Produktbild: Rombo

Rombo Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

6

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Abbildungen

mit ca. 10 Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

19,1/11,8/2,1 cm

Gewicht

255 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47311-5

Beschreibung

Rezension

»Was diese Schrift birgt, das geht nicht verloren. Sie manifestiert Gedächtnis, konserviert, was durch den Wandel der Zeit und nicht zuletzt durch das Erdbeben physisch ausgelöscht oder umgestaltet wurde. ... Alles Dasein hält sich in unabsehbarer Evolution. Nur dieses Buch, Rombo , es dürfte den Sog der Vergänglichkeit überdauern.« ("neues deutschland")
»Mit beinahe enzyklopädischer Gründlichkeit arbeitet sich Kinsky durch Fauna, Flora und Geologie des Tals, in jedem der sieben Kapitel setzt sie dabei andere Schwerpunkte.« ("taz am wochenende")
»›Ein Erdbeben ist doch, als bewegte sich etwas Gewaltiges im Traum. Oder als wäre einem Riesen nicht wohl im Schlaf. Und das Erwachen ist eine neue Ordnung der Dinge in der Welt. Da wird der Mensch mit seinem Leben so klein wie der kleinste Stein im Fluss.‹ Dass er dennoch nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt dieser erschütternde Roman, der Naturkunden und Erinnerungen kunstvoll miteinander verknüpft.« ("der Freitag")
»[ Rombo ] ist eine große Bildersuche, die zum heutigen Gefühl der Zeitenwende eine Geschichte erzählt, die gleichermassen real ist, wie sie als erschreckende Metapher wirkt.« ("NZZ")
»Ein leise donnerndes Buch über die Akustik und Psychotektonik der Apokalypse.« ("WELT AM SONNTAG")
»Das Buch sensibilisiert für die fragile Balance, die allen Existenzentwürfen zugrunde liegt, und treibt den Gegensatz der einbrechenden Naturgewalt zum menschlichen Nachvollzug auf die Spitze.« ("DIE ZEIT")
»Mit dem Roman hat Kinsky einen ergreifenden Text geschaffen, an dem man sich dank seiner stilistischen Raffinesse wohl kaum satt lesen wird.« ("Tageblatt Luxemburg")
»Esther Kinskys neuer Roman Rombo vermischt menschliche, ökologische sowie mythische Erzählmomente und lässt sie zu einem Strudel kollektiver Traumata werden.« ("literaturkritik.de")
»[ Rombo ] ist ein großes Gleichnis zu einer aus den Fugen geratenen Zeit. Die Sprache [von Esther Kinsky] ist überwältigend, eben weil sie ruhig, konzise und fantasievoll bleibt. Eindringlich erzählt sie vom Leben in einer Störungsregion.« ("Mannheimer Morgen")
»Jedes Wort stimmt in dieser Prosa. ... Ein Sprachkunstwerk auch von emotionaler Wucht.« ("SWR2")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Abbildungen

mit ca. 10 Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

19,1/11,8/2,1 cm

Gewicht

255 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47311-5

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    11.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein zähes Leseerlebnis...

    Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft im nordöstlichen Italien . An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, unzählige sind ohne Obdach, viele verlassen ihre Heimat. In Esther Kinskys preisgekröntem Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Beben tiefe Spuren hinterlassen hat. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleißen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung. (Verlagsbeschreibung) Dieses Buch stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2022. Im Friaul, im äußersten Nordosten Italiens, bebte die Erde und veränderte Landschaft und Menschen nachhaltig. Im Vordergrund des Romans stehen die Erinnerungen von sieben Menschen, Bewohner:innen eines abgelegenen Bergdorfs, die die beiden Erdbeben 1976 überlebten und damals noch jung waren, Kinder zumeist. Die Schilderungen der sich Erinnernden sind episodenhaft, nicht chronologisch, und beleuchten das Leben in dem Bergdorf vor, während und nach den Erdbeben. Man erhält Einblicke in eine raue, unwirtliche Gegend, in der Fluten, Erdrutsche, Erdbeben immer wieder vorkommen - und doch leben dort Menschen, die dieses Fleckchen Erde Heimat nennen und nicht weichen wollen. “Wohin mit all den Trümmern, hab ich mich manchmal gefragt. Wo sollen die bloß hin?” Die mosaikartigen Erinnerungsschnipsel der Überlebenden sind eingebettet in wortgewaltige und lyrisch-ausgefeilte (für mich sperrig und anstrengend zu lesende) Schilderungen der umgebenden Landschaft, von Flora, Fauna und Wetter, Legenden und Märchen des Landstrichs, Beschreibungen der einzelnen Berge - die Natur so präsent, dass deutlich wird, dass der Mensch ein Eindringling ist und bleibt und sich mit den Naturgewalten arrangieren muss, so er denn bleiben will. Leider fehlt diesen zahllosen geologischen und biologischen Exkursen, den Berichten der irgendwie gesichtslos bleibenden Figuren, den skizzenhaften Ergänzungen zu Land und Leuten jedoch ein narrativer Überbau und damit ein roter Faden, der die aneinandergereihten Schnipsel tatsächlich zu einem Roman zusammenführen würde. Es war ein forderndes, langatmiges, zähes Leseerlebnis - immer wieder legte ich das Buch bereits nach wenigen Abschnitten zur Seite. Schicksale, die auf Distanz bleiben, ausufernde Schilderungen, bei denen ich am Satzende teilweise schon nicht mehr wusste, wie der Satz begann, ermüdende, endlos scheinende Passagen, die nach vielen ähnlichen Szenen rasch ihre Faszination verlieren - ich war ehrlich gesagt froh, als ich endlich am Schluss angekommen war. Alles in allem sehr mühsam - ich ahnte nicht, wie lang 264 Seiten sein können… © Parden

  • Bewertung

    5/5

    24.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erdbeben 1976

    Die Shortlist zum Deutschen Buchpreis steht. Leider hat es ROMBO nicht geschafft. Warum? Es gab anscheinend bessere Romane? Aber was heißt das schon. Esther Kinsky beschreibt ein Ereignis Mitte der Siebziger Jahre in Norditalien, das das Leben vieler Menschen grundlegend verändert hatte, Nämlich ein verheerendes Erdbeben in Norditalien. Was dieses angerichtet hat, lässt sie sieben Personen erzählen,, welche die Ereignisse vor- und nach dem Beben schildern. Was herrauskommt, ist ein Bericht, welcher zeigt, wie Menschen mit so einer Katastrophe umgehen können oder müssen. Wir erleben mit diesen Personen die schrecklichen Ereignisse und bekommen einen Einblick, wie die Menschen litten und wie sie damit umgingen. Das Buch macht nachdenklich und betroffen, aber in jedem Ende steckt ein neuer Anfang. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken. Lesen Sie los!

  • Edith Berger

    5/5

    14.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    geht unter die Haut

    Es ist das Jahr 1976. Norditalien wird von 2 verheerenden Erdbeben erschüttert. Danach ist nichts mehr wie es war. Hunderte Todesopfer sind zu beklagen. Tausende werden obdachlos. Die enormen, durch die Beben ausgelösten Materialverschiebung verändern die Landschaft nachhaltig. Olga, Anselmo, Gigi, Silvia, Toni, Mara und Lina erinnern sich…..“Und immer ist da dieses Knirschen, dieses leise Klirren der Splitter und Bruchstücke“

  • Bewertung

    5/5

    24.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Grollen des Bebens

    Esther Kinskys Roman „Rombo“ kreist in Notaten um die Geschehnisse im Jahr 1976, in welchem sich zwei schwere Erdbeben ereignen. Ort des Geschehens ist die Gegend Friaul im Nordosten Italiens. Karstige Gebirge, schneebedeckte Gipfel, bedrohliche Wolkenformationen und Lichterscheinungen stehen im Zentrum ihrer Beschreibungen. Auf die Zeichen dieser nicht organischen Natur reagieren zunächst die wilden Tiere, Schlangen und Vögel, aber auch die domestizierten Tiere des Menschen, durch ihr ungewöhnliches Verhalten. Erst in einem weiteren Schritt, durch die Beobachtung der Tiere in seiner Umgebung, kann der Mensch die Nähe der Bedrohung erkennen. Durch ihre objektive Beschreibung des Erdbebens, die wissenschaftliche Begriffe aufnimmt und formt, wie durch Wind und Wetter geschliffenes Gestein, schafft Kinsky Grade der Distanz zwischen Mensch und Natur. Natur ist hier nicht die durch den Blick des Menschen bestimmte Landschaft, die ein Gefühl der Erhabenheit auslösen kann. Kein gefügiger Liebreiz lockt, es erfolgt keine Einladung zum Verweilen. Die Natur erscheint hier als unwegsames Gelände. Abweisend gegenüber dem Zugriff des Menschen. Erdbeben wurden bereits in früheren Epochen der Weltliteratur thematisiert. Erinnerungen an große Zerstörungen, wie durch das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755, fanden Eingang in die Literatur. So unbedeutend der Mensch für diese Naturereignisse zu sein scheint, so bedeutsam wurden diese in umgekehrter Weise jedoch für den Menschen. Sie führten nicht selten zu einer Krise des Denkens über das Verhältnis von Mensch und Natur. Alte Weltbilder gerieten ins Wanken und mussten neu gedacht werden. So steckt in den Beschreibungen Kinskys nicht nur eine geologisch starke Dynamik. Die Äußeren Kräfte der Zerstörung wirken unmittelbar auch auf die menschliche Gemeinschaft. Kinsky greift die Thematik des Ausgesetztseins und der Fragilität des Menschen angesichts der Naturgewalten auf und macht sie für heutige Leser*innen erfahrbar. Gegenüber der Hybris eines „Homo faber“, dem die Natur durch Technik und Wissenschaft als beherrschbar erscheint, stehen Verletzlichkeit und Vergänglichkeit der menschlichen Natur. Kinsky überzeugt durch die sprachliche Intensität und Virtuosität ihrer Beschreibungen, die sich langsam der menschlichen Erfahrung nähern, für die erst Worte gefunden werden müssen.

  • yellowdog

    4/5

    07.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sieben Stimmen

    Rombo von Esther Kinsky ist ein fein und genau geschriebenes Buch über zwei Erdbeben im Jahr 1978 in Italien. Kinsky entwickelt eine sprachliche Poetik, die sich in einem prägenden Sound entlädt. Einerseits lässt sie sieben Figuren wie Zeitzeugen zu Wort kommen, andererseits bindet sie dazwischen Passagen ein, die die ländliche Umgebung, die Fauna und Flora betrachten. Aber auch die Stimmen der berichtenden Menschen, die zum Zeitpunkt der Beben überwiegend noch Kinder waren, werden melodiös und zu einem eigenständigen Motiv. Mit der Zeit wiederholt sich aber viel und das Buch ist auch viel zu lang. Das nahm dem Buch für mich ein wenig an Stärke, doch als Leseerlebnis bleibt es bestehen. Was auch bleibt, ist die Bewunderung für die sprachliche Eleganz der Autorin.

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

1

3

1

2

1

1

0

Bewertungen (6)

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Rombo