• Produktbild: Macht

Macht Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

22463

Erscheinungsdatum

18.02.2016

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

3436 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462315387

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

22463

Erscheinungsdatum

18.02.2016

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

3436 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462315387

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  • Die Art der Ida Gratias

    3/5

    14.03.2016

    eBook (ePUB 3)

    Keine Macht für Niemand

    Die "Welt" fasst den neuen Roman von Karen Duve mit folgenden Schlagworten zusammen: "Erderwärmung, Sintflut und Klimastürme, Seuchen, Genmanipulation, Nahrungsmittelknappheit, Jugendwahn, Generationen- und Geschlechterkampf, angeheizt durch Endzeit-Sekten, klerikale Ultras, militante Tierschützer, Nazi-Rocker und islamistische Fundamentalisten." All das ist drin auf 414 Seiten, mit denen die Autorin nur ausgekommen ist, weil sie einen Teil ihres Pulvers zuvor in einem Essayband verschossen hatte. Diese Anklageschrift benennt nicht nur das Was und Warum, sondern auch explizit die Verursacher der Chose: die gierigen Alpha-Männchen, mit den handgenähten Maßschuhen und dem Teflon-Argumenten. Den Rest ihrer Wut über das Hier und Jetzt und uns, die wir das nicht sehen wollen und nur träge auf dem Sofa Bücher lesen, führte dann zur Dystopie "Macht". Dessen Ich-Erzähler, der nun bald 70 jährige, Sebastian Bürger, Angehöriger der Generation Baby-Boomer, hat stets seinen Müll auf's Pedantischte getrennt, nicht nur nichts mit Augen verspeist, sondern auch den Hasen das Futter nur mit dem angebrachten schlechten Gewissen weggefuttert, fuhr Fahrrad mit Helm für die Klimabilanz und war lange der Mann hinter seiner karrierebewussten Ehefrau Christine, die seine Gesinnung zu ihrer parteipolitischen Profession gemacht hatte. In der Erzählzeit, im fernen 2031, ist er geschieden von Frau und Kindern, zurück gelassen mit dem geplatztem Traum das ganz viel Gutes zu Gutem führt und lebensbedroht vom täglich näher heran wirbelnden Armaggedon und somit zurück geworfen auf nichts als sich selbst. Doch ungleich seines tapferen Namenspatrons, dem heiligen Sebastian, der sich einst für Not leidende Christen einsetzte und dafür den Märtyrertod starb, lässt Herr Bürger so kurz vor Schluss die Sau raus und lebt mit Wonne seine kühnsten Macho-Phantasien aus. Mit einer Welt-Restlaufzeit von knapp unter 5 Jahren vor Augen haben auch gesellschaftliche Regularien über moralisches Verhalten ihr Haltbarkeitsdatum erreicht und Sebastian lebt, wie er sich zuvor nie zu leben getraut hat. Karen Duve hat hier ein wunderbares vom Leben im staatsfeministischen Deutschland gebeuteltes Weichei von einem Mann gezeichnet. Einen nur auf den ersten Blick irren, psychopathischen Öko-Aktivisten, der dank der Wunderpille im Kraft strotzenden und vor Testosteron triefenden Körper eines 30 jährigen steckt und dessen aufgestauter Frust dem Leser in einem Empörungsschwall in diesem Ekelpickel auslösenden, wehleidigem Grundtenor nur so entgegen fließt. Sebastian wehrt sich, holt sich zurück, was die Frauen und seine Frau ihm genommen haben und was Generationen von Männern per Geburt schließlich zusteht: Macht! Einem Kammerspiel gleich gelingt es Duve im begrenzten Erzählraum des Kellerverlieses, in dem der sich ständig selbst rechtfertigende Sebastian die Mutter seiner Kinder als Haus- und Sexsklavin im Blümchenkleid gefangen hält, die Machtspiele auf Mikroebene zu sezieren. Wie funktioniert Macht? Was macht sie mit dem Mächtigen und dem Machtlosen? Wem die Emma zu sehr Alice Schwarzer und Macchiavelli zu antiquiert ist, der schaut dem sich unterdrückt Fühlenden zu wie er unterdrückt. Und lernt dabei nicht nur was über Feminismus, sondern über jede Form von Ungleichheit. Ein hoch aktuelles Thema und genau das macht den Roman für mich wirklich lesenswert. Aber da gibt es auch noch eine Außenhandlung, siehe Schlagwortaufzählung im ersten Absatz meiner Rezension, von Frau Duve selbst als "Deko" bezeichnet und besagter Chi-Chi war einfach zu sehr Gelsenkirchener Barock, selbstredend der ästhetische Supergau unter den Interiorstilen. Jedes geblümte Sofakissen, jeder güldene Kandelaber oder jeder Porzelankater für sich könnten einem Zimmer zur Zierde gereichen, aber en masse verschreckt dieser Nipppesterror. So auch des Themenkonglomerat dieser Anti-Utopie, jedes für sich einen Roman wert als Hintergrund eine Kakofonie des politischen Zeitgeistes. Mein persönlicher Wunsch von der Themenpuristin an die Autorin vor dem nächsten Roman bitte 2-10 Essaybände vorweg zum Wutabbau und dann einen neuen wunderbaren Roman mit nicht zu viel Tand auf einmal.

  • Bewertung

    5/5

    29.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verstörend realistisch

    Ein Ausblick auf die nächste Zukunft. "Brave New World" ×Klimawandel+ Feminismus÷Jugendwahn+Sekteneifer. Absolute Leseempfehlung, selten war der Weltuntergang so unterhaltsam. Ich werde nie wieder in einen Keller gehen können, ohne an dieses Buch zu denken. Extra-Liebe für die Meerschweinchen

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Macht

    Deutschland. Wir schreiben das Jahr 2031. Das Klima ist inzwischen endgültig ruiniert, Wirbelstürme wechseln sich mit unerträglichen Hitzewellen ab und das Einzige, was noch gedeiht, ist unkrautartig wuchernder Gen-Raps. Fleisch und Sprit gibt es nur noch gegen Co2-Punkte, und praktisch jeder schluckt eine Pille, die dich wieder jung aussehen lässt, auch wenn die Chance, innerhalb von ein paar Jahren den Krebstod zu sterben, so um die 60 % liegt. Den meisten ist das egal, erwartet doch ohnehin jeder den nahenden Weltuntergang durch den völligen Klimakollaps, auch apokalyptische Sekten haben Hochkonjunktur.Was tut die Regierung, die inzwischen größtenteils aus Frauen besteht, dagegen? Verbietet einem mit sowas Lächerlichem wie der Fahrradhelmpflicht auch noch das letzte bisschen Spaß! So denkt jedenfalls der Protagonist von Karin Duves neuem Roman „Macht“, Bastian Bürger. Nachdem er jahrelang den Feminismus mitgetragen hat, brodelt er inzwischen vor unterdrückter Wut, denn, so sieht er es, „bei der Gleichberechtigung gibt es nur Sieger - und Besiegte.“Er schlägt nun allerdings zurück: Seit zwei Jahren hält er seine Ex-Frau in einem Kellerverlies gefangen, wo sie ihn mit „Mein Gebieter“ ansprechen und ihm in jeder Hinsicht zu Diensten sein muss, bis hin zum Backen seiner Lieblingsplätzchen. Dumm nur, dass er sich neu verliebt, und seine Ex ihm nun irgendwie im Weg ist!Was pechschwarz anfängt, wird im Laufe der Geschichte immer nur noch fieser. Dabei ist Bastian, genannt „Öko“, aus dessen Perspektive das Ganze erzählt wird, keiner von den handelsüblichen Psychokillern, wie man sie in Thrillern zuhauf findet. Stattdessen ist er eigentlich anfangs ganz sympathisch, seine Gedanken nachvollziehbar in seiner ohnmächtigen Wut. Dabei gelingt es der Autorin ganz vorzüglich, einen Einblick in eine gekränkte Männerpsyche zu geben. Dass die Gleichberechtigung solche Blüten treibt, ist nun doch nicht anzunehmen, was aber die Umweltkatastrophen angeht, ist das, was im Buch beschrieben wird, noch zu rosig. Gruseln Sie sich also jetzt, dann sind Sie immerhin schon ein bisschen auf die Zukunft vorbereitet ...Ein Buchtipp von Konstantin Klaiber im Februar 2016

  • Bewertung

    5/5

    05.04.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandios!

    Dieses Buch ist irre! Irre - erschreckend Irre - lustig Irre - furchtbar Irre - unterhaltsam Man muss ganz bestimmt lachen, bis man ein schlechtes Gewissen bekommt!

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    24.06.2026

    Dystopischer Öko-Thriller

    Mit ihrem Roman «Macht» hat sich Karen Duve ein dystopisches Setting ausgedacht, bei dem ein bösartiger Psychopath seine Frau schon seit mehr als zwei Jahren im Keller seines Hauses eingesperrt hat. Das familiäre Geschehen wird gespiegelt am ökologischen und politischen des Jahres 2031, als streitbare, revolutionäre Feministinnen in einer Kontrollierten Demokratie das passive Wahlrecht auf Kandidaten beschränkt haben, die vorher eine strenge psychologische Prüfung bestanden hatten, mit der ihre Eignung für ein politisches Amt vorbehaltlos bestätigt wurde. Außerdem wurde eine ökologische Politik etabliert, bei der jedem Bürger ein streng reglementiertes, gleich hohes Kohlenstoffdioxid-Konto zur Verfügung steht, mit dem er den CO2-Verbrauch seiner jeweiligen Konsum-Ausgaben ausgleichen muss. Benzin zum Beispiel oder Fleisch kann man somit nur kaufen, wenn man dafür auch genügend CO2-Guthaben zur Verfügung hat, ein dem heutigen Emissionshandel ähnliches Verfahren. Die von Olav Scholz als Bundeskanzler geleitete, überwiegend aus Frauen bestehend Regierung des Jahres 2031 betreibt eine streng ökologisch ausgerichtete Politik. Die Gegner dieser Politik sprechen von Öko-Faschismus, obwohl durch den Klimawandel bereits so schlimme Schäden entstanden sind, dass beispielsweise Häuser nicht mehr versichert werden können. Eine genmanipulierte Rapssorte hat sich so schnell und hartnäckig ausgebreitet, dass alles damit zuwuchert, eine schlimme Plage, der man nicht mehr Herr werden kann. Durch die Zulassung eines von fast allen Menschen begehrten Verjüngungsmittels sehen Sechzigjährige wie Zwanzigjährige aus, verkürzen durch das damit verbundene, extrem hohe Krebsrisiko ihre Lebens-Erwartung aber je nach Dosierung drastisch bis auf nur noch fünf Jahre. Man unterscheidet fortan zwischen bio-alt und chrono-alt, wobei fast nur die Fundamentalisten der wie Pilze aus dem Boden schießenden, öko-religiösen Sekten in dieser Endzeit-Stimmung auf jedwede medizinische Verjüngung verzichten, - und damit dann sprichwörtlich «alt» aussehen. In der Nähe von Hamburg lebt in einer kleinen Gemeinde der Ökoaktivist Sebastian Bürger in einem bescheidenen Haus, das er von seinen Eltern geerbt hat. Nostalgisch verklärt hat der machohafte Sonderling es im Stil der späten 1960er Jahre komplett umgebaut und dabei keine Mühen gescheut, die dafür erforderlichen, originalen Baustoffe und Einrichtungs-Gegenstände wieder aufzutreiben. Seine Ehefrau Christine, Umwelt-Ministerin im Kabinett von Olav Scholz, ist seit zwei Jahren spurlos verschwunden, ihre beiden Kinder leben seither bei der Oma. Niemand ahnt, dass er seine Frau in einem als Schutzkeller ausgebauten, schalldichten Raum gefangen hält. Er lehnt sich damit gegen den staatstragenden Feminismus auf und gegen die Dominanz seiner promovierten Frau in ihrer Ehe. In seinem Narzissmus genießt er lustvoll ihre Unterwerfung, er kettet sie an und demütigt sie immer wieder. Als der Wutbürger bei einem Klassentreffen seine heimliche Jugendliebe Elli wieder trifft und sie überraschend schnell zueinander finden, hofft er, mit ihr ein neues Leben beginnen zu können. Im Interview hat Karen Duve zu ihrem Roman erklärt, sie wollte eine Geschichte schreiben, die in der näheren Zukunft angesiedelt ist, und dabei den Gedanken aufgreifen, dass früher alles besser gewesen sei. Ferner habe sie die grauenhafte Geschichte des österreichischen Inzest-Täters Josef Fritzl inspiriert. «Macht», der daraus entstandene Roman, fand in den Feuilletons ein überwiegend negatives Echo. Tatsächlich jedoch bietet dieser wegen seiner überraschenden Wendungen bis zuletzt spannende Roman trotz seiner beklemmenden Thematik einen hohen Unterhaltungswert, der nicht zuletzt auch von unterschwelligem Humor lebt. Wahrhaft prophetisch erscheint dabei, dass die Autorin in diesem 2016 erschienenen, gesellschafts-kritischen Werk Olav Scholz zum Bundeskanzler gemacht hat (sic!). Das hätte damals selbst in der SPD niemand für möglich gehalten, und es ist dann ja auch erst sechs Jahre später tatsächlich geschehen, - Chapeau!

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