die Regierung, die inzwischen größtenteils aus Frauen besteht, dagegen? Verbietet einem mit sowas Lächerlichem wie der Fahrradhelmpflicht auch noch das letzte bisschen Spaß! So denkt jedenfalls der Protagonist von Karin Duves neuem Roman „Macht“, Bastian Bürger. Nachdem er jahrelang den Feminismus mitgetragen hat, brodelt er inzwischen vor unterdrückter Wut, denn, so sieht er es, „bei der Gleichberechtigung gibt es nur Sieger - und Besiegte.“Er schlägt nun allerdings zurück: Seit zwei Jahren hält er seine Ex-Frau in einem Kellerverlies gefangen, wo sie ihn mit „Mein Gebieter“ ansprechen und ihm in jeder Hinsicht zu Diensten sein muss, bis hin zum Backen seiner Lieblingsplätzchen. Dumm nur, dass er sich neu verliebt, und seine Ex ihm nun irgendwie im Weg ist!Was pechschwarz anfängt, wird im Laufe der Geschichte immer nur noch fieser. Dabei ist Bastian, genannt „Öko“, aus dessen Perspektive das Ganze erzählt wird, keiner von den handelsüblichen Psychokillern, wie man sie in Thrillern zuhauf findet. Stattdessen ist er eigentlich anfangs ganz sympathisch, seine Gedanken nachvollziehbar in seiner ohnmächtigen Wut. Dabei gelingt es der Autorin ganz vorzüglich, einen Einblick in eine gekränkte Männerpsyche zu geben. Dass die Gleichberechtigung solche Blüten treibt, ist nun doch nicht anzunehmen, was aber die Umweltkatastrophen angeht, ist das, was im Buch beschrieben wird, noch zu rosig. Gruseln Sie sich also jetzt, dann sind Sie immerhin schon ein bisschen auf die Zukunft vorbereitet ...Ein Buchtipp von Konstantin Klaiber im Februar 2016
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