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Rombo Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

267

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/2,6 cm

Gewicht

434 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003464508

Beschreibung

Rezension

»Was diese Schrift birgt, das geht nicht verloren. Sie manifestiert Gedächtnis, konserviert, was durch den Wandel der Zeit und nicht zuletzt durch das Erdbeben physisch ausgelöscht oder umgestaltet wurde. ... Alles Dasein hält sich in unabsehbarer Evolution. Nur dieses Buch, Rombo, es dürfte den Sog der Vergänglichkeit überdauern.« ("neues deutschland")
»Mit beinahe enzyklopädischer Gründlichkeit arbeitet sich Kinsky durch Fauna, Flora und Geologie des Tals, in jedem der sieben Kapitel setzt sie dabei andere Schwerpunkte.« ("taz am wochenende")
»›Ein Erdbeben ist doch, als bewegte sich etwas Gewaltiges im Traum. Oder als wäre einem Riesen nicht wohl im Schlaf. Und das Erwachen ist eine neue Ordnung der Dinge in der Welt. Da wird der Mensch mit seinem Leben so klein wie der kleinste Stein im Fluss.‹ Dass er dennoch nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt dieser erschütternde Roman, der Naturkunden und Erinnerungen kunstvoll miteinander verknüpft.« ("der Freitag")
»[Rombo] ist eine große Bildersuche, die zum heutigen Gefühl der Zeitenwende eine Geschichte erzählt, die gleichermassen real ist, wie sie als erschreckende Metapher wirkt.« ("NZZ")
»Ein leise donnerndes Buch über die Akustik und Psychotektonik der Apokalypse.« ("WELT AM SONNTAG")
»Das Buch sensibilisiert für die fragile Balance, die allen Existenzentwürfen zugrunde liegt, und treibt den Gegensatz der einbrechenden Naturgewalt zum menschlichen Nachvollzug auf die Spitze.« ("DIE ZEIT")
»Mit dem Roman hat Kinsky einen ergreifenden Text geschaffen, an dem man sich dank seiner stilistischen Raffinesse wohl kaum satt lesen wird.« ("Tageblatt Luxemburg")
»Esther Kinskys neuer Roman Rombo vermischt menschliche, ökologische sowie mythische Erzählmomente und lässt sie zu einem Strudel kollektiver Traumata werden.« ("literaturkritik.de")
»[Rombo] ist ein großes Gleichnis zu einer aus den Fugen geratenen Zeit. Die Sprache [von Esther Kinsky] ist überwältigend, eben weil sie ruhig, konzise und fantasievoll bleibt. Eindringlich erzählt sie vom Leben in einer Störungsregion.« ("Mannheimer Morgen")
»Jedes Wort stimmt in dieser Prosa. ... Ein Sprachkunstwerk auch von emotionaler Wucht.« ("SWR2")

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Sehr gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

267

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/2,6 cm

Gewicht

434 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003464508

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44, 10119 Berlin, DE
info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    24.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erdbeben 1976

    Die Shortlist zum Deutschen Buchpreis steht. Leider hat es ROMBO nicht geschafft. Warum? Es gab anscheinend bessere Romane? Aber was heißt das schon. Esther Kinsky beschreibt ein Ereignis Mitte der Siebziger Jahre in Norditalien, das das Leben vieler Menschen grundlegend verändert hatte, Nämlich ein verheerendes Erdbeben in Norditalien. Was dieses angerichtet hat, lässt sie sieben Personen erzählen,, welche die Ereignisse vor- und nach dem Beben schildern. Was herrauskommt, ist ein Bericht, welcher zeigt, wie Menschen mit so einer Katastrophe umgehen können oder müssen. Wir erleben mit diesen Personen die schrecklichen Ereignisse und bekommen einen Einblick, wie die Menschen litten und wie sie damit umgingen. Das Buch macht nachdenklich und betroffen, aber in jedem Ende steckt ein neuer Anfang. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken. Lesen Sie los!

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    14.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    geht unter die Haut

    Es ist das Jahr 1976. Norditalien wird von 2 verheerenden Erdbeben erschüttert. Danach ist nichts mehr wie es war. Hunderte Todesopfer sind zu beklagen. Tausende werden obdachlos. Die enormen, durch die Beben ausgelösten Materialverschiebung verändern die Landschaft nachhaltig. Olga, Anselmo, Gigi, Silvia, Toni, Mara und Lina erinnern sich…..“Und immer ist da dieses Knirschen, dieses leise Klirren der Splitter und Bruchstücke“

  • Bewertung

    5/5

    24.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Grollen des Bebens

    Esther Kinskys Roman „Rombo“ kreist in Notaten um die Geschehnisse im Jahr 1976, in welchem sich zwei schwere Erdbeben ereignen. Ort des Geschehens ist die Gegend Friaul im Nordosten Italiens. Karstige Gebirge, schneebedeckte Gipfel, bedrohliche Wolkenformationen und Lichterscheinungen stehen im Zentrum ihrer Beschreibungen. Auf die Zeichen dieser nicht organischen Natur reagieren zunächst die wilden Tiere, Schlangen und Vögel, aber auch die domestizierten Tiere des Menschen, durch ihr ungewöhnliches Verhalten. Erst in einem weiteren Schritt, durch die Beobachtung der Tiere in seiner Umgebung, kann der Mensch die Nähe der Bedrohung erkennen. Durch ihre objektive Beschreibung des Erdbebens, die wissenschaftliche Begriffe aufnimmt und formt, wie durch Wind und Wetter geschliffenes Gestein, schafft Kinsky Grade der Distanz zwischen Mensch und Natur. Natur ist hier nicht die durch den Blick des Menschen bestimmte Landschaft, die ein Gefühl der Erhabenheit auslösen kann. Kein gefügiger Liebreiz lockt, es erfolgt keine Einladung zum Verweilen. Die Natur erscheint hier als unwegsames Gelände. Abweisend gegenüber dem Zugriff des Menschen. Erdbeben wurden bereits in früheren Epochen der Weltliteratur thematisiert. Erinnerungen an große Zerstörungen, wie durch das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755, fanden Eingang in die Literatur. So unbedeutend der Mensch für diese Naturereignisse zu sein scheint, so bedeutsam wurden diese in umgekehrter Weise jedoch für den Menschen. Sie führten nicht selten zu einer Krise des Denkens über das Verhältnis von Mensch und Natur. Alte Weltbilder gerieten ins Wanken und mussten neu gedacht werden. So steckt in den Beschreibungen Kinskys nicht nur eine geologisch starke Dynamik. Die Äußeren Kräfte der Zerstörung wirken unmittelbar auch auf die menschliche Gemeinschaft. Kinsky greift die Thematik des Ausgesetztseins und der Fragilität des Menschen angesichts der Naturgewalten auf und macht sie für heutige Leser*innen erfahrbar. Gegenüber der Hybris eines „Homo faber“, dem die Natur durch Technik und Wissenschaft als beherrschbar erscheint, stehen Verletzlichkeit und Vergänglichkeit der menschlichen Natur. Kinsky überzeugt durch die sprachliche Intensität und Virtuosität ihrer Beschreibungen, die sich langsam der menschlichen Erfahrung nähern, für die erst Worte gefunden werden müssen.

  • yellowdog

    4/5

    07.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sieben Stimmen

    Rombo von Esther Kinsky ist ein fein und genau geschriebenes Buch über zwei Erdbeben im Jahr 1978 in Italien. Kinsky entwickelt eine sprachliche Poetik, die sich in einem prägenden Sound entlädt. Einerseits lässt sie sieben Figuren wie Zeitzeugen zu Wort kommen, andererseits bindet sie dazwischen Passagen ein, die die ländliche Umgebung, die Fauna und Flora betrachten. Aber auch die Stimmen der berichtenden Menschen, die zum Zeitpunkt der Beben überwiegend noch Kinder waren, werden melodiös und zu einem eigenständigen Motiv. Mit der Zeit wiederholt sich aber viel und das Buch ist auch viel zu lang. Das nahm dem Buch für mich ein wenig an Stärke, doch als Leseerlebnis bleibt es bestehen. Was auch bleibt, ist die Bewunderung für die sprachliche Eleganz der Autorin.

  • Kaffeeelse

    3/5

    29.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütterung

    In "Rombo" wirft die Autorin Esther Kinsky einen Blick auf die norditalienische Natur, einen Blick auf die Erdbeben in Norditalien von 1976, einen Blick auf die dortigen Menschen, einen Blick auf die Friauler, eine rätoromanische Bevölkerungsgruppe. Allerdings sind diese Blicke zu distanziert und auch zu sprunghaft, und erscheinen in meinen Augen auch zu wenig geordnet und gerade durch dieses Ungeordnete und Distanzierte hält mich die Autorin auch irgendwie auf Abstand. Obwohl sieben Menschen dieser abgelegenen Gegend von ihren Leben berichten, von ihrem Erleben des Erdbebens berichten, stellt sich bei mir nur ein kleiner Lesesog ein. Eigentlich müsste mich das Geschehen berühren, denn diese Schilderung des Verschwindens bekannter Strukturen, dieser Zwang zum Neuanfang durch die Unbilden der Natur für diese sieben unterschiedlichen Charaktere sollten eigentlich zu mir durchdringen. Nur geschieht dies nicht. Ich verbleibe seltsam unberührt und wie danebenstehend, verfolge auch nicht atemlos das eigentlich dramatische Geschehen, sondern habe eher das Gefühl, dass dieses Geschehen so nebenbei um mich herum plätschert, ohne groß zu mir durchzudringen. Was ich recht schade finde. Aber leider fühle ich mich auch an das Leseerlebnis mit dem Vorgänger "Hain" erinnert. Vielleicht finde ich einfach keinen Zugang zu Esther Kinskys Schreibe. Ich hatte mir gedacht, da ich dieses Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises von 2022 vorfand, dann probiere ich es noch einmal mit Esther Kinskys Schreibe. Aber wahrscheinlich ist dies nicht die richtige Autorin für mich. Denn dieses dramatische Geschehen 1976 im Friaul im Nordosten von Italien hat eigentlich genug dramatischen Charakter, um mich zu berühren, mich zu ergreifen und intensiv bei mir zu landen. Und auch die wenig bekannte Region des Friaul und die rätoromanischen Bewohner der Gegend sollten eigentlich mein Interesse wecken. Dass dieses Buch so plätschernd an mir vorbeizieht, finde ich schade und dieses Leseerlebnis weckt nicht unbedingt die Neugier auf weitere Bücher aus Esther Kinskys Schreibe. Es sei denn sie stehen wieder auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Dann lese ich vielleicht doch noch ein Buch von Esther Kinsky.

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