Produktbild: Schwindende Welt
Gebraucht - 49%

Schwindende Welt Roman

13
49% sparen

12,13 € 24,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

267

Maße (L/B/H)

21,9/13,4/2,7 cm

Gewicht

421 g

Farbe

Rubin

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

消滅世界 Shōmetsu sekai

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

2710002871291

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»ein literarisches Gedankenexperiment, das mit radikaler Konsequenz vorführt, wie tief unsere Vorstellungen von Intimität und Norm in gesellschaftliche Machtstrukturen eingebettet sind.« Pascal Moser ("WOZ - Die Wochenzeitung")
»[Muratas] Darstellung der Sexualität als archaische Praxis aus der Vergangenheit regt zum Staunen und Lachen an.« Sabine Scholl ("der Standard")
»Ein verstörendes Buch, dessen Inhalt womöglich gar nicht mehr in so weiter Ferne liegt.« Linda Stift ("Die Presse")
»Sayaka Murata hat mit ›Schwindende Welt‹ einen der aufregendsten Romane des Herbsts veröffentlicht.« Pascal Moser ("Aargauer Zeitung")
»Der grossartige Roman [...] verdichtet das Kontrollbedürfnis und die Vereinzelung in der heutigen Gesellschaft zu einer kühnen Dystopie über das Leben und Lieben als Mensch.« Anna Kardos ("Neue Zürcher Zeitung am Sonntag")
»Ein Roman, der verstört, berührt und noch lange nachhallt. Mich hat das Buch noch lange zum Nachdenken gebracht und zum Austausch mit anderen geführt.« ("Literaturblog")
»Das alles ist amüsant und irritierend und stellt die spannende Frage: Wozu lieben wir?« Christine Ellinghaus ("emotion")
»Murata zu lesen ist wie immer Schrecken und Genuss zugleich.« ("Instagram")
»[Muratas] Geschichten sind teilweise grotesk und surreal abgefahren, dabei aber in einer heiteren, naiven Art erzählt, die selbst für asiatische Literatur ungewöhnlich ist.« ("Instagram")
»Murata gelingt mit 'Schwindende Welt' eine exquisite Dystopie der Gleichschaltung.« Lisette Gebhardt ("Blog Literaturkritik")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

267

Maße (L/B/H)

21,9/13,4/2,7 cm

Gewicht

421 g

Farbe

Rubin

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

消滅世界 Shōmetsu sekai

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

2710002871291

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    24.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Systemrelevante Fortpflanzung: Ein Sog aus Entsetzen und Passivität

    „Schwindende Welt“ von Sayaka Murata ist eines dieser seltenen Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann, obwohl (oder gerade weil) man über das Gelesene zutiefst entsetzt ist. Das Gedankenexperiment, das Murata hier aufmacht, ist brillant und radikal. Sie entwirft eine Gesellschaft, in der die biologischen Rollen von Mann und Frau sowie die Konzepte von Sex und Fortpflanzung komplett entkoppelt und staatlich neu geordnet wurden. Der „Ekelfaktor“ und die klinische Sterilität dieser Welt sind meisterhaft beschrieben. Ich war so schockiert von der Kälte dieses Systems, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchlesen musste – ich wollte unbedingt wissen, wie die Protagonistin Amane in dieser Umgebung überlebt. Es hat mich auf eine Art gepackt, wie man es sonst nur von richtig guten Horrorbüchern kennt. Man begleitet Amane durch ihren Alltag und spürt förmlich, wie sich der Druck der Gesellschaft auf sie auswirkt. Während des Lesens baut sich eine enorme Spannung auf. Man fiebert unwillkürlich mit und möchte einfach nur wissen, wie sich diese eiskalte Welt weiterentwickelt und welchen Weg Amane wählt. Ein absolut fesselndes Leseerlebnis mit einem genialen und verstörenden Worldbuilding, das noch lange nachhallt. Wer dystopische Gedankenexperimente mag, wird dieses Buch verschlingen. Murata bleibt ihrer harten Linie bis zum Schluss treu und zieht ihr Konzept gnadenlos durch – ein positiv-verstörendes Leseabenteuer, das im Gedächtnis bleibt. 5 von 5 Sternen – Wegen der grandiosen Grundidee und der enormen Sogwirkung.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    07.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fortpflanzung ohne Sex – die neue Normalität

    Mit Schwindende Welt legt Sayaka Murata ihren dritten auf Deutsch erschienenen Roman vor. Und wieder zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch ihr Werk: Was ist eigentlich „normal“? Diesmal steht nicht nur eine Außenseiterin im Zentrum, sondern eine ganze Gesellschaft. Amane lebt in einer Welt, in der Sex, Liebe und Familie radikal neu gedacht sind. Kinder entstehen durch künstliche Befruchtung oder sogar in männlichen Gebärmüttern. Ehen sind Zweckgemeinschaften, nicht Orte für romantische Gefühle. Verlieben darf man sich – aber am liebsten in Comicfiguren oder Filmheld*innen. Das, was für uns völlig unvorstellbar scheint, ist hier das Normale. Gerade das fand ich so faszinierend: Murata zeigt mit großer Konsequenz, dass Normalität nichts Festes ist, sondern ein gesellschaftliches Konstrukt. Was heute selbstverständlich erscheint, kann morgen schon Abweichung sein – und umgekehrt. In dieser Welt ist es „abnormal“, wenn ein Ehemann plötzlich Intimität mit seiner Frau sucht. Allerdings muss ich auch sagen: So sehr mich die Grundidee begeistert hat, so sehr hat mich die Lektüre manchmal ermüdet. Obwohl Sex eigentlich kaum mehr eine Rolle für die Fortpflanzung spielt, dreht sich der Roman fast ausschließlich um Sexualität – um ihre Abwesenheit, ihr Verbot, ihre Umwege. Das wiederholt sich mit der Zeit, und ich hatte Phasen, in denen ich dachte: Ja, ich habe es verstanden. Und doch: Ich konnte nicht loslassen. Immer wieder musste ich Pausen machen, nachdenken, mir Fragen stellen. Ich habe selten ein Buch gelesen, das meine Gedankenwelt so sehr in Bewegung gebracht hat. Besonders der Teil in der experimentellen Stadt „Experimenta“ ist für mich eine regelrechte Dystopie des Grauens: Kinder ohne Eltern, alle gleich, aufgezogen von Institutionen; Menschen, die ihre Individualität zugunsten der kollektiven Ordnung verlieren. Und gleichzeitig bleibt diese Welt erschreckend vorstellbar. Am Ende bleibt für mich die Erkenntnis: Den sexuellen Trieb kann man nicht einfach abschaffen. Murata versucht es, indem sie ihn in „Clean Rooms“ und Fantasiewelten umlenkt. Doch für mich wirkt das nicht ganz konsequent: Solange der Trieb existiert, bleibt auch der Sex zwischen Menschen eine Möglichkeit – und in meinen Augen wird er immer Teil der Gesellschaft sein. Genau an diesem Punkt hadere ich mit dem Roman. Aber gerade weil Murata hier so radikal entwirft, zwingt sie mich, über diese Fragen nachzudenken. Und das ist vielleicht die größte Stärke dieses Buches Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    11.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopie oder Utopie?

    Ist es eine Dystopie oder eine Utopie, von der Sayaka Murata in “Schwindende Welt” erzählt? Immerhin stellt sie darin mal eben das gesamte Konzept des Zusammenlebens von Frauen und Männern (oder auch anderen) radikal infrage. Und doch scheint auch ein bisschen Realität dabei zu sein, wenn man sich die sinkenden Geburtenraten und das wachsende Single-Dasein in den asiatischen und auch westlichen Industriestaaten anschaut. Konsequent denkt Sayaka Murata dies in “Schwindende Welt” weiter: Kinder kommen aus Reagenzgläsern, Sex und Romantik sind in digitale Fantasiewelten oder Kurzzeit-Partnerschaften ausgelagert, in der Ehe dagegen stehen Freundschaft, Schutz, Gleichberechtigung und Heimeligkeit an erster Stelle. Mit unerschütterlicher Logik verschiebt sie die Normen und ethischen Grundlagen ihrer Roman-Gesellschaft, ohne dass ihre Protagonist:innen darüber sonderlich irritiert wären. So ist “Schwindende Welt” von Sayaka Murata eine schlüssig, direkt und sehr unterhaltsam erzählte Projektion in eine mögliche Zukunft unseres Zusammenlebens. Bestens gelesen von Uta Simone.

  • shizu_reads

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Surreal grandios

    Mein erstes Buch der Autorin. Ich hatte bereits viel Gutes von ihr gehört, und so wurde es Zeit, endlich etwas von ihr zu lesen. Ich bin sofort gut in Schreibstil und Geschichte hineingekommen und konnte gar nicht mehr aufhören. Innerhalb von 24 Stunden war ich durch! Der Schreibstil ist kühl, distanziert und fast schon steril – absolut passend zur Handlung. Auch die Geschichte selbst bleibt im Umgang mit Se*ualität bewusst nüchtern und unnahbar. Genau das macht ihren Reiz aus. In einer Zeit, in der in Büchern oft Gefühle und ️ im Vordergrund stehen, ist das ein erfrischend anderer Blickwinkel. Das Buch stellt so einiges infrage: das Konzept von Beziehungen, Familie, Kinderbekommen, den Umgang mit Gefühlen und Se*, und noch vieles mehr. Alles wird dabei – fast schon unangenehm – auf die Spitze und ins Surreale getrieben. Gerade dadurch regt es gekonnt zum Nachdenken an. Der Verlauf der Geschichte war für mich nicht vorhersehbar und hat mich immer wieder überrascht. Ich war fasziniert und gleichzeitig oft leicht irritiert. Die Charaktere wirken bewusst unnahbar, fast schon oberflächlich. Doch genau das unterstreicht die Thematik und lässt einen erneut nachdenken: Was bleibt, wenn man Beziehungen von tiefen Gefühlen und Intimität trennt? Oder wenn man sich nicht mehr in reale Menschen, sondern nur noch in fiktive Figuren verliebt? Das Ende war noch einmal komplett surreal und ließ mich ungläubig zurück. Ich war platt – und fand es zugleich einfach großartig. Es war überraschend, hat mich zum Grübeln gebracht, und insgesamt hatte ich großen Spaß beim Lesen.

  • A.Basan

    aus Garbsen

    5/5

    12.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dystopisch, aber nicht abwegig

    Nach der "Zeremonie des Lebens" hat Sayaka Murata wieder eine höchst interessante, dystopische Erzählung vorgelegt. In der "Schwindenden Welt" gilt Sex unter Eheleuten als primitiv, inzestuös und schmutzig. Deshalb pflanzt man sich durch Insemination fort. Sex ist weitgehend aus dem gesellschaftlichen Leben verbannt. Man verliebt sich eher in Animehelden. Man heiratet zwar noch, doch eher aus der Motivation heraus, sich Miete und Haushaltspflichten zu teilen. Die Hauptfigur Amane ist durch die Kopulation ihrer Eltern entstanden, was ihr sehr peinlich ist. Sie lässt sich von ihrem ersten Mann scheiden, als der körperliche Nähe sucht und führt mit ihrem zweiten Mann eine eher geschwisterliche Beziehung. Beide ziehen in die Modellstadt Experimenta, in der auch Männer mithilfe einer künstlichen Gebärmutter Kinder gebären können. Die Kinder werden dort nicht mehr in Familien, sondern in Zentren großgezogen. Die Individualität geht verloren. Das Bild, das Murata von einer zukünftigen japanischen Gesellschaft entwirft, löst beim Leser zunächst Befremden aus. Doch bei längeren Nachdenken, fragt man sich, ob diese Zukunftsvisionen wirklich so abwegig und nur auf Japan begrenzt sind. Auch heute kann man in Japan schon Mangafiguren heiraten. Und angesichts der zunehmenden Vereinsamung und des wachsenden Social Media-Konsums ist es nicht unvorstellbar, dass wir bald keine intimen Beziehungen zu Menschen mehr haben werden, Vielleicht sind Familie und enge menschliche Beziehungen wirklich bald eine schwindende Welt. Muratas kafkaseker Roman bringt uns dazu, darüber nachzudenken, ob wir so eine Welt wollen und wenn nein, dem selbst entgegenzusteuern.

Kundinnen und Kunden meinen

5

5

4

5

3

1

2

0

1

2

Bewertungen (13)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Schwindende Welt