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Die innere Ordnung

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

18 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

25.06.2024

Verlag

Epubli

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

1,2/12,5/19 cm

Gewicht

204 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003299605

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Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

18 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

25.06.2024

Verlag

Epubli

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

1,2/12,5/19 cm

Gewicht

204 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003299605

Herstelleradresse

Epubli
Köpenickerstr. 154a|10997|Berlin|DE
kontakt@epubli.de

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  • Bewertung

    4/5

    10.06.2026

    Gebrauchtbuch (Taschenbuch)

    Zucht und Ordnung

    'Die innere Ordnung' von Harald Siehl ist ein höchst interessanter Roman,der in den 50er Jahren in Deutschland seinen Anfang nimmt.Eine junge Kriegswitwe trifft auf einen hohen Verwaltungsbeamten und geht mit ihm schließlich den Bund der Ehe ein. In einem launigen Erzählstil,der mich irgendwie an Erich Kästner erinnert,wird vom Ehe- und Familienleben und dem sonstigen Alltag der Protagonisten berichtet.Dann wird der beschauliche Erzählstrom leicht durch ein Hindernis touchiert : die vermeintliche Nazi-Vergangenheit des hochkarätigen Ehemanns.Tatsächlich verbleibt der Stein des Anstosses aber im Dunkeln.Dies Ergebnis,also die fehlende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, hat mich zuerst etwas enttäuscht zurückgelassen.Dann aber habe ich mir gesagt,dass dies oft auch heutzutage die unglückliche Handhabe ist,aus der man nichts lernen kann. Man versteht,auch durch das Buch,warum damals viel unter den Teppich gekehrt wurde.Jetzt gilt es den Teppich zu lüften.Auch was das Frauenbild angeht.Dieses Buch ist ein guter Ansporn dazu.

  • Bewertung

    5/5

    09.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Buch zur deutschen Geschichte

    Der Roman „Die innere Ordnung" von Harald Siehl hat mich zum Nachdenken gebracht. Besonders interessant fand ich, wie das Leben in den 1950er- und 1960er-Jahren dargestellt wird. Die Geschichte zeigt, wie die Witwe Vera durch ihre Heirat gesellschaftlich aufsteigt, gleichzeitig aber mit der Vergangenheit ihres Mannes konfrontiert wird. Dabei geht es um Themen wie Schuld, Verdrängung und den Wandel der Gesellschaft. Mir hat gefallen, dass die Figuren realistisch wirken und man gut nachvollziehen kann, wie schwierig es für viele Menschen damals war, über die Vergangenheit zu sprechen. Das Buch macht deutlich, dass die Folgen des Krieges auch viele Jahre später noch das Leben der Menschen beeinflussten. Der Schreibstil ist ruhig und leicht verständlich. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Spannung und tiefere Einblicke in die Gefühle der Figuren gewünscht. Trotzdem blieb die Geschichte für mich interessant, weil sie wichtige Fragen über Verantwortung und den Umgang mit der eigenen Vergangenheit aufwirft. Insgesamt hat mir „Die innere Ordnung" gut gefallen. Es ist ein lesenswertes Buch für alle, die sich für deutsche Geschichte und gesellschaftliche Themen interessieren. Ich würde den Roman weiterempfehlen, weil er zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und daraus zu lernen.

  • Annette

    5/5

    26.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr gutes Buch über eine Beziehung in der Nachkriegszeit

    Das Buch " Die innere Ordnung " von Harald Siehl ist ein gesellschaftskritisches Buch über eine Ehe in der Nachkriegszeit. Die Witwe Vera heiratet wieder und zwar einen Beamten, der noch Altlasten aus der Vergangenheit mit sich trägt. Es wird die Entwicklung der Ehe und ihrer Beziehung beschrieben, wie sie vielleicht für die damalige Zeit typisch war, vor allem in diesen Kreisen. Es ist sehr lebensnah und auch leicht geschrieben,aber auch sehr ehrlich Das hat mir gut gefallen. Aus heutiger Sicht mag es befremdlich sein, aber es hilft einem manches besser zu verstehen, besonders wenn man Menschen in der Verwandtschaft hat. Ich kann das Buch weiterempfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    22.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Rolle der Frau in den 50er und 60er Jahren

    Die Kriegswitwe Vera, alleinerziehende Mutter, heiratet zu Beginn der 50er Jahre einen hohen Verwaltungsbeamten. Dass die Hochzeit nicht nur der Liebe geschuldet ist, sondern vor allem dem Gedanken, sich und ihr Kind versorgt zu wissen, ist offensichtlich. Bedenkt man jedoch wie schwer es Frauen in der damaligen Zeit, mit Kindern und alleinerziehend noch dazu, hatten ist es nur allzu verständlich welche Gedanken Vera leiten. Nach der Hochzeit erfolgt rasch der gesellschaftliche Aufstieg mit. Eigenes Haus, Urlaube in Italien, gute Schulen und Ausbildung für Veras Sohn. Wir erleben mit Vera und Eberhard die Wirtschaftswunderjahre. Eine Zeit, die Vera sehr genießt, muss sie sich doch keine finanziellen Sorgen mehr machen. Sie zahlt dafür jedoch auch einen hohen Preis. Die Rolle der Frau in der damaligen Zeit war klar definiert: Herd, Kinder, Haushalt....und Eberhard gibt den überlegenen Patriarchen für den Frauen genau diese Rolle zu erfüllen haben und mehr nicht. Dass Vera wesentlich schlauer ist als er vermutet, auf geschickte Art und Weise seinen Anordnungen nicht immer Folge leistet.......der kluge Eberhard wird öfters hinters Licht geführt. Dann bekommt die Fassade jedoch Schrammen: auf einmal wird Eberhards Vergangenheit während der Nazizeit wieder lebendig. Vera, die die ganze Zeit ahnte, dass Eberhard keine reine Weste hatte, dies jedoch lieber ignorierte, muss um den Wohlstand und das Ansehen fürchten. Jedoch gelingt es ihrem Mann geschickt, Beschuldigungen auszuweichen und Fragen vom Tisch zu wischen. Doch die Zeit bleibt nicht stehen und auch Vera entwickelt sich weiter.... Für mich war es ein ungewöhnliches, ja außergewöhnliches Buch. Aufgrund des etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstils war ich anfangs versucht, es erst einmal wieder weg zu legen. Dann jedoch konnte ich gar nicht mehr aufhören und hatte es innerhalb eines Tages durch. Es zeigt sehr gut die Rolle der Frau in der damaligen Zeit, die Sehnsucht nach einem Versorger und die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit auf. Eberhard bleibt für mich mysteriös, verschwommen, so wieder Mann auf dem Cover. Vera wäre in der heutigen Zeit sicher eine taffe, eigenständige Frau geworden, der niemand ein X für ein U vormachen hätte können. Gerade das Ende des Buches, Veras Umgang mit dem Tod ihres Mannes zeigt das für mich ganz deutlich. Fazit: Sehr empfehlenswert, auch wenn man vielleicht etwas länger braucht, um sich an den Stil und die Ausdrucksweise zu gewöhnen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

  • Zuckerblueten

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Von der Wertigkeit des Lebens

    Vera ist eine junge Mutter, die durch den Krieg ihren Mann verloren hat. Die Nachkriegsjahre erweisen sich, wie für viele andere auch, als schwierig. Sie lebt in einfachen Verhältnissen, wohnt über der Wäscherei, in der sie halbtags arbeitet und erzieht ihren Jungen mit all ihren Möglichkeiten. Durch einen Zufall lernt sie den Verwaltungsbeamten Eberhard kennen und verliebt sich in ihn. Die Heirat mit ihm verhilft ihr zum gesellschaftlichen Aufstieg. Sie genießt ihre neue Rolle. Die Zeit des Verzichts ist vorbei. Es ist genug Geld vorhanden, um das Leben schön zu gestalten. Auch ihr gesellschaftliches Ansehen ist natürlich gestiegen. Eberhard klettert stetig auf der Karriereleiter und landet irgendwann im Direktorium. Für die Menschen ist sie die Gattin des hohen Beamten und gleichermaßen begegnen sie ihr: voller Respekt, mit gebührlichem Abstand. Die Jahre vergehen und Vera sieht sich in ihren Wünschen erfüllt. Ihr Junge besucht die höhere Schule, studiert und macht einen entsprechenden Abschluss. Sie selbst fährt ein teures Auto, genießt Ausflüge und Reisen, kleidet sich stilvoll, zeigt sich auf Empfängen und Anlässen als lobenswerte Ehefrau. Natürlich weiß sie, dass sie Eberhard dies zu verdanken hat. Doch irgendwann kommt die Frage nach Eberhards Vergangenheit auf. Welche Schuld hat er während des Krieges auf sich geladen? Das zu hinterfragen bleibt für Vera eine Frage des Gewissens... Zu Beginn hatte ich mir etwas anderes von diesem Buch erwartet. Ich ging davon aus, dass es deutlich mehr um Eberhards Vergangenheit und seine Stellung im Krieg gehen würde. Stattdessen taucht der Leser in das Leben, den Alltag von Vera und ihren Gedanken ein. Man begleitet sie über die Jahre und merkt rasch, wohin sich die Wertigkeiten dieser jungen Frau ab ihrer Hochzeit verschoben. Sie selbst bezeichnet Eberhard als "glückliche Fügung", sie liebt den neuen Lebensstil, nimmt ihre Rolle als perfekte Ehefrau gelungen wahr. "Die Etikette muss stimmen...", das zeigt sie mit ihren Kleidern, ihrem Auftreten, ihrem Handeln. Positiv anzumerken ist jedoch, dass sie Eberhard tatsächlich liebte, auch wenn über die Jahre hinweg die gesellschaftlichen Verpflichtungen häufig an vorderster Reihe kamen. Sie war sich ihrer Stellung sehr bewusst, ebenso der Verantwortung die damit einherging. Alles musste funktionieren. Wahrscheinlich lassen sich damit auch der Buchtitel sowie Veras Leben am besten beschreiben. Gefühle und Emotionen blieben im Hintergrund. Der Alltag und die gesellschaftliche Stellung brachten feste Regeln mit sich. Doch für mich scheint es so, als hätte sich Vera wunderbar damit arrangiert. Das beweist sich auch am Ende des Buches. Zugegeben, der Schreibstil erfordert an manchen Stellen viel Aufmerksamkeit. Doch es lohnt sich tatsächlich dranzubleiben, um in Veras Leben einzutauchen. Wahrscheinlich steht sie für nicht wenige Frauen der Nachkriegszeit, die sich nach einem besseren Leben und gesicherten Umständen gesehnt haben und bereit waren, dafür einen gewissen Preis zu zahlen. In meinen Augen absolut nichts Verwerfliches, da ich nicht wirklich das Gefühl hatte, das Vera etwas vermisste. Und schließlich entscheidet jeder selbst, welchen Weg er in seinem Leben gehen möchte.

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